Befehl verweigert, Herr Mijatovic!

Da bekomme ich das blanke Kotzen. Ich bin echt wütend und enttäuscht. So eine gequirlte Scheiße, habe ich schon lange nicht mehr gehört! Was sind denn eigentlich die zentralen Eigenschaften, die man mit Soldaten, bzw. mit soldatischem Handeln verbindet? Befehle ausführen, im Krieg für das Vaterland zu sterben, auf sein Briefgeheimnis zu verzichten, sich gegenseitig „beim Spielen“ mit Waffen von Kameraden über den Haufen schießen zu lassen, sich auf Schiffen demütigen zu lassen, „Kolleteralschäden“ in Kauf zu nehmen, Unglück, Gewalt und Zerstörung in die Welt zu tragen. Mag ja sein, dass es noch ein paar naive Einzeller gibt, die mit Soldatentum irgendetwas Positives verbinden. Ich finde es allerdings völlig normal, wenn man mit Soldaten sogleich Krieg, Terror, Gewalt und Zerstörung verbindet, weil man doch nur in die aktuelle weltpolitische Lage und die jüngere Geschichte schauen muss, um zu sehen, dass nicht nur Abermillionen Soldaten sinnlos in den Tod geschickt wurden, sondern auch ungleich mehr Zivilisten gemetzelt, gemordert und vergewaltigt wurden. Ich sehe daher überhaupt nichts Positives an Soldaten.

Und was hat das jetzt mit Fußball zu tun? Genau das habe ich mich auch gefragt, als ich das Zitat von Herthas Kapitän Andre Mijatovic heute im Kurier lesen durfte. Der forderte doch glatt:

Wir müssen wie Soldaten sein. Nur so steigen wir auf!

Wie bitte? Hat der Kapitän eigentlich noch alle Tassen im Schrank? Ich kann nicht begreifen, wie man Fußball so offenkundig in einen kriegerischen, bestialischen und gewaltsamen Zusammenhang stellen kann. Für mich ist so eine Aussage im höchsten Maße verachtenswert. Mag ja sein, dass er damit „nur“ erklären will, wie wichtig für ihn der Aufstieg ist und dass sich nun alle in der Mannschaft auf dieses Ziel konzentrieren mögen. Aber genau deswegen ist der Vergleich mit dem Soldatentum doch so unangebracht. Denn Fußball ist im Vergleich zum Elend und Leid, den Kriege uns Soldaten in die Welt gesetzt haben, so ein lächerlich unwichtiges Unterfangen, so ein arroganter Luxus der westlichen Konsumgesellschaft, dass mir solch ein Vergleich die Zornesröte ins Gesicht, bzw. in die Tastatur treibt.

Andre Mijatovic, Sie haben bei mir mal so richtig verkackt mit dieser Aussage. Für mich sind sie unwürdig, Kapitän von Hertha BSC zu sein. Ich verweigere den Befehl (so wie ich auch jeglichen Kriegs- und Zivildienst verweigert habe). Dass der Kurier sich hier auch noch als Medium anbiedert, das diesen Unsinn auch noch unkritisch und unkommentiert in die Überschrift hievt, finde ich fast genauso schlimm. Herr Heise ist seine kritische Reflexionsfähigkeit, die zur journalistischen Grundausbildung gehören sollte, wohl heute morgen auf dem Weg zur Arbeit irgendwo verloren gegangen. Anders kann ich mir solch einen Fauxpas gar nicht erklären.

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59 Kommentare

  1. Andi
    Am 29. Januar 2011 um 12:38 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Das ist doch reine ansichtssache, finde ich .. Genau, soldaten führen befehle aus .. Die anweisung vom trainer umsetzen halt … Und bei den soldaten kommt es auc kammeradschaft an und der eine muss sich absolut auf der anderen verlassen können … Man darf sich kaum fehler erlauben … Ich denke nicht, dass er das groß mit anderen, negativen dingen vergleichen wollte …

    • Pille
      Am 29. Januar 2011 um 12:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Also man kann es auch übertreiben.

      Dieser Vergleich zielte sicherlich nicht auf kriegerische Auseinandersetzungen oder Kreuzzüge ab sondern auf die wesentlichen
      Merkmale des Soldatentums (ausserhalb von Kriegen).

      Kameradschaft und Zusammenhalt, sich dem Kollektiv unterordnen, voller Einsatz für Zielerreichung, Moral und Ausführung von Anweisungen.

      Dein pazifistischer Gedanke in allen Ehren, aber man kann in schlichte Aussagen auch, sinnlos, dramatisches hereininterpretieren.

  2. Am 29. Januar 2011 um 12:52 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Soldaten sind für mich in erster Linie nervenstark, diszipliniert, geordnet, präzise, „perfekt“ funktionierend, und effektiv. Und genau da sehe ich parallelen zum Spitzensport und nicht in dem was Soldaten machen. Fußballer kicken Soldaten töten. Zwei verschiedene Jobs, die im mentalen Bereich ähnliche Anforderungen stellen. Ich finde an dieser Aussage daher nichts dramatisch.

  3. Enno Enno
    Am 29. Januar 2011 um 12:54 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich lasse bei solchen Aussagen keine zwei Ansichten zu. Das geht einfach nicht, weil die mögliche Interpretation, die ich dargelegt habe und die ich für am zutreffendsten halte, immer vermieden werden muss. Ja, aus moralischen Gründen. Wer sich da auch auf eine andere Möglichkeit bezieht, der hat nicht verstanden, wie ernst es zugeht, wenn Soldaten und Krieg „im Spiel“ sind. Daher kann steht eine möglicherweise „weicher“ gemeinte Interpretation immer hinten an. Sie verschwindet hinter dem Ernst der Sache. Und vor allem hinter der Leichtigkeit des Fußballs. Wer das nicht mitbedenkt bei solchen Aussagen, „hat den Schuss wohl nicht gehört“. Kurz: Das geht gar nicht. Egal, wie man es defacto gemeint hat.

  4. Am 29. Januar 2011 um 12:54 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ja, so eine Aussage polarisiert, obwohl man mit Soldatentum aber auch positive Werte wie Kameradschaft, Treue, Aufopferung oder Pflichterfüllung assoziieren darf, die man durchaus auch von einem Fußballer erwartet. Zudem einem Mann, dessen Deutsch nicht perfekt ist, da etwas unterstellen zu wollen, was dieser nicht gemeint hat, finde ich dieses ansonsten hervorragenden Blogs etwas unwürdig.

    • Enno Enno
      Am 29. Januar 2011 um 12:56 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Nein, das kann man nicht damit assoziieren. S.o. Und wenn sein Deutsch nicht ausreicht, um als Kapitän (!) Interviews zu geben, dann ist er definitiv die falsche Wahl.

  5. Am 29. Januar 2011 um 13:00 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ach Enno, wenn er gesagt hätte „Wir müssen wie Zivildienstleistende sein“ – Meinst Du, dass das jemand verstanden hätte? Fußball hat etwas mit Kampf zu tun. Da ist der Soldatenvergleich für Menschen mit Deiner Sichtweise unpassend, andere haben ihn verstanden. Dreh ihm daraus doch keinen Strick.

  6. Am 29. Januar 2011 um 13:41 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Nun lass mal die Kirche im Dorf. Mijatovic macht hier nur, was er aus seinem Arbeitsalltag kennt: Die Sprache, mit der Sport im Allgemeinen und Fußball im Besonderen hierzulande beschrieben wird, ist mit militärischen Begriffen durchsetzt. Da werden Reihen geschlossen, wenn der Gegenangriff den Gegner zu überrollen droht, schließlich aber doch am Bollwerk der Defensive scheitert. Einfach mal bei der nächsten Fernsehübertragung auf die Tonlage achten.

  7. Tunnfish
    Am 29. Januar 2011 um 14:32 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Lieber Enno,

    mal abgesehen davon dass es auch Menschen geben dürfen muss die anderer Meinung sind als Du und Ihre Worte im Rahmen Ihrer allgemeinen Wahrnehmung von Werten wählen und verstanden haben wollen, solltest Du Deinen militanten Pazifismus mal hinsichtlich seiner Konsequenzen überprüfen. Wenn es nämlich keine Soldaten gibt, gibt es auch keine Freiheit. Wo wäre Europa ohne die Soldaten die gegen eine verachtenswerte Ideologie gekämpft hat? Diese Ideologie wäre auch ohne SOLDATEN und Armee umsetzbar gewesen, ihre Bekämpfung und Vernichtung jedoch nicht. Ja natürlich tun Soldaten schreckliche Dinge und auch Krieg ist unter allen Umständen zu vermeiden, jedoch sind es doch nie die Soldaten selbst die den Krieg beginnen, sie sind genauso Opfer von wahnsinnigen Ideologien wie die Zivilisten.
    In allem Guten und sinnvollen steckt auch immer der Teufel im Detail. Deinen Kritikansatz verstehe ich durchaus,aber die Heftigkeit Deiner Reaktion verstört mich.

  8. Am 29. Januar 2011 um 14:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Meine Meinung ist, das die Aussage von Enno mehr als übertrieben ist. Vielleicht bin ich da auch nicht objektiv genug, weil ich selber Soldat bin.
    Warst du schonmal im Kosovo, oder in Afghanistan? Das du alle Soldaten über einen Kamm scherst finde ich schon schlimm. Aber Mijatovic wird damit wie in den Kommentaren zum Teil schon geschrieben nur die soldatischen Grundtugenden gemeint haben. In seiner Heimat herrschte knapp 4 Jahre Krieg. Also wird er wohl kaum die „Mörder“ und „Zerstörer“ gemeint haben.

  9. kielerblauweiß
    Am 29. Januar 2011 um 14:38 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich kann deine Wut verstehen Enno. Den Vergleich mit Soldaten finde ich auch sehr unpassend! Auch wenn unser Kapitän nur besondere Eigenschaften gemeint hat, so wie auch die Kommentatoren hier, stehen Soldaten nunmal zu aller erst für Krieg. Das disqualifiziert sie für mich auch für Vergleiche im Sport.
    Und wenn ich an die Vergangenheit dieses blogs denke, halte ich diesen post für sehr würdig.
    Wenn Mijatovic seine Aussage relativieren würde, wäre die Sache für mich aber erledigt.

  10. Enno Enno
    Am 29. Januar 2011 um 14:59 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @Sebastian: Zivildienst ist ebenfalls ein Zwangsdienst und legitimiert damit ebenfalls den Kriegsdienst. Daher wäre Zivildienst zwar milder, aber von der Sache her genauso dämlich.

    @Fool: Nur weil man den Mist eh jeden Tag hört, macht es die Sache nicht besser. Wenn nun aber der Kapitän „meines“ Vereins so einen Bockmist verzapft, rege ich mich auf.

    @Tunnfisch: Also Kriegseinsätze mit bereits bestehenden Kriegseinsätzen zu legitimieren, erschließt sich mir nicht. Krieg ist scheiße. Soldaten stehen für Krieg, ergo auch Mist.

    @Ben: Es tut mir für dich aufrichtig leid, dass du so einen beschissenen Beruf hast. Alle „positiven Tugenden“, die gemeinhin mit Soldatentum verbunden werden, sind nichts anderes als Ideologie, die Gewalt, Zerstörung und Krieg übertüncht, legitimiert und verdeckt. Wäre ja auch eine schlechte Kriegstruppe, wenn sie nicht zusammenhalten würden. Wofür halten sie aber zusammen? Um zu morden, zu meucheln und Leid über die Welt zu bringen. Es mag sein, dass du das als Soldat anders siehst, dich durch meine Beiträge ungerecht behandelt fühlst oder gar beleidigt bist. Aber ich habe für alles kriegerische kein Verständnis und werde auch für Soldaten kein Verständnis aufbringen (und ich kenne einige Soldaten, die ich teils sehr schätze. Aber über ihren Beruf kann ich nicht mit ihnen reden.).

    @kielerblauweiß: Klar, wenn er seinen Vergleich zurück nimmt, ist die Sache gegessen. Seit Arne weiß man zwar: „Es bleibt immer etwas hängen“. Aber jeder hat die Chance verdient, sich für seine Dummheiten zu entschuldigen und das wieder ins rechte Licht zu rücken. Das gilt natürlich auch für Mijatovic.

    • Tunnfish
      Am 29. Januar 2011 um 15:15 Uhr veröffentlicht | Permalink

      @enno
      Ich möchte keine Kriegseinsätze legitimieren. Ich sage: Egal wie verachtenswert Kriege sind und wie furchtbar es scheint Soldaten in diese Kriege zu schicken, ohne Soldaten die für die Freiheit kämpfen KANNST Du dauerhaft keine Freiheit bewahren, das liegt in der Natur des Menschen, nicht in der Natur des Soldaten. Der Mensch müßte sich lossagen von Gewalt, Macht und Besitzdenken. Morden,meucheln und Leid bringe wurde nicht von den Soldaten sondern von Christen, Kommunisten, Conquistadoren, Diktatoren, Despoten etc erfunden. Bevor die Welt ohne Soldaten auskommt und bei allen negativen Aspekten die mit diesen Tatsachen einhergehen, stehen eben Soldaten auch für positive Dinge und genau diese sind es die unser Kaptitän meinte. Du bist zu hart in Deinem Urteil sowohl über Mija als auch über die Soldaten im allgemeinen.

      • kielerblauweiß
        Am 29. Januar 2011 um 16:41 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Ob Soldaten nun unverzichtbar für die Bewahrung der Freiheit sind oder nicht, lässt sich wohl durchaus kontrovers diskutieren. Aber das gehört glaube ich nicht in diesen blog.
        Viel entscheidender ist hier die Frage, ob der Vergleich von Sportlern mit Soldaten zulässig ist (auch wenn es nur um ähnliche Eigenschaften geht). Diese Frage würde ich eindeutig mit nein beantworten, da man sich die negativen Assoziationen nicht einfach weg denken kann.

        • Enno Enno
          Am 29. Januar 2011 um 18:08 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Genau darum geht es: Man kann die negativen Assoziationen nicht wegdenken. Ganz im Gegenteil, sie stehen immer im Vordergrund. Daher ist der Vergleich so unpassend. Und da ist es auch egal, ob er „nur“ das vermeintlich positive gemeint hat. Wenn er die negative Seite mitdenken würde, würde er sich solch einen Kommentar verkneifen müssen. Wenn er es nicht mitdenkt oder es ignoriert, handelt Mijatovic fahrlässig.

  11. tabson
    Am 29. Januar 2011 um 23:11 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ganz schwacher Artikel, Enno. Deine Hysterie steht Mijatovics Polemik in Nichts nach. „(…)sich gegenseitig “beim Spielen” mit Waffen von Kameraden über den Haufen schießen zu lassen(…)“ so eine gequirlte Scheiße habe ICH schon lange nicht mehr gehört. Wie kann man nur so respektlos, tötlich verunglückten Menschen gegenüber sein? Und dazu noch öffentlich. Auf solche Weise willst du Political Correctness einfordern? Ich wünsche Dir von ganzen Herzen jene kritische Reflexionsfähigkeit, die Du so lautstark von Dritten einforderst.

    • Enno Enno
      Am 30. Januar 2011 um 11:02 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Die Kritik nehme ich an. Da habe ich den Bogen überspannt.

  12. Daniel
    Am 30. Januar 2011 um 09:53 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hallo Enno, ich gebe dir voll und ganz recht. „Soldaten sind Mörder“ Kurt Tucholsky 1931, und das Stadion sollte kein Kriegsschauplatz sein und ich möchte auch keine Mörder bejubeln. Freiheit durch Krieg bewahren? Lesen denn hier alle nur die Bildzeitung?

    • Joels
      Am 30. Januar 2011 um 20:47 Uhr veröffentlicht | Permalink

      piano!

  13. boRp
    Am 30. Januar 2011 um 10:57 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Also, ich persönlich habe sehr gerne Kämpfer auf dem Feld. Und der Unterschied zum Soldaten ist da wirklich marginal. Und nun wurde Mijatovic in anderen Verhältnissen sozialisiert als wir (seit kurzer Zeit) pazifistischen Deutschen. Ihm daraus so einen Vorwurf zu machen… da habe ich hier schon wesentlich mehr Lesevergnügen gehabt.

  14. unionkommt
    Am 30. Januar 2011 um 17:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Na, sowas wird von Herthas Prollanhang schon richtig verstanden. Auf in den Kampf, Herthaner hört die Signale, auf zum letzten Gefecht.

    • unionkommt
      Am 30. Januar 2011 um 17:23 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ich wohne übrings in der Wohnung wo Kurt Tucholsky in den 20er gelebt hat.

    • Björn
      Am 1. Februar 2011 um 11:07 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Was hat genau hat die „Internationale“ mit Krieg und Soldatentum zu tun? Und seit wann ist es unter Linken, oder sagen wir besser: unter Leuten, die stolz darauf sind, in der gleichen Wohnung wie einst Tucholsky zu wohnen, in Mode gekommen auf „Prolls“ herunter zu schauen? Früher nannte man die Proletarier und hielt sie für das kommende Ding.

      • Enno Enno
        Am 1. Februar 2011 um 11:21 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Björn, du darfst unionkommt nicht so ganz ernst nehmen. Denn da weiß man nie, wie er es jetzt genau meint. Das gehört hier im Blog mittlerweile dazu. :-)

        • Björn
          Am 1. Februar 2011 um 11:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Ah, verstehe ;) Ein Unioner halt…

  15. Hotzi
    Am 30. Januar 2011 um 18:06 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Duiburg abgeschossen, Union im Visier.

  16. Am 30. Januar 2011 um 22:27 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Haha schaut ihr gerade Anne Will? Wenn nicht, dann hoffe ich euch morgen den Link zur Mediathek mit der Szene geben zu können.

  17. Mirko
    Am 31. Januar 2011 um 17:32 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Wie kann man nur so verbohrt sein. Auch Soldaten sind Menschen, welche eine Aufgabe erfüllen. Sicher nicht immer war das Bild der Soldaten das beste gewesen.

    Aber man sollte nicht alle Soldaten über einen Kamm scheren. Genauso wie die Fussballer. Auch hier gibt es unterschiede. Und man sollte auch nicht vergessen, dass der Einsatz von Soldaten aus vielen Ländern auch viele Leben von Zivilisten gerettet haben. Als Beispiel nenne ich nur den Kosovo oder Bosnien.

    Ich finde deine Aussage hier einfach übertrieben und schwachsinnig.

  18. Mirko
    Am 31. Januar 2011 um 17:35 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Achja. Ich habe sehr viele Kinder im Einsatz kennengelernt, die DANKBAR gewesen sind, dass sie von uns beschützt werden.

    Deine Hasspredigt ist einfach das letzte.

  19. Enno Enno
    Am 31. Januar 2011 um 17:40 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @Mirko: Warum war denn ein Einsatz von Soldaten nötig? Warum waren Kinder dankbar? Weil vorher Soldaten im Krieg gemeuchelt und gemordet haben. Merkst du eigentlich gar nicht, dass deine Argumentation damit verpufft? Du lieferst mir sogar noch zusätzliche Gründe für meinen Standpunkt.

  20. Mirko
    Am 31. Januar 2011 um 18:19 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Es geht einfach darum, dass du nicht alle Soldaten über einen Kampf scherst. Sicher wäre eine Welt ohne solche besser. Aber wie die Menschheit bewiesen hat sind Soldaten, welche auf die Schwachen (und das sind die Zivilisten) aufpassen notwendig. Man kann ja von Glück reden, dass der Großteil Europas aus seiner Vergangenheit gelernt hat. Zum Glück denken nicht alle in Europa so wie du und helfen den Zivilisten in den Regionen, wo sie einfach nur von den Herrschern und seiner Armee gemetzelt werden.

    Wenn alle so denken würden wie du, dann möchte ich nicht daran denken, was den Menschen in Afrika, Asien und wo auch immer machtgierige Brutalos herrschen, passieren würde.

    Das solltest du mal in einer ruhigen Minute überdenken. Aber ich weiß, dass solch eine Aussage, bei Menschen die so denken wie Du nicht zählen.
    Das ist wie mit den Vegetariern. Die akzepteren auch keine andere Meinung.

    • Am 31. Januar 2011 um 18:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

      „Wenn alle so denken würden wie du, dann möchte ich nicht daran denken, was den Menschen in Afrika, Asien und wo auch immer machtgierige Brutalos herrschen, passieren würde.“

      Das ist doch Scheinheilig! Die erste Welt verfolgt in der Linie wirtschaftliche Interessen wenn sie ihre Soldaten in den Krieg schicken. Unter dem Deckmantel der Bekämpfung von Terroristen und für die Freiheit von Menschenrechten wird der EInsatz dann letztendlich gerechtfertigt. Doch wie naiv muss man denn sein um auf den Gedanken zu kommen der Einsatz wäre zum Schutz irgendeiner Zivilbevölkerung?

      In Russland und China werden freidenkende Menschen eingesperrt und gefoltert. Euopäische Industrienationen und die USA kümmert das nicht das geringste so lange sich gute Geschäfte machen lassen.

      Dass in Afrika Diktatoren durch Nationen der ersten Welt blutig an die Macht geputscht werden zeigt doch nur diese unfassbare Doppelmoral.

      • Mirko
        Am 31. Januar 2011 um 19:54 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Tja Felix. Es geht hier um die Soldaten und nicht um die Regierungen. Vielleicht solltest du Dir mal eine Woche mit den Soldaten um Einsatz antun. Dann würdest du es zu schätzen wissen was da geleistet wird. So wie es die Menschen vor Ort zu schätzen wissen.

        Aber eins kann ich sagen. Alleine die Dankbarkeit die ich erleben durfte, hat mir gezeigt, dass meine Entscheidung in den Einsatz zu gehen die richtige gewesen ist. Ich habe gerne geholfen und das haben alle meine Kameraden gemacht. Und das nicht um wirtschaftliche Interessen zu verfolgen, sondern um zu helfen.

        Was die Regierungen daraus machen, dafür können die Soldaten nichts. Das entscheiden die Politiker alleine.
        Die Soldaten fahren hin, um zu helfen und wegen nichts anderen und viele fahren auch wieder hin, weil sie wissen dass Sie von der zivilen Bevölkerung gebraucht werden.

        Nur Schade, dass die Soldaten in unserem Lande so negativ gesehen werden.

        • Am 31. Januar 2011 um 20:30 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Tja Mirko und genau das stört mich an der ganzen Sache. Du weist als Soldat die Verantwortung von dir und lädtst sie auf der Regierung ab. Du lässt andere dafür Entscheiden was du als gut und schlecht zu sehen hast. Machst du es dir da nicht ziemlich einfach?
          Wenn es dir darum geht zu helfen warum dann umbedingt bei der Bundeswehr? Es gibt unendlich viele Entwicklungshilfeprojekte auf der ganzen Welt bei denen du mitarbeiten kannst ohne das du eine Ausbildung als Mörder brauchst.

          • Enno Enno
            Am 31. Januar 2011 um 20:36 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Du sagst es, Felix. Du sagst es.

          • Mirko
            Am 31. Januar 2011 um 21:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Na dann fangen wir doch mal ganz anders an.
            Du beziehst Strom und fährst ein Auto was Benzin verbraucht. Bestimmt fliegst du auch manchmal in den Urlaub. Du surfst durch das Internet und kaufst Sachen, welche in China und Taiwan produziert werden.

            Ich würde sagen, du bist ebenfalls einer, welcher die Regierungen unterstützt. Auch zahlst du steuern und baust deinen Wohlstand auf das Leid ander Menschen auf.

            Und dann sagst du, du schiebst die Verantwortung nicht auf andere ab. Du unterstützt die Regierungen und die Konzerne genau wie jeder andere auch.

            Wie Scheinheilig und Ignorant ist das denn?

            Genau aus solchen Gründen, habe ich es mir eigentlich abgewöhnt über solch ein Thema zu sprechen.

          • Enno Enno
            Am 31. Januar 2011 um 21:24 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Ja, entschuldige bitte, dass ich lebe und atme und mir auch noch das Recht heraus nehme, etwas kritisch zu beurteilen. Was bitte, möchtest du denn mit so einem Rundumschlag an Totalargumentation zu erreichen?

  21. nockbert
    Am 31. Januar 2011 um 18:27 Uhr veröffentlicht | Permalink

    ….. wenn es keine Soldaten gibt, gibt es keine Kriege!?
    Pazifismus in allen Ehren, aber die Entscheidungen treffen nicht die Soldaten.
    und….
    tankst Du deinen Wagen? „Du entscheidest dich pro Ölkrieg und Umweltzerstörung!“
    Kaufst Du bei H&M? „Du entscheidest dich pro Ausbeutung und Kinderarbeit!“
    Rauchst Du? „Du unterstützt eine sehr kriegerische rechte Industrie!“
    Ist du Fleisch? etc.

    Wer ist der größere Narr? Der Narr, oder der der dem Narren folgt? Oder der der weiß das er genarrt wird und es „vergißt“. Also, nicht alles so ernst nehmen. Aber, Mijatovic hätte es natürlich besser formulieren können!
    Wer macht den ersten Vorschlag?

    • Enno Enno
      Am 31. Januar 2011 um 20:25 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Du kannst mir glauben, dass ich ähnlich angepisst reagiert hätte, wenn Mijatovic gefordert hätte, man müsse wie McDonalds oder Deutsche Bank oder Daimler oder Shell oder oder oder zu sein. Und wenn du magst, nenne mich einen Narr.

      • dingdong
        Am 1. Februar 2011 um 13:32 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Enno, du bist ein Narr.

  22. Am 31. Januar 2011 um 19:14 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Soll ich erst mit dem Godwin kommen (meine Hochachtung übrigens, dass der bisher so lange ausblieb), damit diese sinnlose OT-Diskussion ein Ende hat? ;-)

    Für Enno ist das offensichtlich eine in seinem politischen Credo wichtige Grundsatzposition, über die er schon tausendmal diskutiert hat und gegen die auch in diesem Thread keine neuen Argumente zu erwarten sind, die ihn überzeugen könnten.

    Wenn wir uns darauf einigen, dass Mijatovic offensichtlich kein Intellektueller ist, können wir vielleicht auch wieder über Fußball reden…

  23. Daniel
    Am 31. Januar 2011 um 19:32 Uhr veröffentlicht | Permalink

    erstaunlich wie wenig Pazifisten es unter Herthanern gibt. Für mich ist der Begriff Soldat einfach negativ Besetzt; warum? siehe Zitat oben.
    Weiß eigentlich jemand ob Mijatvic das wirklich gesagt hat? Oder hat sich nur ein ehrgeiziger Reporter eine reißerische Schlagzeile erdacht. Für Hertha ist das sicherlich nicht Image fördernd.
    Und außerdem glaube ich, dass Hertha durch die individuelle Klasse eines Pierre-Michel Lasoggas oder Ronnys oder eben auch eines Andre Mijatovic aufsteigen wird und nicht durch ein „Jawoll Herr Kapitän“.
    PS: kommt Mijatovic nicht aus Bielefeld?…ist das jetzt Soldatenfussball?;))

    • Joel
      Am 31. Januar 2011 um 20:15 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Von der Begrifflichkeit ist Fußball mit unzähligen Wortschöpfungen behaftet die einem waschechten Pazifisten wohl das kalte Grausen bescheren dürften?

      Beispiele?:

      „Tor schießen.“
      Ja es klingt gewaltig ist es aber nicht!

      „Wir wollten den verlorenen Boden aus der Hinrunde gutmachen – der Schuss ist heute nach hinten losgegangen.“
      von Klaus Allofs

      Ja es klingt gewaltig ist es aber trotzdem nicht!

      „Ich wollte den Ball treffen, aber der Ball war nicht da.“
      von Yeboah Anthony

      Richtig, es klingt gewaltig ist es aber ebenfalls nicht! Auch wenn man jetzt den Begriff Ball mit Gegner oder Feind austauscht.

      „Kaiserslautern wird mit Sicherheit nicht ins blinde Messer laufen.“
      von Franz Beckenbauer

      Und du merkst bereits es klingt soldatenmässig gewalttätig, ist es aber nicht (Dolchstoßlegende etc). Und man könnte die Zitate ewig weiterführen.

      Und wenn wir jedes Wort (dazu zählt auch Soldat) nicht mehr verwenden würden das auch negativ behaftet ist, so wären wir ziemlich stumm.

      Nun auch so wurde es von Mija gemeint, denn der gemeine Soldat ist ja auch mit positiven Attributen behaftet.

      Ich denke auch nicht das man nach der Devise leben kann, stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin, dann würde wohl der Dalai das alte Lama King of the World. Die Welt ist wohl anders…. (Hey nimm das nicht zum Anlass für irgendwelche Kommentare ;-)

      Ums exakt zu sagen (oder schlußendlich?) verstehe ich die verstörte Einstellung zum Satz von Mija deinerseits, wenn man nicht über die eigentliche Aussage die er damit treffen wollte versteht und für die meisten auch hat, aber du kannst das eigentlich oder?
      Deshalb muss sich meines Erachtens Mija auch nicht für etwas entschuldigen. (Goldwaage hin oder her….)

      • Enno Enno
        Am 31. Januar 2011 um 20:20 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Mich kotzt vieles im Fußball an, das tagtäglich ganz unreflektiert dahergelabert wird. Aber da habe ich weder Zeit noch Nerven, mich großartig aufzuregen. Aber der Unterschied zu dem Zitat des Kapitäns besteht eben darin, dass er sich hier halt als Spiel- und Meinungsführer öffentlich positioniert und einen Vergleich nutzt, den ich zum Kotzen finde. Da rege ich mich schon mal auf.

        • dingdong
          Am 1. Februar 2011 um 13:35 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Dass er Kapitän ist, bedeutet ja nun nicht, dass er der klügste Kopf im Team ist.

          • Enno Enno
            Am 1. Februar 2011 um 13:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Offensichtlich nicht. Er ist aber auch nach außen der Spieler, der die Mannschaft vertritt und für sie spricht. Daher haben seine Aussage auch eine besondere Bedeutung und Unsinn ruft daher besonderen Ärger hervor.

      • kielerblauweiß
        Am 31. Januar 2011 um 22:13 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Diese ganzen Beispiele klingen eben NICHT soldatenmäßig gewalttätig!!
        „Und wenn wir jedes Wort (dazu zählt auch Soldat) nicht mehr verwenden würden das auch negativ behaftet ist, so wären wir ziemlich stumm.“
        Bedeutet das im Umkehrschluss, dass ich auch jedes Wort, das auch nur ein wenig Positives beinhaltet, für Vergleiche nutzen kann? Wo ist die Grenze? (Es muss eine geben)
        „Wir müssen sein wie eine Atombombe“ (hat den Krig beendet)
        Es kann doch nicht sein, dass Soldaten als einziger Vergleich für Disziplin, Kämpfen oder Kammeradschaft gelten. Und selbst wenn, ist damit eine Grenze überschritten.
        Aber einmal zum klarstellen: Ich glaube nicht, dass Mijatovic so weit gedacht hat und er wird es nur povistiv gemeint haben.

  24. kielerblauweiß
    Am 31. Januar 2011 um 20:06 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Was Mijatovic auf jeden Fall nicht gesagt hat, ist: „Wir müssen wie Soldaten sein, die im Kosovo Leben gerettet haben.“
    Ich lese hier keine Argumente, die den Vergleich mit Soldaten legetimieren. Wenn man hier mal die Diskussion um den Sinn oder Unsinn von Soldaten oder um die, ob Soldaten genauso Menschen sind wie alle anderen (was den Vergleich dann auch wieder unsinnig machen würde) weg ließe, dann sind sich hier alle einig, dass Soldaten im Krieg agieren in welchem nunmal Menschen STERBEN.
    Ich verstehe nicht, wieso man dann nicht einfach sagen kann, ok, der Vergleich geht daneben.

    @boRp
    Wenn die Grenzen zwischen einem Kämpfer und einem Soldaten marginal sind, dann möchte ich nie mehr als ein Kämpfer bezeichnet werden (auch nicht auf dem Fußballplatz).

    • Enno Enno
      Am 31. Januar 2011 um 20:24 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Kielerblauweiß, du triffst es auf den Punkt. Man kann die negative Seite, die mit Soldaten, Krieg und Gemetzel verbunden ist, einfach nicht „weglassen“. Diese Verbindung gehört immer dazu, wenn man über Soldaten spricht. Und allein deshalb, muss man solch einen Vergleich zum Fußball als unangemessen, unpassend und fahrlässig kritisieren.

      Und wer wollte leugnen, dass es diese negative Seite des Soldatentums nicht gibt? Eben.

      • dingdong
        Am 1. Februar 2011 um 13:34 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Vorsicht mit doppelten Verneinungen

        • Enno Enno
          Am 1. Februar 2011 um 13:38 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Stimmt. Wer wollte leugnen, dass es die negativen Seiten gibt, müsste es heißen.

  25. Am 31. Januar 2011 um 21:36 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Mirko, der Unterschied ist doch ganz offensichtlich. Über meine Berufswahl kann ich frei entscheiden.

  26. Am 31. Januar 2011 um 21:59 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich flipp aus. Friedhelm F. mautert sich einen ab und in der 84. Minute geht der Ball über die Linie. Was wär das großartig, wenns so bleibt!

    • kielerblauweiß
      Am 31. Januar 2011 um 22:16 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ahh – gerne auch mal wieder was sportliches – weiß aber garnicht, ob ich die Bochumer da oben auch noch dabei haben will.
      Na immerhin – jetzt sinds 5 Punkte Vorsprung!! HA HO HE

      • Am 31. Januar 2011 um 22:19 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Hab eher Angst vor Duisburg und vielleicht auch noch Cottbus. Der Bochumer Sieg war ein Funkelsieg wie er im Buche steht. Ich denke kaum, dass uns so eine Mannschaft gefährlich werden wird.

  27. Björn
    Am 1. Februar 2011 um 11:36 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Mensch Enno, wie du hier ganz aufgeregt aus einer recht friedlichen rhetorischen Mücke einen wild um sich schießenden Elefanten machst, das ist rührend, aber vor allem – verzeih mir! – ein bisschen peinlich.

    Gegen deinen moralischen Rigorismus hat der Papst ein unerreicht flexibles Weltbild… Ich dachte, die Phase, in der man die Welt so trennscharf in Gut und Böse einteilt, endet spätestens mit Anfang 20 – also in dem Alter, in dem man gemeinhin begreift, dass die Wirklichkeit ein bisschen komplizierter ist als man sich das so mit 14 im Che-Guevara-T-Shirt auf dem Schulhof zusammengereimt hat.

    Die Geschichte lehrt ja nicht nur, dass Soldaten böse sind – sondern auch, dass Gewalt Teil der menschlichen Natur ist. Mir ist es insofern ganz recht, wenn wir ab und zu ins Stadion gehen, ein bisschen Krieg spielen und emotional die Sau rauslassen können – um danach wieder friedlich nach Hause zu traben.

    • kielerblauweiß
      Am 1. Februar 2011 um 16:25 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Wie schon oben erwähnt, würde mich dann mal die Grenze von Mücke zum Elefanten interessieren.
      Wenn „Soldaten auf dem Fußballplatz“ und „Krieg spielen im Stadion“ (Wie bitte??) die rhetorischen Mücken sind, ab wann hätte denn dann Mijatovic einen Elefanten rausgelassen?
      Ich verstehe nicht, dass in einem blog, in dem es ja auch um Sprache geht, dieser so wenig Bedeutung beigemessen wird.
      Mit „emotional die Sau rauslassen“ bin ich vollkommen einverstanden. Wenn Mijatovic gesagt hätte: „Wir müssen auf dem Feld Krieg spielen“ wärst du also auch einverstanden gewesen?

  28. spreemaradona
    Am 1. Februar 2011 um 12:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Der Spruch von Mijatovic ist total überflüssig. Das steht für mich außer Frage. Zur Pazifismus-Debatte kann ich nur sagen: Soldaten sind Mörder… nun gut. Dann bin ich halt den Mördern von der US Army, der Roten Armee und diverser anderer Mörderverbände dankbar, dass Tucholskys Ausspruch sie nicht davon abgehalten hat uns zu befreien. Wir Deutschen stellen uns ja gerne als das gute Gewissen der Menschheit hin, weil unsere Opis und Omis nachdem sie mit der Widerstandsarbeit und dem Verstecken von Juden fertig gewesen wären, die Befreiung sicher selbst in die Hand genommen hätten. Deswegen verurteilen wir mal locker den Irakkrieg, den Einsatz in Afghanistan und was den Iran angeht, so halten wir es mit Chamberlain. Hat sich ja schonmal ausgezahlt. Das ist jetzt alles nicht zynisch gemeint. Ich finde Tucholskys Ausspruch hat durchaus seine Berechtigung; nur dass wir diesen Ausspruch (sogar straffrei) tätigen können, haben wir leider nunmal ebensolchen Mördern zu verdanken.

    • Am 1. Februar 2011 um 23:11 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Dann bin ich halt den Mördern von der US Army, der Roten Armee und diverser anderer Mörderverbände dankbar, dass Tucholskys Ausspruch sie nicht davon abgehalten hat uns zu befreien.

      Stimme zu. Das ist übrigens dicht an dem Godwin, den ich meinte :-)