Hinterzimmerpolitik

Man kann ja über Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim schimpfen wie man will. Sicherlich wird an diesen Fußballstandorten die sogenannte 50+1 Regel mehr oder weniger systematisch untergraben. Es bestehen eklatante Abhängigkeiten zu den Geldgebern – und zwar auch dann, wenn die Geldgeber formal im Verein nichts alleine entscheiden können. Im Falle des Wechsels von Gustavo zu den Bayern konnte man ganz gut beobachten, wie die Machtverhältnisse in Hoffenheim geordnet sind.

Hoffenheim, Leverkusen, Wolfsburg – das ist eigentlich nicht mein Thema. Und man kann ja die 50+1 Regel gut oder schlecht finden, man kann auch über ihre Aushölung schimpfen. Wie gesagt: Alles eingekauft. Bei Hoffenheim weiß man aber immerhin noch, woran man ist. Hier kann jeder Außenstehende ganz genau nachvollziehen, wem gegenüber die Abhängigkeit besteht, und man weiß auch, wie man diese Abhängigkeit in Zahlen ausdrücken kann, wie der Kicker nahezu akribisch und obersachlich – ja geradezu komisch: „atypisch stille Beteiligung“ – vorgerechnet hat.

Bei Hertha dagegen bestehen offensichtlich ähnliche Abhängigkeiten, wenn jetzt dringend benötigte acht Millionen Euro von einem unbekannten Geldgeber zufließen. Vielleicht nicht im gleichen finanziellen Ausmaß. Aber ohne externe Finanzspritzen würde es wohl schon in dieser Saison mit der Finanzierung knapp werden und die Lizenz für die kommende Saison in Frage stehen. Die Finanzspritze mag zwar nicht so hoch sein wie in Hoffenheim, Leverkusen und Wolfsburg. Aber sie ist für Hertha mindestens ebenso existenziell.

Und was weiß man über den Geldgeber? Nichts. Was weiß man über seine Motive? Nichts. Was weiß man über die Konditionen der Eigenkapitalzufuhr? Nichts. Man weiß nichts, nichts, nichts. Da erzähle mir niemand mehr etwas über 50+1! Die Finanzierung von Bundesligafußball ist ein windiges, undurchsichtiges und verdunkeltes Geschäft. Und weil man nichts weiß, kann man entweder das Beste hoffen oder das Schlimmste befürchten.

Dieses Geschiebe, Gekungel und Verdunkeln lässt mich eine These aufstellen: Lieber eine deutliche Abhängigkeit von einem Geldgeber, der sein Engagement transparent machen muss als ein Verein in den Händen eines Präsidiums, das in Hinterzimmern „zum Wohle des Vereins“ entscheidet. Ich finde diese Hinterzimmerpolitik noch beschissener als die Abhängigkeiten in den Retortenstädten des Fußballs.

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  • Wer hat das geschrieben?

    Mein Name ist Enno: im Jahre 1982 geborener Berliner, Exil-Herthaner in Bielefeld und Bremen. Seit 2006 schreibe ich im Internet über Hertha BSC. (→mehr)

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36 Kommentare

  1. Andi
    Am 13. Januar 2011 um 10:29 Uhr veröffentlicht | Permalink

    ist es denn ein Wunder, dass die Vereine alle verschuldet sind ? Die Gehälter der Angstellten kennen ja scheinbar keine Grenzen mehr nach oben … wer oben mitspielen will, muss nachziehen … nur 10% aller Vereine schafft diese Wirtschaftlichkeit aus eigener Kraft (wenn das mal hinhaut mit 10%) … Wenn nicht endlich eine Obergrenze für Gehalt und Ablösesummen gesetzt wird, wird sich das auch nicht ändern … und auch solche Geschichten wie Ba und Farfan werden öfter vorkommen, wenn andere Vereine mit doppeltem Gehalt locken … in Mailand erlässt Berlusconi dem AC dann einfach die Steuern, wenn die finanziell vor dem Bankrott stehen … zum Schutz der Vereine, die auf ehrliche Weise versuchen wirtschaftlich zu bleiben, sollte Herr Blatter endlich mal ein Zeichen setzen … ein positives Zeichen und nicht solche Lachnummern, wie in den vergangenen 10 Jahren …

  2. XXX
    Am 13. Januar 2011 um 10:57 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Es wird schon noch Details zum Geldgeber geben — ruhig bleiben, abwarten und Tee trinken.

  3. Ben
    Am 13. Januar 2011 um 11:01 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich bin in der Sache 50+1- Regel unentschlossen. Ich finde es toll, das es Vereine gibt, die auch ohne große Geldgeber funktionieren. Und das sollte auch der Anspruch eines jeden Vereins sein.
    Aber in begrenzten Maßen brauchen wir aktuell nunmal einen Geldgeber um die Kosten zu decken. In meinen Augen ist es nur so zu schaffen, das sich Hertha in den nächsten 3- 4 Jahren wieder in der 1. Liga etablieren kann. Aktuell ist die alte Dame wahrscheinlich nur eine Fahrstuhlmannschaft.

    Soll Hertha das Jugendinternat schließen um laufende Kosten zu decken. Es muss ja mittel- und langfristig gedacht werden. Durch finanzielle Mittel kann sich der Verein eigene Talente fördern und fordern. Und schließlich kann man hier wieder Geld machen.

    Abschließend kann ich für mich nur sagen, das ich diese im Verhältnis kleine Finanzspritze nur befürworten kann.

    Gruß Ben

  4. Am 13. Januar 2011 um 11:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Die Geldgeber sind Deutsche Staatsbürger, die in Deutschland steuerpflichtig sind. :-) So viel weiß man. Außerdem ist die Sache wohl noch nicht unterschrieben. Im Anschluss an die Unterschrift wird der „Gönner“ wohl bekanntgegeben. So hatte ich das in Erinnerung. Abwarten!

    Und in Hoffenheim zieht sich wohl Hopp langsam zurück und es zeigt sich, dass er kein Abramovic ist der sein Geld verschenkt. Der Verein muss wohl in naher Zukunft alleine zurecht kommen. Trotzdem können sie Hopp dankbar sein, dass er die Infrastruktur gebaut hat.

  5. alexander
    Am 13. Januar 2011 um 12:56 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich kann irgendwie die gezogene Verbindung in deinem Artikel nicht nachvollziehen.
    Wenn du sagst das es nicht gut ist, wenn die Leute die in einen Verein investieren nicht bekannt sind, stimme ich dir da vollkommen zu.
    Wenn du sagst das die 50+1-Regel eine Farce ist, naja jeder hat seine Meinung.
    Nur:
    „Da erzähle mir niemand mehr etwas über 50+1! Die Finanzierung von Bundesligafußball ist ein windiges, undurchsichtiges und verdunkeltes Geschäft.“
    klingt irgendwie so als wäre die Diskussion darum eh hinfällig, unter dem Motto: Hier läuft so viel scheiss, da ist das auch egal.

    Ich sehe es so, wir haben jetzt einen Geldgeber mehr der !Mitbestimmen! wollen wird/könnte, bei Hoffenheim ist es aber so das Herr Hopp 99% der finanziellen Mittel in den Verein gepumpt hat und damit ein sehr großes Druckmittel bestitzt um seinen Willen durch zu setzen. Also genau das was mit der 50+1 Regel verhindert werden soll.

    Du stellst also in dem Artikel eine drohende alleinige Bestimmung damit gleich, das es bei Hertha jemanden neues (oder evtl. auch jemand der sowieso schon mit drinn steckt) gibt der jetzt Mitbestimmen kann.

    Das hinkt doch.

  6. Josh
    Am 13. Januar 2011 um 13:36 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Du verwechselst hier so einiges.

    Ich mag ja eure Blogs hier sehr, aber dieser ist ziemlich danebengeschossen.
    Der treffendste Satz ist hier: „Hoffenheim, Leverkusen, Wolfsburg – das ist eigentlich nicht mein Thema. “

    Das macht sich auch in dieser Schlussfolgerung deutlich.
    Die 50+1 Regel besagt und regelt nicht finanzielle Unterstützungen oder sagen wir Investoren (woher sie auch kommen mögen).
    Nein, es geht hier um die Stimmanteile und die sind bei diesen drei Vereinen klar verteilt. Bayer und VW besitzen 100% der Lizenzabteilung und deren Konzernleitung bestimmt auch das operative Geschäft.
    Das verstösst schon in allen Fällen gegen 50+1 nur dass diese Werkstruppen durch die Ausnahmeregelung herausgenommen wurden.
    Und diese gilt aber nicht für den TSG Hopp. Dieser besitzt 99% der Lizenzabteilung und sein Stimmrecht von angeblichen 49% ist im Falle Gustavo-Transfer für null und nichtig erklärt worden. In diesem Fall ein eklatanter Verstoss gegen 50+1 und müsste eigentlich mit Sanktionen bedacht werden.

    Und jetzt zur Hertha. Ok, das Geld kommt aus irgendwelchen Kanälen die NOCH keiner kennt, aber klar ist doch dass der Geldgeber niemals bei uns das operative Geschäft mit über 49% beherrscht.
    Und dort ist der springende Punkt. Deshalb ist Hertha BSC ein Verein der sich in allem Maße an die 50+1 Regel hält.
    Und bei Leibe, ich bin Herthaner und ja, die Kohle war bei uns schon immer knapp und musste irgendwo aufgetan werden, aber wir sind ein lebendiger Verein und kein künstliches Plastikprojekt eines minderwertigkeitskomplexgesteuerten Millardärs oder eine Imagekampagne von Großkonzernen

  7. Eckhard
    Am 13. Januar 2011 um 21:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Leverkusen und Wolfsburg haben eine OFFIZIELLE Ausnahmeregelung von der DFL.
    Aber was ist eine Regel wert wenn sie Ausnahmen beinhaltet.

  8. Am 13. Januar 2011 um 22:51 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich versteh die ganze Aufregung nicht.Sollten wir doch froh sein das sich ein Investor gefunden hat unserer Hertha finanziell unter die Arme zu greifen.Und so wie ich es in den Medien gelesen habe, wird Dieser nach erfolgtem Vertragsabschluss auch öffentlich gemacht.Was mich aber stört, ist der Zeitpunkt wo diese Aktion durchgeführt und publik gemacht wurde.Ob nun beabsichtigt (was ich nicht glaube) oder nicht.3 Wochen vor dem Derby gegen den 1.FC Union solch Ding rauszulassen … ist doch wie Öl auf’s Feuer!

    Zitat zum Abschluss:

  9. Am 13. Januar 2011 um 22:52 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ah ja schief gegangen das mit dem Zitat:

    Herthas Finanzchef wollte zu den Details des Deals keine weitere Auskunft geben, sagte aber, dass es sich hierbei um „keine Schenkung“ handelt. Es steht allerdings außer Frage, dass ein Investor, eine Privatperson oder aber eine Gesellschaft, wie in diesem Fall, so viel Geld nicht ohne Gegenleistung bereit stellt. Wenn der Vertrag unterzeichnet ist, will Hertha Stellung beziehen.

  10. Hertha Fan
    Am 13. Januar 2011 um 23:00 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Blatter sollte endlich mal ein Zeichen setzen? Blatter der Berlusconi der Fifa?
    Die Phrase besagt, dass der Fisch vom Kopf her anfängt zu stinken, und selten stimmt das so sehr wie in dem Konstrukt Fußball. Es bedürfte einer umfassenden Refom, die damit Anfängt, dass solche windigen und korrupten Personen das Handwerk gelegt wird. Aber das ist eine schöne Utopie. Der SPORT Fußball ist doch schon lange dem GESCHÄFT Fußball gewichen. Die einzige Hoffnung bleibt, dass es mehr Leute wie Platini geben wird, die diesen Entwicklungen zumindest einen gewissen Rahmen geben wollen.

    Um auf die genannten Beispiele sprechen zu kommen, WOB und LEV sind natürlich Kunstvereine und werden es auch immer sein, da die Konzerne dahinter nicht verwschwinden. Hoffenheim sehe ich etwas anders, gehen wir mal 100 Jahre weiter und es existiert Hoffenheim immer noch, wen wird es da interessieren, wie der Verein damals entstanden ist? Ich behaupte sogar anders kann heute kein neuer Verein mehr in den Profibereich aufsteigen und sich dort etablieren. Es waren nunmal gänzlich andere Zeiten als Vereine wie Hertha gegründet wurden.

    Das Problem Hoffenheim, LEV und WOB ist nur, dass die Lizenzgeber dort mit zwei geschlossenen Augen zu werke gehen. Denn es ist doch auch klar, dass bei der Überprüfung in Hoffheim nichts rauskommen wird, weil die Strukturen offiziell so sind, wie sie sein müssen und damit Rechtssicherheit besteht.

    Und mal unter uns, wenn wir millardenschwer wären (also ich setze einfach mal voraus, dass dies keiner der hier im Blog agierenden ist) würden wir nicht auf die Idee kommen unserer Hertha unter die Arme zu greifen? Und würde man dabei nicht auch auf die Idee kommen, dafür auch bei der Vereinspolitik mitreden zu wollen? ;-)

  11. herthawolf
    Am 14. Januar 2011 um 12:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Bei der Presselandschaft in Berlin kann ich mir nicht vorstellen, dass anonyme Geldgeber über einen längeren Zeitraum anonym agieren werder können.
    Der Gedanke von Enno, dass nicht nur Hoffenheim, sondern auch Leverkusen und Wolfsburg Retortenstädte sind, ist für mich sehr nachvollziehbar. Hatte mich bisher immer dabei ertappt, dass ich denen keinen Erfolg gönne (wie auch RedBull Leipzig).
    Ansonsten: Was will man machen? Einfach darauf hinweisen: Geld schießt keine Tore! (TeBe und „Mit Winnie in die Champions League“ lässt grüßen)

  12. Gonzo
    Am 14. Januar 2011 um 12:45 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Alle Zeitungen sind mit diesen 8 Mio voll, alle oder viele freuen sich über den Geldregen und ich verstehe es nicht. Die 8 Mio sind KEINE Schenkung und müssen zurück gezahlt werden. Verzinst wahrscheinlich. Dann sind es doch SCHULDEN oder nicht? Kein Eigenkapital, kein Gewinn sondern Schulden. Wo ist da das Sensationelle um diese Aufregung zu rechtfertigen ?

  13. Am 14. Januar 2011 um 13:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Richtig, die Medien sind voll davon und den Spekulationen Tür und Tor geöffnet.Aber wer ist denn für den ganzen Wirbel verantwortlich ? DIE MEDIEN, nicht Hertha BSC !!! Es ist doch wohl Ihr gutes Recht einen „Geldgeber“ NACH Vertragsabschluss vorzustellen.Und DAS haben Sie ja wohl bekanntlich so bekannt gegeben.

  14. Gonzo
    Am 14. Januar 2011 um 13:54 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Es geht mir nicht um den Wirbel, es geht mir darum, dass so getan wird, als ob sich die Schulden von 39 auf 31 Mio verringern. Nur, wenn ich es richtig verstehe und die 8 Mio zurück gezahlt werden müssen, bleiben die Schulden bei 39 Mio, nur ein anderer Gläubiger.

    • Am 14. Januar 2011 um 18:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Das hängt von den konkreten Konditionen ab. Es gibt auch Schulden, die wie Eigenkapital behandelt werden. Also heißt es auch da: Warten auf Konkretes.

  15. Blauer Montag
    Am 14. Januar 2011 um 17:23 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Was wir brauchen bei Hertha ist Geduld und Gelassenheit – keine wüsten Spekulationen. Ingo Schiller kämpft um die Lizenz – er muss die Schulden senken und das Eigenkapital der Hertha BSC KGaA erhöhen. Ob und in welchem Umfang die Verträge hierzu nach der Unterzeichnung publiziert werden, wird sich zeigen. Da teile ich zu 100% die Meinung des herthaner4ever.

    Reißerische Worte wie „Hinterzimmerpolitik“ u.ä. sind vollkommen unangebracht. Die Jahresabschlüsse der Hertha BSC KGaA werden alle im Unternehmensregister publiziert, und den Mitgliedern des e.V. auf der Jahreshauptversammlung erläutert. Darüber hinaus wurde die wirtschaftliche Lage auf über 100 Seiten im Wertpapierprospekt zur HERTHA-Anleihe publiziert. Gravierend verändern können sich die dort publizierten Zahlen binnen 2 Monaten nicht.

    Die beknackteste Idee wäre meines Erachtens die Schließung des Jugendinternats. Da ist für mich die Zukunft der HERTHA.
    Dagegen enthält der aktuelle Personaletat noch eine Menge Streichposten.

  16. Kugelblitz
    Am 15. Januar 2011 um 20:44 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Wenn mit der noch anonymen Geldspritze die Insolvenz abgewendet werden kann weil sonst terminierte Verbindlichkeiten nicht beglichen werden können dürfte nicht nur dem Verein geholfen sein sondern auch der Bundesliga im allgemeinen. Nicht umsonst gab’s auch eine neue Anleihe.

    • Kugelblitz
      Am 15. Januar 2011 um 20:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Nachtrag:
      Bis Ende Januar sollten ursprünglich Anleihen im Wert von sechs Millionen Euro gezeichnet werden. Bislang liegen die Einnahmen noch unter zwei Millionen Euro.

      • Kugelblitz
        Am 15. Januar 2011 um 21:08 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Man kann auch sagen – Der Verein pfeifft auf dem letzten Loch!

      • Kugelblitz
        Am 2. Februar 2011 um 22:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Die Zeichnungsfrist für die neue Anleihe ist bis zum 15.05.2011 verlängert worden.

        Es schaut, zumindest finanziell, nicht gut aus.

      • Kugelblitz
        Am 28. April 2011 um 16:25 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Zumindest dürfte sich mit dem gesicherten Aufstieg auch die Anleihe sich besser verkaufen.

        • Kugelblitz
          Am 30. Mai 2011 um 18:56 Uhr veröffentlicht | Permalink

          … Nach Abrechnung der bis zum Ende der Zeichnungsfrist (15. Mai 2011) eingegangenen Bestellungen, wurde ein Gesamtvolumen von 3,5 Millionen Euro erlöst. …

          Erfolgreiche Platzierungen sehen anders aus.

  17. Am 16. Januar 2011 um 11:02 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @kugelblitz
    Sollte es nicht eher heißen: „Der Verein pfeift aus dem letzten Loch!“

  18. BerlinerHerthaFan
    Am 19. Januar 2011 um 15:20 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Also ich finde, in dem Artikel wird sich etwas künstlich Aufgeregt. Preetz hat vor dem RWO Spiel nochmal betont, das noch nichts in trockenden Tüchern ist. Daher ist es doch verständlich, dass noch nichts über den Investor gesagt wird.
    Wenn der Vertrag unterschrieben ist und alles fest steht, dann werden auch sicher alle Details zu Investor und Bedingungen veröffentlicht.

    • Joel
      Am 20. Januar 2011 um 10:24 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ich denke nicht das Details zum anonymen Investor bekannt werden.
      Jedenfalls was ich heute der Mottenpost entnehmen konnte.

  19. Am 20. Januar 2011 um 10:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ja da bin ich nun auch etwas enttäuscht, wenn sich das SO darstellt wie in den Printmedien zu lesen ist.Kompliziertes Vertragswerk und KEINE Veröffentlichung der Vertragspartner.Mal von Hertha BSC auf der einen Seite abgesehen.

  20. Enno Enno
    Am 20. Januar 2011 um 11:15 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Alle Nörgeltanten, die etwas an meiner vermeintlichen Nörgelei auszusetzen hatten, sollen mir mal bitte erklären, was an diesem Deal jetzt nicht (!) verschrobene Hinterzimmerpolitik ist. Der Investor bleibt anonym. Und genau diese Anonymität kotzt mich an, weil man – im Gegensatz zu Hoffenheim, Wolfsburg, Leverkusen – eben nicht weiß, zu wem die Abhängigkeiten bestehen.

    Ja, ja. Angeblich will Hertha Herr über das Geschehen bleiben. Wer das glaubt, glaubt auch noch an den Weihnachtsmann und Dioxin-freie Eier. Diese Unabhängigkeit kann man natürlich in Verträge schreiben. Aber wenn Hertha aus dem Deal aussteigen will, muss das Management sich aus dem Vertrag freikaufen. Das heißt nichts anderes, als sich die Acht Millionen plus Zinsen irgendwo anders her zu besorgen. Diese Abhängigkeit ist so deutlich, dass Investoren nicht davor zurück schrecken werden, ihren Einfluss auch bei Transfers auszunutzen. Man sieht beim HSV, wohin das führt. Wer glaubt, dass das bei Hertha anders laufen wird, ist einfach nur unglaublich naiv.

    Damit geht Hertha an die allerletzten Reserven, die es noch gibt: Das Spielermaterial. Damit ist eine Sanierung mittelfristig unmöglich.

  21. Am 20. Januar 2011 um 17:12 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Nach Lesen des letzten Absatzes dachte ich, du redest von Arminia ;)

  22. Am 20. Januar 2011 um 17:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Lieber nen anonymen Geldgeber akquirieren als die Lizenz nicht gebacken zu bekommen, oder (Teufel, Fliegen)?
    Über verscherbelte künftige Einnahmen (Stichwort Sportfive) und den Verkauf von Spielerwerten braucht man sich nicht mehr aufzuregen. Das Kind ist doch schon längst im Brunnen. Ziemlich genau seitdem Alex Alves, Bart Goor und andere Weltstars für utopische Summen als Investition in eine vergoldete Zukunft investiert wurden.
    Ich sehe das ganze ziemlich alternativlos. Ihr nicht auch?

    • Enno Enno
      Am 20. Januar 2011 um 17:44 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Alternativlos! Du hast es wirklich geschrieben…

  23. Gonzo
    Am 20. Januar 2011 um 18:21 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich habe mich aufgeregt, dass neue Schulden als Eigenkapital dargestellt werden. Was die jetzt vorhaben, ist ja noch viel schlimmer. D.H. hat schon unsere Einnahmen bis ins Jahr 2222 oder so verpfändet, jetzt verschenkt Preetz auch noch unsere Spieler. Es glaubt doch wohl keiner, das der „Investor“ (Leichenflederer würde mir besser gefallen) nicht mitsprechen würde bei den Transfers. Jetzt stelle ich mir mal vor, ich gewinne im Lotto. Dann kaufe ich mir den halben Raphael für 2,5 mio (bei derzeitigen 5 mio Marktwert). Raphael hat noch Vertrag bis sagen wir mal 2012. Dass er den Vertrag verlängert, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Im Sommer kommt Hoffenheim und bietet 6 mio. Natürlich werde ich darauf drängen, ihn zu verkaufen. Auch wenn er vielleicht 10 mio wert ist. Und dann kann Prettz überhaupt nichts. Und dann passiert folgendes: Die 10 mio sind als Sicherheit bei den Banken hinterlegt. Bankkredite gekündigt – Hertha pleite. Dann mache ich mir auch keinen Kopf mehr wegen der Lizenz. Und natürlich gibt es eine Alternative. Wir steigen auf und verkloppen Raffa, Ronny, Ramos, Lustenberger, Friend und vielleicht sogar Ebert, also alles, was anständig Geld bringt. Ergibt vielleicht 30-35 mio. Wenn es nicht Hertha wäre, würde ich sogar sagen, Preetz und Babbel haben einen Plan. Warum sonst sollten so viele junge Spieler zurzeit in den Profikader übernommen werden. Sicherlich werden wir im nächsten Jahr nicht Meister und die CL ist vielleicht auch noch nicht drin. Den Uefa-Cup kann man mir sowieso schenken, kostet nur Geld. Und dass wir zwangsläufig absteigen, sehe ich nicht unbedingt. Aber selbst wenn, haben wir kaum noch Schulden. Dann dürfen natürlich auch keine neuen gemacht werden. Ja wie gesagt, wenn es nicht Hertha wäre…

    • Am 21. Januar 2011 um 09:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Hi Gonzo,

      in dem Morgenpostartikel von gestern war das anders dargestellt.

      http://news.google.de/news/search?aq=f&pz=1&cf=all&ned=de&hl=de&q=hertha+mr.+

      „Ein Rechenbeispiel: Der Marktwert von Lustenberger wird laut transfermarkt.de derzeit auf zwei Millionen Euro taxiert. Erwirbt der Investor 50 Prozent der Transferanteile, kostet ihn das eine Million Euro.

      Interessant ist nun, dass viele Details der Geldspritze zugunsten von Hertha ausgelegt sind. Mal angenommen, im Winter 2012 hätte sich Lustenberger kometenhaft entwickelt und ein Verein würde für ihn 20 Millionen bieten. Dann erhält der Investor eben nicht 50 Prozent der Transfereinnahme (= zehn Millionen). Auf sein eingesetztes Kapital erhält der Investor maximal eine Verzinsung von 35 Prozent, in diesem Beispiel also 350.000 Euro. “

      „Um beim genannten ausgedachten Beispiel mit Lustenberger zu bleiben: Sollte der Spieler nach Ende seines Kontraktes Hertha BSC ablösefrei verlassen, kann der Geldgeber die eine Million Euro auf einen anderen Spieler übertragen. Oder er kann sich die Summe auszahlen lassen. “

      Klingt doch ganz nett. Sehe jetzt zumindest nicht den großen Einfluss auf Transfers von Seiten des Investors.

      • Gonzo
        Am 21. Januar 2011 um 11:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Hallo Felix, war vielleicht mißverständlich. Ich sage ja nicht, dass der Geldgeber in meinem Beispiel die Hälfte bekommt, sondern dass er vielleicht auf einen Verkauf drängen würde, weil er einen Vorteil davon hätte und Hertha würde Geld verlieren. Dass mit dem Übertragen ist ja so eine Sache. Wenn die Spieler weg sind, die richtig Knatter bringen, auf wen soll der dann seine Anteile übertragen ? Das würde ja seine Rendite wieder schmälern. Aus Liebe zu Hertha wird keiner sein Geld investieren. Die wollen natürlich den maximalen Gewinn aus der Sache rausholen. Ich finde die ganze Sache weiterhin sehr suspekt und gefährlich.

      • Blauer Montag
        Am 22. Januar 2011 um 10:34 Uhr veröffentlicht | Permalink

        ENNO,
        beachte bitte den besonderen Humor von ubremer bei seinem Artikel in der MoPo.
        Ein Transfererlös von 20 Mio für Lustenberger???
        Das wäre mehr, als VW Wolfsburg für Diego gezahlt hat.

        Ich sehe das Geschäft auf dem derzeitigen Wissenstand wie folgt: Positiv ist die Senkung der Verbindlichkeiten zur Sicherung der Lizenzerteilung. Negativ sind die zukünftig geringeren Transfererlöse, da man diese, in welchem Verhältnis auch immer, mit dem Investor teilen muss.

  24. Joel
    Am 21. Januar 2011 um 11:15 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Die einzige heikle Situation beim Verlassen eines Spielers ohne Transfererlöse sind die möglichen zusätzlichen liquiden Mittel die aufgebracht werden müssten wenn der anonyme Investor nicht die Anteile auf einen anderen Spieler überträgt, sondern mal die Auszahlung wünsche.

    Und ich hoffe wir streuen keine Gerüchte das Lusti uns 2012 verlassen will
    ;-)

  25. Kugelblitz
    Am 11. März 2011 um 17:53 Uhr veröffentlicht | Permalink

    So, der Vertrag scheint unterschrieben zu sein u. die Lizenz für nächste Saison somit gesichert.

    In einem Artikel der Berliner Zeitung vom 10.03. werden Andeutungen über den Investor gemacht. Herr Grube wird dabei zitiert bezüglich Herrn Gegenbauer. Wundern würde mich dies nicht.
    Geht es Hertha gut – Geht es auch der Firma Gegenbauer gut.