Glück fressen und Gras erzwingen

Nicht nur die miese Punktausbeute und die daraus resultierende rote Laterne machen mir derzeit zu schaffen. Selbstverständlich ist auch die Darbietung auf dem Platz eine nervenaufreibende Zumutung, die beim Gegner nur noch ungläubige Verwunderung auslöst. Die ganze Misere wird für mich aber erst dadurch zu einem Horror-Trip, dass Friedhelm Funkel nun mit einer beispiellosen Phrasendrescherei den Abstiegskampfes eingeläutet hat und damit selbst einen Altmeister wie Udo Lattek ohne Probleme in den Schatten stellt.

Und es wird so dick aufgetragen, dass einem die Ohren platzen: Die Zügel werden angezogen, geschaut, auf wen man sich verlassen kann, Gras gefressen, Glück erzwungen, der Platz umgepflügt, der Arsch aufgerissen, die letzte Chance genutzt, auf Erfahrung gesetzt, aussortiert, Verantwortung übernommen, analysiert, abgerechnet, eingetrichtert, aufgebaut, zusammengeschweißt und Klartext geredet, weil einige nicht begriffen haben, dass man gegen den Abstieg spielt. Nun wird über den Kampf ins Spiel gefunden, Zusammenhalt geschürt, Erfahrungen eingebracht, stabilisiert, Sicherheit vermittelt, Vertrauen aufgebaut, riesengroße Enttäuschungen gemacht und der härteste Job bewältigt. Jetzt muss beherzter in die Zweikämpfe gegangen, um jeden Quadratmeter auf dem Rasen gekämpft, gewissenhaft mitgeteilt, die Wende erreicht und herausgekitzelt werden. Man hat sich also viel vorgenommen, dann aber eine Leistung unter aller Sau gebracht, weil nichts von dem umgesetzt wurde, was man sich vorgenommen hat. Nun aber wird endlich angefangen, 100% zu geben und aus dem Arsch gekommen, denn im Umgang wird es in den nächsten Tagen härter und aggressiver werden, weil alles gefehlt hat: Ballsicherheit, Stellungsspiel, Abwehrverhalten. Da muss man die Ärmel aufkrempeln und nicht Hacke, Spitze eins, zwei, drei spielen. Dieses Spiel muss einigen die Augen öffnen. Es hilft nur Arbeit, Arbeit, Arbeit. Ohne Arbeit geht es nicht und man muss viel aggressiver spielen. Es geht hier nämlich um den Verein, nicht um die Spieler (usw. usf.).

Nun gut. Funkel überweist dann bitte 500 Euro ins Phrasenschwein. Die Stiftung wird es danken. Das Problem aber ist und bleibt: Alles Reden hilft nichts. Gar nichts. Es muss gepunktet werden. Und es ist ja schon schlimm genug, dass wir nicht mehr von Drei-Jahres-Plänen, einem mittelfristigen Ziel oder gar von der Entwicklung einer Mannschaft sprechen. Alle Ideale der letzten zwei Jahre sind über Bord geworfen, jeder Optimismus in die Tonne getreten. Für mich ist das die bitterste Erkenntnis der letzten Wochen: Es geht nur noch um das sportliche Überleben von Hertha BSC. Sprüche allein werden dabei kaum helfen. Ich bin jedenfalls jetzt schon abgrundtief genervt.

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    Mein Name ist Enno: im Jahre 1982 geborener Berliner, Exil-Herthaner in Bielefeld und Bremen. Seit 2006 schreibe ich im Internet über Hertha BSC. (→mehr)

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81 Kommentare

  1. Am 18. Oktober 2009 um 17:12 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Die Ideale wurden nicht über Bord geworfen. Sie wurden vor kurzem entlassen. Und sie gingen nicht nur mit Eurem letzten Trainer, sie kamen zuvor auch mit ihm.

    • elm!
      Am 20. Oktober 2009 um 15:43 Uhr veröffentlicht | Permalink

      nicht nur, aber natürlich auch mit dem trainer gingen die ideale. dazu stoben sie mit pantelic, voronin und simunic in verschiedene himmelsrichtungen auseinander, zudem wurden un-ideale aus bielefeld eingekauft. dass es so dramatisch ist, musste nicht sein. das es ziemlich übel werden würde, war aber eingentlich mit der personalplanung klar. doch zur phrasendrescherei: gar so wild finde ich es nicht, fussball ist nun mal ein phrasendreschgeschäft. und herr funkel ist nicht die schlechteste alternative für die aktuell allerschlechteste alternative (aus des trainers‘ sicht).

  2. Hans
    Am 18. Oktober 2009 um 18:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Herr Wieland meint. ihr seid durch.
    Ich meine … Tasmania.

  3. Sebastian
    Am 18. Oktober 2009 um 20:19 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Mir fehlen die Worte. Ich weiß gar nicht, wie du überhaupt noch schreiben kannst Enno…Respekt.

  4. Am 18. Oktober 2009 um 20:57 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Sehr schöne Sammlung an Wendungen. Fast schon museumsreif.

    • Enno Enno
      Am 19. Oktober 2009 um 16:31 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Fraglich nur, für welches Museum…

  5. Am 18. Oktober 2009 um 21:41 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Wird schwer. Da muß viel passieren.

  6. Tanja*
    Am 18. Oktober 2009 um 23:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Na ja was soll man im Abstiegskampf auch sonst machen, DASS muss schließlich in den Erbsenhirnen der überbezahlten Spieler (Arbeitsverweigerern außerdem) erstmal ankommen!!!!
    Und wenn sie nicht zum Psychologen gehen, weils ihnen peinlich ist dann halt so…..

  7. Am 19. Oktober 2009 um 01:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Der Letzte macht das Licht aus…

    Nur was Hertha in dieser Saison nie im Raum, als das Licht noch gebrannt hat.

    Mit dieser Gurkentruppe die wir Dank Favre/Gegenbauer und Preetz haben ist einfach nichts zu holen.

    Und das ist nicht nur aus finanzieller Not entstanden…

    • Am 19. Oktober 2009 um 20:44 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Das hat nichts mit Geld zu tun, dass ist eine überlebte Einstellung zu dem Problem Talent. Talent ist für Leistung das größte Hindernis, im Sport, im Job, überall im Leben. Die Bayern haben den teuersten Kader aller Zeiten und wo stehen die. Geld ist nur ein Vorwand.
      Albrecht

  8. Christian
    Am 19. Oktober 2009 um 01:21 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Wann kommen wir endlich an den Punkt, an dem es nicht mehr schlechter sondern nur noch besser werden kann. das kann doch gar nicht mehr weit sein.

    Das tut so weh…

    Ich hoffe bloß noch, dass das kein schlechtes omen für den saisonabschluss wird.

  9. Enno Enno
    Am 19. Oktober 2009 um 08:01 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Bei der Anzahl an Interviews, die Funkel am Sonntag gegeben hat, frage ich mich, ob der auch etwas anderes tut als wortstarke Reden zu schwingen. Mag ja sein, dass die Mannschaft derzeit nicht trainierbar ist. Aber daraus die Konsequenz zu ziehen, nur noch Sprüche zu klopfen, kann doch auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Funkel, du nervst mich schon jetzt.

  10. Felix Felix
    Am 19. Oktober 2009 um 09:18 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich finde es auch unerträglich. Noch schlimmer sind aber inzwischen die Spiele. Nach 20 Minuten liegen wir mindestens im ein Tor zurück. Danach kann man die Uhr stellen. Und sollte es mal nicht so kommen, schaffen es die Spieler dann doch noch vor der Pause mit drei „Eigentoren“ den Normalzustand wiederherzustellen (Hamburg lässt grüßen). Am Samstag hab ich tatsächlich überlegt den Fernseher einfach aus zu machen nachdem das 2:0 gefallen ist und als das 3:0 fiel, wollte ich auf Konferenz umschalten, aber ich habs mir dann doch wieder bis zur letzten Sekunde angeschaut.

    Zum Thema Abstieg habe ich hier bereits was geschrieben: Wir sind nicht im Abstiegskampf! Wir kämpfen um Punkte und so lange wir nicht zehn Spieltage vor Schluss da unten drin stehen hat das mit Abstiegskampf nix zu tun. Das geht mir auch echt auf die Nerven.

    • Am 19. Oktober 2009 um 20:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Die Spieler sind nicht richtig eingestellt, die spielen auf Sieg und damit haben sie Angst, zu verlieren. Angst lähmt den Verstand und den Körper und so bekommt man, was man eigentlich nicht will.
      Eine andere Ausrichtung für den Kopf muss her, aber nicht vom Sportpsychologen …
      Albrecht

      • Enno Enno
        Am 19. Oktober 2009 um 20:54 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Sollen sie auf Niederlage spielen, damit sie keine Angst mehr vor selbiger haben müssen? Das wäre mal ein innovatives Konzept…

        • Am 19. Oktober 2009 um 21:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Nein, das wäre Unsinn, aber wenn die Einstellung „GEWINNEN“ ist, so gewinnt man immer, wenn nicht das Spiel, aber Erfahrungen und geht nicht mit Depressionen in das nächste Spiel. Die Einstellung ist es, die runter zieht und bin ich unten, weil ich verloren habe, bleibe ich unten. Es ist etwas im Kopf, was wie ein Schalter umgelegt werden kann! Nicht ganz einfach, aber das geht, kenne das aus eigener Praxis.
          Albrecht

          • Felix Felix
            Am 19. Oktober 2009 um 21:06 Uhr veröffentlicht | Permalink

            …aus eigener Praxis

            Häh? Hast du etwa unseren Psycho Joe damals behandelt? :)

        • Am 19. Oktober 2009 um 21:15 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Nein, ich habe keinen Joe behandelt, aber ich habe mich intensiv mit dem Menschen und dem Profisport und dem Thema Talent beschäftigt und kennen die persönlichen Dramen, die hinter der gegenwärtigen Situation von Hertha stecken. Ich habe z.B. Energie Cottbus im Oktober 2007 schon den Abstieg voraus gesagt, die hatten das gleiche Drama mit anderen Namen.

          • Felix Felix
            Am 19. Oktober 2009 um 22:04 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Also bist du Wahrsager?

    • Am 19. Oktober 2009 um 22:19 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Nein, ich bin kein Wahrsager, Du weist, das es die nicht gibt, aber bestimmtes Denken und Handeln hat immer bestimmte Folgen. Ich habe mich tatsächlich intensiv mit dem Menschen und dem Leistungssport befasst, dem, was motiviert, was demotiviert, nach unten zieht und nach Lösungen gesucht. Ich habe Lösungen gefunden, die nicht nur im Sport funktionieren, sondern eben auch im Leben überhaupt, im Management ebenso, wie im Job allgemein , sogar bis zu Hause. Das lässt sich auch nicht mit drei Worten erklären, dann könnte es jeder. Es erschließt sich teilweise nicht mal studierten Psychologen, wenn sie nicht aus ihren Mustern heraus kommen.
      Ich hatte mir beide Füße gebrochen, bin nach 5 Wochen wieder joggen gegangen, hatte mir von der rechten Hand den Mittelhandknochen zertrümmert, habe nach 3 Wochen keinen Gips mehr getragen und nach 6 Wochen wieder voll anpacken können. Ich hatte 30 Jahre Heuschnupfen und die letzten 10 Jahre davon noch Asthma, seit zwei Jahren alles weg. Das sind keine Märchen, das ist das Leben, wie man es führen kann.

  11. GrObi
    Am 19. Oktober 2009 um 09:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Enno, ich seh ehrlich gesagt das Problem nicht. Klar, Funkels Interviews sind in der Regel keine rhetorischen Meisterwerke, aber der Mann ist ja auch als Trainer angestellt und nicht als Pressesprecher. Und die Menge der Interviews ist dem Umstand geschuldet, dass man verzweifelt versucht, die Fans wieder hinter sich zu bringen. „Nebenbei“ wird er unsere Versagertruppe schon ordentlich über den Trainingsplatz scheuchen.

    Wir können uns durch unsere Gurkenmannschaft runterziehen lassen und genervt auf die minderen Redequaliäten des Trainers reagieren – oder wir hoffen doch noch auf die Wende in den nächste 25 Spielen. Oder um es mit Ché Guevara zu sagen: „Seinen wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche!“

    • dns
      Am 19. Oktober 2009 um 10:07 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Auf eine Wende könnte ich hoffen, wenn wenigstens Ansätze da wären. Ein sicherer Standardschütze, irgendeiner, der es mal bis in den gegnerischen 16er schafft, ein kompromissloser Verteidiger, der ohne dämliche rote Karten trotzdem den Stürmern einen Schrecken einjagt. Irgendwas halt. Aber wenn ich sehe, dass AF und SvB rückwärts schneller laufen als alle anderen vorwärts, anstatt einfach mal auf den Ballführenden zu gehen, und wenn nicht einer im Team es schafft, den Ball gegen einen Gegenspieler zu behaupten geschweige denn einen sauberen Pass zu spielen, dann sinken meine Erwartungen einfach gegen Null.

      Im Tippspiel mach ich mich schon zum Affen, weil ich jedesmal auf die Wende tippe. Gegen Wobu mach ich es diesmal nicht. Mein Tipp, 5:0 für die Wölfe. Diese Abwehr (auch wenn alle 11 im Strafraum stehen) gegen Dzeko, Misimovic und Co., wer eine Kamera hat, sollte das aufnehmen, es könnte eine umfassende Sammlung über Torschusstechniken werden… :-/

  12. Tanja*
    Am 19. Oktober 2009 um 10:51 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich tippe auch nie gegen Hertha höchstens vielleicht Unentschieden, aber eigentlich selbst das nicht….
    Was bitte außer Abstiegskampf soll das im Moment sein????
    Ob es einem nun gefällt oder nicht, es geht gegen den Abstieg, ums nackte Überleben in der ersten Liga!

  13. sehnsuchtberlin
    Am 19. Oktober 2009 um 11:00 Uhr veröffentlicht | Permalink

    bin echt gespannt, ob funkel echt so hart durchzieht und hoffe das er einige der jungen einfach ins team wirft, da die 100% geben für hertha im gegenzug zu einigen anderen im team.
    zur probe haben wir ja schonmal den donnerstag mal sehen, was uns da hertha bietet.
    Das einzige possitive an unserer situation ist, das die anderen teams vor uns diese saison auch nicht so gut sind, mit 2 siegen wären wir schon wieder raus da unten aber die brauchen wir erstmal auch.

  14. Daniel
    Am 19. Oktober 2009 um 11:00 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hmmm…zu Phrasen dreschenden Trainern hab ich ein bisschen ne andere Einstellung, solange es um kurzfristige Erfolge geht. Wir haben bei Klinsmann gesehen, dass das mit einer Mannschaft, der es eigentlich nicht wirklich zuzutrauen war, geklappt hat („Das lassen wir uns nicht nehmen, schon gar nicht von den Polen“ usw.). Und ich lasse mich jetzt mal zu der arroganten Bemerkung herab, dass sowas bei den meisten Fußballern immer noch besser funktioniert, als fundierte Fehleranalysen – zumindest 8-10 Monate. Und das würde mir – so verzweifelt bin ich mittlerweile – schon reichen.

    Den Traum der Langfristigkeit hab ich eh schon aufgegeben.

    • Am 19. Oktober 2009 um 20:52 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ist 8 – 10 Monate nur ein Tod auf Raten, der in die nächste Saison verschoben wird. Es geht um das Langfristige ganz genauso. Es muss im Kopf der Leute, begonnen beim Management was geschehen. da muss aber woanders gesucht werden, als in dem bekannten Buddelkasten.
      Albrecht

  15. streiflicht
    Am 19. Oktober 2009 um 11:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Dass mit Funkel die Phrasendrescherei in Berlin Einzug hält, war mir klar. Ich hab den Typ nie anders erlebt. DAS hat mir ja so eine Schiss gemacht.
    Aber ich biete ihm großzügig meine Loyalität an. Wie bei Favre, denn der hätte auch ständig einen Pressefuzzi an seiner Seite gebraucht. Um ganz Trainer sein zu können.
    Stellt sich die Frage, was ist besser? Der charmante „Iesch weiß niescht, äh, ja das iest glar…“-Favre oder die hammerwerfende Sau, der Brecher „Jetzt reißt euch mal den Arsch auf…“-Funkel?
    Ich tendiere immer noch eindeutig zu Ersterem. Es gab zwar ein klitzekleines Sprach- und somit wohl Kommunikationsproblem. Aber mit Konzept und guten Plänen. Der Funkel hat zwar kein Sprachproblem aber auch kein Konzept.
    Oh oh Hertha, wird unsere BWL-Studenten-Mannschaft denn Funkel überhaupt verstehen können?

  16. Tanja*
    Am 19. Oktober 2009 um 12:24 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich fand den Funkel eigentlich immer sympatisch und im Moment steh ich bei dieser „Mannschaft“ doch eher auf das Arsch aufreissen, als auf Schönes Gerede, auch wenn mir letzteres besser gefallen würde, aber das kommt eben bei den Erbsenhirnis nicht an. Also ackern und arschaufreissen.

  17. Enno Enno
    Am 19. Oktober 2009 um 12:26 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Offensichtlich ist, dass Funkel die medialen Mechanismen im Abstiegskampf kennt und nur zu gut weiß, welche Knöpfchen er drücken muss und welche Phrasen er in die Arena werfen muss, damit die Medien Futter bekommen. Funkel hat soviel mit den Medien geredet und dabei immer wieder die gleichen Klischees bedient, dass er sicher sein kann, dass überall das gleiche steht.

    Für eine existentielle Situation (und das ist sie auf jeden Fall, auch wenn Felix es nicht „Abstiegskampf“ genannt wissen will), kann man auf diese Weise vielleicht Medien, Mannschaft und Teile der Fans auf Linie bringen. Aber was passiert, wenn man das rettende Ufer erreicht hat? Dann ist die Luft raus.

    Und es ist weit aus komplizierter, in einer halbwegs gesicherten Situation eine Perspektive zu entwickeln. Favre war streitbar, aber er war jemand, der das trotz aller sprachlichen Probleme konnte. Funkel wird Hertha „den Arsch retten“, aber sonst keinen substantiellen Beitrag liefern können. Problematisch ist das halt, weil er einen Folgevertrag hat, wenn die Klasse gehalten wird.

    • streiflicht
      Am 19. Oktober 2009 um 12:34 Uhr veröffentlicht | Permalink

      So sehe ich es auch.
      Funkel passt zwar in den Abstiegskampf, er bringt neben seinen Phrasen vieles mit, was man dafür braucht. Aber er passt weder zur Mannschaft noch nach Berlin.

  18. Tanja*
    Am 19. Oktober 2009 um 12:34 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ach naja abwarten, erstmal muss die Klasse überhaupt gehalten werden und was danach kommt ist mir im Moment erstmal egal.

    Natürlich bin ich immernoch ärgerlich das Favre gegangen wurde und ich finde die Verantwortlichen müssen auch mal Selbstkritik üben, aber dazu haben die keinen Arsch in der Hose genauso wenig wie die Mannschaft.
    Brandreden vor anderen halten ist leicht.
    Ich erwarte Selbstkritik von Preetz und Gegenbauer, aber die wissen nicht mal was das ist. Das Wort existiert in ihrem Wortschatz nicht. Sie sind es aber die die Situation eindeutig mitverschuldet haben, wenigstens das sollen sie mal zugeben.

    • streiflicht
      Am 19. Oktober 2009 um 12:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

      20:15 TV Berlin – PreetzInterview

      • Tanja*
        Am 19. Oktober 2009 um 13:06 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Hab leider gerade kein TV aber dankeschön!
        Man wird ja hören was er gesagt hat, aber das der Selbstkritik übt daran glaube ich keine Sekunde.

        • Felix Felix
          Am 19. Oktober 2009 um 13:57 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Tanja das ist doch völlig naiv. Was glaubst du wie die Schlagzeilen am nächsten Tag aussehen würden, wenn Preetz sich hinstellt und zugibt Fehler gravierende gemacht zu haben? Fehler sind zwar menschlich, aber in diesem Geschäft müssen Fehler von Vereinsseite einfach totgeschwiegen werden. Alles andere wäre Selbstmord!

          • Tanja*
            Am 19. Oktober 2009 um 14:08 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Mag sein, dass es naiv ist, von mir aus können Preetz und Gegenbauer auch gleich zurücktreten… sie schaden dem Verein…ach ja und die Schlagzeilen sind mir was das angeht sowas von schnuppe!

      • Am 19. Oktober 2009 um 15:24 Uhr veröffentlicht | Permalink

        20.15 läuft heute im DSF auch das Spiel von Union gegen Fürth. Könnt ja gerne mal einschalten oder rüberkommen.

        • Kugelblitz
          Am 19. Oktober 2009 um 17:13 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Zumindest wird Hertha ab nächste Saison auch mal Live zu sehn sein, zur besten Sendezeit.

          • Felix Felix
            Am 19. Oktober 2009 um 17:16 Uhr veröffentlicht | Permalink

            BLABLABLA

          • Enno Enno
            Am 19. Oktober 2009 um 17:24 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Hehe… Felix‘ Nerven liegen blank. Kein Abstiegskampf und erst recht keine zweite Liga! :-)

          • streiflicht
            Am 19. Oktober 2009 um 18:24 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Och Mensch Kulle – Du leidest ja och!
            Das macht Dich mir jetzt richtig sympatisch.

        • Enno Enno
          Am 20. Oktober 2009 um 08:47 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Wie hat Union eigentlich gestern gespielt?

          • Am 20. Oktober 2009 um 09:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

            nachdem die mannschaft wach war, fand ich das ganz ansprechend. da lag man aber schon 0:2 hinten. ansonsten, und das ist der unterschied wenn man unten drin steht, wurde die mannschaft trotz niederlage für ihren kampf nach dem spiel lange gefeiert.

  19. Enno Enno
    Am 19. Oktober 2009 um 12:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Und es war ja nur noch eine Frage der Zeit, bis auch den Fans die entsprechend „hirnlosen“ Phrasen in den Mund gelegt werden („Wenn ihr absteigt, schlagen wir euch tot!“). Warum Hertha dann allerdings das Sicherheitspersonal „erhöht“, statt einfach mehr Leute zu schicken, wird wohl ein Geheimnis der Zeitung mit den großen Buchstaben bleiben. Was sollen höhere Ordner schon bringen?

    • Tanja*
      Am 19. Oktober 2009 um 13:16 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Das ist krass und einfach nur hohl und das diese Zeitung sowas bringt und auch noch schüüüürt das weiß man ja aus der Geschichte leider :(
      Denen darf man ja eh nichts glauben, niemals nicht!!!!

      Lesetip: Die Verlorene Ehre der Katharina Blum von Böll, hab ich vor kurzem erst wieder gelesen!

  20. Am 19. Oktober 2009 um 17:29 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Enno, leg‘ noch fünf Euro zu den 500 von Funkel drauf. Dafür: „Alles Reden hilft nichts. Gar nichts. Es muss gepunktet werden.“

    • Enno Enno
      Am 19. Oktober 2009 um 17:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

      *kling*, die drei fünf Euro werfe ich ein, sobald ich dort das erste Mal zu Gast sein werde. Bis dahin nur virtuell…

      • Sebastian
        Am 19. Oktober 2009 um 18:19 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Die laden dich erst ab 3 Promille ein, Enno.

        • Enno Enno
          Am 19. Oktober 2009 um 18:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Die sollten das geringste Problem darstellen. Fehlender „Stallgeruch“ werden mir da wohl eher zum Verhängnis…

          • Sebastian
            Am 19. Oktober 2009 um 18:36 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Naja, wenn du zufällig im Umfeld ein paar Leute kennst, mit denen du dich letztens unterhalten hast, dann gehts auch.

  21. olle Bolle
    Am 19. Oktober 2009 um 17:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Wieso sind eigentlich alle so sicher, dass es die zweite Liga wird? Bei dem Schuldenstand (Dieters Vermächnis) droht da nicht das Durchgereichtwerden in die vierte Liga? Hat da jemand Kenntnisse und/oder Erfahrungen?

    • Sebastian
      Am 19. Oktober 2009 um 18:25 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Naja wir haben beim DFB immer ganz gute Karten wegen Hauptstadt und so…allerdings ist Union ja auch wieder da…perspektivisch sind wir jedoch besser aufgestellt und unsere Akademie bringt guten DFB-Nachwuchs hervor. Die werden schon das ein oder andere Auge zudrücken. Knapp wird es trotzdem, aber ich bin mal optimistisch, was den Abstieg angeht ;)…

    • Felix Felix
      Am 19. Oktober 2009 um 18:29 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Wieso sind eigentlich alle so sicher, dass Hertha nicht die Klasse hält? Es ist doch völlig unseriös von Abstieg zu sprechen, wenn noch nicht einmal jede Mannschaft gegen jeden Konkurrenten gespielt hat…

      Ich nehme gerne Wetten jeder Art an. Jeder, der glaubt, Hertha steigt ab soll am Ende wenigstens dafür „zahlen“.

      • Sebastian
        Am 19. Oktober 2009 um 18:30 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Felix, du musst unterscheiden zwischen „glauben“ und „ernsthaft befürchten“.

        • Felix Felix
          Am 19. Oktober 2009 um 18:41 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Ich finde diese negative Stimmung nicht gut. Ständig dieses im Selbstmitleid versinkende „wir steigen ja eh ab“ Gesülze kann ich echt nicht ertragen.

          Ich bin jetzt auch nicht grade optimistisch, habe gegen Nürnberg keinen Lichtblick gesehen und glaube auch, dass es gegen Wolfsburg wohl wieder nur 0 Punkte geben wird, aber selbst dann sind wir noch nicht abgestiegen. Es sind noch 25 Spiele und ihr wisst doch selber wie das im Fussball läuft. Auf einmal läuft es wie am Schnürchen und es wird eine Serie gestartet, oder es geht halt wirklich alles schief. Nehmt euch zum Beispiel Gladbach: Letzte Saison wurden sie zur Winterpause schon von allen abgeschrieben. Wer hätte denen noch zugetraut die Klasse zu halten? Herausgekommen ist die doppelte Punktausbeute der Hinrunde.

          Fazit: -> Es wird noch viel passieren in der Saison und am Ende stehen wir locker überm Strich!

          • Enno Enno
            Am 19. Oktober 2009 um 18:53 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Ich seh’s genau so. Draußen hören sie im Auto gerade so laut Atzenmusik, dass es sogar durch meine Schallschutzfenster hörbar ist. Ich werde wehmütig…

          • Am 19. Oktober 2009 um 19:44 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Es sind noch 25 Spiele da hast Du recht. Aber ohne Neuverpflichtungen spielen wir jetzt noch 6 Spiele gegen Leverkusen, Bayern, Wolfsburg, Gelsenkirchen, Dortmund u. Frankfurt. Alles Mannschaften die in der oberen Tabellenhälfte stehen und gegen die wir momentan kein Land sehen werden.

            Köln als 14. ist die schlechteste Mannschaft gegen die wir spielen. Gegen die drei vor uns haben wir schon glorreich verloren.

            Und Stuttgart ist nur bei anhaltender Krise zu schlagen.

            Und wenn wir zur Winterpause auch nur 5 Punkte haben wird es nicht reichen, es sei denn wir schlagen in der Rückrunde alle Kellerteams gegen die wir am Anfang spielen.

            Nach der positiven Auslosung der DFL müssten wir eigentlich 1. sein und deshalb ist bei mir die Hoffnung am Samstag gestorben

      • Enno Enno
        Am 19. Oktober 2009 um 18:32 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Hertha steigt nicht ab. Da bin ich mir sicher.

      • streiflicht
        Am 19. Oktober 2009 um 18:47 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Genau Felix! Sollen die doch zahlen für ihren Dumpfmut.

        Wir hier jedenfalls bekommen die Tapferkeitsmedaille.
        Für unsere extreme Leidensfähigkeit.

        • Sebastian
          Am 19. Oktober 2009 um 19:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Also ich finde nix verwerflich daran zu befürchten, dass Hertah absteigt. Ich kann mich noch gut an die trostlose Zeit in der 2. Liga erinnern, vielleicht liegt es daran. Ich glaube, dass wir drinbleiben. Warum, weiß ich allerdings nicht, wenn ich an den leblosen Haufen der letzten Spiele denke…

          • Tanja*
            Am 19. Oktober 2009 um 19:45 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Ich schließe mich Sebastian an, kann mich leider auch noch gut an die Zeit erinnern, da wollte keiner den Ball haben.

            Also bei der verk… Personalpolitik hab ich mir schon Sorgen gemacht, bevor die Saison angefangen hat.
            Hier hoffen sicher alle, dass sie drin bleiben, die Hoffnung stirbt eh zuletzt, aber man muss realistisch sein, im Moment siehts bescheiden aus.
            Wenn das nicht in den Köpfen der Spieler ankommt und sie larifari weitermachen dann: Gute Nacht!

  22. olle Bolle
    Am 19. Oktober 2009 um 19:14 Uhr veröffentlicht | Permalink

    wollte nicht zu larmoyant fragen, aber Sorgen mache ich mir schon, insbesondere, weil jegliche Perspektive verloren gegangen ist. Aber in die Zukunft schauen kann keiner; hier kostet Phrasendreschen ja nichts, kommt mir gelegen .-)

  23. lissy
    Am 19. Oktober 2009 um 19:43 Uhr veröffentlicht | Permalink

    hallo für alle interessierten:
    Hertha hat Favre fristlos gekündigt.
    Versucht man damit geld für eventuelle nacheinkäufe zusammen zu bekommen,oder glauben die herren favre lässt sich das so einfach bieten.
    Laut medien will er dagegen klagen.
    Kommt es nun vielleicht noch zur von mir schon vor wochen vermuteten 2. pressekonferenz von lulu und wir erfahren eventuell noch mehr pikante details aus dem inneren kern.
    auf der einen seite wäre ja interesse von mir da auf der anderen hab ich angst noch mehr von interna zu hören ,könnte uns die heile herthawelt zerstören.
    an abstieg mag ich auch nicht glauben,weil eine mannschaft, die in der vorsaison platz 4 erreicht darf einfach nicht absteigen

  24. Felix Felix
    Am 20. Oktober 2009 um 12:38 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Arne Friedrich nach dem Spiel am Zaun im Gespräch mit ein paar Fans. http://www.youtube.com/watch?v=DXQjAfSdjy0&feature=player_embedded
    Immerhin ist der da geblieben und hat sich gestellt, aber die eigenen Mitspieler zu beschuldigen ist jetzt auch nicht die feine Art!

    • Am 20. Oktober 2009 um 12:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Was soll er machen, mit dem Finger auf andere zeigen ist immer noch einfacher, als bei sich selber zu schauen. Aber bei der Hand, die auf den anderen zeigt sind noch immer drei Finger auf sich selbst gerichtet. Arne fühlt sich leider auch nur als Opfer und versteht eben nicht seine eigene Rolle und Verantwortung für sich und das Team. Das Bewusstsein bestimmt das Sein, habe ich kein Ziel, komme ich auch nirgend an, bzw. nicht vorwärts. Wohin fährt Dich ein Taxifahrer, wenn Du ihm nicht sagst, wo Du hin möchtest – nach nirgendwo, er bleibt stehen, wartet auf den nächsten Gast.
      Auf andere zeigen, ist sich selber verstecken!

    • Enno Enno
      Am 20. Oktober 2009 um 13:26 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Abgründe tun sich da auf. Friedrich sagt zwar, dass der Mitschnitt „aus dem Zusammenhang“ gerissen sei. Aber da wird nicht nur was hängen bleiben, sondern auch vorher schon etwas im Argen gewesen sei. Hertha bleibt sich treu…

    • Tanja*
      Am 20. Oktober 2009 um 13:26 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Das zeigt in meinen Augen das wahre Gesicht von Arne Friedrich, zum Glück war ich nie so der große Fan von ihm, sonst wäre ich jetzt tief enttäuscht. Das passt alles gerade gut zusammen und wenn sie mit sowas anfangem ist das der Anfang vom Ende.
      Er als Kapitän, als Leitwolf, als erfahrener Spieler sollte positiv voran gehen sowas darf er sich einfach nicht erlauben. Jaja es sind halt immer die anderen und nie man selber gewesen… unglaublich ich bin fassungslos…

      Ich finde auch, er lenkt nur von sich selber ab, die gehören halt alle zum Psychologen, aber wenn sie sich das weiter aussuchen dürfen ob sie da hingehen oder nicht wirds kaum einer von denen machen, denn dort müssten sie sich erst recht mit sich selbst beschäftigen… und da gehts nicht um Fassade…

      • Am 20. Oktober 2009 um 13:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Der Psychologe nutzt auch nichts, der verschiebt das Problem nur von der rechten nach der linken Seite. Psycho ist EGO und EGO ist das Problem an der ganzen Sache. Es ist egal, ob Arne oder ein anderer aus der Runde, alle Talente/Profis haben das Problem der Schuldzuweisung an andere, sie sind doch so talentiert, machen keine Fehler, immer der andere, der zwar auch Talent hat, Profi ist, aber ja „… an mich nicht heranreicht!“
        Gras fressen, diese ganzen Aussagen sind „Hammer auf den Kopf“. Wem die Schule keinen Spaß gemacht hat und die Eltern haben ihn zum Lernen gezwungen, ist der lieber in die Schule gegangen, hat bessere Noten gehabt. Wenn ich etwas als Strafe mache, was mir Freude machen soll, wie soll ich es dann lieben. Ist ja SM – ich liebe harte Strafen. Ich liebe meine Eltern, weil sie mich schlagen. Ja, im Kopf muss es beginnen, schon beim Management, aber nicht mit dem Psychologen, sondern jemandem, der den Menschen kennt, nicht den Psychokram.

        • Tanja*
          Am 20. Oktober 2009 um 13:53 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Psychologen verschieben keine Probleme, sondern sie helfen sie zu lösen. Die Spieler haben Blockaden in den Köpfen und trauen sich selbst nichts zu, da können Psychologen SEHR wohl helfen.

          • Am 20. Oktober 2009 um 14:08 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Ich will mich ja nicht streiten, aber ich kennen keinen Psychologen, der ein Problem wirklich gelöst hat, die verschieben nur, kannst Du mir glauben. Psychologie redet sich die Dinge schön, sucht dort nach den Ursachen, wo sie gefallen, nicht, wo sie wirklich sind. Der Psychologe hat auch seine Grenzen im Denken und was er nicht sehen will, kann er nicht erkennen. Die Blockaden, die die Spieler im Kopf haben, kennen die Psychologen gar nicht, sonnst hätte das Management schon lange auf unterschiedlichen Ebenen durch unterschiedliche Personen daran arbeiten können. Das Drama ging in der letzten Saison zum Ende dieser mit den Erwartungen an die Mannschaft mit der möglichen Meisterschaft los. Das Management kennt selber nicht die Blockaden, weil es die eigenen Blockaden gar nicht kennt. Psychologie ist kalter Kaffee! Wenn ich die ganzen Kommentare der Spieler und des Managements höre, weis ich, wo das hin geht.

  25. Tanja*
    Am 20. Oktober 2009 um 14:27 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Das Management ist eh anhungslos bei allen Themen…..!!!

    Ich seh das anders als du mit den Psychologen.
    In England machen sie damit z.B. gute Erfahrungen und die Liga ist bei weitem besser, als die Bundesliga.

    • Am 20. Oktober 2009 um 14:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ja, England, das ist ja ein anders Land, wir sind Deutsche, wir machen unser Ding. Jeder darf ja glauben, was er will. Ich weis, dass es in Deutschland nicht so funktioniert, weder im Sport, noch der Gesellschaft, warum steigt sonst der Verbrauch von Psychopharmaka, bei Kindern schon begonnen, immer weiter. Weil die Psychologie nur den Verstand, das EGO, wovon sie glaubt, das sei Psyche, betrachtet. Der Mensch ist viel mehr und die komplexen Probleme des Managements und der Spieler liegen in Bereichen, darüber denken die Psychologen gar nicht nach, davon wissen die gar nichts, da haben sie selber Angst vor.

  26. dns
    Am 20. Oktober 2009 um 14:35 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hm, Psychologen lösen Probleme schon durch Verschieben. Denn wenn dir was im Weg steht, muss es zur Seite geschoben werden oder in eine Schublade, wo es nciht behindert. Das ist die Lösung des Problems. Das die Vergangenheit damit nicht verschwindet ist doch klar, aber ohne dass einem ein Weg aufgezeigt wird, wie man mit aktuellen Problemen umgeht, hängt man fest udn kommt vielleicht wieder raus.

    Was ist denn eine Brandrede anderes als ein psychologischer Ansatz. So eine Rede soll ja die Spieler so weit demütigen, dass sie bereit sind, sich selbst zu hinterfragen und vielleicht gar einzugestehen, dass etwas nicht richtig ist. Der Psychologe lernt Techniken, die das hervorrufen ohne dass erst ein Aggressionspotential aufgebaut muss.

    Wie auch immer es angestellt wird. Zuckerbrot, Peitsche oder einfach Abwarten, es steht fest, dass diese Mannschaft die Winterpause oder einen Glückssieg gegen Wolfsburg braucht, um wieder auf die Beine zu kommen. Aus dem laufenden Spielbetrieb heraus wird das Dilemma nicht mehr gelöst werden. Es läuft nur darauf hinaus, dass auch die letzten mit Kampfgeist aufgeben, wiel 3 gegen 19 spielt es sich einfach nicht gut.

    • Am 20. Oktober 2009 um 14:49 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Seit wann ist Verschieben denn Lösen. Ich schließe ein Loch, indem ich ein neues öffne, nein. Sicherlich müssen die Dinge im Kopf gelöste werden, aber nicht mit den gängigen bisher praktizierten Methoden. Sehen wir doch, wo wir jetzt sind. Das Dilemma im Bundesliga-Fußball ist eine über Jahrzehnte Loch-Politik, die bisher funktioniert hat, jetzt ist Schluss damit. Die Auswahl der Spieler muss nach anderen Kriterien erfolgen, das Training, auch mental und letztlich die Geldpolitik.

    • Am 20. Oktober 2009 um 14:53 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ich brauche keine Brandrede und keine Demütigung, um Leistung zu bringen oder zu erzeugen. Psychologie ist Manipulation. Innere Bereitschaft erzeugt man anders, aber da ist Talent eben Asche, da braucht es Leistungswillen mehr, als Talent, nur deshalb ist ein W. Klitschko wieder Weltmeister geworden.

      • spreemaradona
        Am 20. Oktober 2009 um 15:12 Uhr veröffentlicht | Permalink

        „Psychologie ist Manipulation.“ Stimmt. Genau wie Motivationsseminare im Esoterik-Mäntelchen.

      • dns
        Am 21. Oktober 2009 um 10:11 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Das heißt also, dass Klitschko keine Probleme im Leben hat und frisch und frei von allen Sorgen verschont ist? Vielleicht hat er ja einfach nur von allein einen Weg gefunden, seinen Kopf für seinen Sport freizuhalten. Wie auch immer, das Psychogedöns ist nur ein Puzzleteil der ganzen Misere.

        Und ja, „Ich schließe ein Loch, indem ich ein neues öffne“ ist eine Lösung, wenn die Ausgangssituation festlegt, dass es ein Loch gibt. Dann schiebe ich es doch lieber dahin, wo es nicht im Weg ist. Gehirne speichern nunmal alles und es gibt keine Festplattenbereinigung. Aber genug davon, der Kopf is für’n Kopfball da.

  27. Kugelblitz
    Am 20. Oktober 2009 um 15:06 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Eigentlich ist Fußball ganz einfach:
    Vorne ein’s rein – Hinten zu null

    • Am 20. Oktober 2009 um 15:11 Uhr veröffentlicht | Permalink

      „RIICHTIG“ würde Paul Panzer sagen!

    • Tanja*
      Am 20. Oktober 2009 um 15:15 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Schön wärs :-(

  28. Felix Felix
    Am 20. Oktober 2009 um 16:08 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Habe irgendwo gelesen oder gehört, dass Funkel jetzt zur „Bestrafung“ noch härtere Trainings fährt. Das finde ich problematisch. Denn bei mir zwängt sich immer mehr der Eindruck auf, dass die Mannschaft auch körperlich nicht in der Lage ist das zu leisten was man von ihr erwartet. Die Mannschaft wirkte gegen Nürnberg total erschöpft und ausgelaugt. Vielleicht ist das ganze nicht nur eine Kopf- sondern auch eine Kraftfrage.

    • Enno Enno
      Am 20. Oktober 2009 um 18:04 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Angeblich haben sich einige Spieler ja über zu hartes Training unter Favre beklagt. Sollte tatsächlich zu viel trainiert worden sein, wäre noch mehr Training sicherlich keine sinnvolle Lösung.

      Oder es sind alles „Weicheier“, die endlich mal „aus dem Arsch kommen“ müssen…

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