Nach 71 Tagen gab es endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis für unsere Hertha! 2 mal Rückstand, 2 mal zurück gekommen, drei Stürmertore (überhaupt mal drei Tore) und am Ende ein völlig verdienter Sieg. Geht es jetzt auch in der Liga wieder aufwärts?
Am Donnerstag abend war ich noch völlig berauscht und versprach im Siegestaumel sogar einen Herthakuchen für meine Kollegen zu backen. Doch langsam weicht die Euphorie wieder einer bösen Vorahnung, denn mir fallen immer mehr Parallelen zum Rückspiel gegen Bröndby auf. Auch da drehten wir ein verloren geglaubtes Endspiel nach einem Rückstand, erzielten drei Tore und dachten alle es handle sich nur um eine die temporäre Delle, die nach dem guten Spiel gegen die Dänen wieder geebnet sei. Die zwei Ligaspiele zuvor gegen Gladbach und vor allem gegen Bochum waren indiskutabel, doch die Europapokalpartie gab Hoffnung für die Zukunft. Was folgte?2:3, 1:2, 0:4, 1:5, Trainerwechsel, 1:3, 0:3, 0:0, Hoffnung, 0:2 und Ernüchterung.
Wenn selbst im verdient gewonnenen Spiel gegen Heerenveen (niederländische Mittelklasse!) ein Marc Stein ein ums andere mal Herzrasen verursacht und Friedrich einige Großchancen grade noch so in letzter Sekunde abwenden konnte, fühlt sich dieser Sieg nicht mehr nach einem gelösten Knoten an, sondern eher als hätte ein Kleindkind es geschafft den Klettverschluss seiner Schuhe zu öffnen.
Doch alles kann auch besser werden.
Der Text von Xavier Naidoo passt wie ich finde steckenweise sehr gut (besser als Bushidos Titel) auf die Situation bei Hertha in den letzten Wochen und Monaten:
Ich will raus aus dieser Scheisse hier, doch ich weiss nicht wie das gehn soll
Raus aus diesem scheiss Revier, doch ich weiss nicht wie das gehn soll [...]
[...] Auch wenn du jetzt bitterlich weinst, bitte gib nicht auf
Auch wenn du dir verstorben scheint, bitte gib nicht auf
Auch wenn alles verdorben scheint, gib nicht auf [...]
[... ]Alles kann besser werden, alles wird besser werden [...]
Alles kann besser werden!
Zum Spiel gegen den FC Köln gibt unser Daniel vom Spielfeldrand aus ein kleines Interview.
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5 Kommentare
Die Parallele zum Bröndby-Spiel ist mir auch schon aufgefallen. Aber die Spiele danach waren das 2:3 gegen Bremen und das 1:2 in Mainz. Zwei Spiele, die wir im Gegensatz zu den darauffolgenden nicht hätten verlieren müssen, sondern mitgespielt haben und uns nicht haben abschlachten lassen.
Der kommende Gegner heißt Köln und kommt für uns genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn wenn jetzt Leverkusen oder Hoffenheim auf die Truppe warten würde, dann wäre die Chance gering, die Euphorie aus dem Heerenveen-Spiel mit rüber zu retten. Nicht, dass ich Köln unterschätze (und wenn wir gegen die verlieren, ist bis zum Winter ohnehin nichts mehr zu retten), aber es könnte an diesem Spieltag schlimmer kommen.
Ich habe das erste mal seit Wochen das Gefühl, dass es jetzt endlich losgeht mit dieser Saison. Hertha startet jetzt die Serie, da bin ich mir sicher. Und am Ende wird alles gut.
…, dass es jetzt endlich losgeht mit dieser Saison. …
Die Vorbereitungsspiele waren aber auch ein Krampf.
….habs dann doch eher traditionell gestaltet: http://www.flickr.com/photos/39872755@N05/4093056187/
Alles wird besser werden – vor allem das Torverhältnis der Gegener.
Ich denke dass was die Hertha hier abliefert ist kurz vor der Wettbewerbsverzerrung!!
Eigentlich gehört eine solche Mannschaft in die Kreisliga und alle Spiele annulliert!!!