1979 – 1999 – 2009

Den folgenden Artikel hat uns kielerblauweiß im Rahmen des Schreibwettbewerbs “Mein erstes Mal mit der alten Dame” zugeschickt. Vielen Dank dafür! Alle bisherigen und auch die kommenden Berichte findet ihr hier.

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1979

Meine Eltern kamen Ende der 60er nach Berlin. Daher war mein Vater kein traditioneller Hertha-Anhänger. Als Fußballfreund ging er jedoch ab Mitte der 70er gerne ins Olympiastadion. Ich wurde 1973 (5km Luftlinie vom Olympiastadion) geboren. Als ich alt genug war, nahm mich mein Vater dann auch einige Male mit zur Hertha. Das war so 1979 und meine Erinnerung daran ist nur noch sehr vage – aber noch vorhanden. Das riesige Stadion ist unvergesslich.

Dieser erste Kontakt zur alten Dame sollte jedoch erst mal nicht vertieft werden, da es meine Familie Anfang 1980 aus der großen Stadt ins schöne Schleswig-Holstein verschlug. (Ich hoffe nicht, dass dies im Zusammenhang steht mit dem in diesem Jahr folgenden Abstieg der Hertha aus der 1. Bundesliga :)

1999

Da war ich nun als 7jähriger berlinernder Junge in einer kleinen Stadt nördlich von Hamburg und mein Fußballinteresse beschränkte sich in der folgenden Zeit mehr auf die Nationalmannschaft (Deutschland wurde ja 1980 Europameister). Erst in den 90ern fiel mein Blick wieder vermehrt auf die Bundesliga. Zu Hause gab es aber nur ARD und die Sportschau und daher an Zweitligafußball überwiegend die Ergebnisse. Aber immer wenn es um den Verein meiner Geburtsstadt ging, habe ich genau hin gehört. Und als es 1997 so weit war, dass der „schlafende Riese“ erwachte, war auch bei mir die Begeisterung geweckt.

Ich war weit und breit natürlich der einzige BSC-Freund zwischen vielen HSV- und einigen BVB- und den obligatorischen Bayern-Anhängern. Um mich war es jedoch geschehen und es stand fest, dass aus mir ein Hertha-Fan werden sollte.

1999, 20 Jahre nach der ersten Begegnung, war es dann endlich wieder soweit, dass ich das Olympiastadion besuchte. Mein Vater hatte über einen Bekannten VIP-Karten für das Spiel gegen Kaiserslautern am 20.11.1999 bekommen. Wir waren extrafrüh da, um auch nichts zu verpassen und viele Eindrücke zu sammeln und natürlich um uns den Bauch am Büfett voll zu schlagen :). Diesen Anblick, wenn man die großen Steinstufen hochsteigt, um dann hinunter auf den Rasen und auf die großen Ränge zu sehen, genieße ich auch heute noch immer wieder.

Das Spiel hatte leider keinen schönen Ausgang. Jeff Strasser schoss das einzige Tor. Eine Heimspielniederlage ohne Heimtor ist die Höchststrafe aber zur Entschädigung gab`s noch mehr Büffet und die Mannschaft und Promis aus nächster Nähe.

2009

In den folgenden 10 Jahren habe ich meine Berlinbesuche (z.B. zu meinem Bruder) immer mit Heimspielen der Hertha abgestimmt. Das waren pro Saison ca. 4-5. Dabei waren enttäuschende Spiele, wie das 0:0 gegen Schalke vor 7 Monaten aber auch viele schöne, wie das letzte Spiel der Saison 03/04 (3:1 gegen Köln) mit dem Abschied von Hans Meyer und Gabor Kiraly. Inzwischen bin ich seit fast 7 Jahren Mitglied und besuche auch jedes Jahr die Auswärtsspiele in Hamburg und Hannover (16.01.2010!!).

Es gibt jedoch nichts besseres, als im Olympiastadion ein Tor der Hertha zu erleben! Die Ostkurve dabei zu beobachten und ihre Lieder zu hören. Ich hoffe, dies noch ganz oft mit zu erleben. Am liebsten natürlich in Liga eins aber wenn es sein soll auch in jeder anderen Liga!

Ha Ho He Hertha BSC!!!

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Mit Kommentaren zu diesem Beitrag könnt ihr Lose für das Gewinnspiel sammeln. Oder schreibt selbst einen Artikel über eurer erstes Mal mit der alten Dame und nehmt am Schreibwettbewerb teil. Wir bedanken uns bei unserem Sponsor SportsInOutlook.

Alle Geschichten des Schreibwettbewerbs sind hier aufgelistet.

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  • Wer hat das geschrieben?

    Hallo, ich bin Felix und gehöre wie die meisten Herthafans in meinem Alter, zur 98er Generation, die 2010 den ersten Abstieg miterlebt hat. (→mehr)

    Ich würde mich freuen, deine Meinung zum Artikel zu erfahren. Schreib doch einen Kommentar und diskutiere mit!

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3 Kommentare

  1. Thomas
    Am 14. Januar 2010 um 21:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Na, wie viele waren es?

    Robert bekam zwei, Sven sechs, DEF einen, Andi auch einen, Theo genauso, Maria zehn (!), Volker fünf, Herthakiwi drei, Alexander zwei, spreemaradona fünf und Kathy auch fünf.

    So viele Kommentare waren es, die bereits geschrieben wurden.

    Und wer ging bislang leer aus?

    kielerblauweiß!

    Dafür gibt’s zwar keinen guten Grund, aber es ist halt so.
    Da wollte ich zumindest einen schreiben, damit kielerblauweiß nicht den falschen Eindruck kriegt, sein Beitrag hätte keinen interessiert.

    Nee nee, ich hab ihn schon gelesen – mehr kann ich aber leider auch nicht dazu sagen (hab‘ ich bei den anderen übrigens auch nicht getan).

    Fest steht für mich nur, dass jemand, der einen Text veröffentlicht, normalerweise auch auf Resonanz hofft. Andernfalls hätt‘ er’s ja auch für sich behalten können. Ob kielerblauweiß die Resonanz vermisst hat, weiß ich nicht. Kann ja nicht in ihn reinschauen. Aber ein wenig mehr an Resonanz auf die Beiträge fände ich angebracht.

    Also, ihr schreibfaulen Herthaner! Nicht nur lesen, sondern auch mal für Resonanz sorgen! Ganz spontan mal zwei, drei Worte oder mal ein kurzer Satz – reicht doch schon…

    • Enno Enno
      Am 14. Januar 2010 um 22:54 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Was für ein flammendes Plädoyer für die Kommentier-Kultur auf diesem Blog im Allgemeinen und den Beiträgen zum Gewinnspiel im Besonderen! Ich unterstütze ihn vollkommen und weise auch noch mal darauf hin, dass ihr mit jedem Kommentar (pro Beitrag) ein Los für das Gewinnspiel erhalten könnt. Wer also etwas gewinnen will, kann seine Chance auf diese Weise erhöhen.

      Als Autor von Beiträgen kenne ich dieses Phänomen nur allzu gut. Man meint, einen informativen, provokativen, lustigen oder einfach nur interessanten Artikel geschrieben zu haben. Und dann kommt: nichts. Ein anderer Beitrag, den man vielleicht eher achtlos aus dem Arm geschüttelt hat, wird dagegen heiß diskutiert. Woran liegt’s? Keine Ahnung. Aber für mich steht fest, dass man die Qualität von Beiträgen nur selten an der Zahl der Kommentare messen kann.

      Eins steht allerdings fest: Unser Blog hat mehrere Hundert Besucher am Tag. Jeder Artikel des Schreibwettbewerbs wird also von vielen, neugierigen Herthanern gelesen.

  2. Sebastian
    Am 15. Januar 2010 um 17:18 Uhr veröffentlicht | Permalink

    „Eine Heimspielniederlage ohne Heimtor ist die Höchststrafe“ Dieses Zitat gehört definitiv in jede Fußballbibel! Soviel Wahrheit in so wenig Wörtern, großartig.