Kredite verspielt

Vielleicht war Lucien Favre tatsächlich kein guter Trainer für Hertha BSC. Ich meine das – wider aller Erwartungen – ernst und möchte kurz darlegen, wie ich dazu komme. Ich werde Marko Pantelic im Nachhinein nicht Recht geben und behaupten, dass Lucien Favre überbewertet wurde. Aber man muss sich tatsächlich ernsthaft mit der Frage beschäftigen, was schief gelaufen ist. Und da wäre es ziemlich einseitig, wenn man Favre nicht mit in die Verantwortung nehmen würde. Ich versuche dabei, einige Aspekte aufzugreifen, die in der Diskussion bereits angeklungen sind. Endgültige Wahrheiten kann ich gar nicht liefern, sondern vielmehr möchte ich die Dinge (für mich) wein wenig sortieren und zur weiteren Diskussion einladen.

Obwohl ein Bundesliga-Trainer nach der Papierform ein Angestellter auf Zeit ist, kann man doch ein viel realistischeres Bild zeichnen, wenn man von einem Einzelunternehmer ausgeht, der an verschiedenen Stellen dafür sorgen muss, dass seine Kredite verlängert werden. Zuständige Stellen wären die Mannschaft, die Journalisten, der Vorstand und die Fans. Denn jeder Trainer lebt letztlich auf Pump, weil Erfolge keine Auszahlungen bringen, sondern nur den Kreditrahmen vergrößern und mit gestiegenen Ansprüchen verbunden werden. So war es auch bei Lucien Favre, der für sein langfristig angelegtes Projekt „eines Tages eine Mannschaft zu formen, die um den Titel mitspielen kann“ großzügig mit Kapital ausgestattet wurde. Nun hat er die Kredite verspielt. Und ich frage mich, wie es dazu kam und was ich davon halten soll. Eine Annäherung.

Beziehung zur Mannschaft

Favre ist ein Kauz. Mir war das immer sympathisch. Aber im Gegensatz zur Mannschaft habe ich nicht täglich mit einem kauzigen Trainer arbeiten müssen. Und ich kann mir durchaus vorstellen, dass der persönliche Umgang mit Lucien Favre nicht sonderlich einfach sein mag, sofern er über eine rein fachliche Ebene hinaus geht. Und das lässt sich wohl bei einem Fußballverein kaum vermeiden, dass man auch auf einer persönlichen Ebene klar kommen muss. Jeder Spieler ist bereit, einen eigensinnigen Trainer zu tolerieren, sofern die Leistungen, die Ergebnisse stimmen. Es ist die alte Udo-Lattek-Weisheit, dass jeder die Klappe hält, wenn der Erfolg da ist. Denn auf diese Weise kann der Trainer seine Raten abstottern. Aber wehe, der Erfolg bleibt aus und der Trainer kommt mit den Raten in Verzug! Dann wird Kindergarten gespielt und jegliche professionelle Berufsauffassung über Bord geworfen. Dann zählt auch die persönliche Beziehung. Und die war nachhaltig zerstört, wie Gegenbauer nun mitteilt.

Wir werden in den kommenden Wochen beobachten können, ob die Mannschaft bereits am Limit spielte und abgeschlagen absteigen wird. Ich glaube es nicht. Vielmehr ist davon auszugehen, dass Teile der Mannschaft gegen den Trainer gespielt haben. Vollkommen offen ist die Rolle, die Arne Friedrich in dieser Situation eingenommen hat. Fakt ist, dass er nicht der Kapitän gewesen ist, den eine Mannschaft in der Krise benötigt hätte. Er war unsichtbar. Auf und neben dem Platz. Das allein ist in meinen Augen schon ein deutliches Statement, das an integranter Hinterhältigkeit kaum zu überbieten ist. Oder es ist schlichte Inkompetenz, was ebenso wenig auszuschließen ist, wenn man seine Kapitän-Werdung bei Hertha BSC bedenkt. Jedenfalls stimmt es in der Mannschaft nicht. Aber wer hätte denn ernsthaft erwartet, dass sich das bei Hertha BSC irgendwann einmal ändern würde?

Ohne Erfolge war es für Lucien Favre unmöglich, eine Autorität zu bewahren. Und das ist ein Problem, für das man auch den Trainer verantwortlich machen muss. Warum hat er sich auf diese labile Mannschaftsstruktur eingelassen? Warum verlässt er sich fahrlässig auf einen Kapitän, der aus undurchsichtigen Motiven unsichtbar bleibt? Immer wieder hat Lucien Favre betont, wie wichtig die Zusammenstellung des Kaders für den Erfolg ist (die Kuchen-Metapher). Warum ist die charakterliche Mischung dermaßen versalzen worden? Das sind Fragen, die sich auch Lucien Favre hätte stellen müssen.

Vorstand und Favre

In der Beziehung zwischen Favre und dem Vorstand wird die Abhängigkeit zur unplanbaren Variable Erfolg besonders deutlich. Ohne Erfolg ist bei Hertha BSC – trotz langfristiger Ziele und hoher Verbindlichkeiten – kein Trainer zu halten. Was wäre auch aus unserer alten Dame geworden, wenn sie diese Krise ohne Trainerwechsel überstanden hätte? Undenkbar!

Wir haben ja viel, sehr viel über die Mannschaft geschimpft. Zurecht, denke ich. Aber für mich liegt der größte Missstand bei den Vorgaben, die der Vorstand (allen voran Gegenbauer und Preetz) dem Trainer gemacht haben. Bei Abgabe von mehreren Leistungträgern, gleichzeitiger Senkung der Gehälter  um drei Millionen und der Erwirtschaftung eines Transferüberschusses, sollten die Saisonziele beibehalten werden (einstelliger Tabellenplatz). Das ist ein Witz!

Mich wurmt eigentlich am meisten, dass ich selbst so blind war und diesen eklatanten Widerspruch im Taumel der Euphorie nicht noch ernster kritisiert habe. Auf der Welt-Hertha-Linke habe ich mich zwar mehrfach kritisch dazu geäußert, aber nicht konsequent weiter gedacht. Mein Fehler. Dass Lucien Favre sich allerdings ohne öffentlichen Widerspruch auf dieses Experiment eingelassen hat, darf er sich selbst anlasten.

Aber man muss noch tiefer buddeln. Denn warum hat der Vorstand die Ankündigung einer vorzeitigen Vertragsverlängerung nicht vollzogen? Es muss andere Gründe dafür gegeben haben, außer fehlende Zeit. Irgendwann im Sommer scheint ein Erosionsprozess zwischen Vorstand und Trainer in Gang gekommen zu sein, der sich in der Krise wohl nur verschlimmert hat. Ob und wie weit Favres Eigenwilligkeit hierbei eine Rolle gespielt haben, vermag ich nicht zu beurteilen.

Fakt ist aber, dass der Vorstand nicht nur vollkommen überzogene Forderungen an den Trainer gestellt hat, sondern mit der ausbleibenden Verlängerung des Vertrages auch ein subtiles Signal in Richtung der Mannschaft gegeben haben. Und jeder, der langfristige gruppendynamische Prozesse kennt, wird wohl zustimmen, dass man mit solch eine subtilen Geste eine Dynamik entfachen oder befeuern kann.

Die Pressearbeit

Favres Co-Trainer, Harry Gämperle, hat ohne Not Interna veröffentlicht, die eigentlich nur dem Trainer-Gespann schaden. Zwar hat er es als Vorwurf an (nicht konkret benannte) Spieler formuliert, dass über Favres Anweisungen teils gelacht wurde. Aber letztlich ist dieses Eingeständnis ein Offenbarungseid, über den nun die gesamte Öffentlichkeit lachen darf. Mich wundert, dass ein Großteil der lokal ansässigen Journalisten dieses Eingeständnis aufgreifen und nun behaupten, dass hinter vorgehaltener Hand bereits seit Wochen über den Autoritätsverlust des Trainers gesprochen wurde. Warum war bis gestern davon nichts zu lesen?

Vielleicht, weil bis dahin noch eine gewisse Loyalität gegenüber Lucien Favres Arbeit und Hertha BSC bestand. Aber insgesamt war seine Beziehung zu den Journalisten schwierig und wurde nur dann durch ein paar heitere Momente des Erfolgs kaschiert. Dass Favre sich in den letzten Wochen besonders wortkarg gezeigt hat und gleichzeitig offen zugegeben hat, keine Lösung parat zu haben, war das klare Zeichen für den Bruch.

Wir Fans

Jedenfalls hat Lucien Favre seinen Kredit nach und nach bei der Mannschaft, bei den Journalisten und beim Vorstand verspielt. Und was ist mit uns Fans?

Ich glaube, wir waren blind. Zumindest die meisten (also quasi alle außer Kugelblitz und andI611). Wir konnten zwischen Wunsch und Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden. Mir wurde das jetzt erst langsam klar. Ich möchte das kurz erklären, indem ich eine – wenn nicht gar die zentralste – Frage beantworte:

War ich von der Person, bzw. dem Trainer Lucien Favre überzeugt oder von einer Idee? Ganz klar. Es war die Idee, die mich überzeugt hatte. Mit der Verpflichtung von Lucien Favre hat Hertha BSC das erste mal seit Jahren (Jahrzehnten?) einen Weg eingeschlagen, der in Richtung sportliche Entwicklung und finanzielle Konsolidierung gewiesen hat. Und Lucien Favre verkörperte diese Idee nahezu perfekt. Hertha BSC konnte und wollte endlich mehr sein als kompromissloses Gegurke plus Schlüsselspieler (Pantelic, Bastürk, Marcelinho, Deisler, Bobic, Alves, Luizao…).

Das hat mich überzeugt. Und deswegen hat mich Favre überzeugt. Und letzte Saison hat er auch seine Kredite äußerst üppig bedienen können. Aber man muss den Tatsachen ins Auge schauen, dass allein Lucien Favre nicht ausreicht, um diesen Weg zu gehen, diese Idee umzusetzen. Es braucht eine Mannschaft und einen Vorstand dazu, die diesen Weg mitgehen können und wollen.

Aber Hertha bleibt sich treu. Die Eckkneipe im Berliner Wedding mit dem schmissigen Namen „Zur Tränke“ (Ähnlichkeiten im echten Leben sind rein zufällig) träumte eine Zeit lang von einem neuen Image, trenidgen Besuchern, hippen Getränken und einer exquisiten Karte. Aber wenn die Kredite nicht bedient werden können, wird der Wirt ganz schnell wieder das gute alte Schulle an die Zapfanlage anschließen. Dann kommen wenigstens noch Erna, Erika, Marvin und Paul. Ja, das ist nicht schön. Aber es ist Hertha. Denn Hertha bleibt sich treu.

Und jetzt?

Nun, diese Saison geht es gegen den Abstieg. Und ich vermute, dass Hertha noch einen weiteren Trainerwechsel erleben wird in diese Saison.

Und ist es nicht eine herrliche Ironie der Geschichte, dass der Transferüberschuss, der im Sommer erwirtschaftet wurde, nun für Abfindungen der alten Trainer und Gehälter und Handgelder der neuen Trainer (und seine neuen Spieler) verprasst werden wird?

Mich schmerzt am meisten, dass mit Lucien Favre gestern Abend eine Idee verabschiedet wurde, die mir unglaublich gut gefallen hat. Vielleicht ist das pessimistisch gedacht. Aber Hertha wäre nicht Hertha, wenn sie jetzt nicht einen Feuerwehrmann holen würden, dem mittelfristige Umsetzungen reichlich wenig interessieren.

Insofern passte Lucien Favre nie wirklich gut zu Hertha. Denn Berlin mag eine Weltstadt sein. Aber Hertha ist und bleibt [bitte selbst füllen].

Foto:  tao_zhyn
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    Mein Name ist Enno: im Jahre 1982 geborener Berliner, Exil-Herthaner in Bielefeld und Bremen. Seit 2006 schreibe ich im Internet über Hertha BSC. (→mehr)

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48 Kommentare

  1. Am 29. September 2009 um 17:36 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Sehr treffender Beitrag. Der alte Mief unserer Hertha kraucht langsam wieder hoch. Das ganze geschieht dann auch noch im Jahr 1 nach Hoeness. Das setzt dem ganzen ja noch die Krone auf. Die Trennung von Hoeness kam, man mag es kaum glauben und ich wage es kaum auszusprechen, wohl in der Tat zu früh. Vom Finanziellen Aspekt abgesehen vermute ich das wir mit Dieter Hoeness nicht in diese Situation gekommen wären. Es ist einfach nicht zu glauben was derzeit mit unserer alten Dame passiert. Viele Entscheidungen, ja eigentlich alle, hätte ich genauso getroffen. Ich habe die trennung von Hoeness und Pante begrüßt. Das das uns jetzt so um die Ohren fliegt ist wirklich nicht zu glauben.

  2. Boris
    Am 29. September 2009 um 17:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Lieber Enno,

    diesmal finde ich deinen Kommentar elend. Ich finde du knickst in einer Art vorauseilendem Fangehorsam und im Wunsch, Herthaner bleiben zu können, komplett ein und theoretisierst dir das dazu passende Gerüst zurecht.

    Der Witz an der Entlassungsgeschichte mit Favre ist für mich der, dass Lucien Favre mit Hoeness heute noch da wäre! Hoeness hätte in diesen Tagen gewusst, was er den Spielern zu sagen gehabt hätte. Hoeness hätte Favres wahrscheinlich – besonders in Krisenzeiten bei etwas dummen und egoistisch verwöhnten Fußballern – nicht sehr wirkungsvolle Autorität stützen gekonnt und die Spieler vor den Kinkerlitzchen der letzten Wochen gewarnt. Und die Spieler hätten gehorcht. Preetz ist in dieser Hinsicht ein Grünschnabel und hat angeblich Friedrich gefragt, ob der vielleicht gegen Favre spiele. Friedrich hat wohl geschwiegen. Schweigen ist auch eine Antwort.
    Einem kühleren und auch den Spieler gegenüber entschlosseneren Kopf hätte die jetzige Tabelle noch nicht solche Angst gemacht. Nebenbei: ein Spiel mehr gewonnen, und noch hätte niemand was gesagt, nicht wahr. Wo stünden wir mit 6 Punkten? Ganz gut, ja. Das Versagen liegt also im Mangel der echten, der entschlossenen, der tatkräftigen Durchsetzung des guten Trainers gegenüber dem spielenden Personal, das sich seine dümmlichen und primitiven Dummejungs-Machtbestrebungen nicht verkneifen kann. Siehe dazu auch Kommentar der Morgenpost: die dummer Kerle werden vielleicht nie verstehen, was unter Favre aus ihnen hätte werden können. Aber: das Spieler nicht besonders klug sind, nicht besonders weitsichtig, auch lügen und schnell einknicken und versagen ist nun mal bekannt. Schlimmer versagt haben deswegen der Vorstand und der Manager. Sie haben ihre selbst gewollten Ideen nicht wirklich gewollt, sie haben sich kurzfristig und wie immer um den eigenen A. zu retten hinter dem Trainerrausschmiss versteckt. Und das wäre mit Hoeness nicht passiert! Es wäre nämlich nicht so weit gekommen.

    Jetzt haben wir ein paar Idiotenangeberleader in der Mannschaft, die sich ganz finden werden, ein paar Spieler, die keinen Trainer mehr haben, der sie zu was gemacht hätte und einen Gruppe von Führungspersonal, die genau solche Fans braucht, wie du es oben von dir sagst: Welche, die ohne nachzudendek gehorchen, zu ihnen halten und ihnen dabei helfen, an der Macht zu bleiben, auch ohne Ideen und ohne Konzepte und ohne den Verein hoch zu bringen. Darum finde ich deinen Kommentar so elend.

    • Enno Enno
      Am 29. September 2009 um 19:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Lieber Boris,

      ja, man kann meinen Beitrag so lesen, wie du ihn verstanden hast. Wobei das nicht meine Intention gewesen ist, im vorauseilenden Fangehorsam die blau-weiße Welt zu Recht zu theoretisieren. Ganz im Gegenteil stimme ich dir darin ganz ausdrücklich zu, dass das Management versagt hat und der Abschied von Hoeneß ein Vakuum hinterlassen hat, welches dummerweise von den Spielern ausgenutzt wurde, weil es von Favre und vor allem Preetz nicht ausgefüllt wurde.

      Worin ich einfach einen Unterschied machen würde, ist die Unterscheidung von Person (Favre) und Konzept (langfristige Entwicklung). Das hat für mich sicherlich den Vorteil, dass ich Fan eines krüden Vereins bleiben kann, der immer wieder zu seinen piefigen Wurzeln zurück kehrt. Aber noch viel wichtiger ist für mich, dass ich damit leben kann, dass die Person Favre der Vergangenheit angehört, ich aber nach wie vor fordern kann und werde, dass Hertha ein langfristiges Konzept verfolgt. Und – um es mit Hans Meyer zu sagen – gehen sie mal davon aus, dass ich jedes Manöver, das nicht in meinen Wunsch des langfristigen Konzepts passt, ordentlich kritisieren werde. Allen voran solche Hirngespinste wie Lothar (zum Glück auch schon wieder Geschichte), Meyer, Götz, Röber, Slomka und Konsorten.

  3. Süven
    Am 29. September 2009 um 17:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Nach dem Platzen der Jugendträume (nochmals Danke, Götz (fürs versauen) und van Burik (fürs verticken)) nun das zweite Konzept bitter geendet.
    Und herrliche Ironien im Zusammenhang mit der Tante sind über die Jahre auch nur noch öde, sorry, alter Hut.
    Schöne Zusammenfassung, anyway, Hertha – Träume haben halt kurze Beine

  4. streiflicht
    Am 29. September 2009 um 18:23 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hallo Enno,
    manchmal habe ich das Gefühl, wir wären eineiige Zwillinge. Wir wurden bei der Geburt getrennt! :-)

    Lass den Kopf nicht hängen, viele viele viele Herthafans haben an Favre und sein Konzept geglaubt. Oder an die Vorstellung von einem besseren Herthaleben.
    Wie Du richtig sagst, Favre hat diesen Traum bedient.

    Ich sehe es auch ähnlich wie Boris: eigentlich verkackt hat ja Preetz. Er hat sich verrannt, er kann nicht mithalten. Nicht Favre – Kautz hin oder her. Mein Chef ist auch gaga…und trotzdem genial.
    Und froh bin ich zwar über Hoeness` „Rausschmiss“, aber MIT ihm wäre es anders gelaufen. Ja!

    Und Friedrich ist ein Weichei! Ein Erbe aus der Götz`schen Zeit, das wir heute noch ertragen müssen.

  5. Herthana
    Am 29. September 2009 um 18:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Danke Enno, mir war heute den ganzen Tag zum Heulen…..aber über deinen Artikel konnte ich herzhaft lachen.
    Klar wir sind wieder in der alten Weddinger „Tränke “ angekommen und ich frage mich wie ich mir in der letzten Zeit einbilden konnte das sich langfristig daran etwas ändern könnte.
    Das schöne Gefühl in der letzten Saison-als treuer Hertha-Fan nicht ständig mit mitleidigen Blicken konfrontiert zu werden muss mich irgendwie blind gemacht haben……

  6. dns
    Am 29. September 2009 um 19:45 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ohne Personen, die das Konzept verkörpern, ist das Konzept ja erstmal nur eine Illusion. Nach diesem Debakel fragt sich, ob es in den nächsten 10 Jahren wieder einen Konzepttrainer geben wird, der sich die Hertha antut.

    In einem Punkt hast du ganz sicher Recht, „Erna, Erika, Marvin und Paul“ sind mit der Person Lucien Favre wahrscheinlich nie so richtig warm geworden und nur der Erfolg der Idee hat ihn tragbar gemacht.

    Ich werde jedenfalls Favres nächste Station mit Interesse verfolgen und bin gespannt, ob er da genauso scheitert, oder ob der Schweizer in Berlin einfach nur ein Verwandter des Englishman in New York war.

    „Englishman In New York“

    I don’t drink coffee I take tea my dear
    I like my toast done on one side
    And you can hear it in my accent when I talk
    I’m an Englishman in New York

    See me walking down Fifth Avenue
    A walking cane here at my side
    I take it everywhere I walk
    I’m an Englishman in New York

    I’m an alien I’m a legal alien
    I’m an Englishman in New York
    I’m an alien I’m a legal alien
    I’m an Englishman in New York

    If, „Manners maketh man“ as someone said
    Then he’s the hero of the day
    It takes a man to suffer ignorance and smile
    Be yourself no matter what they say

    I’m an alien I’m a legal alien
    I’m an Englishman in New York
    I’m an alien I’m a legal alien
    I’m an Englishman in New York

    Modesty, propriety can lead to notoriety
    You could end up as the only one
    Gentleness, sobriety are rare in this society
    At night a candle’s brighter than the sun

    Takes more than combat gear to make a man
    Takes more than a license for a gun
    Confront your enemies, avoid them when you can
    A gentleman will walk but never run

    If, „Manners maketh man“ as someone said
    Then he’s the hero of the day
    It takes a man to suffer ignorance and smile
    Be yourself no matter what they say

    I’m an alien I’m a legal alien
    I’m an Englishman in New York
    I’m an alien I’m a legal alien
    I’m an Englishman in New York

  7. Tanja*
    Am 29. September 2009 um 20:14 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich hätte gerne die Köpfe von Preetz, Gegenbauer und Friedrich auf einem silbernen Tablett serviert.
    Ich hoffe, die können sich alle ganz warm anziehen und werden dennoch in einer Eiswüste erfrieren.
    Ich hab Magenschmerzen, konnte nicht schlafen habe eine bitterböse Email an die Verantwortlichen geschrieben und hoffe, dass sie am Ende die wahren Verlierer der Krise sind, die sie selber zu verantworten haben.

  8. Honsor
    Am 29. September 2009 um 23:19 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Guter Beitrag Enno,
    Streiflicht hat etwas von der“ Vorstellung von einem besseren Herthaleben“ geschrieben.
    Ich habe die immer noch.Ich bin Fan-ich darf das.Und jetzt sowieso.

    Der Fluxkompensator:
    Wäre ich vor Beginn der Saison 08/09 im Besitz des selbigen gewesen(Einschließlich des geilen De Lorean natürlich) und hätte einen Ausflug in den späten Abend des 12.Mai 2009 nach Köln gemacht-wäre dann zurückgekehrt um zu verkünden:
    „Das war echt nett da…Vor einer Woche hat Hertha vor 70.000 Zuschauern Bochum 2:0 besiegt..Der Trainer hat da um die 70.Min seine drei Stürmer vom Feld genommen,um sie durch drei andere Offensive zu ersetzen.Muss ja auch nich…Der kicker hat geschrieben“Voronin, Pantelic und Ebert wirbelten nach Belieben“ oder so ähnlich…Und Heute? Nach dem 32.Spieltag? Da schrieb das selbe Blatt etwas von“einem humorlos herausgespielten Erfolg der Berliner“ und etwas von Gastgebern die „größere Spielanteile besaßen, sich jedoch an einer fast zynisch agierenden Hertha die Zähne ausbissen.“ Ach ja,wir stehen einen Punkt hinter Tabellenführer Wolfsburg…“
    „Na dann komm mal mit Honsor.Das Autofahren bekommt dir wohl nicht.Und ich hab da einen Therapeuten an der Hand…Reden hilft-Glaub mir.“

    Ich hätte nie gedacht das ich so eine Saison mal erlebe.Aber davon geträumt.Und natürlich tue ich das immer noch.Nur das nächste Mal mit Happy End,bitte.
    Ich habe selten so eine gespaltene und verwirrte Fangemeinde bei Hertha erlebt wie im Moment.
    Ich finde die gesamte Situation ist unglaublich komplex und schwer zu verdauen.Auch ebenso schwer zu beurteilen.Ich habe Fragen und kaum Antworten.Ich beneide Leute die das alles schon immer gewusst haben.die mit sachlichen Thesen aufwarten.Und neuen Konzepten.Ich dachte immer ich wäre einer von ihnen.Weck mich nachts-und wir unterhalten uns bis morgens über die Tante.Im Augenblick funktioniert das alles nicht.Ein Freund hat mir erzählt,das sein Sohn das „Arne“ Poster von der Wand gerissen hat,weil er glaubt den Schuldigen gefunden zu haben.Vielleicht sollte ich es mal damit probieren.

  9. Am 30. September 2009 um 08:32 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Integrant ist der Friedrich also – ist das so ein Schwebezustand zwischen integer und intrigant?
    Menschenführung ist essentieller Bestandteil des Trainerjobs. Defizite in diesem Bereich können nur schwer aufgewogen werden. Besser ist es wohl, als Trainer seine Defizite mit Personal zu kompensieren, das positiv auf die Gruppendynamik einwirkt. Da nicht rechtzeitig gegenzusteuern ist Favre anzulasten.
    Preetz hat jetzt die Chance, diesen Mangel personell zu beheben – und für sich selbst vielleicht für die Zukunft zu lernen. Herthas dringende Probleme sind jedoch strukturell – da haben die Hoffenheimfans sich als schnell lernfähig entpuppt, wirklich treffende Schmähgesänge anzustimmen: Ihr wollt unsere Hauptstadt sein? Dieses Potential langfristig zu mobilisieren ist das Gesellenstück. Dann wird Hertha auch den Automatismen der Branche folgend regelmäßig um die Europapokalplätze mitspielen. Bis dahin bleibt ihr Fußballprovinz.

    • Enno Enno
      Am 30. September 2009 um 09:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Integrant. Ich wusste doch, dass dieses Wort irgendwie nicht richtig klingt. Und doch passt es auf Friedrich zu 100%. Nach vorne integer, nach hinten intrigant. Integrant also. Danke für den Hinweis auf meinen freudschen Verschreiber.

      Ja, die Hauptstadtmassen mobilisieren. Das wäre was. In fünfzig Jahren vielleicht.

  10. Am 30. September 2009 um 09:40 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Endlich mal ein Artikel, mit dem ich etwas anfangen kann…;-) Auch wenn ich das Augenzwinkern bei Nennung meines Namens bis hierher nach Kanada sehen konnte. Und ich muss dazu auch noch etwas anderes sagen: ich habe niemals (ich hoffe es jedenfalls…) die Idee des Favre angezweifelt oder kritisiert. Ich war ja auf dem besten Weg, ein Fan von ihm zu werden. Nein, der Mensch Favre war mir immer suspekt und ich war mir sehr sicher, dass er nicht nach Berlin passt. Und nicht nur nicht nach Berlin. Nun möge nach Matthäus auch noch der Kelch Berti Vogts an uns vorüber gehen und dann wird über kurz oder lang die Situation sicher ein wenig entspannter.

    • Enno Enno
      Am 30. September 2009 um 10:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Hehe…
      Unter anderem hat mich dein Kommentar ja soweit zum Nachdenken gebracht, dass ich angefangen habe über den Unterschied von Person und Idee nachzudenken. Insofern ist diese Beitrag durchaus als Reaktion auf, bzw. Auseinandersetzung mit deinem Kommentar zu verstehen.

  11. Max
    Am 30. September 2009 um 11:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hallo Enno, danke für den Kommentar, ich war auch von Favre überzeugt, aber Dein Artikel hat mich weiter zum Nachdenken gebracht und ich gebe Dir unumwunden recht. Leider.
    Was mich aber am meisten ärgert, ist die Personalie Friedrich. Vielleicht war es nicht möglich, aber den hätten Sie gerne statt Joe nach Hoffenheim abgeben können. Wahrscheinlich wollte ihn keiner. Die Demontage Favres durch einige Spieler fing mit der Operette um Pante an und ging mit der Verletzung und dem Eingeschnapptsein von Friedrich und Voronin zum Saisonende weiter. Der einzige Spieler, der in dieser Situation Charakter gezeigt hat, war Simunic, und damit für mich der eigentliche Kapitän, einer, der ein Loch hinterlassen hat, dass der Rumpelfussballer Friedrich nie ausfüllen wird können. Dass Favre letztendlich die Verantwortung dafür trägt, sollte für einen Teammanager selbstverständlich sein. Aber auch Friedrich muss dafür zur Verantwortung gezogen werden. Ansonsten erleben wir das Kaspertheater die ganze Saison. Und Preetz sollte seine Lehren daraus ziehen und nicht noch einmal das Herz der Mannschaft entfernen.

  12. Tanja*
    Am 30. September 2009 um 11:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Preetz und Gegenbauer sollen de Lehren aus dem ganzen Desaster ziehen und sich aus dem Verein entfernen, sie sind inkompetent. Gegenbauer scheint keine Ahnung vom Fußballgeschäft zu haben und Preetz ist ein ehemaliger Stürmer nicht mehr, der hat überhaupt keine Erfahrung im Managergeschäft….
    sorry auf die beiden bin ich extrem wütend die machen alles kaputt und zwar im Schnelldurchlauf
    Die mit ihrer „Geiz ist Geil“ Mentalität ich steh da doch mehr auf „Geist ist Geiler“ und den besitzen beide anscheinend nicht. Nach ner Selbstamputation der Beine kann man nun mal nicht mehr laufen!!!!

    Für die beiden gilt:

    YES WE CAN GAR NICHTS !!!!

    • Kugelblitz
      Am 30. September 2009 um 15:26 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Gegenbauer muß auch keine Ahnung vom „Geschäft“ haben. Es reicht völlig aus Kontakte zur Politik u. Wirtschaft zu besitzen u. zu nutzen. Aus diesem Grund ist Herr Gegenbauer auch genau der richtige Mann als Präsident. Wo bei es natürlich nicht zu einem Interressenkonflikt zwischen der Firma Gegenbauer u. dem Verein Hertha BSC kommen darf. Stichwort wäre hier – Der altbekannte westberliner Mief der späten 70-ziger u. 80-ziger Jahre.
      Herr Preetz befindet sich in einer Lernphase. Der Posten mag etwas zu früh gekommen sein aber auch Er muß sich freischwimmen, vom eins ehemals übermächtigen Patriachen des Verein’s.
      Bisher macht Er alles richtig!

  13. spreemaradona
    Am 30. September 2009 um 12:49 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Jetzt hakt Favre doch nach. Hertha könne „niemals von den Berlinern gerettet werden.“ Wie in seinem Fall heiße die Devise „Intellekt muß importiert werden.“ Ein weiteres Problem: Hertha sei „nicht elitär aufgestellt“ sondern der Gesinnung nach „eher plebejisch und kleinbürgerlich“.
    Auch für die Zukunft sieht der Schweizer schwarz, zumal „40 Prozent aller Geburten in der Unterschicht“ stattfänd… ähm. Wie jetzt? Ach so, das war doch nur Sarrazin.

  14. Theo
    Am 30. September 2009 um 15:21 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Kann deinem Beitrag nur zustimmen.
    Speziell in Sachen Trainer – Spieler Verhältnis.
    Denn Harry Gämperle hat schon recht, die eigenen Spieler geben zu, dass einige ihrer Teamkollegen dem Trainer nicht gewogen sind und besser hätten spielen können.
    Kann man nur hoffen, dass ihnen der neue Trainer besser gefällt und sie FÜR ihn arbeiten.

  15. Kugelblitz
    Am 30. September 2009 um 15:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Es gibt einen schönen Text von Ch. Ulmen mit dem Titel-Hertha lieben lernen-
    Vielleicht kennt ihn jemand?

    Hier mal ein Zitat:
    … dass Hertha nun mal nach Herrengedeck Westberliner Eckkneipen riecht, und das als den der angestrebten Champions League wahrzunehmen. …

  16. Herthana
    Am 30. September 2009 um 18:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich denke wir sind alle wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen…der alte West-Berliner Mief ist noch lange nicht verschwunden.
    Unser Eckkneipen-Verein ist wie er ist und ich möchte trotz spielerischer Stärke mit keinem Hoffenheim oder Wolfsburg-Fan tauschen.
    Gestern fragte ich mich noch warum man nicht bis nach dem Hamburg Spiel gewartet hat-und heute nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe und sich auch die Sonne wieder blicken ließ wurde mir klar das ja durch die Länderspielpause vier Wochen Zeit ist einen neuen Trainer zu verpflichten.
    Das interne Ultimatum war wahrscheinlich bewußt auf diesen Termin nach dem Hoffenheimspiel gelegt worden, von Preetz also kein schlechter Zug.
    Die Wunderheilung von Friedrich wundert mich doch sehr und ich bin stinksauer, aber es werden wohl auch andere Spieler mit im Boot gesessen haben oder was meint ihr ??
    Der Knackpunkt war einfach das Schalke-Spiel letzte Saison ( schniff….) danach lief bis auf Bröndby einfach nix mehr. Seit dem wird wohl der eine oder andere Spieler angefangen haben an Favres Entscheidungen zu zweifeln.
    Wenn dem wirklich so ist und die Mannschaft ( die man ja nun (leider) nicht entlassen kann ) gegen den Trainer gespielt hat müssten ja morgen drei Punkte als Wiedergutmachung drin sein !!!!

  17. Sebastian
    Am 30. September 2009 um 19:15 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Friedrich raus!…tut mir leid, ich kann nichts dagegen machen…Friedrich raus!…es kommt irgendwie von selbst…Friedrich raus!…

  18. spreekicker
    Am 30. September 2009 um 19:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

    schnauze voll, am besten es kommt lorant, den haben sie sich aber auch sowas von richtig verdient. oder wenigstens der schäfer, dann gibt es wieder richtige derbys gegen die veilchen vielleicht im momsenstadion, wo sich ja ohnehin der größte erfolg der hertha der letzten jahzehnte ereignete. ich wäre gerne dort – das blöde aramakbier schmeckt eh so schlecht wie es teuer ist.
    je nachdem wie der tabellenstand in der winterpause ist alle wertvollen/gehaltsintensive spieler ohne zweiligavertrag verkaufen und relativ schuldenfrei in die zweite gehen. (interessant könnten die favrespieler werden, die er eventuell wiedersehen will).
    und dann (achtung phrasenschwein) auf die eigene jugend setzen, was denn auch sonst?

  19. daniel
    Am 30. September 2009 um 20:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Wir werden immer zu euch stehen – Hertha BSC
    zwar schon älter der Song , aber genau der richtige jetzt den wir brauchen!

    http://www.youtube.com/watch?v=7bhvIvoy3Qw&fmt=22

    • kielerblauweiß
      Am 30. September 2009 um 23:12 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Den Song hab ich hier vor 2 Wochen auch schon gepostet. Kennen also auch andere :) Immer wieder gut.
      Hoffentlich wird der Inhalt morgen nicht wieder zu sehr auf die Probe gestellt !

  20. Tanja*
    Am 30. September 2009 um 20:47 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ja Friedrich raus ( Gegenbauer und Preetz gleich mit) und selbst nach nem Sieg kein Friede, Freude, Friedrich, Eierkuchen
    *kochvorwut*
    das ist alles so erbärmlich, diese Charakterschweine…

  21. lissy
    Am 30. September 2009 um 21:12 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Zur Zeit sind mir die Trainernamen alle egal besser als Favre wirds wohl nicht.Der hätte mal Arbeitsverweigerer wie Friedrich,Stein und Nicu entlassen oder suspendieren sollen.Aber so elend die Situation ist,ich glaube nicht das das schon das Ende der Fahnenstange ist.
    Mit welchen Verkäufen werden denn nächste Saison die Vereinsschulden getilgt, klare Antwort da werden sie wohl Kacar oder Raffael verkaufen.Wer soll da dann noch Hertha in der Ersten Liga halten.An ein gutes Ende glaub ich langsam nicht mehr.Vielleicht spart uns ja Herr Gegenbauer in die Insolvenz und wir fangen von null an.Kann man dann noch sagen, die Herren Preetz, Gegenbauer und Co haben ihren Job gemacht…?

    • Theo
      Am 30. September 2009 um 23:44 Uhr veröffentlicht | Permalink

      ja, wahrscheinlich verkaufen wir gleich beide.
      können ihr glück ja vielleicht bei einem anderen berliner verein probieren…

  22. Tanja*
    Am 30. September 2009 um 21:30 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Naja wie Enno hier irgendwo schon mal schrieb schuldenfrei in Liga 2 und Gegenbauer und Preetz fühlen sich dann wohl ganz toll.
    Man sollte die vorher wirklich rausschmeissen…. grrr….

  23. Am 30. September 2009 um 23:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Richtig – zu einem guten Trainer gehört mehr als grandioses Fußball-Know-How, taktische Versiertheit und akribisches Arbeiten. Ein guter Trainer muss, zumindest in der Bundesliga, auch mit einem Haufen junger Kerle umgehen, denen nach zwei guten Spielen von vielen Seiten der Kopf verdreht wird, was für dolle Hechte sie doch sind. Der Umgang mit Spielern in der Schweizer Liga dürfte da ein paar Nummern weniger kompliziert sein.

    In der letzten Saison, da war das auch noch einfach. Die Spieler waren zumeist neu, kaum einer kannte sie. Aber nach und nach hagelte es Interviews und Fernsehauftritte, und Berater traten auf sie zu mit dem realen oder angeblichen Interesse anderer Vereine. Irgendwann dachten einige wohl tatsächlich, sie könnten über das Wasser wandeln und müssten bei der Hertha jetzt nur noch so lange ausharren, bis Real mit dem Millionen-Angebot kommt.

    Und das konnte Favre eben nicht, mit Diven, Selbstdarstellern und Mimosen umgehen. Vielleicht waren es z.T. auch die Sprachschwierigkeiten: Favre konnte sich auf Deutsch eben nicht so wortgewaltig ausdrücken, wie das vielleicht angemessen gewesen wäre. Favre hat nicht als Experte, wohl aber als Führungskraft versagt. Dazu gehört auch, bei der Aufstellung und Zusammenstellung der Mannschaft zu zögerlich auf Neues gesetzt zu haben. Wenn einer gegen den Trainer agiert und agitiert, spielt er das nächste Mal eben nicht mehr, und ein Nachwuchsspieler bekommt eine Chance. Aber Dinge wie z.B. wie in der Hinrunde mal die großen Namen auf die Bank zu setzen, und sie dann aber in der Rückrunde trotz extrem schwacher Leistungen spielen zu lassen, das untergräbt die eigene Autorität von ganz alleine.

    Es ist schade, und vielleicht lernt der Schweizer diesen Teil ja noch. Auch Magath hat lange gebraucht, bis er zum souveränen Coach wurde.

    Wie groß die Schuld des Trainers an der Lage wirklich ist, wird sich wohl darin zeigen, dass wir nur einen Nachfolger bekommen, dem das Wasser bis zum Hals steht, weil das übliche Fordern von Verstärkungen eben keine Option ist. Wenn letzteres aber plötzlich doch gehen sollte, dann wissen wir endgültig, wo gepfuscht wurde…

  24. Andreas
    Am 30. September 2009 um 23:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Guter Vorschlag vom Tagespiegel:

    „Meyer rettet die Mannschaft vor dem Abstieg, und dann übernimmt ein Trainer, der das Werk von Lucien Favre fortsetzt. Warum eigentlich nicht Lucien Favre?“

    http://www.tagesspiegel.de/sport/Hertha-BSC-Hans-Meyer-Lucien-Favre;art15527,2912138

  25. Am 1. Oktober 2009 um 00:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

    In einem wesentlichen Punkt möchte ich dir widersprechen. Ich halte es nicht für die Aufgabe des Trainers, Rücksicht auf die sensiblen Spieler-Seelchen zu nehmen. Die haben zu spuren, dem Trainer Respekt zu erweisen und seine Vorgaben umzusetzen – Kauz hin oder her. Immerhin ist er ihr Vorgesetzter. Ein Bundesliga-Team ist ein knallhartes Geschäft und kein Streichelzoo.

    Das System Bundesliga bringt leider einen Spielertypus hervor (und bevorzugt diesen), der nur autoritäre Alphamänner wie Hoeneß und kantige Trainer wie Stevens respektiert. Spieler, die Respekt mit Angst verwechseln, kommen mit eher intellektuellen Trainern (wie Favre oder Rangnick), die ohne Drohkulisse und Rumschreierei an der Linie arbeiten, nicht klar und üben den Aufstand.

    Wenn dann Führungsspieler fehlen, die mannschaftsintern vielleicht gegensteuern könnten, läuft das aus dem Ruder. Insofern teile ich die Kritik an Friedrich, dessen Aufgabe das gewesen wäre. Allerdings ist Favre anzulasten, dass er Friedrich als – neben Dardai – einem der wenigen wirklich erfahrenen Spieler eine Menge zugemutet hat. Friedrich musste nach dem Abgang von Simunic, Pantelic und Woronin die ganze Last als Führungsfigur tragen und war dem offenbar nicht gewachsen.

    Hier hätte Favre eingreifen müssen, aber auch Preetz und Gegenbauer waren in der Pflicht. Preetz hat zwar Bonus bei den Fans, aber dem derzeitigen Kader ist offenbar schnuppe, dass „der Lange“ in Berlin eine historische Figur ist. Doch müsste der Manager wie damals Hoeness eben den Zerberus geben, wenn die Mannschaft gegen den Trainer muckt.

    Trotzdem: Nach der Logik des Systems Bundesliga war Favre nicht zu halten. Dennoch ist das schade. Denn jeder Name, der jetzt als Nachfolger gehandelt wird, würde einen Schritt zurück bedeuten. Und ich rede hier nicht von Matthäus oder Vogts (diese Optionen weigere ich mich zu denken). Funkel ist nicht gerade Garant für modernen Erfolgsfußball. Und fragt mal in Hannover, was Hecking da angestellt hat.

    • Tanja*
      Am 1. Oktober 2009 um 09:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Preetz hat Bonus als Stürmer, aber er ist in meinen Augen nur ein „Möchtegernmanager“ ohne Erfahrungen in diesem Bereich, inkompetent…. ein Weichei ohne Rückrad, Schwiegermuttisliebling….

  26. Am 1. Oktober 2009 um 01:42 Uhr veröffentlicht | Permalink

    „Rücksicht“ ja, aber nur in dem Sinn, dass man mit diesem Verhalten rechnet und ihm begegnet. Und nicht ihm nachgibt. Aber die Spieler sind wie die Löwen in der Raubtiernummer – wenn die eine kleine Spur von Unsicherheit beim Dompteur entdecken, und sei es – um das Bild mal kurz wieder zu verlassen – auch nur, dass mit Hilfe der Medien die Vereinsführung sturmreif geschossen werden kann, dann zerfleischen sie ihn.

    Das funktioniert eigentlich überall, bis auf Bremen und (mit Abstrichen) Freiburg.

  27. Enno Enno
    Am 1. Oktober 2009 um 06:59 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @FoolDC:

    Es wäre wünschenswert, wenn Bundesliga-Spieler so professionell arbeiten würden, wie du es forderst. Ich fordere letztlich nichts anderes, bzw. wünsche mir nichts anderes. Aber man muss den Realitäten ins Auge blicken: Die meisten „Profi“-Mannschaften sind nicht viel mehr als ein intigranter Haufen egoistischer Fußballer. Und das in einem Mannschaftssport! Dem war Favre in der Situation bei Hertha BSC wohl nicht gewachsen. Ob das allerdings ein Spezifikum der Bundesliga ist, wage ich zu bezweifeln. Es wird in England, Spanien oder Italien kaum anders sein, vermute ich.

    • Am 1. Oktober 2009 um 09:28 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Okay, nennen wir es das „System Profifußball“.

    • dns
      Am 1. Oktober 2009 um 10:01 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ist einfach nicht dein Wort, dieses intrigant. ;)

      • Enno Enno
        Am 1. Oktober 2009 um 14:53 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Verdammt. Ich werde es auf den Index befördern. Dieses intri-Dingens.

  28. Am 1. Oktober 2009 um 09:35 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Oh Mann,

    Endzeitstimmung ist dagegen ja nichts.

    Ich kann es aber verstehen. Aus der Entfernung habe ich allerdings den Höhenflug von Hertha letztes Jahr nicht mit dem Trainer sondern vor allem aufgrund der Leistungen bestimmte Spieler (Drobny, Simunic, Raffael, Pantelic, Voronin) in Verbindung gebracht.

    Allerdings stellt sich die Frage, warum ein Nicu so nachlässt. Was Friedrich jemals in der N11 verloren hatte, habe ich noch nie verstanden, aber das ist ein anderes Thema.

  29. Kugelblitz
    Am 1. Oktober 2009 um 17:08 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Frage mich wirklich woher plötzlich diese negative Stimmung gegen Herrn Preetz herkommt?
    Das scheitern der Mannschaft auf dem Rasen sollte man nicht dem Manager anlasten oder möchten einige die Mannschaftsaufstellung dem Manager überlassen?
    Hätte natürlich den Vorteil der Einsparung eines Cheftrainergehaltes.

  30. sundermann
    Am 1. Oktober 2009 um 20:40 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Aber Hertha ist und bleibt [bitte selbst füllen].

    – „wedding“, „berlin“, „proletarisch“ oder einfach nur: ein fussball-klub… !?
    ach, es suhlt sich so schön im eigenen elend. ich mag das. wer mag das nicht?

    nicht, das irgendein vernunftbegabtes wesen eine halbe stunde vor anpfiff auch nur einen sauren auf hbsc in lissabon verwetten würde, allein – who cares? ein 0:1 coup würde uns gleich morgen mit aufgepumptem busen zur u-bahn, zum job, in die woche begleiten.

    ach, was hatte ich mir schon für schöne szenarios gegen 60 und freiburg ausgemalt. who cares?

    der knoten wird platzen, die zusammengewürfelte truppe wie phönix die liga halten und den geforderten einstelligen platz ermauscheln.

    oder untergehen.

    dann halt tendenziell wieder in der oberliga und die tugenden von herrn heine („Wir müssen die einfachen Fußballtugenden jetzt in den Mittelpunkt stellen“) umsetzen: was wars damals schön, ’87 im dfb-pokal gegen bayern.

    Aber Hertha ist und bleibt [bitte selbst füllen]: mein klub!

  31. Am 2. Oktober 2009 um 00:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Was haltet Ihr von folgendem Vorschlag:
    Jetzt wo ja eigentlich klar ist, dass aus dieser Saison für Hertha nix mehr werden kann, könntet Ihr doch mal was für Fußballdeutschland tun.
    Ihr verpflichtet jetzt Lothar Matthäus, der wird dann aller Voraussicht nach genauso schlecht weitermachen, wie es bisher gelaufen ist, so dass ihr ihn zwischen dem 17. und 22. Spieltag feuert (abhängig vom Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze), Euch nen vernünftigen Trainer holt und der rettet Euch dann bis zum Ende der Saison.

    Dann würden wir damit hoffentlich ein für alle Mal dieses Damokles-Schwert Matthäus loswerden, das bei jeder Trainerentlassung wieder von der Presse rausgeholt wird.

    Und da hätten wir doch alle was von!
    Würde das jedenfalls sehr begrüßen, nachdem Hannover schon nicht diesem Vorschlag folgen wollte.

    PS: Je nachdem wie schlimm es läuft, könntet ihr damit dann vielleicht sogar auch noch Preetz loswerden…

  32. Tanja*
    Am 2. Oktober 2009 um 09:36 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Wir sind zwar im Moment anscheinend Samariter, aber ich hoffe so weit wird es niemals kommen, dass Mattäus zu Hertha kommt, wenn es eine Fußballgöttin gibt, bitte nein auch nicht Vogts…

    Preetz ist für mich ein verdienter Stürmer, aber das ist lange her und wäre er ein guter „Manager“ hätte er Favre den Rücken gestärkt statt ihn rauszuwerfen und hätte ein Machwort gesprochen. Der kann das gar nicht.
    In meinen Augen ist er eine Marionette von Gegenbauer er hat kein Rückrat – ich kann DEN einfach nicht mehr ertragen…. (als Spieler mochte ich ihn, Tore schießen konnte er ja auch…)

  33. Kugelblitz
    Am 2. Oktober 2009 um 09:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ist der Ruf erst ruiniert …

    Was spricht eigentlich gegen Lothar Matthäus als Trainer im allgemeinen u. als Trainer bei Hertha im besonderen?
    Gibt es irgendwelche fachlichen Argumente gegen eine Verpflichtung in Deutschland?

    Wer gegen Matthäus als Trainer in Deutschland wettert sollte mal ein Blick nach Trier werfen. Dort arbeitet ein Mario Basler seit geraumer Zeit recht erfolgreich.
    Warum sollte es ein Matthäus nicht auch können?

    • Enno Enno
      Am 2. Oktober 2009 um 10:35 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ich habe keine Meinung über die fachlichen Qualitäten von Lothar Matthäus. Ich halte ihn allerdings für einen unerträglichen Dummschwätzer, was er regelmäßig durch seine Kolumnen in diversen Boulervard-Medien unter Beweis stellt. Und allein das ist für mich schon Grund genug, mich vor einer Verpflichtung zu gruseln.

      • Tanja*
        Am 2. Oktober 2009 um 11:51 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Geht mir nicht anders Enno

      • Am 2. Oktober 2009 um 12:07 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Amen!

        Und im Gegensatz dazu ist zwar auch Basler irgendwo ein …äh… Mann des Volkes (um es mal nicht-justiziabel zu formulieren), aber in seiner Art irgendwie doch wesentlich aufrichtiger (auch sich selbst gegenüber) als es Matthäus ist, der mir immer scheint als leide er an chronischer Selbsttäuschung.

        Hinzu kommt natürlich noch, dass der Loddar mit der BILD im Bett ist, was nicht gerade Bonuspunkte auf der Sympathieskala gibt.

        • dns
          Am 2. Oktober 2009 um 17:29 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Immerhin ist die Bild volljährig geschäftsfähig. Aber nen Schulabschluss hat auch die noch nicht oder?

  34. Am 2. Oktober 2009 um 12:23 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Lothar ist ein starker Medienmann, der sich in Berlin behaupten könnte.
    Fachlich kann ich seine Leistungen nicht einschätzen, aber ein guter Fußballer war er definitv.

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  • Von links for 2009-09-30 | Du Gehst Niemals Allein am 30. September 2009 um 14:05 Uhr veröffentlicht

    […] Kredite verspielt | Hertha BSC Blog "Aber Hertha wäre nicht Hertha, wenn sie jetzt nicht einen Feuerwehrmann holen würden, dem mittelfristige Umsetzungen reichlich wenig interessieren." (tags: hertha krise fans medien preetz favre trainer arnefriedrich kritik) […]

  • Von Funkelfußball | Hertha BSC Blog am 2. März 2010 um 20:49 Uhr veröffentlicht

    […] ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich bereits kurz nach der Entlassung von Favre Folgendes schrieb: Nun, diese Saison geht es gegen den Abstieg. Und ich vermute, dass Hertha noch einen […]

  • Von Antworten aus der Schweiz | Hertha BSC Blog am 10. Mai 2010 um 14:31 Uhr veröffentlicht

    […] Natürlich nicht. Enno hat damals schon spekuliert, dass da mehr vorgefallen sein muss, dass da Kredite verspielt worden seien zwischen Lucien Favre und der Mannschaft, die ihm in der Vorsaison teilweise noch […]

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    Drei Berliner kommentieren ihre Erlebnisse als Herthaner in Dortmund, Bielefeld/Bremen und Berlin. Polyvalent, kritisch - Hertha! Folglich kommen wir über das geschriebene Wort ins Spiel. Ein Thema, drei Perspektiven und nur manchmal einer Meinung. Mehr...
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