Blattschuss


Ein guter Jäger ist geduldig. Er wartet solange, bis er sein Ziel im Blick hat und die innere Ruhe gefunden hat, um dann im richtigen Moment zuschlagen zu können. Der gute Jäger sucht den Blattschuss. Eine Nachsuche kostet nicht nur Zeit, sondern auch Nerven. Schließlich jagt man meist in den frühen Morgenstunden oder in der Dämmerung. Wer will da noch durch den Wald pirschen?

Gute Jäger müssen also geduldig sein. Man hat aber auch schon von Jägern gehört, die es mit der Geduld zu weit getrieben haben. Dann erstarrt der Jäger in Ehrfurcht, wenn er das erste Mal den riesigen Keiler seines Reviers vor die Flinte bekommt. Gebannt vom Anblick, gefesselt von der einzigartigen Situation lässt er den richtigen Moment verstreichen, den es für den Blattschuss gebraucht hätte. Ein unsauberer Schuss wäre dem Gegenüber allerdings unwürdig. Also wartet er auf die nächste Gelegenheit. Und dann wiederholt sich das Spiel.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich der geduldige Jäger darin verliert, „sein“ Tier in der richtigen Situation zu treffen. Die Geduld wird dann zum Lebenselexier, nahezu zum Selbstzweck. Es entsteht dann nicht selten eine Beziehung zwischen Jäger und Gejagtem. Letzterer weiß davon nur in den seltensten Fällen etwas. Ersterer gibt all seine Hingabe in das geduldige Warten auf die richtige Situation. Er lauert, pirscht, beobachtet und wartet. Stundenlang. Tagelang. Über Jahre kann das gehen und sogar ein ganzes (Schweine-)Leben füllen.

Friedhelm Funkel trainiert die Berliner Aufholjäger und als Trainer muss es ihm so gehen wie dem Jäger. Während des Spiels kann er nicht viel tun. Er muss auf den richtigen Moment warten, an dem er in das Spiel eingreifen kann. Funkel weiß, dass er nur drei Schuss zur Verfügung hat. Noch wichtiger ist allerdings: schon der erste muss sitzen. Aber statt in der richtigen Situation zu reagieren, lässt er den Moment verstreichen. Er wechselt einfach nicht! Wahrscheinlich, weil er den Blattschuss sucht…

Mir ist das ja heute im Spiel unserer Hertha gegen die Borussia aus Gladbach nicht zum ersten Mal aufgefallen, dass Friedhelm Funkel von seinen Möglichkeiten des Spielerwechsels keinen Gebrauch macht. Insbesondere dann nicht, wenn das Spiel einen Impuls von außen bräuchte, um es zu Herthas Gunsten zu entscheiden. Ich verstehe diese unendliche Geduld, dieses scheinbar sinnlose Verharren nicht. Nein, sie regt mich sogar auf! Und es bringt mich völlig aus der Fassung. Damit geht es mir aber wohl kaum anders als so mancher Jägersfrau.

Foto: Farbfoto
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  • Wer hat das geschrieben?

    Mein Name ist Enno: im Jahre 1982 geborener Berliner, Exil-Herthaner in Bielefeld und Bremen. Seit 2006 schreibe ich im Internet über Hertha BSC. (→mehr)

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38 Kommentare

  1. Am 24. Januar 2010 um 00:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hey Enno, bisschen zu schnell getippt? „Wals“ (1. Absatz), „Gegegenüber“ (2. Absatz)? Und im vorletzten Absatz ist ein „zu“ zu viel ;-)

    Aber ich gebe dir Recht: Was soll dieses Nichtauswechseln?

    • Enno Enno
      Am 24. Januar 2010 um 08:14 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ach Maria, was würde ich bloß ohne deine Hinweise tun! Vielen Dank, ich hab’s geändert. War dann wohl doch schon etwas spät gestern abend. Da sehe ich diese Kleinigkeiten nicht mehr. Aber es musste halt geschrieben werden. Da kann man dann keine Rücksicht nehmen…

      • Am 24. Januar 2010 um 09:28 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Klar, ich bin nur eben so ein kleiner Klugscheißer, kann meine Klappe da nicht halten :-)

        • Enno Enno
          Am 24. Januar 2010 um 09:31 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Hehe… :-) Das kenn‘ ich nur zu gut, geht mir auch manchmal so. Aber im ernst: Ich bin dankbar für die Hinweise und ärgere mich manchmal nur über mich selbst, dass ich das so veröffentliche. Aber was will man mitten in der Nacht auch erwarten?

  2. Ralf
    Am 24. Januar 2010 um 08:54 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Für einen Trainer wie Funkel ist so was wie ein Unentschieden gegen Gladbach einfach das Höchste der Gefühle, mehr will der nicht. Er denkt, mit solchen Spielen und ein paar Siegen gegen die Tabellennachbarn (und selbstverständlich einkalkulierten Niederlagen gegen die Spitzen-Teams) kommt er durch.

    • Enno Enno
      Am 24. Januar 2010 um 09:29 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Aber Funkel hat doch selbst in den letzten Tagen und Wochen immer wieder gesagt, dass man die ersten drei Spiel bestenfalls gewinnen müsste. Da kann ihm doch ein Unentschieden gegen Gladbach kaum reichen. Vor allem dann nicht, wenn die Mannschaft zwar überlegen ist, aber den Weg zum Tor nicht finden will. In dieser Situation muss er doch reagieren, weil er sehen muss, was möglich ist und dass ein Unentschieden zu wenig ist.

      • Ralf
        Am 24. Januar 2010 um 10:32 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Klar sagt er was anderes, als er tut. Wenn’s wirklich so wäre, müsste er doch vielleicht mal ein KLEINES bisschen Risiko eingehen.

        • Enno Enno
          Am 24. Januar 2010 um 10:38 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Ja, das sehe ich genau so. Er hätte gestern einen Innenverteidiger für einen Stürmer bringen können. Von Gladbach kamen kaum noch entlastende Angriffe und bei Hertha standen sich die Innenverteidiger funktionslos auf den Füßen. Das verstehe, wer will.

  3. Sebastian
    Am 24. Januar 2010 um 09:08 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Funkel macht mich wahnsinnig!

  4. Dave Mitchell
    Am 24. Januar 2010 um 10:14 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ja, so kennen wir in Frankfurt den Friedolin: Wechsel nur bei Verletzungen oder ab der 80. Minute. Das kann nerven. Aber er weiß, was er tut. Und wenn Ihr schon am 19. Spieltag so nervös reagiert, dann ist Abstiegskampf wohl nicht das richtige für Euch.

    Dave Mitchell

    -nur die SGE-

    • Am 24. Januar 2010 um 10:51 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Natürlich ist der Abstiegskampf nicht das Richtige für uns! Für niemanden, oder? Aber was gestern angeht, bin ich letztendlich nur froh, dass der Elfmeter nicht rein ging und ich die Gefriertruhe Olympiastadion überlebt habe.

  5. Daniel
    Am 24. Januar 2010 um 11:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Vielleicht hat Funkel ja nicht gewechselt , weil er so zufrieden mit seiner Mannschaft war . Hertha war halt kurz vorm Tor. Durch eine Einwechslung hätte es vll nochmal neuen Schwung gegeben oder halt nicht.

  6. Moritz
    Am 24. Januar 2010 um 12:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Warum sollte er wechseln?
    Keiner war schlecht, platt oder angeschlagen!
    Die Mannschaft hat gut gespielt und sich auch Tormöglichkeiten erarbeitet und erspielt!
    Auf der Bank saß niemand, der dem Spiel neue Impulse hätte geben können!

    Sollte er in dieser Phase schon alles auf eine Karte setzen und die gut Abwehr auflösen und somit riskieren das wir noch ein dummes Tor kassieren (siehe Köln)?

    Für mich war die Entscheidung nachvollziehbar und richtig.

    Das einzige was fehlte war halt ein Tor!

    „Niemals Aufgeben!“

    • Felix Felix
      Am 24. Januar 2010 um 13:47 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Manchmal ist es nicht der eingewechselte Spieler, der den Impuls gibt. Ich als Fan möchte sehen, dass wirklich alles versucht wurde. Die Spieler auf dem Platz sollen sich denken: „Jetzt kommt ein dritter Stürmer und unser Trainer setzt alles auf eine Karte. Wir packen das! Unser Trainer glaubt dran und wir legen jetzt noch eine Schippe drauf.“

      Und auch die andere Seite hätte den Wechsel als Zeichen verstanden.

    • Tanja*
      Am 24. Januar 2010 um 22:13 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Sehe ich genauso!

  7. Am 24. Januar 2010 um 12:34 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich wüsste gar nicht welcher Stürmer kommen hätte sollen, der auch ein Knipsere ist und vorne das Tor gemacht hätte.
    Gladbach hatte nicht viele Chancen(beste der Elfer) das war ja auch ein verdienst der Abwehr. Was wäre gewesen wenn man einen von dort rausgenommen hätte.
    Blöden Konter und Hertha hätte 0:1 verloren. Dann würde man ganz anders jetzt schreiben.
    Aber so wirkten die Angriffe überlegt,Chancen waren auch da(Kringe hätte in meinen Augen mind. 1 machen müssen) und es sah auch keiner Platt aus.
    Nur das verdammte Tor wurde einfach nicht getroffen, so sah es zumindest vor dem TV Gerät aus. Kann ja im Stadion anders gewirkt haben.
    Ich glaube Funkel hat schon genug Abstiegskampf mitgemacht. Er wird sich schon was überlegt haben und aus seinen Erfahrungen gelernt haben.

    Waren nicht die Erwartungne aus den ersten 3 Spielen 7 Punkte?
    Also alles noch drin. Unabsteigbar!

  8. Morix
    Am 24. Januar 2010 um 12:49 Uhr veröffentlicht | Permalink

    ich sehs auch so ein unentschieden ist immer noch besser als in einen konter zu laufen und in der 80 minute 0:1 zurück zu liegen.

    1 Punkt ist immer noch besser als keiner auch wenn der eine oder andere 3er her muss. Wie war das 8 Siege und 2 Unentschieden können reichen. das war eins der beiden Unentschieden.

  9. flinki
    Am 24. Januar 2010 um 12:57 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Verkennt Funkel nicht! Er ist ein hervorragender Jäger und Sammler. Aber auf einem anderen Gebiet. Ihr werdet noch staunen was er noch so erlegen wird.

  10. Enno Enno
    Am 24. Januar 2010 um 13:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Also mir wäre die Chance auf den Sieg wichtiger gewesen als das Risiko einer Niederlage. Gladbach hat doch in den letzten 20 Minuten kaum noch gekontert. Da hätte man einen Innerverteidiger zugunsten eines offensiven Spielers opfern können. Oder man hätte einen weiteren Innenverteidiger einwechseln können, um auf Dreierkette umzustellen, sodass Pisczcek auf rechts Außen hätte stürmen können. Alternativen auf der Bank wären Ebert und Domovchisky gewesen. Letzterer hat vor allem deshalb noch keine Tore in der Liga erzielt, weil er kaum zu Einsätzen kommt. Wenn er mal eingewechselt wurde, hat er aber meist für einige Unruhe gesorgt. Insofern sehe ich die Sache deutlich kritischer.

    • flinki
      Am 24. Januar 2010 um 13:38 Uhr veröffentlicht | Permalink

      @Enno, ja da hast du recht! Als Tabellenletzter geht es nur um einen Sieg. Also volles Risiko, denn man hat nichts aber auch gar nichts zu verlieren.Keinen Schohngang – kein Abwarten – nur Klotzen!
      Es ist zwar immer noch alles drin, es wird enger.

    • Felix Felix
      Am 24. Januar 2010 um 13:52 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Seh ich auch so, Enno. „2. Liga ist Mist!“ sagt Herr Gegenbauer. Ich sage „Ein Punkt ist Mist! – Ganz großer Mist.“.

      Ein Wechsel hätte noch mal für Impulse sorgen können. In der Schlussphase habe ich nicht mehr an einen Sieg geglaubt. Die Spieler auf dem Platz auch nicht, denke ich. Oder wie soll man solche Verzweiflungsschüsse aus der Distanz in den letzten Minuten von Raffael sonst deuten?

      • dns
        Am 25. Januar 2010 um 10:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Hm, Distanzschüsse von Raffael …
        Ich kann mich an keinen Fernschuss von Raffael erinnern, der auch nur ansatzweise gefährlich aussah. Habe ich die nur aus meiner Erinnerung getilgt, oder ist das einfach etwas, was Raffael nicht* kann?

        Erinnert sich jemand an einen erfolgreichen Distanzschuss, also so einen richtigen Knaller, keinen Schlenzer?

        („nicht“ im Sinne von „nicht so gut, wie manch anderer“)

        • Enno Enno
          Am 25. Januar 2010 um 10:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Ich sehe das wie Felix. Es ist selten ein gutes Zeichen, wenn Raffael die Distanzschüsse aus der zweiten Reihe ansetzt. In der Regel ging dem dann ein Dribbling vorraus, sodass er meist gar nicht mehr zu einem erfolgversprechenden Abschluss kommt. Dieses „Raufballern“ resultiert aus Verzweiflung und dem Willen Raffaels es alleine das Spiel zu entscheiden. Leider kommt dabei kaum etwas zu Stande und ich denke mir, dass es manchmal vielleicht besser wäre, das Zusammenspiel mit den Mitspielern zu suchen.

  11. kielerblauweiß
    Am 24. Januar 2010 um 17:30 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Und so wie es aussieht, sind es jetzt nur noch drei Mannschaften, die wir überholen können.
    Köln gewinnt in Wolfsburg :-((( Was soll das denn?

  12. Am 24. Januar 2010 um 20:24 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hm, um Jäger-Bild zu bleiben:
    Falsche Munition? Vielleicht weiß er, daß die Spieler nicht in der Lage sind ein Impuls zu setzen.

  13. Am 25. Januar 2010 um 00:21 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @Enno: Domovchisky? Stellt sich doch die Frage,warum er keine Einsätze bekommt. In meinen Augen ist er einfach nicht gut genug für diese Liga. Ich denke mal er hätte genau so die Chancen wie Kringe verkackt.
    Zum Thema Risiko: was wäre gewesen, das Team hätte eben durch einen Zufall doch das 0:1 bekommen, da BMG bestimmt umgestellt hätte,wenn sie gemerkt hätten das Hertha umstellt und noch mehr auf Konter gespielt, in welches Tal würde vielleicht manch Spieler da fallen.Aufgabe vor der Liga!

    Bin gespannt wie das Team gegen Bochum auftritt! Kann man an Hannover anknüpfen oder wird es wie gegen BMG! Das ist für mich das entscheidene Spiel, wie sich da die Mannschaft zeigt. Vom Auftretten kann man ihr ja wenig vorwerfen,nur das verdammte Tor wollte einfach nicht fallen!!

    • Enno Enno
      Am 25. Januar 2010 um 06:35 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ja, kann schon sein, dass Domo nicht die Klasse für die Liga hat. Aber er hat nie eine echte Chance bekommen und ich fand seine kurzen Einsätze eigentlich immer sehr vielversprechend. Aber abschließend beurteilen kann ich das natürlich nicht.

      Bochum wird das Knackpunkt-Spiel, keine Frage.

  14. Am 25. Januar 2010 um 00:25 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Mal ne andere Frage. Wie bekomme ich auch so ein eigenes Bild wie nedfuller? Also links neben dem Namen bei Kommentaren.

    • Enno Enno
      Am 25. Januar 2010 um 06:32 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Maria, du musst dafür deine E-Mail-Adresse bei http://en.gravatar.com/ registrieren und dort ein Bild hochladen. Die Mail-Adresse, die du hier angegibst, wird mit deren Datenbank verglichen und dann ggf. dein individuelles Bild angezeigt. Ist eigentlich ganz einfach!

      • Am 25. Januar 2010 um 09:52 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Danke!

        • Enno Enno
          Am 25. Januar 2010 um 10:04 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Siehste, ist ganz einfach und ist doch ziemlich schick! Gefällt mir!

  15. unionkommt
    Am 25. Januar 2010 um 00:30 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Mit Favre wäre bestimmt alles besser geworden. Das ist echt schon fast Bildzeitungsniveau hier.

    • Enno Enno
      Am 25. Januar 2010 um 06:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Sorry mein Lieber. Aber die einzigen Kommentare, die sich in letzter Zeit hier auf dem Blog auf Bildzeitungsniveau befinden, sind deine. Von Favre in diesem Beitrag mit keinem Wort die Rede gewesen. Außer in deinem Kommentar. Nee, das kann ich einfach nicht ernst nehmen.

    • dns
      Am 25. Januar 2010 um 10:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

      üniönkümmt, irgendwie nervst du nur, wie ein Badelatschen, bei dem der Riemen sich an einer Seite abgelöst hat. (>.<)
      Vorschlag: Mach nen eigenen Blog auf und zeig dein überragendes Niveau dort.

  16. Am 27. Januar 2010 um 00:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Als von der AGMIF (Agentur gegen Mythen im Fußball) Beauftragter darf ich mir erlauben, kurz das hier einzuwerfen, ohne dem Vorwurf der Eigenwerbung zu sehr zu unterliegen, hoffe ich.

    Enno: Wenn ein Trainer die beste Konstellation, die er zur Verfügung hat, auf den Platz geschickt hat: Warum zum Teufel soll er sein Team dann durch eine Einwechslung schwächen?

    Nur weil das irgendwann Mitte der 1990er Mode geworden ist, dass man ständig neue Spieler reinschmeißt, obwohl das gar nicht sein muss?

    Finde Dich damit ab, dass die 11 Leute, die von Anfang an spielen, auch die besten sein könnten und ein neuer Impuls alles zerstören könnte. Wissen tut man es nicht, aber Du tust so, als wäre eine Einwechslung per se schon ein Heilmittel. Mitnichten.

    • Enno Enno
      Am 27. Januar 2010 um 06:45 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Eigenwerbung ist gerne gesehen, zumal es sich hier ja auch noch um einen sachdienlichen Hinweis handelt.

      Ganz ähnlich argumentiert Funkel selbst übrigens auch. Und er wird es besser einschätzen können als ich und die meisten anderen hier. Schließlich kennt er die Mannschaft. Allerdings ist Funkel schon aus Frankfurt als Zauderer bekannt, zumindest was die Wechsel im Spiel angeht. Vielleicht ist er auch einfach nur „alte Schule“ und hält da nicht viel von. Wer weiß?

      Andererseits muss ich als Fan keine verstehende Rationalität an den Tag legen. Ich wollte drei Punkte und für den Fall der Fälle auch eine offensive Aufstellung, von der ich mir erhoffe, dass sie die Tore schießt. Ich darf das fordern. Schließlich bin ich nicht verantwortlich. Genauso darf sich jeder zu Fringsers Ausbootung äußern. Es sind nur drei Personen verantwortlich, der Rest darf sinnfrei seine Meinung äußern.

      • dns
        Am 27. Januar 2010 um 09:13 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Genau, wir sind ja hier nicht beim Rechenschaftsbericht der Freunde des alles richtig Aufsagens e.V., sondern auf nem Blog, der ja nichts anderes als subjektiv sein kann.

        Außerdem, wann, wenn nicht hinterher, soll man es denn besserwissen? Vorher geht schlecht und hinterher funktioniert es nur, wenn das Ergebnis nicht das erwünschte war.

        Also alles in Allem, empfinde ich die nachträgliche Forderung eines Wechsels und die Annahme, dass damit alles besser gelaufen wäre, hier auf dieser Seite als logische Konsequenz des Unentschiedens.

    • Tanja*
      Am 29. Januar 2010 um 11:16 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Danke

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