Funkelfußball

Hertha BSC Berlin vs Hoffenheim
In der 35. Minute versetzte Demba Ba mit einer durchaus sehenswerten Einzelaktion das gesamte Team von Hertha BSC zurück in die altbekannte Schockstarre. Zuvor hätte man mit ein wenig Wohlwollen noch den Eindruck gewinnen können, dass Hertha aus den vergangenen Heimspielen gelernt zu haben schien: Die Mannschaft setzte von Beginn an alles daran, die erste Halbzeit nicht wieder zu verschlafen. Unter dem Strich blieb es jedoch bei Vorsätzen und Ansätzen. Wenn man Hertha gegenüber positiv eingestellt ist, darf man von gelungenem Stückwerk sprechen.

Denn nach dem Führungstreffer von Demba Ba ging bei den Berlinern gar nichts mehr. Nicht, dass vorher etwas zusammen gegangen wäre. Nun aber atomisierten sich die die Einzelteile, sodass letztlich nichts physisch-materiell Greifbares von der Berliner Mannschaft übrig blieb. Erbärmlich, verunsichert, unsinspiriert, ideenlos, harmlos, grottig, drittklassig. Nennt es wie ihr wollt. Im Ganzen war das Spiel nichts anderes als eine sportliche Bankrotterklärung. Zwar standen die Hoffenheimer in der Defensive sehr gut, woran nicht zuletzt ein überragender Joe Simunic den allergrößten Anteil beitrug. Insgesamt spielte Hoffenheim jedoch wie ein typischer Aufsteiger in der zweiten Saison, nämlich ziemlich schlecht. Für jede mittelmäßige Mannschaft wäre die Hoffenheimer Mannschaft ein wohlgefundenes, delikates Fressen gewesen.

Hertha scheint jedoch mittlerweile der geringste Appetit vergangen zu sein. Wie ein essgestörter Teenager verweigert die Mannschaft jegliche Nahrungsaufnahme. Punkte-Allergie könnte man diagnostizieren, wenn es denn den richtigen Arzt für die Berliner Erkrankung geben würde. Den gibt es aber nicht. Deswegen braucht man sich – trotz aller rechnerischen Möglichkeiten – keine Hoffnungen mehr auf den Klassenerhalt machen. So wie Hertha sich präsentiert hat, steigt die Mannschaft ab. Ich bin kein Pessimist. Ganz im Gegenteil, habe ich meist versucht, noch das Positive zu sehen. Wer jetzt aber noch auf Zahlen und Rechnereien setzt, der verschließt die Augen vor der Wirklichkeit. Der Abstiegskampfquotient zeigt steil nach oben:

Nun könnte man daher kommen und sagen: Ja, was ist denn schon passiert? Der Abstand ist doch gering! Es ist noch nichts verloren. Kopf hoch!

Das ist jedoch totaler Quatsch. Wer die Spiele in der Rückrunde gesehen hat, der kann nicht umhinkommen, die strukturelle Misere des sportlichen Niedergangs zu sehen. Es gibt nicht gute und schlechte Tage, es gibt nur noch schlechte. Denn es ist ja kein zufälliger und daher verzeihlicher Ausrutscher gegen Hoffenheim gewesen. Schon gegen Freiburg und Hannover hat Hertha nur deshalb die Punkte geholt, weil es – unfassbar, aber war! – zwei Mannschaften gibt, die sich noch schlechter präsentiert haben. Es sind die strukturellen Defizite einer unausgewogen zusammengestellten Mannschaft, die keine personellen Alternativen bietet und von einem Trainer betreut wird, der nicht weniger überfordert ist als das gesamte Team.

Was wir in den letzten siebzehn Partien gesehen haben, ist Funkelfußball im tiefsten Winter. Wie erz, der Schöpfer dieses Wortes damals schrieb: „Ich finde, die Hertha spielt schon ordentlich dreckig. Erst mal nicht verlieren.“ Für mich ist das Sport zum Abgewöhnen, erst recht dann, wenn Hertha verliert. Im Winter wirkt diese Art des Fußballs dermaßen lebensmüde, dass man es keinem beteiligten Fußball vorwerfen würde, wenn er nach einem Spiel in abgrundtiefe Depressionen verfiele.

Sports News - March 02, 2010
Was den Trainer angeht, scheinen sich die Berliner Medien langsam eingeschossen zu haben. Von der Kampagne des Berliner Boulevard muss man gar nicht erst sprechen. Bis auf die Berliner Zeitung gehen nun auch alle seriösen Zeitungen auf den Trainer los. So titelt der Tagesspiegel: Funkel und die Durchhalteparolen und zieht die Analyse des Trainers („Wir waren gut aufgestellt, wir waren gut eingestellt. Wir wissen, woran es gelegen hat.“) kräftig durch den Kakao.

Wie schön! Als wenn der Untergang auf der Titanic leichter zu ertragen gewesen wäre, weil die Passagiere wussten, dass ihr Schiff einen Eisberg gerammt hatte und nicht von einem Torpedo getroffen worden war.

Wann hat man beim Tagesspiegel das letzte Mal ein Ausrufezeichen mitten im Text gesehen? Diese Frage stellte sich Daniel gestern in einem Artikel, den unsere Blogsoftware dummerweise gefressen und in den Datenhimmel geschickt hat. Ich greife diese Frage heute einfach mal auf, weil ganz offensichtlich die Zeit von Friedhelm Funkel abgelaufen zu sein scheint. Das bevorstehende Ende kann man schon daran ablesen, dass Hertha die kritischen Töne direkt auf der eigenen Webseite im Rahmen der „Presseschau“ wiedergibt. Rückendeckung geht anders. Es ist sicherlich nicht die Zeit, um sich selbst auf die Schultern zu klopfen. Aber ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich bereits kurz nach der Entlassung von Favre Folgendes schrieb:

Nun, diese Saison geht es gegen den Abstieg. Und ich vermute, dass Hertha noch einen weiteren Trainerwechsel erleben wird in diese Saison.

Es gehört wenig Fantasie dazu, sich das Szenario auszumalen, das nach einer deftigen Niederlage gegen den Hamburger Sportverein folgen dürfte: Die Entlassung von Friedhelm Funkel und die Reaktivierung von Hans Meyer. Ich bin kein Fan von Funkel gewesen. Insofern würde es mich nicht weiter stören, wenn er gefeuert würde.

Versteht mich nicht falsch. Ich glaube nicht, dass die Situation mit Lucien Favre (oder irgendeinem anderen Trainer) heute eine andere wäre. Ganz im Gegenteil weisen die Probleme der Hertha weit über die Besetzung des Trainerpostens hinaus. Die Mannschaft ist seit Jahren schlecht zusammengestellt worden. Das geht auf Dieter Hoeneß zurück, in dessen Zeit die schlechte Transferpolitik nicht in so eine offensichtliche Misere hinauslief, weil er schlechte Transfers in der Regel mit noch teureren Einkäufen zu kompensieren wusste. Er investierte die Einnahmen von Morgen, Übermorgen, Überübermorgen und Überüberübermorgen.

Nun musste Hertha radikal sparen. Michael Preetz hat zwar bei Hoeneß „gelernt“, ihm fehlen jedoch die entscheidenden finanziellen Ressourcen, um die ersten Fehlgriffe wieder wett zu machen. Stattdessen sieht man die Ratlosigkeit der winterlichen Transferbemühungen heute umso deutlicher, wenn man Gekas fragen hört, warum er denn in Berlin sei. Hier bekomme er schließlich keine Bälle. Ja, hat er denn nicht eine Sekunde an Wichniarek gedacht? Nun, ich will und kann an dieser Stelle keine fundierte Analyse der strukturellen Defizite vornehmen. Das wird sich auf mehrere Artikel und einen längeren Zeitraum strecken müssen. Außerdem lassen sich einige Dinge sicherlich nicht ganz einfach recherchieren.

Worauf ich aber hinaus möchte und an dieser Stelle festhalten muss: Ein erneuter Trainerwechsel scheint unausweichlich, weil man in der jetzigen Phase der Saison keine anderen Interventionsmöglichkeiten hat. Aber das Problem, das Hertha BSC derzeit hat, ist mit einem neuen Trainer sicherlich nicht behoben. Ein Trainerwechsel ist gewissermaßen nur die Spitze eines Eisberges, der in Windeseile abgetaut werden muss. Zum Glück ist bald Frühling und der Funkelfußball nur noch eine Episode dieses bitterkalten Winters… 'Petra' To Bring More Snow To Germany

This entry was posted in Hertha BSC and tagged , , , , , , , , . Bookmark the permalink. Both comments and trackbacks are currently closed.
  • Wer hat das geschrieben?

    Mein Name ist Enno: im Jahre 1982 geborener Berliner, Exil-Herthaner in Bielefeld und Bremen. Seit 2006 schreibe ich im Internet über Hertha BSC. (→mehr)

    Ich würde mich freuen, deine Meinung zum Artikel zu erfahren. Schreib doch einen Kommentar und diskutiere mit!

    Und bleib auf dem Laufenden: Abonniere neue Beiträge des Hertha BSC Blogs (RSS-Feed / E-Mail)

40 Kommentare

  1. Edo Z.
    Am 2. März 2010 um 21:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Meyer? Niemals, das wird er sich nicht antun.

    Aber Funkel hat in der Tat fertig, er muss schon was sensationelles wie einen Sieg raushauen, um die nächste Woche zu überstehen.

    Aber sein Nachfolger wird ein Trainer sein, der so verzweifelt ist, dass er alles annimmt, was Bundesliga ist.

    Wie z.B. Falko Götz, der wenigstens seine ganz eigenen Methoden zur Motivation hat, wie ja zuletzt aus Kiel berichtet wurde. ;) Oder Neururer.

    • dns
      Am 3. März 2010 um 12:38 Uhr veröffentlicht | Permalink

      oder, der Supergau, Matthäus. O_o

  2. sonnyzero
    Am 2. März 2010 um 22:56 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Falko Götz wird es sicher nicht werden, wenn man bedenkt das er in der Vergangenheit während seiner Halbzeitansprache sms verschickt wurden und er soll auch von Spieler bespuckt worden sein!? Karsten Heine hätte das ganze weiter machen sollen, das Spiel bei Sporting war nicht schlecht und wäre auch die finanziell günstigste Lösung gewesen!

  3. Am 3. März 2010 um 10:40 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Keine Ahnung, ob ein Trainerwechsel etwas bewirken würde. Wie sollte der dann heißen und wie lautet die Marschroute? Einen reinen Feuerwehrmann oder jemanden holen, der eine Vision hat und ggf. in Liga zwei etwas aufbauen möchte, also Weitsichtigkeit?

    Du hast aber schon selber den Grund zur Hoffnung genannt: Es gibt aktuell zwei Teams, die sich noch schlechter präsentieren. Vielleicht reicht es dadurch zum Klassenerhalt über den Umweg Relegation

  4. Dave Mitchell
    Am 3. März 2010 um 13:14 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ach herje.
    Jetzt wollt Ihr also den Friedolin rauswerfen. Böser Fehler.

    Die zwei schlechteren Mannschaften sind doch im Post genannt: 50+1=96 und die Gutmenschen aus dem Breisgau. Und der Glubb ist auch nicht gerade klasse. Also werdet Ihr 16. oder sogar 15. Don’t panic!

    Von Funkelfußball haben wir in Frankfurt übrigens schon bor 4 Jahren gesprochen. Copyright liegt also am Main.

  5. Sascha
    Am 3. März 2010 um 14:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Wieder mal ein guter Artikel Enno!

    Mal angenommen wir steigen nicht ab. Was würde dann passieren? Beginnt das Grauen mit Funkel jetzt jedes Jahr aufs neue? Kann er es schaffen, mit diesem bestehenden Kader und unserem Budget eine schlagfertige Truppe zusammen zu basteln? Und falls nicht (wovon ich ausgehe), könnte dies ein anderer Trainer?

    Ich bin mittlerweile an dem Punkt angelangt: Neuanfang in der 2. Liga! Tut scheisse weh fürs erste, aber ich seh keine Alternativen.

    Nehmen wir mal an, wir steigen nicht ab. Dann wäre die Freude wieder riesig, Funkel hat doch alles richtig gemacht. Doch was ist dann nächstes Jahr? Wir haben dann immer noch kein Geld für neue Spieler, ganz im Gegenteil, die wenigen guten Spieler (mir fällt spontan nur Raffael + Kacar ein) werden 100%ig gehen!

    Ganz ehrlich, mir ist mittlerweile eine Lösung mit einem jungen Trainer, der unsere Talente auch wirklich fördert in der zweiten Liga lieber. Wer mir erzählt, wir hätten keine Talente, der täuscht sich gewaltig. Ich verstehe bis heute nicht, wie man einen Traore (der vor über 2 Jahren in einem Testspiel gegen Babelsberg soviel Dampf gemacht hat) gehen lassen konnte. Ich denke, es gibt weitere Kaliber, die einfach mal ihre Chance bekommen müssen (siehe Schalker Talente unter Magath, Stuttgarts Talente etc.).

    Ich persönlich, werde wohl inkonsequent weiter bis zum letzten Spieltag hoffen, dass wir es noch hinbekommen. Aber bringt uns das denn wirklich weiter?

  6. Tanja*
    Am 3. März 2010 um 18:13 Uhr veröffentlicht | Permalink

    In meinen Augen bringt nur ein Wechsel in der Führungsetage etwas, egal ob jetzt oder nach dem Abstieg, der unausweichlich näher kommt, was soll denn ein „Feermann“ jetzt noch bringen? Glaube und Hoffnung schwinden Spiel für Spiel mehr nur die Liebe zu Hertha bleibt bestehen, die derzeitigen Verantwortlichen sind Schuld an der Situation in der sich Hertha jetzt befindet, da ist es egal, wie der Trainer heißt.

    D. Hoeneß hat sicher vieles falsch gemacht, aber:
    A) hatte er einen solch miesen Abgnag nicht verdient und
    B) wäre Hertha ohne ihn niemals da wo der Verein in den letzten Jahren spielte, nämlich in der 1. Bundesliga. Ich persönlich werde ihm dafür immer dankbar sein!

    • Sascha
      Am 4. März 2010 um 09:52 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ohne Herrn Hoeneß hätten wir sicher nicht zwischenzeitlich 55,4 Milionen Schulden gehabt und wären somit nicht in unserer jetztigen (finanziellen) Situation…

      • Enno Enno
        Am 4. März 2010 um 09:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

        So ist es. Wenn man sich für die Verdienste von Dieter Hoeneß ausspricht, darf man den riesigen Schuldenberg einfach nicht unterschlagen. Die Schulden sind doch die strukturelle Grundlage für die heutige Misere. Es geht so viel für Schuldentilgung drauf, dass man kaum mehr Luft zum Atmen hat. Und diese Situation ist ein Verdienst von Dieter Hoeneß.

      • Tanja*
        Am 4. März 2010 um 10:02 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Ohne Herrn Hoeneß wäre Hertha nach wie vor ein kleiner Klitschenverein, habt ihr den Verein erlebt, bevor er da war?
        Er hat auch Verdienste, auch wenn viele das nicht wahr haben wollen.
        Natürlich hat Herr Hoeneß Mitschuld an den Schulden, aber er war kein „Alleinherrscher“ es gibt da bestimmt Gremien, die sein wirken mitgetragen haben, dass wird ständig unterschlagen. Manche dieser Herren sind noch im Amt, vermutlich verstecken sie sich hinter dem Schatten von D. Hoeneß. (Im übrigen habe ich die Schulden nicht unterschlagen nur nicht ausdrücklich genannt.)

        Es muss ja keiner dankbar sein, was Hoeneß angeht, ich aber bin und bleibe es auf eine Art und Weise.

        • Sascha
          Am 4. März 2010 um 11:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Über dieses Thema könnte man stundenlang diskutieren. Fakt ist, dass wir dank Herrn Hoeneß (und seinen Mittätern) in der jetztigen Situation sind. Fakt ist, dasss wir einen Neuanfang brauchen, der aufgrund unserer finanziellen Situation einfach unmöglich ist! Ich bin im Grunde genommen ein Realist, trotzdem denke ich, dass es sehr sehr schwierig wird sich in den kommenden 5 Jahren in der Bundesliga weiterhin zu etablieren, auch wenn der Klassenerhalt diese Jahr gelingen würde. Und falls wir in 5 Jahren immer noch bzw. wieder in der ersten Bundesliga sind, werden wir immer noch einen Schuldenberg vor uns her schieben und keine Einnahmen erzielen, da diese ja in den letzten Jahren bereits ausgeschöpft wurden. Ich sehe schwarz, da nunmal in der Regel Geld dafür sorgt, dass man langfristig erfolgreich ist (siehe Hoffenheim, RedBull Leipzig, Bayern).

          • Kugelblitz
            Am 4. März 2010 um 14:28 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Schulden zu haben ist nix schlimmes. Gehört zum Wirtschaftsleben dazu u. Hertha steht mitten im Wirtschaftsleben. Entscheidend ist halt nur ob alle Verpflichtungen die aus den Schulden realisieren bedient werden können. So lange dies der Fall sein sollte kann man einem D. Hoeneß nix vorwerfen.

          • Enno Enno
            Am 4. März 2010 um 14:31 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Na, aber man hat doch im Sommer seht gut gesehen, wozu es führt, wenn Hertha sich darum bemüht die Verpflichtungen aus den Schulden bedienen zu können: Es fehlt das nötige „Kleingeld“, um einen sportlich wettbewebsfähigen Kader zusammenstellen zu können. Und dieser finanzielle Engpass geht auf die Ära Hoeneß zurück, der die Verpflichtungen nur bedienen konnte, weil er immer ein noch weiter entferntes Stück der Zukunft verkauft hat (Vermarktungsrechte, Signingfee, Anleihen usw. usf.)

  7. Felix Felix
    Am 4. März 2010 um 14:52 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Richtig Enno,

    es hätte sich grade im letzten Sommer richtig gelohnt das Team besammen zu halten und Abgänge GLEICHWERTIG zu ersetzen! Aufgrund des Sparkurses steht Hertha jetzt da wo sie stehen. Nach dieser tollen Saison war die Chance groß sich ganz oben in der Bundesliga zu etablieren und vielleicht sogar in ein paar Jahren in der CL spielen zu können. Der Erfolg wurde totgespart.

    • Tanja*
      Am 4. März 2010 um 16:38 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Sehe ich genauso und Kugelblitz hat ebenfalls völlig Recht.

  8. Kugelblitz
    Am 4. März 2010 um 15:06 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Schulden hin oder her. Das fehlende Geld darf aber jetzt nicht als Entschuldigung für den Abstieg hergenommen werden. Da würde man es sich zu leicht machen bzw. D. Hoeneß die Schuld in die Schuhe schieben.
    Platz 12 oder 13 wäre mit dem Kader allemal möglich gewesen. Nur leider wird ab einem gewissen Zeitpunkt eine Spirale losgetreten aus der ein Entrinnen nur schwer möglich ist, im Fall der Hertha schon fast unmöglich.
    Ich schrieb schon anfangs der Saison, dass es mit dem Kader sehr schwer wird die gesteckten Ziele zu erreichen (Platz 9) u. vermutete damals schon einen Kampf gegen den Abstieg. Hatte aber beim besten Willen nicht mit einer derart desolaten Truppe u. einem Abo für den 18. Platz gerechnet. Aber im Fußball ist halt vieles möglich.

  9. flinki
    Am 4. März 2010 um 15:31 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hertha steigt nicht ab, weil jetzt ein neuer Trainer kommt, dem es wichtig ist, dass Hertha siegt.
    Funkel hat sich nicht ins Zeug gelegt.Der hatte zwar eine Gänsehaut aber dabei blieb es auch. Funkel sind andere Dinge als Hertha wichtig und auf die kann er sich jetzt konzentrieren. (Mit Gehalt von Hertha, aber die steigen dafür jetzt nicht ab und das ist auch gut so!)

    • thomas
      Am 4. März 2010 um 20:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

      von wegen neuer Trainer! Funkel war mit seinem Spezie Preetz doch am Mittwoch in München, also gemeinsam Schwall und Lall und Einlull! Preetz hat keinen Mum, kein Rückrat. Also doch Abstieg und die Beiden haben noch in der nächsten Saison vermutlich ihren Reisespaß! Für uns heißt es weiter Rumpel-Funkel-Fußball.

  10. Am 4. März 2010 um 22:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Sehr schöner Artikel.

    Als Frankfurter kann ich gut nachvollziehen, wie ihr euch grade fühlen müsst. Ich war selbst jahrelang im Genuss des Funkelfußballs.

    Man muss allerdings auch der Herthaner Führungsriege auf die Finger klopfen. Mit Favre hattet ihr einen meiner Meinung nach sehr guten Trainer, dem einfach die besten Spieler weggenommen wurden. Nicht mal ein Magath würde aus Pejcinovic einen tauglichen Linksverteidiger machen.

    Nun holt man Kringe, Kobiashvili und Gekas, also Verstärkungen auf den wichtigsten Positionen, und holt dazu einen unfähigen Trainer. Allein die Tatsache, dass Ramos bis vor einigen Wochen noch kein Stammspieler war sagt doch alles.

    Ihr habt auf jeden Fall genug Qualität im Kader um die Klasse zu halten, allein die Philosophie des Trainers steht im Weg. Wenn der Trainer sagt „Defensiv gut stehen, vorne kriegen wir unsere Chancen.“ und auf ein 1-0 aus ist, dann ist es klar dass ein Team total verunsichert ist wenn eben diese Taktik nach hinten los geht (Siehe Demba Bas Aktion vom Wochenende).

    Ihr braucht einen Trainer der dem Team die Angst nimmt. Der sagt: „Jungs, wenn wir heute 2-2 spielen ist es auch okay.“.

    Ich glaube dass die Hertha drin bleibt und wünsche euch wirklich Neururer oder vielleicht Oenning.

    Grüße aus Frankfurt

    • Enno Enno
      Am 5. März 2010 um 07:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Neururer?!? Das ist nicht dein Ernst, oder? Nach deinem netten und ausführlichen Kommentar kann ich mir kaum vorstellen, dass du hier gewollt böswillig gehandelt hast. Aber Neururer war als Feuerwehrmann schon für den letzten Abstieg der Hertha verantwortlich! Das kannst du einfach nicht ernst gemeint haben…

      • flinki
        Am 5. März 2010 um 07:41 Uhr veröffentlicht | Permalink

        die müssen in Frankfurt so verzweifelt gewesen sein, dass sie auch Neururer genommen hätten. *g*
        Röber weilt in Berlin. . . Funkels letztes Spiel in Frankfurt war gegen Hamburg, vielleicht wiederholt sich die Geschichte. Auch Fans müssen mal Glück haben.

        • Enno Enno
          Am 5. März 2010 um 07:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Röber wäre eine echte Katastrophe! Kann sich noch irgendwer an sein Desaster in Dortmund erinnern? Hat jemand schon mal modernen Fußball+Röber gesehen? Das wäre ein riesiger Schritt in Richtung Vergangenheit. Und damit meine ich die dunklen Zeiten der zweiten und dritten Liga…

          • flinki
            Am 5. März 2010 um 08:00 Uhr veröffentlicht | Permalink

            tja, wie Du siehst scheint es nicht so einfach zu sein den Richtigen zu finden und einem jungen Noname traut man es nicht zu, das gelingt nur den „bekloppten“ Karnevallisten.

          • Enno Enno
            Am 5. März 2010 um 08:22 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Hans Meyer für die Rettung und mit Tretschok den Neuaufbau. So könnte ich mir das vorstellen.

          • Tanja*
            Am 5. März 2010 um 08:38 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Hertha ist aber mit Röber in die 1. Liga aufgestiegen!!!!

          • Daniel
            Am 5. März 2010 um 09:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Und die Sache mit Röber und Dortmund war ganz anders gelagert. In Dortmund war klar, dass er nur bis Saisonende bleiben würde – so kann man keinen Druck auf die Mannschaft aufbauen. Da waren die in Dortmund selber Schuld dran.

            Röber hat in Berlin hervorragende Arbeit geleistet und „lebt“ Hertha. Er wohnt in der Stadt (das ist der letzte Stand den ich habe), deshalb ist es Quatsch zu schreiben, dass er in der Stadt weilt und gleichzeitig zu assoziieren, dass das was mit Funkels Ablösung zu tun hat.

            Mit dunkelsten Zeiten bringe ich aber eher Neururer in Verbindung als Röber – von dem ich damals ein Riesenfan war. Dass es dann irgendwann vorbei war, ok, so ist das Geschäft gewesen. Aber ich fand nie, dass er ein schlechter Trainer war.

            Und als Rekdal weg war, hat er auch auf Viererkette umgestellt. So ein schlechter ist er also nicht.

          • Enno Enno
            Am 5. März 2010 um 09:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Ja, aber anno dazumal hat Hertha auch noch mit Liebero und Dreierkette gespielt! Ich bitte dich, Röber ist ein Trainer von vorgestern, der mit Hertha seine Erfolge hatte, aber heute als Trainer nichts mehr bringen wird.

          • Daniel
            Am 5. März 2010 um 09:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Ein Schritt in Richtung wäre Vergangenheit wäre es allerdings tatsächlich. Allerdings in keine schlechte, finde ich.

          • Enno Enno
            Am 5. März 2010 um 09:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Du würdest ernsthaft eine Verpflichtung von Röber gutheißen?

            Was man über seine erfolgreiche Zeit bei Hertha liest, läuft doch darauf hinaus, dass er sich weitestgehend zurück gehalten hat und die Spieler sich quasi selbst aufgestellt haben. Das funktioniert doch nur, wenn man ein gutes Mannschaftsgefüge hat und über Spieler verfügt, die auf ihrer Position im Prinzip nichts mehr lernen müssen.

            Hertha ist doch aber in einer Situation, in der alles neu aufgebaut und durchdacht werden muss. Da ist Röber sicherlich nicht der Richtige, weil er meines Erachtens nicht über die notwendigen konzeptionellen Fähigkeiten verfügt.

        • Felix Felix
          Am 5. März 2010 um 09:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

          …und Funkels erstes Spiel bei Hertha war auch gegen Hamburg. So schließt sich der Kreis.

      • Daniel
        Am 5. März 2010 um 09:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Griechenland ist mit Dreierkette Europameister geworden ;)

        Ich sage ja nicht, dass wir mit ihm „auf Jahre hinaus unschlagbar“ wären. Aber auch Röber hat mit Sicherheit in den letzten Jahren dazugelernt. Ich würde nicht in Jubel ausbrechen, wenn er käme, aber die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wie beim letzten Trainerwechsel, würde ich auch nicht.

  11. Tanja*
    Am 5. März 2010 um 09:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Der Aufstieg ist aber mit Röber gelungen! Ich war auch ein Fan von ihm und man kann ja vieles lesen aber er war der Trainer des Aufstiegs das kann keiner wegdiskutieren.

    • Enno Enno
      Am 5. März 2010 um 09:43 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Das diskutiert ja auch keiner weg. Aber man muss doch dem offenkundigen Ausbleiben erfolgreicher Engagements von Röber nach seiner Zeit bei Hertha Rechnung tragen. Er ist ein Trainer von vorgestern, der in der heutigen Zeit keinen Erfolg mehr haben wird.

      Außerdem hat er damals als Trainer sehr von der Investitionsfreude von Hoeneß profitiert. Man muss doch sehen, dass Röber unter den heutigen Bedingungen des modernen Fußballs und der finanziellen Engpässe kaum Aussicht auf Erfolg haben wird.

      Man kann sich dieser Einsicht natürlich verweigern und solange in Erinnerungen schwelgen bis man in der dritten Liga erwacht. Ich hoffe, dass zumindest die Hertha-Verantwortlichen noch so wach sind, dass sie diesen Fehler nicht begehen werden.

      • Tanja*
        Am 5. März 2010 um 09:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Ich hoffe vorallem das die Verantwortlichen sich endlich selber auswechseln, denn die sind es die keinerlei Ahnung vom Fußballgeschäft haben. Preetz ein absoluter Anfänger und Gegenbauer, der zwar ne Firma hat aber von Fußball anscheinend nichts versteht. Tut mir leid, aber das ist für das eigentliche Desaster. Man braucht Fachleute im Sportbusiness heutzutage in der Verantwortung.
        Was Röber nach Hertha gemacht hat kann ich nicht wirklich beurteilen, dass habe ich nicht so genau mitbekommen.

      • Daniel
        Am 5. März 2010 um 11:15 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Ich glaube du tust ihm da ein bisschen Unrecht. Röber ist ein Fußball-Verrückter, der seine Spieler immer besser gemacht hat, als sie waren.

        Guck dir mal die Mannschaft an, mit der damals die Qualifikation zur Champions League geschafft hat. Teuer war die nicht. Und so richtig investiert wurde erst danach…

  12. Felix Felix
    Am 5. März 2010 um 09:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich bin dafür Funkel zu halten, sich durchzuwurschteln den Klassenerhalt zu packen und dann den Abstiegstrainer aus Hannover – Mirko Slomka – zu verpflichten.

    • alnus.glutinosa
      Am 7. März 2010 um 11:13 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Slomka? Ein Coach, der in Hannover den Abstieg nicht verhindern wird und der TeBe und Schalkte trainiert hat?!?
      Hatten wir das nicht schonmal mit einem abgelegten Ex-Schalker?
      Ich melde mal leise Zweifel an dieser Personalie an.

  13. Felix Felix
    Am 5. März 2010 um 09:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich bin dafür Funkel zu halten, sich durchzuwurschteln den Klassenerhalt zu packen und dann den Abstiegstrainer aus Hannover – Mirko Slomka – zu verpflichten (um mal ein neuen Namen in die Runde zu werfen).

  14. Sascha
    Am 5. März 2010 um 10:49 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich denke auch, man muss diese Saison, egal wie es ausgeht, mit Funkel-Fussball noch durchhalten. Doch nach dieser Saison brauchen wir frisches Blut oder einen absoluten Experten. Man muss sich nur mal die erfolgreichen Bundesliga-Trainer anschauen. Entweder sind sie jung und hungrig (labbadia, klopp, tuchel) oder erfolgreiche gestandene Trainer (magath, Heynckes). Ich zähle Funkel zu keiner der beiden Typen. Schaaf sehe ich ebenfalls als erfolgreichen Trainer, der jedoch in Bremen eine Sonderstellung hat. Favre hatte beiden Typen vereint, aber ist leider gescheitert bzw. das Management ist (berechtigt) in Panik geraten. Wer hätte vorher gedacht, dass der Kader so dermaßen schlecht ist. Die Trennung war nötig, aber vielleicht hätte man ihm mehr Zeit geben sollen. Das sage ich als einer, der auch für eine Entlassung war… Aber das ist jetzt Vergangenheitsbewältigung. Was zählt ist die Zukunft!

  15. Sueven
    Am 5. März 2010 um 12:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Wir sind so wie wir sind!
    Drum liebt man uns,
    drum hasst man uns,
    wir sind so wie wir sind,
    das Berliner Sorgenkind!

    Von der Bundesliga träumen wir,
    drum trainieren wir
    tagtäääglich,
    und wir werden wieder aufsteigen,
    Fiffi Kronsbein macht es möglich!

3 Trackbacks

  • Von eingeNETzt 03/03/2010 | Spielfeldrand - Das Magazin am 3. März 2010 um 16:20 Uhr veröffentlicht

    […] Funkelfußball Hertha scheint jedoch mittlerweile jedoch der geringste Appetit vergangen zu sein. Wie ein essgestörter Teenager verweigert die Mannschaft jegliche Nahrungsaufnahme. Punkte-Allergie könnte man diagnostizieren […]

  • Von Mehr als nur drei Punkte | Hertha BSC Blog am 5. März 2010 um 18:17 Uhr veröffentlicht

    […] alles andere als eine deutliche Niederlage in Hamburg eine große Überraschung. Mehr kann man von Funkelfußball und den “Versagern” derzeit nicht erwarten. Überhaupt ist es verwunderlich, dass […]

  • Von Unglück Ungerechtigkeit Unvermögen | Hertha BSC Blog am 7. März 2010 um 18:01 Uhr veröffentlicht

    […] der letzten Woche hatte Friedhelm Funkel noch gut reden. Schließlich konnte er behaupten, er habe Hertha ein gutes Stück näher an Platz 15 und 16 heran […]