Hertha und Handball

Den folgenden Artikel hat uns Theo im Rahmen des Schreibwettbewerbs “Mein erstes Mal mit der alten Dame” zugeschickt. Vielen Dank dafür! Alle bisherigen und auch die kommenden Berichte findet ihr hier.

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Mein erstes Mal mit der alten Dame wird mir wohl noch ewig in Erinnerung bleiben.

Mein Vater hatte mir und meinem Zwillingsbruder Karten für die Hertha gegen den Hamburger SV im Olympiastadion zu Weihnachten 2004 geschenkt. Haupttribüne, allerfeinste Plätze. Damals, im Alter von 12 Jahren, hatte ich noch gar nicht zu schätzen gewusst, wie viel Geld er für uns ausgab.

Doch ich war einfach nur überwältigt, von diesem riesigen Stadion, der tollen Stimmung und generell von allem um mich herum. Es war mein erstes Mal, nicht nur mit der Hertha, sondern auch mit solch einem Publikum.

Ich schätze, deshalb habe ich auch nur eines der vier Tore unserer Hertha gesehen. Es war von Marcelinho, dem einzigen Spieler, den ich zu dieser Zeit kannte, geschossen worden. Ich muss dazu sagen, ich interessierte mich damals nicht für Fußball. Alles was ich wusste, hatten mir meine Freunde aus der Grundschule erzählt.

Doch ebenso unvergessen, wie die tolle Atmosphäre, das einzigartige Stadionrund war wohl diese einmalige  Linienabwehr von Yildiray Bastürk. Ich weiß nicht wann es war, ich denke irgendwann in der zweiten Halbzeit. Ein Hamburger schoss aus rund zehn Metern auf das Tor und unser Keeper war geschlagen, doch Bastürk wechselte auf der Torlinie die Sportart und schlug den Ball mit der Hand zurück in den Sechzehner.

Kinhöfer zeigte ihm für die Aktion den roten Karton.

Ich weiß nicht, ob ich es Yildiray zu verdanken habe, dass ich einige Zeit meine große Leidenschaft für den Handball entdeckte, doch an diesem Tag war er mein Held; und der zweite Fußballer der Hertha, den ich nun kannte.

Wenn ich mich recht erinnere, parierte Fiedler den anschließend fälligen Strafstoß der Hamburger.

Doch auch wenn mein Herz nun für einen andern Sport schlägt, wird die Hertha immer einen Teil von diesem einnehmen. Und so werde ich auch immer zu ihr stehen, auf dass sie noch viele solcher wunderbaren Siege in der 1. Bundesliga einfahren wird und noch über Jahre hinweg Leute für sich begeistern kann.

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Alle Geschichten des Schreibwettbewerbs sind hier aufgelistet.

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    Mein Name ist Enno: im Jahre 1982 geborener Berliner, Exil-Herthaner in Bielefeld und Bremen. Seit 2006 schreibe ich im Internet über Hertha BSC. (→mehr)

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2 Kommentare

  1. Am 28. Dezember 2009 um 20:21 Uhr veröffentlicht | Permalink

    So langsam freue ich mich immer mehr, daß ich beim 3:1 von HSV diese Hinrunde im Stadion war: Es scheint mir, mein Verein hat vielen den Weg bereitet, die Hertha zu lieben…

  2. Theo
    Am 1. Februar 2010 um 17:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Scheint ganz so. ;)