Jetzt erst recht! – Compania Batonga

Jetzt erst recht! Das ist nicht nur Motto und Titel, sondern auch Refrain eines aktuellen Hertha-Songs. Es geht natürlich um die zweite Liga, den gesammelten Trotz und vor allem um den Wiederaufstieg. Geschrieben und produziert wurde der Song von den Berliner Musikproduzenten namens Compania Batonga, bzw. von Norman Brinkmann. Bei der Compania Batonga heißt es ganz unbescheiden:

Wir sind spezialisiert auf modernen Schlager/Pop und bieten den kompletten Fullservice. Alles aus einer Hand. Von der ersten Idee, bis zum fertigen Master realisieren wir jedes musikalische Projekt. Mit Leidenschaft und Professionalität, übernehmen wir sämtliche Produktionsabläufe von Komposition, Text und Arrangement, bis Recording, Mix und Mastering. Begleitet von modernster Ton- und Studiotechnik überlassen wir nichts dem Zufall.

Compania Batonga kennt ihr nicht? Dabei haben die ziemliche Kracher im Angebot, wie ihr bei myspace hören könnt. Das sind halt Schlager. Und damit nicht unbedingt mein Geschmack. Compania Batonga will mit „Jetzt erst recht!“ die Aufstiegshymne komponiert haben. Zumindest kommt Norman Brinkmann jedenfalls selbst – sehr bescheiden – um die Ecke. Hört euch den Song einfach mal an und beantwortet die Frage für euch selbst, ob das die Aufstiegshymne sein könnte.

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Ich komme zu folgender Antwort: Insgesamt liefert Compania Batonga mit „Jetzt erst recht!“ nichts neues. Sauber durchkomponiert, leicht in der Kurve mitzugrölen und geprägt durch den Charme einer Alt-Berliner Eckkneipe. Der Song kommt dann eher rockig daher und lehnt sich an die alte Tradition von „Nur nach Hause gehen wir nicht“ an. Insofern muss die Frage erlaubt sein, wofür es eine neue „Hymne“ braucht? Wenn neu, dann bitte ein auch ein neues musikales Genre. Über Peter Fox haben wir in diesem Zusammenhang ja schon oft genug gesprochen…

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  • Wer hat das geschrieben?

    Mein Name ist Enno: im Jahre 1982 geborener Berliner, Exil-Herthaner in Bielefeld und Bremen. Seit 2006 schreibe ich im Internet über Hertha BSC. (→mehr)

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7 Kommentare

  1. kielerblauweiß
    Am 20. Juni 2010 um 18:12 Uhr veröffentlicht | Permalink

    laaaangweilig

  2. herthawolf
    Am 20. Juni 2010 um 22:27 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Klingt nach „Ärzte unplugged“. Die Zeile „unser Herz gehört nur Dir allein“ mal abgezogen (wenn man so wie ich Ewiggestriger auch an Union hängt), könnte das was werden im Stadion. Jedenfalls um Längen besser als der Gefangenenchor von Nabucco mit diesem beknackten Text, so dass es dem armen Verdi zu einer postmortalen Rotation gereichen würde.
    Ein Song von der irischen Band „The Saw Doctors“ geht so ähnlich bei der Zeile „jetzt erst recht, jetzt erst recht“. Mir kamen die ersten Takte so bekannt vor irgendwie…Glücklicherweise wird über Aufstieg und Verweilen in der 2. Liga ja nicht auf dem Plattenteller entschieden.
    Lieber Enno, kannst Du mal rauskriegen, was es sonst für Songs bei den anderen Zweitligisten gibt? Wir könnten dann neben der Zweitligatabelle die anderen Songs bewerten, sozusagen eine Shit-Parade…

    • Enno Enno
      Am 21. Juni 2010 um 07:13 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Das klingt nach einem spannenden Projekt. Allerdings werde ich das alleine überhaupt nicht schaffen. Man müsste mal überlegen, ob man das irgendwie gemeinsam organisieren könnte.

  3. botox
    Am 21. Juni 2010 um 13:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

    braucht kein Mensch…
    In der Hauptstadt der Kreativen muß doch irgendwer unter 50 zu motivieren sein, außerhalb von Schlager Musik für den BSC zu machen…

  4. kielerblauweiß
    Am 21. Juni 2010 um 15:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Für mich klingt das eher nach Rolf Zuckowski als nach Ärzte.

  5. Schoddie
    Am 28. Juni 2010 um 18:41 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Na da kommt Stimmung auf … nicht! Ok, wenn man den Ton ausmacht, dann doch wohl.

    Wieso „jetzt erst recht“? Müssen wir im Stadionlied zum Ausdruck bringen, dass wir auch nach Abstiegen zum Verein stehen? Was passiert nach dem Aufstieg? Wieder ein neues Lied? Ich frage mich auch, wozu es ein neues Lied braucht, auch wenn ich mir ab und an schon mal ein „fetzigeres“ gewünscht habe. Aber auf jeden Fall, wenn ein Neues, dann bitte ein anderer Stil!

  6. Norbert Grätz
    Am 12. Januar 2011 um 12:12 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich bin Exil-Berliner und Herthaner im „wunderschönen“ Braunschweig.
    Wir müssen ja alle „flexibel“ sein im Job. haha.
    Also, ich finde die Nummer eigentlich ganz gut.
    Klingt auch authentisch.
    Vielleicht bin ich auch nur wehmütig wegen der Zeile:
    „Wir geben niemals auf, wir kriegen alles hin: Wir sind Berlin!
    Ha Ho He aus BS