Anspruchsdenken

So ganz nebenbei verkündet Präsident Werner Gegenbauer also Herthas Saisonziel im Interview mit der Berliner Zeitung.

Es sind sich ja auch alle darüber einig, dass ein einstelliger Tabellenplatz – und dazu gehört eben auch der neunte – in dieser Saison okay wäre.

Ich kann nicht anders, aber nach dem Erfolg der vergangenen Saison habe ich an dieser Aussage schon etwas zu knabbern. Denn es kommt ja auf die Formulierung an.

Ein einstelliger Tabellenplatz kann natürlich auch die Meisterschaft bedeuten. Aber die exakt gewählten Worte, klingen ja fast so, als wäre eine zweistellige Platzierung zwar nicht mehr „okay“, aber noch irgendwie verkraftbar. Und da gehe ich nicht mehr mit. Nicht, dass ich mich mit einer schlechten Saison nicht abfinden könnte. Aber im Vorhinein so tief zu stapeln gefällt mir einfach nicht.

Den Underdog kann man mal eine Saison lang spielen, aber die Rollen sind eigentlich an Mainz, Nürnberg, Freiburg, Bochum und Konsorten fest vergeben. Ich denke, dass Hertha durchaus selbstbewusster agieren sollte. Wenn es schief läuft, wird einem zwar die Arroganz der Hauptstadt um die Ohren gehauen. Aber der Kader und die sportliche Situation ist nicht so schlecht, wie der aktuelle Tabellenplatz. Da bin ich mir sicher.

Ich hätte mir gewünscht, dass die Aussage von Werner Gegenbauer wenigstens noch mit folgendem Zusatz versehen worden wäre: „Dennoch wollen wir auch dieses Jahr wieder versuchen, den internationalen Wettbewerb zu erreichen. Entweder über die Liga oder den DFB-Pokal.“ Mehr als solch eine vorsichtige Ansage hätte es ja nicht sein müssen. Aber der Anspruch des internationalen Geschäfts sollte in Berlin noch vorhanden sein, denke ich.

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24 Kommentare

  1. Daniel
    Am 9. September 2009 um 11:08 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hmmm….ich sehs nicht ganz so negativ. Auch wenn ich deinen letzten Absatz genauso unterschreiben würde. Man muss halt in Berlin aufpassen was man sagt. Und intern sieht das Saisonziel mit Sicherheit auch ein bisschen optimistischer aus.

    Er sagt dann später allerdings auch noch: „Ich möchte eigentlich nur, dass die Mannschaft auf dem Platz den Fans immer den Eindruck vermittelt, dass sie alles gibt. Dann kommt der Rest von alleine.“

    Mit dem „Rest“ meint er hier allerdings den Zuschauerzuspruch und ich glaube nicht so wirklich daran, dass die Berliner (nicht die Hertha-Fans, die sowieso kommen) gute Leistungen honorieren werden, wenn am Ende trotzdem ein 2:3 gegen Bremen dabei herauskommt.

    Berlin ist eben nicht Bielefeld oder Bochum. Die Leute wollen Erfolge sehen.

    Gleichzeitig muss man – wie schon gesagt – aber auch aufpassen, was man sagt. Wenn Gegenbauer jetzt einen internationalen Platz ausgerufen hätte und Hertha würde am Ende eben nur auf Rang 9 einlaufen, dann bekommt er hier mehr auf die Fresse als anderswo. Das hat man doch an Hoeneß‘ Meisterschaftsplan gesehen. Deshalb kann ich Gegenbauer sogar verstehen.

  2. Am 9. September 2009 um 11:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich hab auch kein Problem mit Tiefstapelei. Das kann man eh getrost unter Rhetorik abheften und dient lediglich dazu, den geifernden Medien keine Munition für Schwächeperioden zu liefern.

  3. Felix Felix
    Am 9. September 2009 um 11:21 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Saisonziele, die nach aussen kommuniziert wurden, haben keinen anderen Zweck, als Journalisten eine Zahl zu geben, an der sie sich festklammern können. Letztendlich wissen wir alle – Gegenbauer eingeschlossen – erst am 34. Spieltag wo wir am Ende landen. Ich finde es daher nicht verkehrt, die offizielle Erwartung auf Sparflamme laufen zu lassen und bin froh, dass dieser Hoeneßquatsch mit seinen Jahresplänen endlich ein Ende gefunden hat. Ein ambitioniertes Saisonziel wird bei nicht-erreichen ewig durch die Medien geistern. Das ist nicht gut für den Verein.

    Ich glaube, dass die interne Vorgabe ein wenig anders lautet. Letztendlich sind solche Ziele aber wie schon gesagt eher zweitrangig, denn „was zählt ist nun mal aufm Platz“.

  4. Mueggi
    Am 9. September 2009 um 12:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich finde diese Einschätzung nicht nur realistisch, sondern auch gut.

    Nun gut, ich bin selbst einer, der gern bei Aussagen eher tiefstapelt als zu hoch anzusetzen. Was ich kommuniziere und was ich erreichen möchte sind ja nun mal 2 verschiede paar Schuhe.

    Auch wenn unser hier so lieb gewonnene Freund Kugelblitz sicher was anderes gehaupten könnte, ich würde ganz dreist sagen, in den Köpfen von Favre, Preetz und Co. spielt ein Platz im europäischen Bereich sicher eine Rolle.

    Nur ist es, wie nun schon meine Vorredner gesagt haben, in Berlin alles ein wenig anders (wie übrigens in Quasi jeder großen Stadt mit großer eigenen Medienlandschaft). Hier wird gerade von den Medien ALLES aud die Goldwage gelegt und die Medien, ich denke dem sind sich soweit alle auch bewusst, sind nun mal die Stimmungsmacher Nr. 1.

    Gehen wir mal realistisch an die Sache:

    Was sind die Voraussetzungen?
    – Hertha hat spielerische Substanz verloren, dies hat, an anderer Stelle zu genüge diskutiert, verschiedene Gründe. Dieser Verlust konnte, auf Grund von fehlenden finanziellen Mitteln, nicht aufgefangen werden. Ergo ist, wenn nicht einige Spieler über sich hinauswachsen die Manschaft nciht so stark wie letzte Saison.
    – Hertha hat (vorerst) seine taktische Überraschung verloren. Letzte Saison waren die Gegner einfach oftmals über die taktische Disziplin und Spielweise von Hertha überrascht und überrumpelt. Das wird so schnell nicht mehr passieren. Die Teams sind darauf nun eingestellt und werden es Hertha nicht mehr so leicht machen.
    – Hertha hat immernoch ein massives Imaga-Problem, gerade in der Region. Wer es nicht schafft in einer Region mit ca. 5 Millionen Einwohnern (Berlin + Umland) sein Stadion regelmässig zu, sagen wir mal, 80% zu füllen hat einfach ein Problem, welches Teams wie Dortmund, Schalke, Bayern, Hamburg und Co nicht haben, und deren Stadien sind jetzt nicht so imens kleiner. Und ein halbvolles Stadion bedeutet weniger Einnahmen, weniger Stimmung usw. Auch wen die Kurve einen Mörder-Job ableistet bei den Heimspielen, wer schon mal im vollen Stadion bei war weiß, dass das noch einmal um längen krasser ist.
    – Die Stimmungshaltung in der Stadt ist schon vor der Saison, auf Grund verschiedener Gründe, negativ gewesen, jetzt einen Vorstoß setzen mit einem, in den Augen der Öffentlichkeit, unrealistischen Saisonziel rückt das Team sofort wieder ins Negative Licht.

    Welche Möglichkeiten bestanden nun auf Grund dieser Voraussetzungen?

    1. Hertha geht in die offensive und gibt ein sehr hohes Saisonziel aus.
    Sofortige Konsequenz wäre, dass man Hertha, wie in der Vergangenheit schon geschehen, dafür zerreißen würde in den Medien (von wegen Träumer usw.). Ich erinner hier gern an den anfänglich von Favre ausgerufenen Masterplan im 3. Jahr um die Meisterschaft spielen zu wollen. Wer hat sich damals nicht alles (nicht ganz zu unrecht wie wir heute wissen) darüber lsutig gemacht.
    Sollte Hertha dieses Ziel nun erreichen, könnte man sich zwar vor die Medien stellen und sagen ‚HA, wir habens ja gesagt‘, aber sollte es halt nicht erreicht werden (sondern deutlich verfehlen), wovon ich leider ausgehe, wird man erneut von allen Seiten zerrissen. Das Bild in der öffentlichkeit wird weiter gestört, der Vertrauen in Verein und Verantwortliche weiter gesenkt.

    2. Hertha gibt das nun genannte Ziel aus.
    Hier nehmen es viele etwas verwundert, aber am Ende wohl doch als realistisch war, vor allem die Medien und die Leute, die Hertha jetzt nicht zu 100% im Herzen haben.
    Sollte Hertha nun doch deutlich weiter oben als Platz 9 landen, sprechen alle wieder vom Wunder (schon wärend der Saison), es passiert was letzte Saison war, die Menschen fangen an sich für Hertha zu interessieren, das Imaga wird aufgebessert.
    Landet man in dem Bereich den man kommuniziert hat, hat man ja alles richtig eingeschätzt, also alles wunderbar. Ist man ein wenig schlechter, gut, dann wusste man ja von vorn herein, dass es nicht leicht werden würde diese Saison, das Echo darauf wäre aber im Rahmen.

    Es ist halt immer schwer sich so auszudrücken, dass die Reaktionen in all ihren Ausmaßen dem Verein nicht schädigen, von daher finde ich das Vorgehen richtig. Was in den Köpfen der einzelnen Verantwortlichen vorgeht, was intern besprochen wird und was die Spieler bereit sind zu geben, das weiß man nicht und wird es vielleicht auch nie erfahren.

    Am Ende liegt die Wahrheit dann doch auf dem Platz und und damit in der Tabelle.

    @ Daniel: Mit den Fans und dem schön spielen gebe ich dir vollkommen recht. Hertha hatte sich, zumindest in der Offensieve und dem Spielaufbau gegen Bremen ansich wirklich nciht schlecht verkauft. Auch stand die Abwehr bis zum 1:0 eigentlich gut. Doch am Ende stehen Null Punkte, 4 Spiele/3 Niederlagen und 6 Gegentore in der Liga. Da nutzt es mir wenig, dass Hertha gegen Glattbach besser war und gegen Bremen größtenteils auf Augenhöhe. Wenn ich nciht gewinne ist das alles Makulatur.
    Natürlich möchte ich sehen, dass das Team kämpft und gewinnen will (nie wie in Bochum), aber wenn am Ende nichts bei rauskommt nutzt alles nichts. NATÜRLICH ist diese Grundeinstellung wichtig für jeden Sieg und natürlich wird es Gegner geben, die man so auch schlagen kann, weil diese Einstellungen dann beim Gegner fehlen, doch gerade gegen Bremen hat man gesehen, dass es halt doch mehr bedarf als nur diese Tugenden.
    Und mir als Fan ist es doch am Ende egal, ob man in einem richtigen Drecksspiel am Ende 1:0 gewinnt oder ob man es sich erspielt hat.

    Also bitte nicht nur schön spielen wollen, sondern viel lieber schön gewinnen wollen, dann haben alle auch was davon :).

  5. Tanja*
    Am 9. September 2009 um 13:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Also meine Leute und ich sehen das sogar so, dass wenn Hertha nicht gegen den Abstieg spielt wir schon froh sein können, von daher…

    Ich finde aber Gegenbauer könnte wie andere Präsidenten auch mal selbst in die Schatztruhe greifen und Hertha unterstütezen….warum sagt der dazu eigentlich nie was… läuft seine Firma nicht gut?

    • streiflicht
      Am 9. September 2009 um 13:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Was meinst Du Tanja?
      Soll er mit seinem Privatvermögen einen Spieler kaufen?
      Ich traue Gegenbauer zwar ein/zwei Milliönchen zu,aber DAS ist, glaube ich, nicht zu erwarten. Der Herr hat doch „nur“ ne ortsansässige „Putzfirma“. Zu klein und unbedeutend für so ehrgeizige Wünsche.

      • Tanja*
        Am 9. September 2009 um 20:15 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Ich glaube sooo klein ist seine Firma gar nicht, andere Clubs haben doch auch Präsidenten, die mal Geld springen lassen oder wenigstens als Sponsor fungieren…

  6. streiflicht
    Am 9. September 2009 um 13:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Was soll Gegenbauer denn auch Anderes formulieren? Vor dem Hintergrund der Höneßschen Hinterlassenschaften und dessen Größenwahns bleibt ja nichts als tiefe Demut. Unser Image, das ist jetzt auch in der Aussendarstellung eine wichtige Aufgabe, entwickelt sich gerade neu. Gut so!

    Zwar hätte ich im Interview gerne einen Hinweis auf uneingeschränkten Optimismus gehabt, wie „MINIMALziel Platz 9“ oder so – aber so kann ich damit auch leben. Auch wenn es sicher aus einigen Fanlagern auf die Hucke gibt.
    Intern wird sich, denke ich, wohl niemand mit Platz 9 zufrieden geben.

    Vielleicht ist mein Vergleich ein wenig zu weit hergeholt, aber ich sehe Hertha heute in einer ähnlichen Situation wie Berlin nach dem Krieg. Ich sehe da echt gewisse Parallelen. Es gibt halt Traumata zu überwinden.
    Das braucht Zeit.

  7. Mueggi
    Am 9. September 2009 um 13:07 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich würde es vielleicht eher mit Berlin nach der Wende vergleichen. Hertha ist zwar nicht komplett zerbombt, aber es gibt an allen Ecken und Ende einen großen Restaurierungsbedaft, dies bedarf Geld, Geld ist nur beschränkt vorhanden.

    Nach der Wende wurde ja auch eine Zeit publiziert, dass alles ganz schnell geht (so wie Hoeneß bei Hertha) und am Ende muss man sich dann eingestehen, dass es doch alles länger dauert und man auch durch schwierige Zeiten gehen muss. Irgendwann ist man durchs Tal dann durch, dann glänzt zwar noch nciht alles, aber man kann wieder positiver in die Zukunft blicken.

  8. Tanja*
    Am 9. September 2009 um 13:12 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich kann nur sagen, dass es vor Hoeneß noch viel schlimmer war, das gebe ich mal zu bedenken und weder Krieg noch Wende sind Vergleichspunkte in meinen Augen.

  9. spreekicker
    Am 9. September 2009 um 15:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

    aber berlin hatte wenigstens noch ne weile über seine verhältnisse leben dürfen, daher würde ich herthas entwicklung eigentlich mit der aktuellen berliner lage gleichsetzen. das olympiastadion war der faire umtauschmodus von ostmark in dmark, uh war/ist die landesbank. preetz ist nun mit etwas verspätung der arme wowereit, der zwar symphatisch ist, aber eine ziemlich undankbare aufgabe zu händeln hat.

  10. Kugelblitz
    Am 9. September 2009 um 17:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

    … „Auch wenn unser hier so lieb gewonnener Freund Kugelblitz sicher was anderes gehaupten könnte, ich würde ganz dreist sagen, in den Köpfen von Favre, Preetz und Co. spielt ein Platz im europäischen Bereich sicher eine Rolle.“ …

    Er könnte nicht nur, er tut es auch. Ich laß es mal kurz „blitzen“.
    Sicher spielt in den Köpfen von Preetz u. Co solch ein Startplatz eine Rolle. Ob dieser Startplatz aber sportlich zu erreichen ist bezweifle ich ganz stark. Eher u. mit viel Glück gibt’s wieder ein Platz für die ach so fairste Mannschaft der Bundesliga. Wenn man Zweikämpfen aus dem Weg geht ist dies sogar möglich.
    Platz neun als Minimalziel zu formulieren ist sehr mutig von Herrn Gegenbauer. Respekt u. alle Achtung, denn diese Saison heißt es den Abstieg zu vermeiden u. sei es durch die Relegation gegen Union. Leider fehlen nun schon die Punkte gegen Gladbach u. Bochum. Es wird verdammt schwer.
    Aber natürlich sind das nur meine Gedanken u. nicht weiter von belang.
    Und bevor wieder Fragen kommen bezüglich “ Warst Du schon mal bei Hertha?“ dies kann ich mit ruhigen Gewissen bejahen. Man sollst nicht glauben – Dauerkarte.

    • Felix Felix
      Am 9. September 2009 um 17:15 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Bling, bling…

      Kommissar Kugelblitz! Ein grandiose Bücherserie. Kleine Kriminalkurzgeschichten mit einem zu lösenden Fall am Ende jeder Geschichte. Mithilfe einer roten Geheimfolie konnte die Auflösung des Rätsels sichtbar gemacht werden.

      Wenn ich zuhause bin, werde ich gleich mal in meiner Kindheitserinnerungskiste nachschauen, ob ich die Bücher noch finde.

    • Mueggi
      Am 10. September 2009 um 01:28 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Da haste mich falsch verstanden. Deine Einschätzung halte ich zwar etwas zu tiefgestapelt, aber da hat ja eh jeder seine eigene Meinung und die ist ja auch vollkommen legitim.

      Mit meiner kleinen Spitze spielte ich auf deine These an, dass Favre letzte Saison nicht hätte Meister werden oder die CL erreichen wollen. Demnach habe ich hier nun die These aufgestellt, dass du nun sagen würdest, dass Favre dieses Jahr nicht in die EL kommen wollen würde.

      Darauf war meine kleine Spitze gezielt, nicht dass du eine durchaus schlechtere Saison-Prognose abgibst (womit ich von Hause aus gerechnet habe ;) )

  11. Kugelblitz
    Am 9. September 2009 um 17:13 Uhr veröffentlicht | Permalink

    … „Ich finde aber Gegenbauer könnte wie andere Präsidenten auch mal selbst in die Schatztruhe greifen und Hertha unterstützen“ …

    Vielleicht hat er es schon.
    Es wird gemunkelt – Eine Person mit ganz engen Beziehungen zum Verein soll hinter dem Kauf der Genußscheine stecken.
    Der Rechtsanwalt bzw. die Firma die diese Scheine gekauft haben sind nur vorgeschoben.
    Nur ein Gedanke.

  12. spreekicker
    Am 9. September 2009 um 17:24 Uhr veröffentlicht | Permalink

    aber ob uns dennoch ein gefallen damit getan wird… in diesem falle wäre der jetzige präsident noch stärker als er ohnihin ist, ich meine damit die gefahr der abhängigmachung. wie ist das eigentlich genau mit den genussscheinen(wie ich doch drei gleiche konsonanten hintereinander hasse)? wer bestimmt, wann sie in welcher höhe zurückgezahlt werden (müssen).

    so und nun noch eine ganz steile these:
    hoeneß hat die genussscheine gezeichnet.

  13. Kugelblitz
    Am 9. September 2009 um 17:32 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @ Felix
    Überleg mal welche Firma mit der größte Nutznießer von Hertha BSC ist und wer ein besonderes Interresse am Olympiastadion hat, mit einem Nutzer der in der ersten Bundesliga spielt.

    Aber was weiß ich schon.

  14. Kugelblitz
    Am 9. September 2009 um 19:36 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @spreekicker
    Der Investor wird am Gewinn von Hertha BSC beteiligt. Die Rendite wird nur bezahlt, wenn tatsächlich auch Gewinne anfallen, die Höhe des Ertrags ist an das sportliche Abschneiden gekoppelt.
    (25% Zinsen beim Meistertitel, für Platz neun immerhin noch 5%)

    Die Berliner Morgenpost scheint da ganz interessante Quellen zu besitzen.

    • Felix Felix
      Am 9. September 2009 um 20:22 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Woher weisst du das eigentlich so genau? Ich höre von diesen Zahlen an dieser Stelle zum ersten mal.

  15. spreekicker
    Am 9. September 2009 um 19:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

    danke für das kugelblitzschnelle feedback

    vielleicht kannst du mir ja noch weiterhelfen, 25% bei der meisterschaft zinsen für dieses eine hypothetische meisterjahr plus vorhergehende zinsen? und gibt es eine maximallaufzeit, ich meine der investor könnte doch ansonsten bis zum sankt nimmerleinstag vertröstet werden, oder? oder bekommt der das investierte geld nie zurück und „nur“ die zinsen? mir war so, dass bei einer gewissen eigenkapitaldeckung das geld ausgezählt werden darf/muss aber gut, davon sind wir in disem fall ja glücklicherweise weit entfernt :-)

    …am besten ich mach mich mal selber schlau und, der ganze bwl-krams macht mich noch ganz wirr…

    aber im kern sehe ich diese anleihe ja auch deshalb kritisch, weil geringe zinsen hin oder her, auch hier mal wieder geld bereits ausgegeben worden ist, welches heute oder die nächsten budgets belastet, ohne dass wir aus den getätigten ausgaben einen wirklich nennenswerten nutzen gehabt hätten – betrachtet man den startplatz in der bundesliga auch ohne anleihe als gegeben.

    irgendjmand hatte es mal so schön ausgedrückt, dass wir uns nicht nur gegen den misserfolg, sondern auch gegen den erfolg abgesichert haben.

  16. Kugelblitz
    Am 9. September 2009 um 20:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

    …“Woher weisst du das eigentlich so genau? Ich höre von diesen Zahlen an dieser Stelle zum ersten mal.“…

    Wahrscheinlich ist mein Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge dann doch etwas fundierter als über Fußball.
    Asche auf mein Haupt.

    Wen es wirklich interessiert, es ist auch alles im Netz zu finden, der Zeitraum geht bis Anfang 2007 zurück. Es sind keine Geheimnisse.
    Ein Gedanke vielleicht noch – Vorsitzender des Beteiligungsausschuß war damals Herr Gegenbauer, der heutige Präsident. Was natürlich nix heißen soll.

    • Felix Felix
      Am 9. September 2009 um 20:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Hey hey Kommissar,

      ich habe dein Wissen nicht angezweifelt, sondern wollte nur erfahren wo du es her hast, weil ich davon wie gesagt noch nie etwas gehört habe.

      • streiflicht
        Am 9. September 2009 um 21:16 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Weiste Bescheid ni, er is RÄUBER HOTZENPLOTZ!
        Finste nich?

  17. Tanja*
    Am 12. September 2009 um 20:16 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Soviel zum Thema Platz 9 ich bleibe auch dabei das wir froh sein können wenn Hertha nichts mit dem Abstieg zu tun hat… hab übrigens auch ne Dauerkarte seit ein paar Jahren…