Köster, du alter Rowdy!

Ob das so eine gute Idee war als anerkannter Chefredakteur der 11Freunde unter die Blogger zu gehen? Die Maßstäbe sind ungemein hoch, was sich vor allem in der Kritik über schwach bewertete Beiträge äußert. Es wird Phillip Köster wohl kaum um Reputation gehen, wenn er bei Eurosport „bloggt“. Denn die zerstört er sich nicht nur durch schwache Beiträge, sondern auch dadurch, dass er die Gepflogenheiten der Blogger ignoriert. Die UEFA mag das anders sehen, aber wir Blogger verlinken uns gegenseitig, wenn wir uns von einem anderen Beitrag „inspirieren“ lassen. Wir machen auf diese Weise transparent, wenn wir originelle Ideen woanders aufgegriffen haben. Die 11Freunde mögen im Printbereich das Maß der Dinge sein (wobei sie selbst hier Nachlässigkeiten bei der Namensnennung zeigen). Online jedoch verspielen sie jede Reputation. Der bloggende Phillip Köster weist damit erstaunliche Parallelen zum (vermeintlich) Spiegel-abtretendem Patrick Ebert auf: Der eine ist ein guter Fußballer und spielt Nachts den Rüpel. Der andere ist ein feiner Chefredakteur, agiert online aber so unglücklich wie Patty Ebert bei Nacht.

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  • Wer hat das geschrieben?

    Mein Name ist Enno: im Jahre 1982 geborener Berliner, Exil-Herthaner in Bielefeld und Bremen. Seit 2006 schreibe ich im Internet über Hertha BSC. (→mehr)

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8 Kommentare

  1. Marc
    Am 6. August 2009 um 22:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Also ehrlich, die feine englische Art ist das nicht gerade. Fair ist anders. Als ich den Artikel letztens getwittert bekommen hab, hab ich mich schon gefragt, wann der Post hier auftaucht.

    Aber generell scheinen große Portale wenig Wert auf Quellenangaben zu legen, so haut auch die B.Z. allerlei Gerüchte raus, die sie wahrscheinlich im Transfermarktforum abgeschrieben haben. Natürlich in bestes B.Z.-Deutsch konvertiert, trotzdem ohne Link auf den entscheidenen Beitrag.

    http://www.bz-berlin.de/sport/hertha-bsc/kommt-gaucho-civelli-zu-hertha-article536666.html#bzRSS
    http://www.bz-berlin.de/sport/hertha-bsc/verhandelt-civelli-am-montag-in-berlin-article537141.html#bzRSS

    Warum? Mangelndes Verständnis für das Medium in dem man sich bewegt? Will man nicht, dass der Leser informiert ist, ob der Wahrheitsgehalt der Meldung nicht gesichert ist? Ist es Faulheit? Ist es Konkurenzdenken und die Autoren fürchten Reichweite und damit Werbeeinnahmen an die eigene Quelle zu verlieren? Oder ist es am Ende gar noch schlimmer und die Autoren wollen sich mit fremden Federn schmücken und so einen Anschein von Exklusivität erwecken?

    Ich hoffe mal nicht, dass es sich dabei um Vorsatz handelt. Aber selbst dann haben die Größen der Printmedien noch Einiges nachzuholen, was die Kommunikation im Netz angeht. Einfach die bewährten Konzepte zu übernehmen und damit zu versuchen einen Trend zu kopieren reicht einfach nicht. Wenn ich mich in einer Gesellschaft bewege, muss ich auch ihre Regeln und Funktionsweise kennen.

    Ganz klar ein gutes Beispiel für schlecht gelungenen normativen Isomorphismus, als Reaktion auf die schwindende Verbreitung von Printmedien.

  2. Konnopke
    Am 7. August 2009 um 08:23 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Naja, völlig überzogene Kritik. Man muss Köster verstehen. Er ist Bielefeldfan und reagiert naturgemäß zurecht allergisch auf Retortenclubs wie Hoffenheim, Leverkusen, Wolfsburg, und RB Leipzig.

    Diese Vereine nehmen den kleinen Clubs nunmal Erstligaslots weg.

    Die Entwicklung ist kritisch zu beobachten, auch wenn man da manchmal schnell und leicht in Holzhammer-Rhetorik verfällt.

    Fakt ist, dass mit Bayer Uerdingen die Büchse der Pandora geöffnet wurde.

    Jetzt haben wir den Salat. VfL Wolfsburg Meister 2009 (& DFB-Pokal-Finalist 1995), Bayer Leverkusen viermaliger Vizemeister, UEFA-Cup Sieger 1988 und sogar CL-Finalist 2002, DFB-Pokalsieger 1993 (und zweimal Finalist 2002 & 2009), Bayer Uerdingen ebenso DFB-Pokalsieger (1985) und Hoffenheim…womöglich kurz davor der nächste Retortenverein zu sein, der einen Titel gewinnt.

    Der DFB hat hier einfach gepennt. Was nützt 50+1 wenn es Hoffenheim, WOB, LEV und RBLeipsch gibt?
    Nichts.

    Das darf man kritisieren und scheiße finden.

    P.S. Und wo hat er jetzt abgeschrieben?

    • Konnopke
      Am 7. August 2009 um 08:36 Uhr veröffentlicht | Permalink

      P.P.S. Im Rowdy-Beitrag hat er doch „Welt-Hertha-Linke“ im Text erwähnt.

      Oder bist du nur darüber verbittert, dass er Geld damit verdient Inhalte von nichtkommerziellen Blogs aufzugreifen?

      • Am 7. August 2009 um 09:21 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Phillip Köster erwähnt lediglich einen „User“, nicht den konkreten Kommentator Mueggi. Er verlinkt nicht. Das anonyme Erwähnen eines „Users“ ohne konkreten Link ist ungefähr so hilfreich, wie die Aussage: „Habe ich in einem Leserbrief in der und der Zeitung gelesen.“ Und damit macht er nicht transparent, dass er mehr als die Hälfte seines Artikels bei Felix abgeschrieben hat. Das ist schlecht für Phillip Kösters Reputation, weil er sich als „Blogger“ gibt, aber die Gepflogenheiten der Szene ignoriert. Das ist keine Kritik an seinen vermeintlich kommerziellen Interessen und auch kein Grund für Verbitterung. Aber es wird zu einem Problem seiner im Print-Bereich erworbenen Reputation. Sie bildet den Maßstab, an dem man sein Handeln in der Online-Welt misst.

  3. Philipp
    Am 18. August 2009 um 00:23 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hallo Enno,

    Du sitzt leider ein paar Missverständnissen auf, die bei genauerem Hinsehen zu vermeiden gewesen wären. Zum Einen hätte Dir auffallen können, dass keiner der Kollegen, die dort schreiben, externe Links in ihre Texte integrieren. Weil nämlich Yahoo/Eurosport das nicht erlauben. Das ist zwar in diesem und in anderen Fällen bedauerlich, aber nicht zu ändern. Mein Handgriff, „Welt Hertha Linke“ zu nennen und außerdem als „verdienstvoll« zu würdigen, ist da sicher nicht befriedigend, aber im Rahmen der Möglichkeiten die noch beste Lösung. Das zweite Missverständnis besteht darin, die dort so genannten „Experten-Blogs« mit klassischen Blogs gleichzusetzen. Es handelt sich hier eher um konventionelle Kommentare zum Zeitgeschehen. Was schon daran zu erkennen ist, das all das, was man bei Euch, Baade und anderen findet, hier fehlt, sei es eine klassische Blogroll, eingebettete Youtube-Sachen usw.

    Was wiederum bedeutet, dass ich nicht im Ansatz daran denke, mich als Blogger zu bezeichnen. Ich wüsste auch nicht, wo ich bislang mit dieser harmlosen Nebenbeschäftigung hausieren gegangen wäre.

    All das ist so offensichtlich, dass ich mal eher vermute, dass Dich etwas Grundsätzliches an 11 Freunde, an meiner Arbeit, an wasweissich stört. Aber das könntest Du dann vielleicht mal artikulieren…

    Viele Grüße
    Philipp

    • Enno Enno
      Am 18. August 2009 um 21:57 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Hallo Philipp,

      vielen Dank für dein Statement. Ich möchte dir versichern, dass ich mit meiner Kritik nicht gegen dich persönlich ziele. Dafür fehlt mir schlicht die Grundlage, weil ich dich persönlich ja gar nicht kenne. Ich habe auch nicht irgendeinen verdeckten Grund, der mich zum Beitrag veranlasst hat. Wozu sollte ich etwas verschweigen, wo ich es doch auf unserem Blog auch direkt ansprechen könnte?

      Du magst dich den Gepflogenheiten der Blogger nicht verpflichtet fühlen, weil du dich selbst nicht als solchen siehst. OK. Du bist also Chefredakteur der 11Freunde und genau diese Reputation verschafft dir deine Kolumnen bei Yahoo. Wenn du dich nun aber online bewegst und dich von anderen Bloggern „inspirieren“ lässt, werden diejenigen, die sich ebenfalls online bewegen, genau hinschauen, wie du dort arbeitest. Und in meinen Augen kommt da der Chefredakteur und benimmt sich online wie ein Rowdy. Und dann geht es um deine im Print-Bereich erworbene Reputation, die du online aufs Spiel setzt. Meine Kritik und meine Bedenken zielen also eher auf die online-Publikationen von dir und nicht auf dich oder deine Arbeit bei den 11Freunden im Print. Und um diese Kritik zu äußern, ist es eigentlich völlig egal, ob du Blogger bist, ob du nur als solcher von yahoo bezeichnet wirst oder einfach nur der Rowdy aus dem Print-Bereich bist (falls es nicht deutlich geworden sein sollte: Der „Rowdy“ ist eine freundlich gemeinte, ironische Anspielung auf die zwei Beiträge) .

      Was mir aber an deiner Darstellung überhaupt nicht gefällt, ist dein Versuch, die Verantwortlichkeit auf yahoo zu schieben. Es zwingt dich ja keiner, dort zu schreiben. Aber du hast dich dafür entschieden und die Bedingungen akzeptiert. Und dann musst du auch damit rechnen, dass man dir diese Entscheidung zurechnet. Und das tue ich, wenn ich den (aus meiner Sicht) fehlenden Link moniere.

      Viele Zeitungen klauen aus Foren und Blogs einzelne Abschnitte oder gar ganze Geschichten und nennen nur selten Namen und verlinken fast nie. Das ist leider allzu häufig der Fall. Ich dachte bisher immer, dass die 11Freunde da einen fairen Umgang mit den Bloggern hätten.

      • Philipp
        Am 19. August 2009 um 21:21 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Ciao Enno,

        ich merk schon, da haben wir unterschiedliche Ansichten. Ich schiebe die Verantwortung nicht an Eurosport oder an Yahoo weiter. Ich benenne nur den Fakt, dass dort weiterführende Links nicht erlaubt sind. Und weil das so ist, habe ich „Welt Hertha Linke« benannt und gelobt und die Diskussion darüber in den Kommentaren angeführt. Ich finde also, dass ich mir in diesem Zusammenhang nicht allzu viel vorzuwerfen habe. Aber: Ansichtsache.

        Grüße, Philipp

  4. Am 29. August 2009 um 15:19 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Das Lied findet jetzt übrigens auch Erwähnung in ’11 Freunde‘: #94 September 2009, S.14 ganz unten.

Ein Trackback

  • Von Noch ein Endspiel – Blablabla | Hertha BSC Blog am 13. März 2010 um 10:41 Uhr veröffentlicht

    […] noch das obligatorische Bashing für Phillip Kösters “Blog” bei Yahoo (zur Vorgeschichte). Da versucht er sich mal wieder krampfhaft an der Hertha abzuarbeiten und trifft die Punkte […]