Bitte weitergehen

… hier gibt es nichts weiter zu sehen außer dieser Nachricht: Ich habe da mal in der Nachbarschaft einen längeren Artikel über das Verhältnis von Hertha und Union geschrieben und bitte um Kenntnisnahme, Ergänzungen und Widerspruch. Nebenan, beim Textilvergehen. Danke und bis gleich.

This entry was posted in Hertha BSC and tagged , , . Bookmark the permalink. Both comments and trackbacks are currently closed.
  • Wer hat das geschrieben?

    Mein Name ist Enno: im Jahre 1982 geborener Berliner, Exil-Herthaner in Bielefeld und Bremen. Seit 2006 schreibe ich im Internet über Hertha BSC. (→mehr)

    Ich würde mich freuen, deine Meinung zum Artikel zu erfahren. Schreib doch einen Kommentar und diskutiere mit!

    Und bleib auf dem Laufenden: Abonniere neue Beiträge des Hertha BSC Blogs (RSS-Feed / E-Mail)

31 Kommentare

  1. Mirko030
    Am 8. August 2010 um 17:54 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Also ich war schon Anfang der 90er ein Herthafan und bin als dieser bis 93 auch ab un zu zu Unionspielen gegangen. Ich habe mir damals sogar einen Freundschaftsschal gekauft.

    Irgendwann haben die Unioner wahrscheinlich gedacht, dass sie besser sind als die Herthafans und haben sich gegen Hertha gewandt. Sie haben vergessen, dass Hertha oft Freundschaftsspiele gegen Union bestritten hat um Union finanziell zu helfen (was für mich ja selbstverständlich war). Auch wenn ich mich heute mit Unionfans unterhalte, kommt immer gleich wieder die Feindseeligkeit gegen Hertha durch. Warum das so ist, kann ich leider nicht sagen (vielleicht der Neid), aber es ist leider so.

    Für mich steht fest, dass ich nie wieder Unionspiele ohne Herthabeteiligung, sehen werde. Die Unioner haben unsere Freundschaft mit Füßen getreten und sind es nicht mal annähernd Wert, dass man Ihnen mehr als die zweite Liga wünscht.

    • Süven
      Am 9. August 2010 um 16:19 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Der Anfang vom Ende der ehemaligen „Freunde hinterm Stacheldraht“, oft verwendeter Herthakutten-Aufnäher zu Westberliner Zeiten, soll im Ignorieren/Nichtbesuchen des Freundschaftsrückspiels 1990 inna Försterei seitens des Hertha-Anhangs begründet liegen..

      • Am 9. August 2010 um 16:44 Uhr veröffentlicht | Permalink

        @süven Höre ich das erste Mal davon. Ist mir aber auch reichlich egal. Ich beneide diejenigen, die 1990 Muse hatten, zum Fußball gehen zu können.

  2. Am 9. August 2010 um 12:19 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @mirko030 Kann man so sehen. Man muss aber auch nicht seine persönlichen Erfahrungen von Anfang der 90er Jahre (eine grausame Zeit im Berliner Fußball in jederlei Hinsicht) auf alle Ewigkeit verallgemeinern. So wie es DEN Herthaner nicht gibt, gibt es auch DEN Unioner nicht. Beide Vereine sind groß genug, dass sie in ihrer Anhängerschaft die gesamte gesellschaftliche Breite abbilden können. Das ist eine Abgrenzung zu allen anderen Vereinen. Das führt aber auch dazu, dass Aussagen, wie „DIE Unioner sind …“ genausowenig zutreffend sind wie solch selten dämliche Gesänge wie „Siehst Du Hertha, so wird das gemacht“.
    Um sich ein Bild zu machen, gehört mehr dazu, als eine einmal angefertigte Meinung durch selektive Wahrnehmung beständig zu verfestigen.
    Für mich gehört es zum Beispiel zum Ritual, mindestens einmal pro Saison zur Hertha ins Olympiastadion zu gehen und mir ein Spiel und das Umfeld dazu anzusehen. Dazu wähle ich immer ein Spiel aus, dass nicht vom Gegner lebt. Im letzten Jahr war das die Partie gegen Gladbach. Und wenn ich im Stadion bei der Hertha bin, feuere ich auch diese Mannschaft an. Letztes Jahr war ich damit ziemlich alleine, da Anfeuern offensichtlich nur in der Ostkurve möglich war (und ja, die Temperaturen waren mehr als hart). Werde mir dieses Jahr sicherlich mehr Spiele im Olympiastadion ansehen. Und wenn Hertha II mehr Spiele im Jahnsportpark austrägt, dann auch dort wieder Partien der U23.
    Was ich damit sagen will: Entweder man interessiert sich nur für die Hertha, was auch legitim ist, und konzentriert sich dann auch nur auf den eigenen Verein und hält sich mit Aussagen zu vermeintlichen Gegebenheiten bei anderen Klubs zurück. Oder aber man interessiert sich für den Fußball in einer Region (zum Beispiel den Berliner Fußball) oder einer Liga und informiert sich umfassender und nutzt auch die vielfältigen Möglichkeiten dazu.

  3. herthawolf
    Am 9. August 2010 um 12:19 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Auf die Gefahr hin, dass ich viele Blogger langweile, weil mein exotischer Standpunkt „Hertha und Union gehören zusammen“ (der nicht bis 1990, sondern noch lange darüber hinaus common sense war) ja hinlänglich bekannt ist, folgende Überlegungen:
    -es ist alles eine Erziehungsfrage; meine drei Kinder (knapp 2, knapp 5 und 8 Jahre alt) gehen zu Hertha und Union mit mir, sind seit der Geburt bei beiden Vereinen Mitglied
    -nur weil die Mauer gottlob nicht mehr steht, ändere ich nicht meine Vereins-Präferenzen. Wenn andere dies tun oder getan haben, so erlaube ich mir die Bemerkung, dass die Herthabegeisterung mancher Unioner oder auch umgekehrt wohl nur Mitschwimmen im damals opportunen Mainstream war und dann eben erkaltete (als Unioner war es zu DDR-Zeiten eben sowieso Provokation, mit dem Emblem eines Westberliner Vereins rumzulaufen, der ja nach DDR-Logik gar nicht in der Bundesliga hätte spielen dürfen, weil er eben in der „politisch territorialen und von der BRD nicht regierbaren Einheit von Berlin-West“ beheimatet war)
    -1993, als Hertha in der 2. Liga herumkrepelte und Union für ein paar Tage in der 2. Liga war (die Geschichte mit der gefälschten Bankbürgschaft, wo TeBe dann Unions Platz einnahm und die Fußballatmosphäre in Berlin über Jahre vergiftet wurde), waren alle Blauweißen und Eisernen glücklich; im Fernsehen im „Sportpalast“, damals noch mit Zuschauern im Hintergrund, war Unions Trainer Pagelsdorf Studiogast und die Fans skandierten minutenlang „Hertha und Union“.
    -erst mit Herthas Aufstieg 1997 schien sich das Verhältnis abzukühlen; erste Mitleidskommentare wegen Tragen eines Unionschals habe ich im Jahre 2000 bei einem Auswärtsspiel in Wolfsburg geerntet, ebenso habe ich bei Union erstmals in diesem Jahre „Nur zu Hertha gehn wir nich!“ vernehmen müssen.
    -in Unionforen wird beständig darauf hingewiesen, dass viele BFC-Fans nach dem Aufstieg zu Hertha kamen, um Andy Thom oder Hendrik Herzog mal wiederzusehen; Pepe Mager konnte BFC-Schals ungestört von seinem Wagen aus verkaufen, wohingegen bei er Union mit Schimpf und Schande davon gejagt wurde („Wer Schals verkauft vom BFC, ist kein Unioner! Pepe, geh!“). Auch hier im Forum gibt es ja alte BFC-Fans, die mittlerweile zu Hertha halten; auch Geschichten im Buch „Stadionpartisanen“ berichten davon. Auch, dass Hertha im Juli durch ein Testspiel den BFC aufgewertet hat, trägt sicherlich nicht dazu bei, dass Unioner für Hertha sind.
    Sollte ich beim Derby, wo ich 2x auf ein hochkarätiges 0:0 hoffe, irgendwelche BFC-Fans im Herthablock sehen, würde ich allerdings mithelfen, Union zum Sieg zu brüllen.
    Nun aber zu Ennos entspanntem Artikel: Eigentlich alles recht nachdenkenswert geschrieben, aber Du bist halt 1984er Jahrgang. Für Dich ist Union ein Nicht-Verein und naturgemäß eine Konkurrenz in Berlin. Aber als 1969 geborener schreibe ich da aus einer anderen Perspektive. Du begehst allerdings den Fehler, Hertha als „Westberliner Verein“ darzustellen und tappst damit in die derzeitige Union-Falle, denn Hertha ist (im Gegensatz etwa zu TeBe) nie ein Westberliner Verein gewesen; es gibt ihn seit 1892, und im Rahmen der Vereinsgeschichte sind 28 Jahre Mauerzeit doch eher ein Klacks. Und es gab und gibt immer viele Fans aus dem Berliner Umland, genau wie bei Union, die in der ganzen DDR Fans hatten auf Grund der Tatsache, dass es der Anti-BFC-Verein war.
    Besonders nachdenkenswert finde ich die Zeilen über die Pseudo-Sanktpaulisierung von Union. Aber wie der Tagesspiegel kürzlich schrieb: Außer St. Pauli und Union gibt es in Deutschland wohl keinen Verein, der bei Derbies auf seinem eigenen Stadion besteht und dadurch eine sechsstellige Summe sich entgehen lässt.
    Alles in allem ein guter Anstoß zu einer wichtigen Diskussion, die hoffentlich noch lange weitergehen wird. Ich bitte auch zwecks Hilfe bei einer Fanclubgründung oder wenigstens einer Selbsthilfegruppe um weitere Outings von Hertha-und-Union-Fans.

    • catunn
      Am 9. August 2010 um 14:07 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Lokalpatriotismus vor Vereinsmief

      Fussball war und ist für mich immer verbunden gewesen mit einer gehörigen Portion Lokalpatriotismus. Wann immer es in ein Fussballspiel geht identifiziere ich mich mit der Mannschaft die dieser Einstellung am ehesten entspricht. Ich bin über die Nationalmannschaft mit 8 Jahren zum Fussball gekommen, und verfolge seit 1980 alle Länderspiele. Auch mit den deutschen Vereinen in den Wettbewerben des Europapokals habe ich gefiebert. Die 80er waren ja für Hertha keine so erfolgreiche Zeit, aber trotzdem begann ich mich irgendwann auch für den Berliner Fussball zu interessieren. Wann immer eine Berliner Mannschaft in den beiden oberen Ligen spielte oder auf dem weg dahin war, habe ich mich dafür interessiert und die Daumen gedrückt. Nach der Wende kamen für mich als Wessi auf ganz natürliche Weise auch die Clubs aus dem Osten der Stadt dazu. Für mich ist es grundsätzlich nur wichtig, dass in der Region guter und erfolgreicher Fussball gespielt wird, wer dabei ganz oben steht ist nicht ganz so wichtig, aber natürlich, hängt mein Herz und dann wenn es darauf ankommt – bei den Derbys an der Hertha-, denn auch da bin ich Lokalpatriot schließlich bin ich in Wilmersdorf geboren und aufgewachsen.

    • Am 9. August 2010 um 16:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

      St. Pauli besteht erst jetzt auf der Austragung am Millerntor. Vorher haben alle Partien gegen den HSV, auch die Heimspiele von St. Pauli, im Volksparkstadion stattgefunden.
      Was die Selbsthilfegruppe betrifft, glaube ich nicht, dass Du diese benötigst. Aber ich frage mich natürlich schon, wie man im direkten Aufeinandertreffen seiner Lieblingsvereine reagiert. Es schlägt doch nur ein Herz in der Brust.

      • herthawolf
        Am 9. August 2010 um 20:16 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Das werden wir am 4. Spieltag ja sehen – bin selber schon gespannt. Eigentlich um so schader, dass es 1993 nicht geklappt hat – als Hertha hörte, dass TeBe statt Union in der 2. Liga ist, haben sie sofort den geschätzten Zuschauerschnitt nach unten korrigiert. Damals war die Atmosphäre noch ganz anders. Vor einem Jahr beim Freundschaftsspiel zur Eröffnung der neuen Alten Försterei sagte mir wegen blöder gegenseitiger Kurvenaktionen (Spruchband in der Herthakurve: „Mentalität der Köpenicker: Wenig Stimmung, viele Sticker“, Union: „Nur zu Hertha gehn wir nich“ – stimmt ja gar nicht!!!, dachte ich nur) ein Unionfan: „Is halt ne Ost-West-Geschichte“. In der Straßenbahn dann sagten mehrere Herthaner: „Wir sind ooch alle ausn Osten.“ Soviel dazu.
        Mit der Logik Union = Osten, Hertha = Westen, müssten die Unioner sich ja auch über Erfolge vom BFC freuen. Doch das wird nie passieren. Um die Feindschaft zum BFC mache ich mir keine Gedanken, und „Hertha und Union“ muss dann eben einzeln weitergelebt werden. Eigentlich aber ist es ja höchste Zeit – 21 Jahre nach dem Mauerfall, dass Hertha mal gegen Union spielt. Nur – siehe Enno – die Bundesliga wäre als Bühne dafür passender.

    • herthawolf
      Am 9. August 2010 um 20:18 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Jetzt wird mein Kommentar nicht gezählt, weil ich ein „t“ im Namen vergessen habe…

      • Enno Enno
        Am 10. August 2010 um 16:19 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Hab’s geändert.

  4. Enno Enno
    Am 9. August 2010 um 16:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @herthawolf: Mein Jahrgang stimmt nicht ganz, zwei Jahre früher… Aber das macht dann im Vergleich keinen Unterschied: Alles, was fußballmäßig vor der Wende war, habe ich nicht mitbekommen. Den Einwand, dass Hertha kein Westverein sei, kann ich nachvollziehen, wenngleich wiederum dagegenzuhalten wäre, dass der Wedding halt in ehemal West liegt. Naja, sei’s drum, mir erscheinen diese Ost/West-Kategorien grundsätzlich nicht mehr passend. Zumindest nicht mehr für den Berliner Fußball.

  5. Am 9. August 2010 um 19:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Und was die Benefizspiele angeht, zumindest 2004 musste Hertha zum Jagen getragen werden. Erst weit nach St. Pauli und nachdem Uli Hoeneß und die Bayern Hilfe zugesagt hatte, kam Dieter Hoeneß auch aus dem Knick.

  6. unionkommt
    Am 9. August 2010 um 20:38 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Wer intressiert sich dafür warum manche Fanprolls jetzt Hertha und/oder Union gut finden? Hunde die sich so verhalten hätte man schon längst eingeschläfert. Hertha ist doch inzwischen ein Umlandverein und das Olympiastadion ein Assimagnet geworden. Vor der Wende lag zwischen Union und Hertha eine unüberwindliche Grenze und nach der Wende wurde es halt so wie bei alle Clubs die in räumlicher Nähe sind (HSV/St.Pauli, Dortmund/Schalke etc.). Welche Gründe man sich dafür aus den Fingern saugt ist doch völlig unerheblich.

    • Joel
      Am 9. August 2010 um 22:08 Uhr veröffentlicht | Permalink

      @Unionkommt
      … das Olympiastadion ein Assimagnet, raff ich nicht! Im Gegensatz dazu die alte Försterrei dann ein… -magnet?
      Alles über ein Kamm wie mir scheint, ist auch leicht dann die Welt zu verstehen. Ich halte es da eher mit der Meinung von „herhawolf“ Hertha ist kein Westklub (schon alleine wegen der Gründungszeit).
      Und bzgl. dem Tagesspiegel der kürzlich schrieb: St. Pauli und Union seien in Deutschland wohl die einzigen Vereine die bei Derbies auf ihr eigenes Stadion bestehen, sei mal dahingestellt ob es da nicht noch einen Verein gäbe. Aber sich deshalb die nötigen Einnahmen zu entsagen halte ich für fahrlässig. Dieses ist nicht eine Frage der Ehre (wohl schon so wie die Begründung ausfiel), aber hätte eher eine Frage des Vernuftes sein müssen. Über das Geld kommt die Qualität und um weiter zu kommen muss man auch über diesen Schatten springen. Eines klar Geld schießt keine Tore (Phrasenschwein wird gefüllt), nur in der Liga ist jeder extra Euro der Tropfen im Fass der einen in der Liga hält oder zu mehr befähigt.

      • herthawolf
        Am 11. August 2010 um 21:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

        @joel: Nee, nee, joel – da wirste kaum einen Unioner treffen, der Deine Einwände akzeptiert. Der Jubel beim Gladbachspiel war einhellig. Und ich sehe das genauso, auch wenn ich dann ohne Karte(n) dastehen werde, aber ich glaube kaum, dass das Olympiastadion voll wird gegen Union, und das auch noch zweimal. Vielleicht wenn es der vorletzte Spieltag wäre, aber so…Von daher ist die in den Medien angestellte €-Kalkulation von wegen „soundsohohe Einnahmen lässt sich Union entgehen“ ohnehin m. E. eine Milchjungen-Rechnung.
        Als Unioner, der ich ja genauso bin, kann ich nur schulternzuckend sagen: „Dit is Union“. Aber das verstehen nur Unioner.

  7. herthawolf
    Am 10. August 2010 um 00:57 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @unionkommt: Die Situation, die Hertha und Union hatte, ist nun mal weltweit einmalig wegen der Mauer – das kann man nicht mit anderen Städten vergleichen.
    Das Bröckeln der Freundschaft oder der Gedächtnisschwund vieler Unioner oder Herthaner ist im Grunde genommen ein Beleg für die Entwicklung der deutschen Einheit nach 1990 – die Mauer ist weg und mit ein paar Jahren Verzögerung dann eben auch die Begeisterung für Hertha UND Union. Es war schon immer etwas besonderes, zu einer Minderheit zu gehören…Fragt sich nur, wie Du damit klarkommst, dass der alte Herthaner Theo Gries Union II trainiert.

  8. herthawolf
    Am 10. August 2010 um 03:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @ unionkommt 2: und was die Assis im Oly betrifft – Hertha und Union haben / hatten beide immer einen entsprechenden Anhang nach dem Millwall-Motto: „No one like(s) us“. Gegen Boro beim Freundschaftsspiel habe ich einige Lonsdale-Typen gesehen, die man bei Hertha genauso sehen könnte/würde. Nee, nee – ich wünschte ja selber, es wäre anders – isses aber leider nich.

    • Am 10. August 2010 um 08:32 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Wenn man dieses Blog schon länger liest, weiß man, dass man „unionkommt“ nicht ernst nehmen kann. Auf dessen Aussagen reagieren die meisten schon gar nicht mehr.

    • unionkommt
      Am 11. August 2010 um 20:47 Uhr veröffentlicht | Permalink

      @herthawolf:

      Schau dir doch mal Leute wie Enno an, die sind ja grade mal 20. Zur Wende haben die noch in die Windeln gemacht. Wie soll sich der gewöhnliche Prollfan noch an eine Verbundenheit zwischen Union und Hertha erinnern? Die meisten können sich Dank Alkohol sowieso an kaum noch was erinnern. Wie kann auch Union mit dem CDU-Filz von der Hertha eine Fanfreundschaft haben? Gibt es überhaupt Vereine in räumlicher Nähe, die eine Fanfreunschaft haben? Und warum spielt Gabor Király jetzt bei 1860?

      • Enno Enno
        Am 12. August 2010 um 10:31 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Leider fast schon dreißig… Aber stimmt schon: Alles, was fußballtechnisch vor der Wende war, kenne ich nicht und interessiert mich höchstens unter nostalgischen Aspekten, die andere immer hoch holen. Aber bin ich deswegen ein schlechterer Mensch, weil ich jünger bin als andere?
        Wenn von dem nostalgischem Geplärre heute nichts mehr zu merken ist, muss ich das auch nicht ernst nehmen, oder?

  9. Enno Enno
    Am 10. August 2010 um 09:45 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Bezüglich „unionkommt“: Bitte nicht ernst nehmen, ist ein Troll, der hier gerne mal randaliert. Sachliche Diskussionen sind nicht möglich, also bitte Marias Hinweis folgen und die Beiträge von „unionkomt“ einfach ignorieren. Danke.

    • herthawolf
      Am 10. August 2010 um 22:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Gibt es hier keinen Webmaster, der einfach mal fröhlich löscht?
      Man kann es mit der fanatischen Demokratieverbissenheit nach dem Motto „Hier wird nicht zensiert“ auch übertreiben…

      • Enno Enno
        Am 11. August 2010 um 10:41 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Doch den gibt es. Aber das beste, was man in solchen Fällen machen kann ist ignorieren. Löschen ist alles andere als ignorieren. Zweitens kontrolliert hier niemand in Echtzeit (das läuft hier alles in der Freizeit) und es gibt im Normalfall keine Moderation. Daher ist es immer sehr wahrscheinlich, dass irgendjemand schon drauf reagiert hat. Dann macht Löschen keinen Sinn mehr.

  10. Am 10. August 2010 um 14:43 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Zitat herthawolf:
    „Ich bitte … um weitere Outings von Hertha-und-Union-Fans“

    huhu…

    nachdem Union in die Zweete aufgestiegen ist, habe ich angefangen mich für diesen Verein zu interessieren… und die Köpenicker sind mir sogar sympathisch geworden… dementsprechend war dann der Besuch anner AF unausweichlich… musste ja mal sehen was es dort mit „Fußball pur“ so auf sich hat.
    Der Tenor im Unionforum ist ja auch der, dass bei uns mit Zisch-Peng-Werbeeinblendungen, Halbzeitspielchen, Klatschpappen und im ollen Nazibau aka Leichtathletik-Stadion gar keine Stimmung aufkommen kann… und sowieso… richtige Fußball-Stimmung jibbet nur in der Wuhlheide.
    Musste ick mich davon (und auch anderen Sachen) erstmal überzeugen.

    Die Exkursion hat mir eines noch mal ganz klar verdeutlicht, ick gehör definitiv nach Charlottenburg.

    „nur zur Hertha gehen wir nicht“, „siehste Hertha so wird das gemacht“ singen die dort fröhlich… weil wir jahrelang unseren Großkotz zu Schau getragen haben und den Status Berlin´s Verein Nr.1 unbedingt beantsprucht haben… nun, leicht verständlich die Reaktion, aber… meine Erfahrung hat mir nun gezeigt, dass Arroganz ganz und gar nicht ein Fremdwort anner Wuhle ist.

    Also, liederschreibende und dichtende Herthaner, es wird Zeit zu Ehren der Köpenicker mal das ein oder andere Liedchen entgegen zu feuern.
    und an die singenden Unioner… schon vergessen, wie viele Freundschaftsspiele Hertha „ehrenamtlich“ mit Euch ausgetragen hat, damit Jelders in die klammen Union-Kassen gespühlt wird? …ist wohl untergegangen…aber immer schön Aktionen wie „Bluten für Union“ uns Herthanern unter die Nase reiben, damit wir sehen, wie Fankult aussieht…

    • herthawolf
      Am 10. August 2010 um 22:54 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ja, da könnte was dran sein, dass Antihertha-Gesänge natürliche Reaktionen auf Großmannssucht seit dem Aufstieg 1997 ist. Das wäre eine logische Erklärung. Ich erinnere mich jetzt an mein erstes Auswärtsspiel in Wolfsburg in der 1. Liga, wo ich mit unbekannten Herthafans im Auto bis Berlin zurückfuhr und als die Sprache auf Union kam, die mich fragten: „Regionalliga? Is dit nich total langweilig?“ Hertha war da endlich angekommen, wo man seit Jahrzehnten hingehörte, da interessierte das Gros sich dann nicht mehr für zwei Ligen tiefer.

  11. unionkommt
    Am 11. August 2010 um 20:11 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Nur weil ich Favre nicht für einen Gott halte bin ich also ein Troll. Ich habe mit Union noch weniger am Hut als mit Hertha. Als Blau-Weiß 90 noch in BL gespielt hat, das waren noch Zeiten. Als Karlheinz Riedle noch im Olympiastation ohne Gehirn, aber mit dem Kopf spielte, das war die Hochzeit des Berliner Fußballs. Da ist man gerne ins leere Olympiastadion gegangen. Keine Prolls weit und breit. Als ich noch zusammen mit Pierre Littbarski im Ernst-Reuter- Stadion gespielt habe, da war Fussball noch schön. Ich war mal mit Theo Gries im Trainerstab, da war Fußball nicht so toll. Aber das ist ein anderes Kapitel.

    • dns
      Am 12. August 2010 um 09:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

      … und überhaupt ist heutzutage alles Mist und nicht der Rede wert? Vielleicht fänden deine Kommentare mehr Anklang, wenn sie nicht so vor dieser „Heutzutage ist nur noch alles Kacke“-Stimmung triefen würden.

      Text ist als Kommunikationsmedium halt arg eingeschränkt und nach dem was ich bisher von dir gelesen habe, stelle ich mir auch nur einen Troll vor. Das Bild von dir hast du selbst erschaffen, durch das, was du hier bisher hinterlassen hast.

      Unsere Texte sind nunmal alles, was hier wahrnehmbar ist.

      Aber egal, reden wir weiter über Favre …

    • Enno Enno
      Am 12. August 2010 um 10:32 Uhr veröffentlicht | Permalink

      @unionkommt: Lies dir doch einfach deine letzten 20 Kommentare mal durch. Dann musst du dich nicht wundern, dass man dich ignoriert oder für einen Troll hält. Das hat nichts mit deiner Anti-Favre-Einstellung zu tun.

  12. Oliver
    Am 16. August 2010 um 16:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Maskottchen muss er ja nicht gleich werden, aber ich kann mich über den nicht abzuschüttelnden unionkommt und seine Beiträge durchaus freuen. Eine andere Sichtweise. Klar, wenn man bei Hertha 03 gespielt hat, mag man keine Prolls. Lasst ihn doch pöbeln, wenn wir alle so brav sind. Nur dass er Favre nicht mag, kann ich immer noch nicht verstehen.

  13. Morix
    Am 17. August 2010 um 11:15 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hertha Zehlendorf, das waren doch immer die Jungs, die frisch frisiert waren und sich auf Aschenplätzen nicht schmutzig machen wollten.
    Mein damaliger Trainer hat auch mit Litti zusammen gespielt, allerdings in Schöneberg.
    Ob das heute prolliger als früher ist zweifel ich an.
    In den 80ern war ich als Steppke im Olympiastadion, wenn die Verhältnisse immer noch so wie damals wären würde mein Kleiner nicht mit ins Stadion dürfen.

    • herthawolf
      Am 17. August 2010 um 23:02 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Finde ich auch! Man sollte nicht immer nur alten, vergangenen Zeiten hinterhertrauern (hier fasse ich mich auch mal an meine eigene Nase). Es hat sich bei Hertha, gerade was den Nazi-Anhang angeht, den ich noch 1989 nach dem Mauerfall intensiv erlebt habe, einiges wesentlich geändert. Hertha legt z. B. in der Hausordnung fest, dass Leute in Thor-Steinar-Klamotten keinen Einlass finden – das sind doch Entwicklungen…
      Was das Mitbringen von Kindern angeht:
      Ich habe 2006 mit meinem „Großen“ erlebt, wie deeskalierend auch Kinder wirken können. Auf der Zugfahrt von Neustadt (Dosse) nach Berlin zum Spiel gegen den HSV, der Regionalexpress voll mit besoffenen HSV-Fans, fing mein Sohn (damals vier Jahre alt) vor Angst an zu heulen, und der lauteste Hamburger war sofort stocknüchtern, fragte ihn nach seinem Namen, sagte: Wir sind alles nur friedliche Hamburger – ey, ich will doch nich, dass der Lütte Angst vor mir hat…und ein anderer HSV-Fan schnauzte den sofort an: Is doch kein Wunder, so wie Du Dich hier aufführst… Anschließend gab der Stocknüchterne mir 5 Euro und sagte: „Kauf Deinem Sohn bitte n Eis!“, was wir nach dem 4:2 (Rückstand gedreht!) noch in den Spandau-Arcaden – neben einem Gin-Tonic für den Papa, der auch noch ins Budget passte – beim Warten auf den Rückzug auch taten.