Entscheidung in Frankfurt

Das DFB-Sportgericht unter Leitung von Richter Hans E. Lorenz hat ein Urteil gefällt, das allgemein erwartet wurde. Der Einspruch Herthas gegen die Wertung des Relegationsrückspiels wurde abgewiesen. In der Urteilsbegründung hieß es, Schiedsrichter Wolfgang Stark hätte in jeder Phase regelkonform gehandelt und eine einseitige Benachteiligung der Herthaspieler sei nicht nachgewiesen worden. Beide Sachverhalte sind vom rein juristischen Standpunkt aus betrachtet nachvollziehbar. Und doch ist das Urteil falsch, und als Präzedenzfall ein großes Ärgernis.

Klar, der Grad der mentalen Beeinträchtigung von Spielern konnte von Lorenz nicht seriös beurteilt werden, und einige drastische Schilderungen der Klägerseite über Todesängste und Weinkrämpfe auf der Toilette wirkten hoffnungslos überzogen. Auch die Frage, die einige Berliner während der Anhörung aufwarfen, nämlich was wohl geschehen wäre, wenn sie in der hochemotionalen und aufgeheizten Stimmung noch ein Tor erzielt und die Relegation damit für sich entschieden hätten, bewegte sich in der Grauzone der Spekulation. Und doch dürften jedem Beteiligten in dem Moment durchaus nicht unrealistische Horrorszenarien wie Jagdszenen, Prügeleien oder noch Schlimmeres durch den Kopf gegangen sein. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Frage, ob die Polizei deshalb „grünes Licht“ für eine Fortsetzung gab, weil sie befürchtete, bei einem Abbruch könne es zu ähnlich hässlichen Szenen kommen. Diese Frage wurde bei der Verhandlung leider nicht vertieft; es blieb ein Verdacht, der unter anderem von Hertha-Anwalt Christoph Schickhardt geäußert wurde. Abwegig erschien er nicht.

Die Zuschauer hatten schon vor Ende der Partie bewiesen, dass sie Herr im Haus waren, hatten die hilflos wirkenden Ordner schon lange vor dem Platzsturm überrannt und übersprungen, während die Polizeikräfte vollends damit beschäftigt schienen, den hermetisch abgeriegelten Herthafanblock zu kontrollieren, der das Menschenmöglichste getan hatte, um diese besondere Aufmerksamkeit durch unsägliche Bengalowürfe und Böllerschüsse auf Spielfeld und Publikum auf sich zu ziehen – in einer Anzahl, die einen Beobachter aus der Ferne, wie ich einer war, immer völlig ratlos zurücklässt. Wie gelangen diese Mengen nicht allzu kleiner Gegenstände unbemerkt durch die Kontrollen? Jedenfalls hatten die Stadionbesucher sich den Platz schließlich mehr oder minder problemlos unter den Nagel gerissen. Ein Sinnbild für diese Eroberung wurde ein eifriger Düsseldorfer Reliquiensammler, dessen Ausgrabungsarbeit rund um den Elfmeterpunkt für bundesweite Erheiterung sorgte.

Wenn man sich jedoch überlegt, dass dies alles während eines noch nicht abgepfiffenen Spiels geschah, eines Spiels, in dem es für beide Vereine um extrem viel ging, bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Als neutraler Beobachter, wiewohl als gebürtiger Nordrhein-Westfale mit einigen Düsseldorfer Freunden eher der Fortuna die Daumen drückend, war ich nicht nur schockiert über das Totalversagen des Verstanstalters, dem das Match komplett aus den Händen glitt, sondern auch in hohem Maße verärgert über einen Mob, der ein spannendes Spiel schlicht und ergreifend kaputt machte. Er griff massiv ins Spielgeschehen ein, verdrängte die sportliche Dramaturgie der letzten Sekunden einer Partie auf Messers Schneide und veranstaltete stattdessen einen bierseligen Affenzirkus.

Wenn man die Frage, ob Hertha als anrennende Mannschaft – des Momentums des frisch erzielten Anschlusstores und eines letzten beherzten Angriffs beraubt – einseitig benachteiligt wurde, rein juristisch nicht beantworten kann oder will, so kann die Frage, ob das Spiel zu jedem Zeitpunkt unter regulären, sportlichen Bedingungen ausgetragen und vor allem zu Ende geführt wurde, nur klipp und klar verneint werden. Ein Spiel, das drei Mal unterbrochen wird, weil das Publikum den Rasen durch brennende Gegenstände und Platzstürmung unbespielbar macht, ist ein Possenspiel und kein fairer Wettkampf. Und das wurde vom Sportgericht schlicht und ergreifend übergangen. Und damit auch viele kleine Details der chaotischen Zustände, die das Gericht sich während der Anhörung am vergangenen Freitag auch garnicht nochmal ansehen wollte, obwohl die Hertha-Verantwortlichen entsprechende Fernseh- und Videoaufnahmen vorgelegt hatten.

Besonders bedrückend ist, dass das Urteil, das freilich von einer der üblichen, halbherzigen Bestrafungsrituale gegen die Fortuna flankiert werden wird, ein verheerendes Signal aussendet, nicht nur an die Fans, sondern auch an die Vereine. Und das lautet: Weiter so wie bisher. Wohlfeile Empörung oder wachsweiche Ankündigungen bezüglich nun zu beschreitender „neuer Wege“, wie sie DFB, DFL, Polizei und Politik gleich routiniert auszurufen wussten, natürlich mit inbegriffen. Die Eskalation, das Chaosspiel von Düsseldorf, ist nach dem Urteil des Sportgerichts keine Zäsur. Veranstalter werden nicht nach neuen Wegen suchen, weil sie nicht müssen. Und der Fußball wird weiter der Einflussnahme vermeintlicher oder tatsächlicher Fans ausgesetzt sein, bis es irgendwann noch absurdere Ausmaße annimmt oder aber es zu einer Katastrophe kommt, die niemand mehr mit Phrasen oder juristischem Pragmatismus übergehen kann. Bis dahin wird der Zuschauer, der in Stadien geht oder den Fernseher einschaltet, um Fußball und nicht zündelnde Selbstdarsteller oder brechende Ordnerdämme zu sehen, mit einer Zumutung namens Fankultur leben müssen.

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag von Benjamin.

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    Hallo, ich bin Felix und gehöre wie die meisten Herthafans in meinem Alter, zur 98er Generation, die 2010 den ersten Abstieg miterlebt hat. (→mehr)

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42 Kommentare

  1. Björn
    Am 21. Mai 2012 um 22:47 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich finde, du gehst in den Auswirkungen noch nicht weit genug.

    Allein die Möglichkeit, kurz vor Schluss bei eigener Führung und einem immer mehr drückenden Gegner als Fan aktiv ins Spiel einzugreifen und seit heute sogar legal eingreifen zu können, setzt neue Maßstäbe im Sport bzw. Fußball.
    Wann stand das Ergebnis fest, wenn sie die Beweise schon gar nicht mehr sehen wollten? Warum hat man das Ergebnis nicht gleich am Freitag verkündet? Weil der Flug nicht zu verschieben ging? Wo liegen denn hier die Wertmaßstäbe?

    Interessanterweise muss man gar nicht auf das Spiel des FC Bayern am Samstag zurückgreifen, um über die Möglichkeiten nachzudenken, die diese Entscheidung bietet. Auch Gladbach wäre letzte Saison ohne das Tor in der Nachspielzeit des 2. Relegationsspieles abgestiegen. Dummerweise wussten das die Bochumer Fans noch nicht, wie sie ihren Verein hochschummeln können. Schade, gerade wenn man im Moment sieht, wie einige Gladbacher sich zur Zeit äußern.

    Die Frage ist doch, was hat man jetzt legalisiert und unter welchen Bedingungen. Die Urteilsbegründung gibt da gut Aufschluss:
    -So darf sich beim Platzsturm nur kein gegnerischer Spieler verletzten, denn das wäre laut Lorenz ein Grund gewesen.
    -Man muss beim Sturm freundlich gucken und somit seine friedliche Absicht darlegen. Als Alternative zählt offensichtlich eine Vermummung, egal ob mit Schal vor der Nase oder gleich kompletter Hassmaske/Sturmhaube.

    Das sind dann eigentlich auch schon alle Bedingungen, die gestellt wurden. Darüber hinaus ist uneingeschränkt (außer das was oben steht) erlaubt:
    -Das Anpacken der gegnerischen Spieler.
    -Das Abbrennen von etwa 1500 bis 2500 °C heißen Bengalos, auch direkt bei den gegnerischen Spielern.
    -Das Anpöbeln, rumschupsen, anschreien und beleidigen der gegnerischen Spieler aus wenigen Zentimetern Entfernung.
    -Der Aufenthalt im Innenraum für jeden der irgendwie will.
    -Der Aufenthalt genau auf den Außenlinien durch spielfremde Personen.
    -Das minutenlange Abbrennen von Pyrotechnik, wenn man den Veranstalter nur gut genug überrumpelt, aber es stellt keine äußere Beeinträchtigung mehr da und auch 3x Abbruch androhen zählt nicht.

    Habe ich was vergessen in der Aufzählung?

    Die nächsten Saisons werden diesbezüglich extrem spannend… So ein Derby in verschiedenen Varianten mit Dynamo, Energie, Union und St.Pauli… och joa…

    • Oliver
      Am 21. Mai 2012 um 23:14 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Sehr schön, mal was zum Lachen, (wenn es nicht so traurig wäre) ich hoffe, daß es jetzt überall sehr viele solcher Kommentare gibt und der Richter zur absoluten Lachnummer wird. Bis der DFB einsieht, wie peinlich das ist, was er da abliefert.

    • Torsten
      Am 22. Mai 2012 um 14:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Eins vorweg: ich bin nur neutraler Beobachter und kein Fan eines der beiden betroffenen Vereine. Ich finde das Urteil des Sportgerichts allerdings plausibel und nachvollziehbar. Der Platzsturm war wirklich dumm und unnötig, aber aus meiner Sicht besteht hier doch ein himmelweiter Unterschied zwischen einem solchen, freudetrunkenen Platzsturm (und die hat es bei Meisterschaften, Aufstiegen, Pokalsiegen immer schon gegeben) und einem agressiven Platzsturm der z.B. einen Spielabbruch zum Ziel hat. Abgesehen davon, dass der Schiedsrichter das Spiel korrekt zu Ende gebracht hat, wer erinnert sich an das Spiel Hertha BSC – 1.FC Nürnberg 2010? Wenn man Düsseldorf hier ein kapitales Fehlverhalten vorwirft, sollte man doch auch mal vor der eigenen Türe kehren, oder? Damals konnten die Störer zunächst (obwohl in viel geringerer Anzahl als in Düsseldorf) auch völlig ungehindert in den Innenraum gelangen, zerstörten hierbei einiges und wurden dann nur mit Polizeigewalt wieder auf die Tribüne getrieben. Was man jetzt Düsseldorf zum Vorwurf macht, gab es in ähnlicher Weise also auch schon in Berlin. Gut, es war mitten in der Saison und das Spiel bereits beendet. Aber ich finde, man sollte jetzt nicht so tun, als wenn nur in Düsseldorf der Veranstalter Fehler gemacht hätte.
      Fiel mir nur gerade mal so ein.

      • dns
        Am 25. Mai 2012 um 13:15 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Das ist aber auch der Unterschied: Es passiert NACH dem Spiel.
        Zudem sind sie nicht ungehindert auf den Platz gekommen oder standen schon minuten vor dem Schluss am Spielfeldrand. Es wurden schon Spiele unterbrochen, nur weil der Co-Trainer die Coaching-Zone verlassen hat. Geschweide denn auf dem Platz rumsprang.

        Das Urteil ist nicht richtig, da ein Spielfeld ohne Elfmeterpunkt und ohne Eckfahnen nicht regulär ist und weil nichtmal im Amateurfussball weitergespielt wird, wenn dutzende Zuschauer auf der Außenlinie rumlungern.

        Die Frage die in diesem Urteil zu beantworten war, lautete: War es ein reguläres Spiel?

        Es ging nicht darum, ob die „Fans“ der Gastmannschaft vor 2 Jahren selbst das Spielfeld betraten oder ob die Leute auf dem Feld freundlich oder aggressiv waren.

  2. Björn
    Am 21. Mai 2012 um 22:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Kleiner Nachtrag:
    Während es beim Aufstiegsspiel von Halle vs. Leipzig ruhig blieb und niemand das Feld stürmte, will wird der DFB ab nächste Saison auch bei 4./3. Liga Relegationsspiele einführen.

    Offensichtlich reicht das Spektakel noch nicht…

  3. Am 21. Mai 2012 um 22:53 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Den Verbandsfunktionären geht es doch nur um das Unfehlbarkeitsdogma der Schiedsrichter. Aus Effizienzgründen wäre zu überlegen, FIFA und Vatikan zusammenzulegen.

  4. Oliver
    Am 21. Mai 2012 um 23:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Sehr gut, Benjamin, vielen Dank für diesen Beitrag eines Neutralen. Das sehen die meisten neutralen Beobachter so, die sich jetzt damit beschäftigen, teils ohne sich vorher jemals mit Fußball beschäftigt zu haben. Sie empfinden, ohne zu wissen, was der DFB oder eine Nachspielzeit ist, daß da irgendetwas nicht in Ordnung war. Und darum geht es mir auch nur noch, daß der DFB von seinem hohen Roß runterkommt, so offen das Recht zu beugen, je nachdem wie er es gerade möchte. Stark selber sagte, die Hertha-Spieler sollen sich nicht so anstellen, um dann auf einmal selber Todesängste zu haben. Das darf er ausführlich ausbreiten in der Verhandlung, in der es gar nicht darum ging. Das Bild-und Video-Material der Hertha-Seite aber wird abgelehnt, es wäre ja bekannt. Der blanke Hohn auch die Urteilsbegründung, daß die Fortuna-Anhänger ja nur feiern wollten. Unglaublich. Und um es klarzustellen: Ich rege mich seit ewigen Zeiten über die Zumutungen der sogenannten Hertha-Fan-Kultur auf, die gerne mal den „Support“ vernachlässigt, um dann aber im richtigen Moment schön gewalttätig zu werden, und das als legitim anzusehen. Man muß sich ja schließlich abreagieren.

  5. Oliver
    Am 22. Mai 2012 um 00:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Man stelle sich einmal vor, die Bayern-Fans wären bei ihrem Finale dahoam vor Chelseas Ausgleich auf den Platz gestürmt und dieser wäre nicht gefallen. Nach zwanzig Minuten wäre nochmal eine Minute weitergespielt worden, ohne ein Chelsea-Tor. Das hätte Chelsea sicher nicht klaglos hingenommen. Aber solche Geschehnisse bleiben einfach unvorstellbar in einem CL-Finale. Und beim Deutschen Fußball Bund soll so etwas erlaubt sein ?

    • Zugereister
      Am 23. Mai 2012 um 12:04 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Das ist ein Argument dafür, dass die Möglichkeit eines Tores in den letzten 90 Sekunden im Hertha-Spiel keinesfalls ausgeschlossen war (was jeder weiß). Deswegen kam es ja auch darauf an, ob eine Schwächung von Hertha vorliegt. Das hat ja der Richter genauso gesehen. Andernfalls hätte er sich die Vernehmung der zahlreichen Zeugen zu dem Vorfall sparen können.

      • Oliver
        Am 23. Mai 2012 um 12:31 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Wären die Düsseldorfer erst nach dem Schlusspfiff auf das Spielfeld gelaufen, wäre das wahrscheinlich alles toleriert worden. Jetzt wird Düsseldorf für den Platzsturm eine saftige Strafe bekommen. Weil der DFB nämlich genau weiß, daß die Zuschauer im Innenraum nicht zu tolerieren sind, weil sie Einfluß auf das Spielgeschehen nehmen, allein durch ihre Präsenz. Das wollte ich damit zum Ausdruck bringen. Deswegen kommt so etwas in einem CL-Finale nicht vor. Stark hätte also unterbrechen müssen, als Anhänger im Inneraum waren und auf dem Spielfeld (Seitenlinie) waren, deswegen wurde ja bei den Hertha-Bengalos unterbrochen. Dann wäre es vielleicht regulär geblieben. Warum der DFB nur in diesem Fall keine Schwächung sehen will, bleibt sein Geheimnis (hoffentlich nur bis zum neuen Urteil).
        Und ob man solche Platzstürme zum Jubeln generell dulden möchte, sollte man sich auch mal überlegen, wenn man sich das verwüstete Westfalen-Stadion ansieht. Mit besoffenen Fans zu jubeln, gefällt wahrscheinlich nur Spielern wie Lambertz oder Breitkreutz

        • Zugereister
          Am 23. Mai 2012 um 12:52 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Schmunzel….

          Tja, ich würde auch mal gerne wissen, was Einkommensmillionäre denken, wenn ihnen ein besoffener Fan mit Mundgeruch und Bierbecher in einer Hand um den Hals fällt und „B-V-B Bo-russ-i-a“ ins Ohr gröhlt.

  6. Halblinks
    Am 22. Mai 2012 um 07:40 Uhr veröffentlicht | Permalink

    großartiger Beitrag, Benjamin!!
    es ist einfach unfassbar, wie sich der DFB verhält und welche Begründungen er konstruiert. Ich bin mir leider sicher, dass es mittelfristig zu einer vergleichbaren Situation kommt, in der es ausartet. Und dann kommen alle wieder mit entsetzten Augen um die Ecke und können es garnicht fassen.

    Übrigens hätte (im Nachhinein ist man ja bekanntlich schlauer) Hertha in den nachgespielten 90s, mit der Begründung einer Verletzung, ja nur einen Spieler in der Kabinen lassen brauchen. Auf diese Spitzfindigkeit hätte der Herthaanwalt ja auch gleich kommen können!

    • Zugereister
      Am 23. Mai 2012 um 11:56 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Dann hätte Hertha aber darlegen und beweisen müssen, dass die Verletzung nicht durch das Spielgeschehen, sondern durch oder anläßlich der Unterbrechung erfolgt ist. Wenn das Gegenteil herausgekommen wäre = die Wahrheit, wäre das ein Bärendienst gewesen. Denn dann reden wir nicht nur von grob unsportlichem Verhalten von Hertha BSC, sondern von (versuchtem) Prozessbetrug. Was dann los gewesen wäre, kann man sich an drei Fingern abzählen. Dann hätte nämlich der Zwangsabstieg in die Amateurliga mehr als nur gedroht!

      • Halblinks
        Am 23. Mai 2012 um 19:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Das ist mir schon klar, dass das Betrug gewesen wäre.

        Letztlich wäre er aber auch kaum als Betrug nachweisbar gewesen. Wenn der Herthaspieler zu Protokoll gibt, geschubst und in den Magen geschlagen worden zu sein, kann man bei ca. 1.500 potentiellen Tätern auf dem Feld den Betrug schwerlich nachweisen.
        Ist jetzt auch schnuppe, mir geht es ja nicht um den Vorsatz, es geht mir vielmehr um die skurrile Urteilsbegrüdung, das niemand zu Schaden gekommen sei.

        • dns
          Am 25. Mai 2012 um 13:20 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Komischerweise müsste dann bewaffneter Raubüberfall ohne Verletzte und ohne Beute auch straffrei ausgehen. O_o

          • Zugereister
            Am 25. Mai 2012 um 14:14 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Abgesehen davon, dass der Kommentar absurd ist, weil ein Vergleich mit dem Strafrecht mehr als nur hinkt, ist der Versuch eines Verbrechens immer strafbar….!

  7. Marco
    Am 22. Mai 2012 um 11:22 Uhr veröffentlicht | Permalink

    toller Beitrag Benjamin! Respekt! Äußerst sachlich und die -vom Gericht konsequent ausgeblendeten-wirklich maßgeblichen Gesichtspunkte in den Focus gerückt. Die allein vom Ergebnis her gedachte “ Argumentation“ des Gerichts ist schlicht erbärmlich und auch rechtlich absolut angreifbar, weil schlicht keine regulären Bedingungen herrschten in der letzten Phase der Nachspielzeit. Eine „einseitige Benachteiligung“ zu fordern, wie das Gericht dies tut, ist albern. Wenn eine Mannschaft zwingend ein Tor schießen muss um die Geschicke rumzureißen und ich zB den Platz 10 cm hoch unter Wasser setze kann ich doch nicht damit argumentieren, dass die andere Mannschaft doch auch damit zu kämpfen gehabt habe. Die andere Mannschaft muss ja nur noch verhindern. Da vergleicht man also Äpfel mit Birnen. Es ist doch ein offenes Geheimnis, dass in Spanien weniger erfolgreiche Mannschaften den eigenen Rasen zum Acker mutieren lassen, wenn der FC Barcelone kommt um nicht gleich fünf Dinger zu bekommen. Das ist auch nicht o.k. Mit der Argumentation von der „einseitigen Benachteiligung“ zu arbeiten, hat schlicht Kindergartenniveau.

    Und was wäre passiert, wenn Hertha atsächlich noch ein Tor geschossen hätte? Hätte ja immerhin theoretisch sein können. Wäre nach dem vorangegangenen Platzsturm der Fortuna Fans, der ja gezeigt hat, dass die Ordner überrannt werden können, ein weiterer Platzsturm tatsächlich ausgeblieben, weil die Fans dann konsterniert gewesen wären? Eher nicht, denn das Publikum war aufgeputscht und wusste ja, dass die Ordner überrannt werden können. Und dann??
    Schon allein dieser offensichtliche und keines weiteren Beweises bedürftige Umstand belegt, dass die Bedingungen schlicht irregulär waren, weil all dies bei den Hertha – Spielern sicher im Kopf rumgeisterte und dieses Katastrophenszenario ja durchaus nicht unwahrscheinlich war. Man muss kein Verschwörungstheotetiker sein vllt hätte man das aus anwaltlicher Sicht allerdings noch wesentlich deutlicher kommunizieren müssen ggü. dem Gericht. Ich bin der Meinung, dass man da aus Sicht der Hertha-Verantwortlichen trotz der Vorfälle in der Kabine mit dem Schiedsrichter wesentlich offensiver hätten auftreten müssen vor Gericht. Das war alles viel zu weichgespült für meinen Geschmack. Ich bin auch nur zugezogener Berliner aus NRW aber das kanns echt nicht sein.

  8. Am 22. Mai 2012 um 15:06 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Das Urteil hinterlässt einen faden Beigeschmack, da bin ich ganz bei Euch. Leider hätte das für alle anderen möglichen Urteile auch gegolten, schliesslich waren die Hertha-Fans nicht ganz unschuldig an dem Zustandekommen der Nachspielzeit. Der Schiedsrichter hätte im übrigen die Möglichkeit gehabt, nach 90 Minuten abzupfeifen.

    Wie auch immer, das Sportgericht befand sich meiner Meinung nach in einer Zwickmühle ohne Ausweg.

    • dns
      Am 25. Mai 2012 um 15:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Das sind wir wieder bei der Vermischung der Dinge. Das Wiederholungsspiel hätte es auch schon wegen der herthanischen Feuerwerke geben können. Wer das Spiel letzendlich irregulär gemacht hat, darum müsste es in einem anderen Prozess gehen, nämlich in dem, wo die Frage gestellt wird, wer den Schaden übernimmt. Wie im Artikel schon angesprochen. Es war zweifelsfrei kein reguläres Spiel, jedenfalls war es das bis zu diesem Urteil nicht. Ab heute müssen wir wohl hinnehmen, dass diese Szenen zu einem regulären Spiel dazu gehören.

  9. Mattes
    Am 22. Mai 2012 um 23:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hertha hat diese Saison vergeigt und diese juristische Huberei jetzt macht da weiter, wo es das ganze Jahr nicht lief: Immer hoffen auf die wirklich letzte Chance. Damit hat die Hertha sich bis heute vor der Analyse gdrückt und niemand ist wohl dankbarer als Preetz und Gegenbauer, dass jetzt über Schiris statt über sie geredet wird. Hätten sie nicht maßgeblich diese absurde Kette von Fehlleistungen hingelegt, hätte es dieses Spiel nicht erst gegeben. Meine Befürchtung jetzt: Genau das werden die beiden nutzen und weiterwursteln. Dieser Verein könnte so großartig sein. Jetzt ist der ganze Osten erstligafrei und ein Richter in Frankfurt ist schuld. Verdammt bin ich wütend.

    • Oliver
      Am 23. Mai 2012 um 09:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Immer dieses Argument, daß Hertha die ganze Saison so schlecht gewesen sei. Darum geht es hier doch gar nicht. Dann hätten sie zur Relegation gar nicht antreten müssen. Das war doch ihr gutes Recht.
      Und man müßte Chelsea sagen, daß sie bitte freiwillig Bayern den Sieg zusprechen, weil sie ihn ja gar nicht verdient hatten.

  10. Zugereister
    Am 23. Mai 2012 um 09:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Wir werden sehen, ob das Berufungsgericht die Sache nun anders sieht als die I. Instanz des Sportgerichts des DFB. Ich sage, dass das Urteil wenigstens in der Begründung komplett falsch ist, m. E. aber auch im Ergebnis. Und das aus folgenden Gründen:

    Den hier maßgeblichen § 17 Nr. 2 b) der Rechts- und Verfahrensordnung
    des DFB (RuVO-DFB, komplett als PDF unter: http://www.dfb.de/uploads/media/rechtundverfahren.pdf) darf ich mal für Interessierte bekannt geben. Dort heißt es:

    1. (…)
    2. Einsprüche gegen die Spielwertung können unter anderem mit folgender
    sachlicher Begründung erhoben werden:
    a) (…)
    b) Schwächung der eigenen Mannschaft durch einen während des Spiels
    eingetretenen Umstand, der unabwendbar war und nicht mit dem Spiel und
    einer dabei erlittenen Verletzung im Zusammenhang steht.
    c) (…)

    Wenn ein Spiel 2 Minuten vor Schluss in der Schlussoffensive einer Mannschaft, die gerade erst das 2:2 geschossen hat, für 20 Minuten unterbrochen wird, weil Fortunafans das Spielfeld stürmen, dann ist das für mich eine Schwächung von Hertha. Auf die angeblichen Angstzustände der Berliner Spieler, die nach meinem Dafürhalten übertrieben dargestellt wurden, kommt es m. E. überhaupt nicht an. Jeder weiß, dass mit der Unterbrechung die Schlussoffensive der Hertha sich erledigt hatte. Herthas Lauf wurde damit jäh gestoppt.

    Jeder, der einigermaßen Ahnung vom Fußball hat, weiß auch, dass nicht selten erst in letzter Minute oder gar letzter Sekunde entscheidende Tore fallen. Manchester City ist nur diesjähriger Meister der Premier League geworden, weil die Mannschaft am letzten Spieltag in der 90. +1 Min. und in der 90. + 5 Min. noch das 2:2 und das 3:2 zum Sieg erzielt hatte. Und Drogba vom FC Chelsea hat im CL-Finale 2012 am letzten Samstag gegen Bayern auch erst in der 88. Minute das 2:2 geschossen, das die Verlängerung brachte….! Sowas gelingt aber nur, wenn die Mannschaft „im Spiel“ ist. 1 oder 2 Minuten Restspielzeit zu spielen nach 20 Minuten Unterbrechung macht da keinen Sinn.

    Der Richter hat diesen Aspekt, nämlich die Schwächung von Hertha durch Unterbrechung der Schlussoffensive, (soweit ich das den Berichten in den Medien entnehmen konnte) komplett unberücksichtigt gelassen und sich nur mit den behaupteten Angstzuständen befasst.

    Zukünftig gilt die Empfehlung an (unsportliche) Fans, bei knappem Spielstand zu Gunsten der eigenen Mannschaft und gefährlicher wirkender Schlussoffensive der gegenerischen Mannschaft doch am besten 2-3 Minuten vor Schluss das Spielfeld zu stürmen. Das kostet den Verein vielleicht ein paar Tausend oder gar zig-Tausen Euro Strafe, aber die 3 Punkte bleiben sicher bei der eigenen Mannschaft.

    Das richtige Argument wäre möglicherweise gewesen, dass nicht bewiesen werden kann, dass die Unterbrechung des Spiels eine Schwächung von Hertha darstellt hat. Gemäß § 17 Nr. 2 b) ReVO-DFB geht es wahrscheinlich um eine tatsächliche Schwächung und nicht um eine, die jeder Fußballspieler oder Fan – auch ich – (bloß) unterstellt oder vermutet und die auf der Annahme beruht, dass die Unterbrechung der Schlussoffensive kurz vor ende des Spiels für Hertha aus psychologischer Sicht nachteilig war, was aber im Einzelfall anhand von Fakten schwer nachzuweisen ist. Diese tatsächliche Schwächung muss anhand von Fakten dargelegt werden. Hier hatte der Berliner Anwalt sich auf die Angstzustände gestützt, die wenigstens theoretisch durch mehr oder weniger ausforschende Zeugenvernehmung überprüfbar sind. Die Zeugenaussagen müssen aber katastrophal schlecht gewesen sein und einstudiert gewirkt haben.

    Ich denke aber gleichwohl, dass die Berufung von Hertha nicht chancenlos ist, gerade auch um den Fans zukünftig eben nicht das Instrument des Platzstürmens zur Ergebniskonservierung an die Hand zu geben. Es kann ja nicht angehen, dass Platzstürmerei, die zur Spielunterbrechung führt, keine Konsequenzen (außer Geldstrafen) haben soll, nur weil die jeweils betroffene Mannschaft nicht konkret darlegen, geschweige denn beweisen kann, dass dadurch eine Schwächung eingetreten ist. Außerdem sollte die Sportgerichtsrechtsprechung überlegen, ob bei Spielen von großer Tragweite („Finale“), nicht andere Maßstäbe anzulegen sind.

    Es ist auch nicht zu befürchten, dass die im Spiel hintenliegende Mannschaft bzw. deren Stadionordner zukünftig die Fans animiert, doch das Spielfeld zu stürmen. So etwas könnte durch Video- und Zeugenbefragung bewiesen werden und würde eine „Abwendbarkeit“ begründen (siehe oben Wortlaut des § 17), die dann eben nicht zu einem Wiederholungsspiel führen würde.

    Das vielerorts vorgebrachte Argument, die Hertha-Fans hätten mit den bengalischen Feuern angefangen und dadurch erst die Verlängerung möglich gemacht, zieht m.E. nicht. Denn der veranstaltende Verein hat dafür Sorge zu tragen, dass solche Fackeln eben nicht ins Stadion gelangen. Dass ein paar Fackeln immer durch die Kontrollen flutschen ist klar, aber wie bitte schön können von nur wenigen Fans gleich 20 bis 30 dieser Dinger ins Stadion gelangen? Des Weiteren haben sich ab dann alle Ordner auf die Herthafanecke konzentriert, so dass die Fortunafans ohne Widerstand über die Zäune auf das Spielfeld klettern konnten. Auch das ist ein Versagen des Ordnungsdienstes, der offenbar völig kopflos reagierte.

    Keine Frage, es ist nicht schön, was die Herthafans in Düsseldorf veranstaltet haben und es darf als wahr unterstellt werden, dass die Düsseldorfer Fans lediglich euphorisch waren und nicht die Absicht hatten zu randalieren, als sie das Spielfeld stürmten. Auch ist es nicht hinnehmbar, was einige Herthaspieler sich angeblich nach dem Spiel geleistet haben, als sie (wohl) den Schiedsrichter nicht nur verbal attacjierten. Aber diese moralisch für die Fortuna sprechenden Aspekte dürfen rechtlich keine Rolle spielen und das Spielerverhalten wird gesondert geahndet werden. In dem jetzigen Verfahren geht es lediglich um die Frage der Schwächung von Hertha. Leider ist dies im Wesentlichen eine Wertungsfrage.

    Viele Grüße
    Zugereister

    P.S.: Der Verfasser ist gebürtiger Düsseldorfer, der seit 23 Jahren in Berlin lebt…. und für den die Relegation schon schwer genug war, da es für ihn nur um die Wahl zwischen Pest (Hertha steigt ab) und Cholera (Fortuna steigt nicht auf) ging.

    • Oliver
      Am 23. Mai 2012 um 10:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Es darf auch keine Rolle spielen, ob Hertha es denn in dieser letzten Minute geschafft hätte. Weil das eben nicht bewiesen werden kann. Viele sagen, Hertha hätte das nie mehr geschaftt. Aber schon das 2:2 kam eigentlich aus dem Nichts, das hätte natürlich auch noch mal geschehen können.

      • Zugereister
        Am 23. Mai 2012 um 11:41 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Das ist richtig. Ob Hertha noch ein Tor geschossen hätte, spielt – da hypothetisch – keinerlei Rolle.

        Ich meinte, dass die „Schwächung“ im Sinne von § 17 Nr. 2 b) RuVO-DFB bewiesen werden muss und zur Annahme derselben eine – wenn auch nahe liegende – Vermutung für die Schwächung, nämlich die Spielunterbrechung habe die Schlussoffensive quasi erledigt, weil das psychologische Moment damit weg war, wohl leider nicht ausreichend sein könnte.

        Deswegen hatte sich der Anwalt von Hertha ja auf die „Angstzustände“ kapriziert, weil das halbwegs objektivierbar war, nämlich durch Befragung der Zeugen…

  11. Feri
    Am 24. Mai 2012 um 11:29 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Schöner Kommentar, dem man sich nur anschließen kann. Um sowohl dein als auch die des Hertha-BSC Antwalts angedeutete Szenario zu verwenden …

    Was muss erst passieren bis etwas passiert?

    Muss wirklich erst jemand schwer zu Schaden kommen? Für mich spielt ein rückwirkend definierter „positiv besetzter Platzsturm“ oder ein „negativ besetzter Platzsturm“ absolut keine Rolle.

    Rennt ein Hund bellend und Zähne fletschend auf dich zu, dann haust du ab. Jeweilige aussagen wie „der will doch nur spielen“ oder gar „Hunde die bellen beißen nicht“ interessieren doch gar nicht. Er könnte „jeden Augenblick aufhören zu bellen“. Und was dann?

    Das ist ein wirklich sehr weitreichendes Urteil und beide Seiten haben ihre Argumentationsketten. Intuitiv finde ich jedoch Düsseldorfs „Banalisieren“ und „Verhamlosen“ im gleichen Maße lächerlich wie auch gefährlich. Es stellt sich so nämlich oben genannte Frage „Etwas unternehmen“ oder „Warten bis einer zu schwerem Schaden kommt und dann etwas unternehmen“.

    Sicherheit heißt doch alle Maßnahmen zu treffen damit es sicher bleibt und nicht einschreiten wenn jemand „frisch verprügelt wird“.

    Sportlich steht außer Frage wer Liga 1 verdient hat und wer nicht. Dennoch darf dies nicht folgenlos bleiben. Eine 50.000 Euro Geldstrafe käme einem erkauftem Aufstieg gleich. Es fiel das Beispiel „Hertha BSC vs. 1. FC Nürnberg“, ein ähnliches Szenario mit wesentlichen Unterschieden. Zum einen hat Nürnberg die Hertha sportlich deutlich in die Schranken verwiesen und zum Anderen war das Spiel beendet.

    Hertha BSC bekam die erwartete Strafe. Ein Wiederholungsspiel hätte für Nürnberg die Gefahr beinhaltet auf dumme Art und Weise doch zu verlieren. Es wäre eine doppelte Nürnberger Bestrafung gewesen.

    Das Spiel in Düsseldorf hingegen war nicht beendet und das Spiel war auf der Kippe. Man ließt oft die Argumentation, dass Hertha BSC 34 Spieltage Zeit hatte die Klasse zu halten und diese nicht nutzte. Kann man dann nicht argumentieren, dass Düsseldorf 34 Spieltage Zeit hatte den Aufstieg zu sichern, sie waren Herbstmeister wenn mich nicht alles täuscht?

    Zu dem „Hertha Fans haben angefangen“ steht im Hauptartikel schon ein wunderschöner Abschnitt…

    Es heißt Düsseldorf hat Hertha die Chance genommen das dritte Tor zu schießen, Düsseldorf hat Hertha aber auch die Chance genommen in einer Sturmphase in einen Konter zu laufen!

    Wahrschenlichkeitsszenarien sind absurd. Denn dann könnte man vor einer Saison Düsseldorft schon die rote Laterne in die Hand drücken. Andere könnten noch heftiger sagen „da sie wahrscheinlich sowieso absteigen können sie auch gleich in Liga 2 bleiben“.

    All diese Fragen würde nicht fallen hätten Düsseldorfer Fans nach all den Jahren einfach mal 90 Sekunden länger gewartet.

  12. Jupp
    Am 24. Mai 2012 um 14:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Anmarchie
    Blutbad
    Todesangst
    Wer vor Gericht lügt, weiß, dass er mit der Wahrheit im Unrecht ist. Fragt mal diesen seltsamen Winkeladvokaten, warum er Zeugen zum Lügen anstiftet. Dümmer kann man seine Klienten nicht vertreten.
    Viel Spaß in Liga 2 – 4

    • Zugereister
      Am 25. Mai 2012 um 14:25 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Woher wollen Sie denn wissen, was die Spieler (oder einige von Ihnen) gedacht oder gefühlt haben, als die Fans den Platz stürmten?? Mag „Blutbad“, „Todesangst“ etc. vielleicht eine übertriebene Bewertung der Dinge sein. Es ist aber nur eine Bewertung und nicht die bewusst falsche Darstellung von Tatsachen oder das Vorspiegeln von nicht vorhandenen Tatsachen, was immer noch Voraussetzung ist, um von einer Lüge zu sprechen. Tatsache ist, dass Horden von Fans den Platz stürmten. Oder hat hat der Berliner Anwalt sich das auch nur ausgedacht??

      Und den Anwalt von Hertha als Winkeladvokat zu bezeichnen, ist schlicht eine Beleidigung, ihn der Anstiftung zur Falschaussage zu bezichtigen ist üble Nachrede bzw. Verleumdung, die durch nichts gerechtfertigt ist. Auch nicht durch den Umstand, dass Sie offenbar Fortunfan sind und anscheinend zur (nur) selektiven Wahrnehmung neigen.

      Ich würde mal sagen, „Hoh Brauner“, sachlich bleiben, sehr geehrter „Jupp“

  13. Flash
    Am 25. Mai 2012 um 22:28 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Bringt man es auf den Punkt steckt jedes Gericht des DFB in einem Dilemma. Ein Urteil zugunsten nur einer der beiden Parteien ist ungerecht. Herthas Protest ist berechtigt. Ob die Spieler Angst hatten oder nicht ist doch völlig belanglos. Das Spiel konnte zum Schluss nicht mehr regulär durchgeführt werden. Stark reagierte falsch und hätte abbrechen müssen. Auf der anderen Seite: Auslöser der Eskalation war das Benaglo-Grossfeuer der Berliner Fans, und der spätere Böllerknall, der zum ungeschickten Aufmarsch dutzender Polizisten vor dem Hertha-Block führte. Die Düsseldorfer Fans sahen sich doch dadurch nur ermutigt, es denen gleich zu tun. Was aber kann der Verein der Düsseldorfer für das Fehlverhalten seiner Polizei und Fans? Was kann Hertha dafür? Sicher gibt es dafür Regeln und Verantwortlichkeiten, die diese Frage juristisch eindeutig klären kann. Aber ungerecht wird man damit trotzdem einen der beiden gegenüber. Ich hoffe, Hertha verlässt nicht der Mut und geht erneut in die Berufung. Der DFB scheut einem Wiederholungspiel auch und vermutlich hauptsächlich wegen der organisatorischen Herausforderung. Je mehr Zeit vergeht, je schwieriger wird der Fall. Ich würde darauf spekulieren und alle Rechtsmittel einsetzen. Dann gibt es am Ende das einzig machbare und auch für den DFB genwinnbringende Urteil: Die BL 2012/13 startet mit 19 Mannschaften…

  14. africadanny
    Am 26. Mai 2012 um 04:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

    SCHANDURTEIL !
    Der Richter zur Urteilsbegründung ZITAT: “ In der Tat waren die Coaching-Bedingungen teilweise äusserst merkwürdig “
    Es gibt nur 2 Möglichkeiten für Hertha:
    entweder auf Biegen und Brechen auch bis zum CAS durchstarten, oder diese mögliche Strategie intern als Verhandlungs- oder wenn man so will Druckmittel gegenüber dem DFB zur Schadensbegrenzung bei den anstehenden Sperren einsetzen !
    Ansonsten knallen die uns was rein, was sich gewaschen hat ….!!!
    Im Falle eines Entscheides für Hertha, aber zu verschmerzen

    mein Tip zu den Sperren: Kobi 6 Monate / Lell 8 Spiele / Mijatovic 6 Spiele / Kraft 6 Spiele

    HAHOHE von der Sahara bis zur Spree

    • africadanny
      Am 30. Mai 2012 um 16:09 Uhr veröffentlicht | Permalink

      DFB-DRECKSBANDE TRITT ZU, WIE BEFÜRCHTET !!!
      da lag ich vollkommen richtig !!
      also Weiterer Einspruch….und die Sache so lange verzögern, wie es geht….dann startet die Saison eben nicht….

      Ginge es nach dem Willen des DFB-Kontrollausschuss hätten die Ereignisse im Relegationsspiel zwischen Fortuna Düseldorf und Hertha BSC gleich für fünf Spieler ein Nachspiel.
      +++++ So beantragte das Gremium für den Berliner Levan Kobiashvili wegen einer Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter eine Sperre von einem Jahr.
      +++++ Auch die Hertha-Spieler Thomas Kraft, Christian Lell und Andre Mijatovic müssen lange Sperre befürchten.
      Lell will der Kontrollausschuss für sechs Partien aus dem Verkehr ziehen, weil der Defensivspieler in der Nachspielzeit seinen Gegenspieler Assani Lukimya-Mulongoti angespuckt und nach Spielschluss den Unparteiischen beleidigt haben soll.

      +++++ Ebenfalls wegen Schiedsrichterbeleidigung nach Spielende drohen Torhüter Kraft (fünf Spiele) und Mijatovic (vier Partien) lange Sperren.

      Die Beschuldigten haben bis Donnerstagnachmittag Zeit, sich zu den Strafanträgen zu äußern. Stimmen sie nicht zu, gehen die Anträge an den Einzelrichter des DFB-Sportgerichts.

  15. Frosch
    Am 26. Mai 2012 um 11:30 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Jedes andere Urteil wäre eine Frechheit! ALLE die dabei waren fanden die Geschehnisse verurteilungswürdig, aber mitnichten einflussnehmend auf das Spielergebnis. Unanständig wäre es, jetzt noch weiter zu klagen und auf einen 19. Startplatz in der BL zu spekulieren. Noch unanständiger ist es, den Düsseldorfern, die sich in zwei Spielen über mindestens 190 Minuten für die BL qualifiziert haben, so in die Parade zu fahren!
    Schmeißt den Preetz raus und fangt neu an, denn Hertha gehört durchaus in Liga 1!

  16. Flashman
    Am 26. Mai 2012 um 13:12 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Scheiß DFB! Ich habe kein Bock mehr auf dieses Wischiwaschi. Ich hoffe, dass die Hertha-Fans bei erstbester Gelegenheit, wenn Hertha kurz vor Schluss vorne liegt und der Gegner drückt, das Spielfeld in friedlicher Absicht betreten und eine Spielunterbrechung erzwingen werden. Bin mal gespannt, was die feinen Pinkel vom DFB dann unternehmen werden, wenn das Mode wird. Der Heimverein wird den eigenen Fans schon nicht größeren Strafen aufbrummen. Und Geldstrafen für die Vereine von unter 500.000 Euro sind doch eh nicht wirklich schlimm. Was kostet z.B. ein Trainerwechsel? Vielleicht bringt das ja sogar dann mal Kontinuität auf dieser Position…

  17. Am 27. Mai 2012 um 20:34 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Durch die ständige Wiederholung einiger Argumente wird die Hertha-Argumentation auch nicht überzeugender. Gegenüber dem, was ein Teil der Hertha-Fans nach dem 2:1 für Düsseldorf veranstaltet hat, waren die 90 Sekunden nach der 20-minütigen Unterbrechung außerordentlich regulär. Der Innenraum war wieder weitestgehend frei von Unbefugten.

    Und deswegen ist auch das Argument „Muss denn erst was passieren…“ mit Bezug auf den Platzsturm völlig unangebracht. Sagt das den Bengalo-Werfern! Da hätten Spieler, auch die eigenen, schwerste Verletzungen davon tragen können. Der Platzsturm war dagegen, auch wenn Hertha irgendwelche verwackelten Fotos präsentiert, weitestgehend das übliche, friedlich-blöde Saisonabschluss-Feierritual.

    Das Gleiche gilt im Grunde für das Argument, dass mit dem Urteil der Willkür der Fans Tür und Tor geöffnet wird. Dass man einfach nur den Platz stürmen müsse, um ein bestimmtes Resultat zu erreichen. Da muss man sich doch fragen: was wollten eigentlich die Hertha-Fans mit ihrem Bengalo-Regen erreichen? Wäre es etwa gerecht gewesen, nach diesem Vorfall das Spiel abzubrechen und zu wiederholen?

    Es ist doch genau andersherum, als hier teils argumentiert wird. Das Spiel musste zuendegeführt werden, um ein möglichst reguläres und sportlich faires Ergebnis zu erreichen. Illegale, gefährliche Aktionen der Fans dürfen keinen Einfluss auf das Resultat haben. Würde es ein Wiederholungsspiel geben, dann hätten die Chaoten etwas erreicht. Etwas Handfestes, was dem sportlichen Verlauf der zwei Relegationsspiele widersprochen hätte.
    Deswegen durfte die behauptete, aber nicht im entferntesten bewiesene einseitige Schwächung der Hertha durch den Platzsturm nicht stärker gewichtet werden.

    • Daniel
      Am 29. Mai 2012 um 17:06 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ich hab es zwar im vorangegangenen Beitrag schon geschrieben, aber die Bengalo-Würfe waren keine Reaktion auf das fußballerische Geschehen auf dem Platz, sondern auf den Einmarsch der zahlreichen schwerbewaffneten Polizisten. Es hatte also Null mit dem Spiel zu tun, es war eine – natürlich völlig unverhältnismäßige, überflüssige und für mich auch nicht nachvollziehbare – Reaktion auf das Auftauchen der Polizisten. Dies auf „die Hertha-Fans“ zu beziehen, greift zu kurz, da fühlten sich einfach einige (ziemlich sicher betrunkene) Leute von der Staatsgewalt provoziert.

      Dass ich das nicht gutheiße, betone ich hier nochmals. Die Bengalo-Würfe hatten wie gesagt nichts mit dem sportlichen Geschehen zu tun und sollten deshalb differenziert betrachtet werden. Die Bengalos wären nicht geflogen, wenn die Polizisten noch bis zum Abpfiff in den Katakomben geblieben wären. Wie ein Sicherheitsbeauftragter des DFB im Prozess sagte, gab es keine Anstalten von Hertha-Fans auf den Platz zu stürmen. Insofern hätte es diesen Aufmarsch nicht gebraucht.

  18. Oliver
    Am 28. Mai 2012 um 19:07 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Stark hätte in dem Moment unterbrechen müssen, als die ersten Fortuna-Anhänger schon gegen Ende der regulären Spielzeit am Spielfeldrand standen. Die gehören da nicht hin genauso wie die Bengalos aus dem Hertha-Block.
    Zweitens hätte nach der Räumung nach dem ersten Platzsturm angesagt werden müssen, daß das Spiel nicht gewertet werden kann, wenn noch einmal ein Zuschauer im Innenraum auftaucht. Analog zur Abbruch-Drohung nach den Hertha-Bengalos auf dem Platz. Denn im Innenraum hat ein Zuschauer auch nach dem Spiel und auch nur zum Feiern nichts zu suchen. Das ist der entscheidende Punkt, der gerade bei Fußball-Laien jetzt so großes Unverständnis über das Urteil hervorruft. Stark wollte dieses Spiel aber unbedingt zuende bringen und genau das ist nach wie vor der Punkt, der mich so ärgert. Hertha hätte einfach nicht mehr weiterspielen sollen, dann wäre zwar das Spiel gegen sie gewertet worden, aber das hätte der DFB dann erst mal vor ihren Gerichten beweisen müssen, daß das nicht irregulär war. Da wär ich mal gespannt drauf gewesen, wie sie das angestellt hätten.
    Und überhaupt, hört endlich mit den Hertha-Bengalos auf. Im Fortuna-Block hat es gleichzeitig genauso gebrannt, wurde im Fernsehen bloß nie gezeigt, und ob die nur abgebrannt werden oder auf dem Spielfeld landen, ist für mich kein Unterschied.

    • Torsten
      Am 29. Mai 2012 um 10:00 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Also für mich ist es sehr wohl ein himmelweiter Unterschied, ob Bengalos begleitet von „Spielabbruch, Spielabbruch“-Rufen auf’s Feld geworfen werden, Leuchtkugeln unter das Dach geschossen werden und sog. Polenböller neben Polizisten (inkl. Hunden), Ordnern, Feuerwehrleuten explodieren und zentimetertiefe Löcher in den Rasen reißen, oder ob die Fackeln „kontrolliert“ in der Hand gehalten werden, bis sie ausgehen. Da hätte das Spiel abgebrochen, und 2:0 für Düsseldorf gewertet werden sollen. Dann hätten die ganzen Selbstdarsteller wie Schickardt, Preetz usw. keine Bühne gehabt und Otto Rehagel wäre nicht dazu verleitet worden wirres Zeug zu faseln.

  19. Oliver
    Am 29. Mai 2012 um 17:18 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Das ist immer wieder derselbe Blödsinn. Das ist genauso kein Unterschied wie es nicht das gleiche ist, ob man Bengalos in eine Ecke des Platzes wirft oder ob hunderte von Zuschauern das Spiel unterbrechen. Bei Feuerwehrkskörpern wird immer gedroht abzubrechen, aber es wird nie gemacht. Und es gilt immer noch: Was im Hertha-Block passiert ist, hatte überhaupt nichts mit dem zu tun, worüber diese DFB-Scheingerichte entscheiden sollen. Das der DFB so offen und ungeniert die entscheidende Frage unbehandelt läßt, ob Zuschauer etwas im Innenraum zu suchen haben, ist der eigentliche Skandal und darüber werde ich mich noch in zwanzig Jahren aufregen.
    Und bitte sehr, Fackeln „kontrolliert“ in der Hand halten, bis sie ausgehen, das ist aber echt zum Lachen. Nach dem Spiel hat der ganze leere Fortuna-Block gebrannt. Schade, daß die Fortuna-Fans nicht zu den Deppen der Nation geworden sind mit ihrem Platzsturm, vielleicht kommt es ja noch dazu. Sportlich war sowieso Hertha besser, sich auch noch einzubilden, das es verdient war, nur durch ein Hertha-Eigentor gewonnen zu haben, ist ja auch ziemlich gewagt.

  20. unionkommt
    Am 30. Mai 2012 um 21:35 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Das die Zuschauer nach dem Schlusspfiff wieder auf das Spielfeld gelangt sind, spricht doch eigentlich für die Hertha. Die Polizei etc. hatten die Zuschauer nicht mehr im Griff.

    • Oliver
      Am 31. Mai 2012 um 09:36 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Genau deswegen finde ich die Urteile immer noch so ungeheuerlich. Der DFB-Mensch kam auf den Platz und machte auch durch die Gestik seiner Arme unmißverständlich deutlich: Kein Weiterspielen, wenn die Fans nicht den Innenraum verlassen. Das bedeutet für mich: Es ist absolut nicht zu dulden, wenn Fans am Spielfeldrand stehen. Erst als alle den Innenraum wieder verlassen hatten, konnte weitergespielt werden. Das sie aber schon seit Ende der regulären Spielzeit dort gestanden haben, spielt jetzt einfach keine Rolle mehr. Es wird vom DFB einfach ignoriert und so getan, als ob man erst die viel beschworene „Todesangst“ oder die Verletzung eines Spielers nachweisen muß. Man kann jetzt wie die Fortuna-Sympathisanten sagen, das wäre kleinlich, aber ich bin mir sicher, daß dem DFB genau diese Innenraum-Präsenz plus Platzsturm bei einem ihm nicht so nahestehenden Verein ausgereicht und zum Abbruch oder erfolgreichen Protest des Gegners geführt hätte. Aber mit Bengalos über den Platz laufen ist ja nicht so schlimm, wenn man sich nur freuen will und da war auch vorher der böse Hertha-Mob von östlich der Elbe (eigentlich schon Sibirien laut Adenauer), die sie mit ihren Bengalo-Würfen dazu angestiftet haben. Leider waren die Hertha-Ultras nach dem Spiel nicht mehr so geistesgegenwärtig, da müßte man im Nachhinein schon fast sagen, daß es schade ist, daß sie nicht ihrerseits versucht haben, auf den Platz zu gelangen. Die hätten sich bestimmt gerne unter die Menge gemischt. Warum durften eigentlich nur die Fortuna-Anhänger nach dem Spiel auf den Platz und nicht die von Hertha ? Diese Frage stellt sich ja jetzt auch, warum so ein Jubel-Platzsturm immer nur den Heim-Fans erlaubt sein soll. Warum standen nur vor dem Hertha-Block Polizisten und vor den Fortuna-Anhängern im Innenraum nur diese lächerlichen Stadion-Ordner?
      Also Achtung: Bevor sich einer aufregt, alles ironisch gemeint, aber aus Zorn ertappe ich mich dabei, mir zumindest auszumalen, was der DFB denn dann gemacht hätte.
      Zumindest hätte man den ganzen Innenraum mit Polizisten sichern müssen, um weiterspielen zu können.

  21. Schoddie
    Am 13. Juni 2012 um 07:40 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Schon wieder Schiri Stark! Habt ihr gestern Polen vs. Russland gesehen? 84. Minute, es steht 1:1. Russland zumindest mal wieder für 5 Minuten am Drücker, Polen fängt an zu schwimmen. Der polnische Torwart hält (mehr als) 14 (!!) Sekunden lang den Ball in der Hand und wurde dabei nicht eine Sekunde behindert oder sonstwas, was ein Hinauszögern vielleicht rechtfertigen würde. Stark, der Schisser! Hatte sicher Angst, dass die polnischen Fans sauer werden, wenn er da auf Freistoß für Russland entschieden hätte. Wie lautet die Regel? 6 Sekunden max., oder? Bei 7-9 Sekunden kann man nichts sagen, aber bei 14 Sekunden und mehr?

    Sicher, ich bin natürlich voreingenommen, aber ich werde den Typen in Zunkunft mal beobachten. Wenn das unser bester Schiri sein soll…

  22. Schoddie
    Am 18. Juni 2012 um 22:22 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Schon wieder Stark … Glasklarer Elfer für Kroatien!
    Nein, gegen Spanier kann ich doch keinen Elfer geben…

    Okok

    • africadanny
      Am 18. Juni 2012 um 22:26 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Stark dieser Lappen !! Wann kommt denn endlich die Urteilsbegründung…. Einspruch ist ja immer noch möglich …

      HAHOHE von der Sahara bis zur Spree
      +++++++++++++++++++++++++++