Ende im Schwimmbad?

Matchday! In ein paar Stunden könnte diese fürchterliche Saison endlich ein Ende haben. Es ist bei Herthas Leistung in den letzten Wochen eigentlich schon ein Wunder, dass bis zwei Spieltage vor Saisonende noch etwas möglich ist. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Hertha in Gelsenkirchen was holt, sind derartig gering, dass ich mich die ganze Woche überhaupt nicht mit dem Spiel beschäftigt habe.

Und dann kam ich gestern aus dem Büro hier in Dortmund und hörte etwas, das ich schon sehr lange nicht mehr wahrgenommen hatte. Ich wusste es zunächst nicht zuzuordnen, denn in dieser Umgebung, mitten in der schwarz-gelbsten Stadt der Welt, hätte ich so etwas niemals erwartet, doch je näher ich an die Stadtmitte herankam, desto sicherer wurde ich mir, dass dort tatsächlich „Wir sind die Blauen, wir sind die Weißen, wir sind diejenigen, die auf die Schalker sch… – wir feiern hier, wir feiern dort, scheißegal an welchem Ort….“ gesungen wurde! Hertha-Fans hier in Dortmund. An einem Freitag. Ich kam mit einem fetten Grinsen nach Hause.

Zum Spiel selbst weiß ich nicht viel. Ich weiß, dass Hertha sich in der Weltstadt Castrop-Rauxel auf das Spiel vorbereitet hat. Ich weiß auch, dass Roman Hubnik und Christoph Janker sich rechtzeitig „fit“ gemeldet haben – was eigentlich nur heißt: bis zum ersten Zweikampf. Aber ich weiß eben auch, dass Hertha in der Arena heute wirklich nur ein ungebetener Nebenschauspieler ist. Raul wird verabschiedet – und alles andere als ein, zwei Tore des Spaniers, ein deutlicher Sieg für die Heimmannschaft und eine sehr lange Auswechslung um die 70. Minute herum würde mich doch sehr wundern.

Aber ich werd es mir natürlich trotzdem anschauen und wieder mit dieser stillen Hoffnung ins Spiel gehen, dass es vielleicht doch noch ein Wunder gibt. Im Hinterkopf dieses Lied, das mir seit Freitag nicht mehr aus dem Kopf geht.

„Wir sind die Blauen…“

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  • Wer hat das geschrieben?

    “Hertha? Ist das dein Ernst?” Das ist der Satz, den ich mir hier in Dortmund ständig anhören muss, wenn ich erzähle, dass mein Herz für den Klub aus meiner Heimatstadt schlägt. (→mehr über Daniel)

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8 Kommentare

  1. union kommt
    Am 28. April 2012 um 14:04 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Bei soviel Pech, hat Hertha vielleicht jetzt mal Glück? Wollen wir es hoffen.

  2. Tztz
    Am 28. April 2012 um 16:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Lassen wir diese Söldner beim letzten Heimspiel vor leeren Rängen spielen! Setzen wir ein Zeichen! Ich werde nicht hingehen!

  3. Am 28. April 2012 um 16:52 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Noch kein Ende, sondern eine Verlängerung der Leidenszeit. Hoffentlich wird das aufs Fegefeuer angerechnet.

    Aber für das letzte Spiel gibt es so viele Gründe zu hoffen:
    Die spielerische Stärke dieser Mannschaft, diese Kampfkraft, diese Unverzagtheit bei Rückschlägen und dazu noch dieser Heimnimbus.

    Alles wird gut.

    • Wolfgang
      Am 28. April 2012 um 19:25 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Der war gut. Die Kampfkraft gegen Lautern
      war tatsächlich legendär. Bis zum Umfallen und darüber
      hinaus. Nicht.

  4. Oliver
    Am 28. April 2012 um 17:19 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ja, das ist ein schönes Lied, aber leider hat uns unsere Abneigung für Schalke mal wieder nichts genutzt in einem entscheidenden Spiel. Schalke hat um die direkte CL-Qualifikation gespielt, für die ging es um sehr viel, also ist das nüchtern betrachtet ein durchaus nachvollziehbares Ergebnis. Und meinetwegen könnt ihr alle zu den anonymen Ironikern oder Zynikern gehen. Es gibt nur wenige Leistungssportler, die aus Abneigung, Spott oder gar Hass ihrer Fans Motivation beziehen können. Also das brauchen sie als letztes. Und wie man sieht, funktioniert die Motivationskunst eines Jürgen Klopp besser als die von Saddam Quälix Magath. Ihr werdet also noch nicht erlöst, um euch endgültig über Hertha ausschimpfen zu dürfen, das gefällt mir. Und immer bin ich noch nicht bereit, Köln die Relegationsspiele kampflos zu überlassen. Denkt ihr, die werden gerade von ihren Fans auf Händen getragen? Die sind auch nur wieder zum Leben erwacht, weil wir es ihnen ermöglicht haben, die sind genauso tot wie wir. Deswegen werde ich gegen Hoffenheim hingehen, das ist ja wohl klar. Hoffenheim zu hause zu besiegen, ist möglich, dann kann Köln sogar unentschieden spielen gegen Bayern. Die haben wohl den deutlich schwereren Gegner.

  5. Analog Berliner
    Am 28. April 2012 um 17:27 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Verdient ist die letzte Chance nicht, aber … was soll man machen: ich werde hingehen. Meine aktuellen Strohhalme: Köln gewinnt gegen Bayern nicht; innerhalb der Mannschaft passiert im Laufe der Woche endlich dann doch noch irgend etwas (das ist – weiß ich – eigentlich reines Wunschdenken); das Spiel gegen Hoffenheim läuft mit dem erforderlichen Glück (frühes Tor usw.) – da sehe ich für Hertha in der Tat noch ein „Guthaben“, wenn ich an einige knapp und unglücklich verlorene Heimspiele aus der frühen (!) Rückrunde denke.

    Und selbst wenn das nächste Woche wider erwarten noch „gut gehen“ sollte (d. h. Relegation!), darf die versprochene Aufarbeitung dieses weitgehend selbst organisierten Katastrophenhalbjahrs keinesfalls ausbleiben und muss ein Neuanfang her.

  6. Tztz
    Am 28. April 2012 um 20:49 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Doll soll im Gespräch als neuer Trainer sein. Die sind noch peinlicher, armseliger und erbärmlicher als ich mir vorstellen konnte!
    Vorstand raus und Preetz muss weg!!!!!!!!!!!!!!

    • Am 28. April 2012 um 21:01 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Doll soll im Gespräch als neuer Trainer sein.

      Das wäre wirklich ein klarer Hinweis auf eine signifikante Verlängerung der Leidenszeit.