Leitbild oder Wunschkonzert?

Gestern Abend erreichte uns eine Mail, die uns über ein Projekt der „TSP-Herthaner machen sich Gedanken“ informierte. Herthaner machen sich Gedanken? Klingt gut. Es geht dabei um ein Leitbild für Hertha BSC, das im Frühjahr von acht Usern erstellt wurde, die sich über die Kommentar-Möglichkeiten des Tagesspiegels (they call it „Forum“) kennen gelernt haben. Irgendwie hat der Tagesspiegel da auch seine Aktien drin. Ich weiß nicht, ob nur die Infrastruktur und die Plattform gestellt werden oder ob noch mehr dahinter steckt. Aus dem Interview, mit dem der Bericht gestern veröffentlicht wurde, lässt sich diese Frage jedenfalls nicht beantworten.

Es geht also um ein Leitbild für Hertha BSC. Leitbilder sind allerdings immer so eine heikle Sache. Sie gelingen selten, weil sie häufig nur Wünsche und Normen der Beteiligten abbilden, aber nur in den seltensten Fällen an die Realität gekoppelt sind. Das klingt dann alles sehr schön und alle sind sich einig. Aber das Leitbild erfüllt dann nicht mehr die Funktion nach innen handlungsorientierend und nach außen imagefördernd zu wirken. Ich bin Leitbildern gegenüber skeptisch, weil sie letztlich eine Kunstform sind, die nur den wenigsten gelingt. Mit dieser Skepsis las ich heute morgen also das Leitbild der „TSP-Herthaner machen sich Gedanken“. Und leider war ich zurecht skeptisch. So viel kann ich vorweg schon einmal sagen. Wenn ich das Papier durchgehe, fällt mir dazu folgendes ein:

Es gibt weniges, das in dem Bericht angesprochen wird, das ich mir nicht auch wünschen würde. So wird z.B. eine „Hertha-Familie“ gefordert, die junge Spieler (auch auf Kosten des Misserfolgs) auffängt (S. 7). Das kann man sich zwar wünschen, aber nicht ernst meinen, denke ich. Aber es geht auf diese Weise weiter. Da wird der Verein doch tatsächlich aufgefordert, etwas mehr Basisdemokratie zu wagen und natürlich darf die „liebgewonnene Tradition“ nicht vergessen werden (S. 8). Das ganze klingt nach Ringelpiez mit Anfassen: Ach, wollen wir alle nicht ein wenig kuscheln? Und natürlich soll Hertha die Finanzen ganz doll transparent gestalten (S. 10ff.). Im Rahmen dieses großen Wunschkonzerts frage ich mich dann, ob der Verein mit dieser Transparenz einen selbstgeschaffenen Wettbewerbsnachteil aufbauen soll.

„Immer wieder aufstehen – aus Tradition!“, so lautet der Vorschlag für eine Marketingkampagne. Das hat sicherlich einen gewissen Charme, ist aber nur schwer kompatibel mit der Großmannssucht, die wir in den letzten Jahren immer erlebt haben – und zwar sowohl im Verein als auch in großen Teilen der Fanbasis. Es ist aber der Zweck eines Leitbildes, an der Realität anzusetzen, die in diesem Papier leider weitestgehend ignoriert wird. Ebenso realitätsfern sind die Forderungen an die Jugendakademie, wo potente Spieler schon in jungen Jahren langfristig gebunden werden sollen (S. 18f.). Leider ist die Jugendspielerausbildung nichts anderes als russisches Roulette und da sollte jeder wissen, dass man dieses Spiel nicht mit dem Gießkannenprinzip gewinnen kann. Vor allem dann nicht, wenn es um wirtschaftliche Gewinne geht, die ja bei der Jugendarbeit durchaus von den Autoren gefordert werden. Denn die Forderungen gipfeln in dem Slogan „mit der Jugend aus der Schuldenfalle“ (S. 20), auch wenn dabei sportlicher Misserfolg einhergeht. Ja, klar. Wir machen das dann in Zukunft wie Mainz und Freiburg. Immer schön zwischen erster und zweiter Liga pendeln. Nein, danke.

Realitätsverkennung scheint das eigentliche Programm des Leitbildes zu sein, was sich auch an dem Vorschlag des „kleinen Fanknigges“ zeigt. Das soll nicht ernsthaft ein Erziehungsversuch des Berliner Publikums sein, oder? Alles schön und gut, was die Schreiber sich da vorstellen. Aber die ganzen schönen Worte schreiben sich jeder Verein, der DFB, die UEFA und die FIFA seit Jahren auf die Fahnen. Von einem Konzept aus den Reihen der selbsternannten Basis hätte ich mehr Mut zur Realität und weniger Weichspüler erwartet.

Und mal ganz ehrlich: Wer sich gleich zu Beginn vehement von sogenannten „Event-Fans“ (S. 2) distanziert (ohne zu sagen, was er damit meint) und dann ein buntes Spieleparadies namens Olympiastadion beschreibt und dies als Zukunftsvision verkaufen möchte, der kann nicht den Anspruch haben, wirklich ernst genommen zu werden. Schon gar nicht von dem großen Teil der sogenannten „Basis“. Wer dagegen nur drei Zeilen zu „fanrelevanten Strafen“ (S. 24) wie Stadionverbote verliert und dabei das ganze Vertrauen in die Vereinsführung legt, der kennt die Realitäten der alltäglichen Repression wohl nicht. Damit macht sich das Papier in meinen Augen – trotz oder gerade wegen reichlich guten Willens – fast schon lächerlich. Dass Herthas immer noch zögerliche, aber zunehmend erfolgreiche Bemühungen im Bereich Social-Media (vor allem Facebook) keine Erwähnung im Marketing-Teil finden (27ff.), mag an dem Alter der Schreibenden liegen (35+), verwundert aber doch sehr, wenn es sich hier um internetafine Forenuser handelt.

Insgesamt kann man hier also nicht von einem Leitbild sprechen. Vielmehr handelt es sich um einen großen Katalog von Wünschen, die konsensorientiert weichgespült präsentiert werden. Dagegen wäre ja nichts einzuwenden. Aber die Wunschliste wird halt als Leitbild verkauft und dann muss die Kritik eben geübt werden, dass hier reichlich realitätsfern schwadroniert wird.

Dazu drängt sich der Eindruck auf, dass sich hier ein typisches Forenproblem seinen Ausdruck gesucht und gefunden hat. Engagierte Mitglieder, die viel kommentieren, drängen häufig darauf, ihren Status durch Sonderrechte zu untermauern. Ich kenne die Strukturen der Tagesspiegel-Kommentare zu wenig, um das abschließend beurteilen zu können. Die Reaktionen auf das „Leitbild“ lassen sich aber so interpretieren. Es lassen sich also immerhin Zweifel formulieren, ob das Engagement wirklich im Dienste der blau-weißen Sache steht, oder ob sich hier acht User selbst beweihräuchern. Vermutlich ist es eine Mischung aus beidem.

Abschließend möchte ich noch auf einen Einwand eingehen, der direkt als zweiter Kommentar von Eltron 2000 geäußert wurde: Warum wird hier ein Alleingang gefahren, wo es doch den Förderverein Ostkurve gibt, der nicht nur die Infrastruktur und das nötige Know-How hat, um gezielt beim Verein Gehör zu finden? Gerade wer von Basisdemokratie fabuliert, sollte wissen, dass eben nur gemeinsame Aktivitäten dazu führen, dass man etwas bewegen kann. Hier wurden wertvolle Ressourcen ungenutzt gelassen, denn zersprengte Einzelgruppen sind ein Traum aller Vereinsoberen, frei nach dem Motto: Divide et impera.

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  • Wer hat das geschrieben?

    Mein Name ist Enno: im Jahre 1982 geborener Berliner, Exil-Herthaner in Bielefeld und Bremen. Seit 2006 schreibe ich im Internet über Hertha BSC. (→mehr)

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32 Kommentare

  1. XXX
    Am 21. September 2010 um 09:40 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Wow, da machen sich manche Gedanken über Hertha und werden zum größten Teil in der Luft zerrissen. Nicht nur hier durch Enno, sondern auch im TSP-Forum.
    Sicher kann man geteilter Meinung über dies und das sein, aber man sollte die Kirche auch im Dorf lassen, den Dom in Kölle und die Gedächniskirche in Berlin.
    Träumen wird ja wohl noch erlaubt sein, auch für die acht Initiatoren. Aus.

    • Enno Enno
      Am 21. September 2010 um 09:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ganz explizit habe ich das Papier nicht als Träumerei gelesen, sondern als Leitbild. Träumen darf man, ähnliches schrieb ich auch. Aber wer ein „Leitbild“ ausgibt, der muss ggf. Kritik einstecken, wenn die Erwartungen an ein Leitbild nicht erfüllt werden.

      Und Aus ist hier nur, wenn es von allen nichts mehr zu sagen gibt.

      • XXX
        Am 21. September 2010 um 09:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Das „Aus.“ war auch mehr auf mich bezogen, obwohl ich mit diesem Kommentar selbiges schon gebrochen habe. ;-)

        • Enno Enno
          Am 21. September 2010 um 09:49 Uhr veröffentlicht | Permalink

          OK. :-)

  2. einer der Acht
    Am 21. September 2010 um 10:30 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Schon interessant, wie jemand wie Enno aus Bielefeld, der eigentlich ja nach eigener Aussage keine Ahnung hat, hier vom Leder zieht.

    Nur mal ein paar Zitate: „Irgendwie hat der Tagesspiegel da auch seine Aktien drin. Ich weiß nicht, ob nur die Infrastruktur und die Plattform gestellt werden oder ob noch mehr dahinter steckt.“
    Sprich: ich habe zwar keine Ahnung, aber mache mal die Leute an. Da er sich ja unseren Text runtergeladen hat, hätte er sehen können, dass die Plattform nicht beim Tagesspiegel war, sondern bei einem frei auf dem Internet verfügbaren Medium.

    „Engagierte Mitglieder, die viel kommentieren, drängen häufig darauf, ihren Status durch Sonderrechte zu untermauern. Ich kenne die Strukturen der Tagesspiegel-Kommentare zu wenig, um das abschließend beurteilen zu können.“ Er kennt also die Strukturen nicht, kann aber darüber urteilen, wenn auch nicht abschliessend. Da werden Leute niedergemacht als Personen, die ihren Status durch Sonderrechte (ja welche denn?) untermauern wollen, ohne dass man auch nur die geringste Ahnung von den Abläufen und Prozessen hat.

    „Gerade wer von Basisdemokratie fabuliert, sollte wissen, dass eben nur gemeinsame Aktivitäten dazu führen, dass man etwas bewegen kann.“ Wir waren zumindest 8 mit gemeinsamen Aktivitäten. Ich wage zu bezweifeln, dass Enno seinen Kommentar mit irgendjemand abgestimmt hat, sicherlich nicht mit der Ostkurve, wie er das von uns fordert. Da fabuliert wohl nur ein Einzelgänger aus Bielefeld, das, wie man ja weiss, eh‘ nur ein Internetfake ist.

    • Enno Enno
      Am 21. September 2010 um 10:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Erstaunlich finde ich, dass du hier zwar reichlich Gift anmischst, dich aber zu der substantiellen Kritik, es handele sich nicht um ein Leitbild, gar nicht äußerst. Insofern scheinen mir deine Einwände nur eine Nebelkerze zu sein, die der eigentlich Diskussion nicht förderlich ist. Dennoch drei Einlassungen meinerseits:

      Ich mache halt transparent, wo ich urteile, aber nicht so tief in der Materie bin, dass ich mich nicht gerne auch eines besseren belehren lasse. Wie ist das denn nun bspw. mit dem Tagesspiegel? Ich habe das Dokument gelesen und auch hier verlinkt und daher gesehen, dass es nicht direkt vom Tagesspiegel heraus gegeben wurde. Dennoch pusht der Tagesspiegel das Papier und ihr nutzt das Forum als Infrastruktur. Ihr seid allerdings diejenigen, die die Verbindungen hier nicht transparent machen, weshalb ich unwissend bleibe. Das kann man mir wohl kaum zum Vorwurf machen. Außerdem stehe ich im Gegensatz zu euch nicht versteckt hinter einem Pseudonym (wer sagt, dass du nicht auch aus Bielefeld kommst?), sondern stehe mit Namen und Adresse zu meinem Text.

      Was ich mit Sonderstatus meine, bezieht sich auf die Kommentare zum Interview. Hast du sie gelesen? Wenn das alles nicht stimmt, erkläre es mir.

      Und die Bielefeld-Nummer ist ja reichlich peinlich. Gerade vor dem Hintergrund, was ihr euch in eurem Papier so wünscht.

      • Anna
        Am 21. September 2010 um 11:22 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Ach, Enno das mit dem „Außerdem stehe ich im Gegensatz zu euch nicht versteckt hinter einem Pseudonym […] sondern stehe mit Namen und Adresse zu meinem Text.“ ist ja auch etwas ungerecht. Stimmt zwar, aber du bist ein aktiver Blogger und einer der Acht ist ein Kommentator beim TSP. Da muß man schon eine Grenze ziehen, deshalb ist für mich dieser Teil deines Arguments haltlos.
        LG, Anna

        • Enno Enno
          Am 21. September 2010 um 11:28 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Ich will das auch gar nicht zum Vorwurf machen. Da habe ich mich vielleicht falsch ausgedrückt. Aber wenn ich mir hier anhören muss, dass ich nichts zu sagen hätte, weil ich ja derzeit in Bielefeld wohne (was auch nur halb stimmt), dann möchte ich da zumindest entgegnen, dass ich darüber transparent Auskunft gebe.

          Pseudonyme zu Verwenden ist völlig legitim, jeder Kommentierende kann das z.B. bei uns im Blog nahezu anonym machen, sodass wir als Betreiber nicht nachvollziehen können, wer dahinter steckt, solange die Kommentierenden das selbst nicht kund tun. Aber im Gegenzug die transparente Selbstdarstellung zum Angriffspunkt zu nehmen, ist lächerlich. Darum ging es mir.

  3. dns
    Am 21. September 2010 um 15:59 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich habe das Gefühl, die Formel:
    „Wir freuen uns auch über konstruktive Kritik, Anregungen, Vorschläge und Lob.“
    beim Download ist eher so zu lesen:
    „Wir freuen uns auch über konstruktive Kritik, Anregungen, Vorschläge und Lob.“
    wenn ich mir die Reaktion auf Kritik so ansehe.

    Euer Wunschzettel ist auch in meinen Augen eine großer Haufen Forums-Blabla ohne tatsächliche Handlungsvorschläge.

    1) Macht mal alles so, dass der Verein reich wird.
    2) Macht mal alles so, dass alle Spieler Topstars werden, aber ohne Geld ausgeben, damit 1) schneller erreicht werden kann.
    3) Macht mal, dass alle ganz tolle Hertha-Fans sind, nur die Schön-Wetter-Fans und die Bielefelder, die müssen draußen bleiben und dürfen unsere alte Dame nicht anfeuern.

    Das ist Murks!

    Einer meiner Favoriten:
    „Wir wünschen uns aber eine leistungsstarke U23, …“
    Ick (um dem Wunsch nach lokalpatriotischem Anstrich schonmal zu erfüllen) wünsch mir auch eine leistuungsstarke A-Mannschaft.

    Auch der Verein wünscht sich das und versucht es nach bestem Wissen und entsprechend Ihrer Möglichkeiten umzusetzen, aber nur vom Wünschen kommt halt nix und so doof es nunmal ist, nur Kohle kann in der Richtung was bewegen. Und für diese Kohle brauchst du keine ehemaligen Hertha-Spieler im Management oder kaufmännisch talentierte Jugendspieler (Wie bekommt man denn sowas heraus beim Training?), sondern Leute die Verbindungen zu potenten Geldgebern haben, die Ihre Zeit nicht mit Fussball, sondern mit Aktienkursen udn Business-Treffs verbringen. Da wir sowas nicht wollen (da stimme ich gern zu) muss man sich einfach mal damit abfinden, dass man mal starke Jahre und mal schwache hat. Mal fast Meisterschaften und mal Abstiege.

    Hertha ist, wenn man sich mal ein wenig umschaut, nicht mehr und nicht weniger professionell aufgestellt, als der Durchschnitt der Bundesliga. Ihr Jugendzentrum ist grundsätzlich erstmal nicht besser und nicht schlechter als das der anderen Bundesligisten. Hertha ist ohne Brille betrachtet, eines von ca. 20 Unternehmen, die um Marktanteile im Marktsegment Fussball kämpfen.

    Hertha wird nicht das Beste des FC Bayern kombiniert mit dem Besten eines sympathischen „kleinen“ Vereins … auch nicht mit Leitbild … nicht mit diesem und auch mit keinem anderen.

    Nehmt eure Hertha wie sie ist und schon hat sich das Problem gelöst. Meinetwegen palavert im Forum und macht euch nen Kopp, aber wenn ihr schon den Messiahs geben wollt, dann kommt mit anständigen „Geboten“ und nicht mit 30 Seiten Wischiwaschi.

  4. hater again
    Am 21. September 2010 um 22:59 Uhr veröffentlicht | Permalink

    — Kommentar gelöscht —

    • Am 22. September 2010 um 00:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

      junge hate mal weiter im TSP forum. schon der 5. kommentar heut von dir.

    • Enno Enno
      Am 22. September 2010 um 11:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Wir tolerieren hier keine schwulenfeindlichen Äußerungen. Auch nicht zum Spaß.

  5. herthawolf
    Am 22. September 2010 um 00:41 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Im Tsp-Forum ist der Leitkultur-Artikel von heute (oder doch Leid-Kultur?) fast schon so oft kommentiert wie das Derby. Geht’s noch?
    Ich habe nur einen Kommentar dazu: Hier wird wieder einmal, wie schon unmittelbar nach der Maueröffnung, völlig vergessen, dass viele Hertha-Fans aus dem Umland kommen (ick z. B.) und das ganze „play berlin“ und „hauptstadtclub“-Getue nich mehr hören können. „Aus Berlin – für Berlin“ – selbst die mit Zecke-Autogramm so liebevoll gestalteten Geburtstagskarten für meine Töchter (2 innerhalb von 10 Tagen) hatten diesen Spruch drauf. Warum denn nicht: „Aus Berlin für Berlin und Brandenburg“, oder von mir aus auch: „Aus Berlin für Deutschland und den Rest der Welt“ – wat weeß ick. Aber so kriegt man immer wieder vorgeführt: Die Mauer in den Köpfen ist eben auch bei vielen alten Westberlinern vorhanden (vielleicht da sogar noch viel mehr als bei manchen Ossis).
    Leute, es gibt wichtigere und vor allem schönere Dinge, die wir hier kommentieren sollten – Enno; mach doch mal einen neuen Artikel zum 4:0 heute – Titelvorschlag „Tabellenführer!“. Hatten wir doch seit März 2009 nicht mehr.

    • Beetlecrasher
      Am 22. September 2010 um 02:40 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Bin ganz Deiner Meinung! So langsam macht Fussball mit Hertha wieder Spass und man ist nicht nach jedem Spieltag enttäuscht und hofft auf den nächsten. Jetzt freut man sich auf den naechsten Spieltag und auf die schoenen Tore die Hertha schiessen wird.

      Der Slogan “Aus Berlin für Deutschland und den Rest der Welt” ist garnicht schlecht, denn Berlin besteht nicht nur aus Berlinern und immer mehr ziehen von irgendwo auf der Welt in die Stadt. Andersherum gehen auch viele weg und sind Berlin und vielleicht auch Hertha weiter verbunden. So geht es mir zumindest. Ich haenge hier fuer die naechsten 3 Seasons in den Staaten und kann nie ein Spiel sehen. Trotzdem fieber ich mit.

      Leitbilder sind auch meine Sache nicht. Da stimme ich Enno absolut zu. Wer versucht Leitbilder vorzugeben, setzt meisst an der falschen Stelle an und hat ganz andere Probleme.

      Auf ein schoenes Spiel gegen Cottbus! Ha Ho He!

    • Am 22. September 2010 um 09:56 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Stimmt, dass der Spruch „Aus Berlin. Für Berlin“ ziemlich unpassend ist, ist mir bisher noch gar nicht so bewusst gewesen. Aber selbst im Stadion heißt es ja immer „Berliner, Brandenburger, Hertha-Fans – hier kommt eure Mannschaft…“ Da wurde also ein bisschen weiter gedacht.

      Und das mit dem Hauptstadtclub dreh ich mir einfach so wie ich das verstehen will. Hertha ist nicht DER Hauptstadtclub. Hertha ist ein Hauptstadtclub, genau wie Union, TeBe, ALBA, die Füchse, die Eisbären … und all die anderen, die ich nicht kenne :-)

    • dan
      Am 22. September 2010 um 14:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Hallo Herthawolf,
      ich hhabe/hatte Dir auf Deinen Kommentar wie folgt geantwortet.
      —-
      Hallo herthawolf,
      vollkommen korrekt, dass Brandenburg/Umland nicht zu vergessen ist. Das wird meines Wissens Hertha auch nicht tuen. Zum Beispiel wird demnächst (diesen oder nächsten Donnerstag) in der Hertha-Partnerstadt Bernau die Grundschule Schönow als Hertha-Partnerschule aufgenommen.

      Nachdem Hertha intensiv sich ein Netz im Umland mit immerhin schon 22 Partnerstädten aufgebaut hat, ist es unseres Erachtens auch wichtig dieses Konzept auf die 12 Bezirke von Berlin anzuwenden.
      Dies soll weder auf Kosten noch zu Lasten des Umlandes gehen.

      Denn nur gemeinsam schaffen wir es, doch auch die Wurzeln in der Stadt in dem der Verein beheimatet ist müssen versorgt werden.

      Cu
      Dan
      ——

      Du hast recht, dass die Anzahl der Kommentare zu diesem Thema recht hoch ist, leider nicht als inhaltlicher Feedback zu unserem Papier.

      Cu
      Dan

  6. Am 22. September 2010 um 22:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Was soll denn an diesen Ideen, die durchaus auch Lösungsvorschläge beinhalten so schlecht sein, das man sich so läppisch drüber hinwegsetzt oder gar „Selbstbeweihräucherung“ dahinter vermutet?#
    Warum wird mal wieder die „Basis“ herbei phantasiert, und alles, was etwas anders ist..als „Stadionrummel-Kindergarten“ o.ä. madig gemacht?-Es ist ein neues Publikum vorhanden, dem ist Rechnung zu tragen und auch i Jahre 2010 ticken Kinder anders als vor 30 jahren, auch unabhängig von facebook o.ä.
    Ich kann die rein negative Reaktion, die ja nicht mit Schärfe spart, nicht nachvollziehen-..

  7. ahnungsloser
    Am 23. September 2010 um 00:21 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Als jemand, der an dem Papier mitgearbeitet hat, kann ich mir nur wünschen, dass möglichst viele diese Papier selber lesen, um sich eine Meinung zu bilden.

    Enno glaubt hier die Meinung der Basis zu kennen (Zitat: „..der kann nicht den Anspruch haben, wirklich ernst genommen zu werden. Schon gar nicht von dem großen Teil der sogenannten “Basis”.) Enno weiss also, wen und was die Basis ernst nimmt. Gleichzeitig wirft er uns vor, wir würden uns als Basis bezeichnen (Zitat Enno: „Von einem Konzept aus den Reihen der selbsternannten Basis hätte ich mehr Mut zur Realität und weniger Weichspüler erwartet.“) . Das haben wir nie getan haben (nachzulesen bereits in der Einleitung, in der wir klar feststellen, dass wir nur Acht sind und keinen Anspruch auf Vertretung einer grösseren Gruppe haben).

    Enno verfälscht hier (m.E. bewusst) Aussagen durch Einschübe, die nicht von uns kommen. Beispiel Zitat Enno: „So wird z.B. eine “Hertha-Familie” gefordert, die junge Spieler (auch auf Kosten des Misserfolgs) auffängt (S. 7).“ In diesem Teil geht es um das soziale Auffangen von jungen Spielern, die es nicht in den Profifussball schaffen, beispielsweise indem man ihnen eine Ausbildung anbietet. Dies hat nichts aber auch rein gar nichts mit dem sportlichen Misserfolg Herthas zu tun („auch auf Kosten des Misserfolgs“), und ist auch nicht von uns gesagt worden.

    Ansonsten sind viel Aussagen Ennos für mich völlig unverständlich.
    Beispiel 1 Zitat Enno: „“Immer wieder aufstehen – aus Tradition!”, so lautet der Vorschlag für eine Marketingkampagne. Das hat sicherlich einen gewissen Charme, ist aber nur schwer kompatibel mit der Großmannssucht, die wir in den letzten Jahren immer erlebt haben – und zwar sowohl im Verein als auch in großen Teilen der Fanbasis. Es ist aber der Zweck eines Leitbildes, an der Realität anzusetzen.“
    Ich kann Enno nur so interpretieren, dass man mit einer Idee einer zukünftigen Hertha bei der Grossmannssucht bleiben muss, weil dies der Realität entspricht. Meint er das so? Ich kann für mich nur hoffen, dass dies nur der Meinung von Ennos Basis entspricht, aber nicht jener der wirklichen Basis.

    Beispiel 2 Ennos Zitat: „Im Rahmen dieses großen Wunschkonzerts frage ich mich dann, ob der Verein mit dieser Transparenz einen selbstgeschaffenen Wettbewerbsnachteil aufbauen soll.“
    Es geht um finanzielle Transparenz, die Enno offensichtlich nicht mag. Ich wage zu bezweifeln, dass es eine breite Basis gibt, die lieber über die finanzielle Lage belogen werden möchte bzw. sich undurchsichtige Transaktionen wünschen, die vielleicht noch gegen DFL-Richtlinien verstossen, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Vielleicht so wie Schalke? Will Enno das so?

    Ich könnte im Prinzp fast jeden Satz von Enno auseinandernehmen, un damit meine ich nicht die fast schon beleidigenden Aussagen, wie „fast schon lächerlich“, „realitätsfern (Mein Einschub: von Ennos Realität) schwadronieren“ oder „sich selbst beweihräuchern“. Ich hoffe jedoch, Leser hier verschaffen sich ein eigenes Bild.

    Aber eines ist wahr. Der Begriff „Leitbild“ war unglücklich gewählt. Für uns war das ein reiner Titel, unbedacht gewählt. Es ist ein Diskussionspapier mit dem wir einen Anstoss schaffen wollten, um ernsthaft mit der wirklichen Basis zu diskutieren. Auch das kann man auf den ersten Seiten des Papiers nachlesen.

    • Enno Enno
      Am 23. September 2010 um 07:20 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Wie oben bereits gesagt: Ich habe das Papier explizit als Leitbild gelesen. Ein Diskussionspapier oder eine Ideensammlung wäre sicherlich nicht in dieser Form von mir kritisiert worden.

      In diesem Zusammenhang sind auch die beiden Aspekte „Großmannssucht“ und „Transparenz“ dargelegt worden. Wenn ich eine Wunschliste aufschreibe, dann bin ich für den Marketingspruch und für finanzielle Transparenz. Wenn ich dagegen ein Leitbild vor mir habe, dann muss es an der Realität andocken. Da geht es nicht um wünschenswertes, sondern um reell machbares. Und da ist euer Papier dann einfach schlecht. Weil es erstens nicht in Rechnung stellt, dass der Verein in der Realität von einer Tradition der Großmannssucht durchsetzt ist und sich daher nicht einfach ein neues Image aufsetzen lässt. Und zweitens, weil die Forderung nach finanzieller Transparenz außer Acht lässt, dass alle anderen Vereine – einschließlich Hertha – um Intransparenz bemüht sind und Hertha auf diese Weise einen Wettbewerbsnachteil hätte. In beiden Fällen geht es nicht darum, was ich möchte oder mir wünsche. Es geht um die Funktion eines Leitbildes, das eben nur dann funktioniert, wenn es auch auf den unangenehmen Teilen der Realität aufsetzt. Das tut euer Leitbild nicht, daher meine Kritik.

      Nochmals: Wenn es eine Wunschliste ist, würde ich viele unterschreiben. Aber mit Wunschlisten ist das wie beim Weihnachtsmann: Wenn man an deren Erfüllung glaubt, ist man hoffnungslos naiv.

      Und was den Ton meiner Kritik angeht: Gekauft. Das ist bissig und dramatisierend dargestellt. Auch das mag einer rein sachlichen Auseinandersetzung entgegen wirken, wenngleich man meine Art des Kritisierens hätte man kennen können. Ich dachte, das würde einem Feedback nicht im Wege stehen. Man streiche vielleicht die ein oder andere Formulierung im Geiste und nehme den Rest. Oder auch nicht.

      • ahnungsloser
        Am 23. September 2010 um 09:34 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Aber das kann es doch nicht sein. Die Grossmanssucht als Realität darzustellen, die unanfechtbar ist. Das muss doch der Fan irgendwann mal begreifen, dass diese Grossmannssucht, Hertha nahezu in den Ruin getrieben hat, mit Vorverkauf von Einnahmen bis 2018, sorry nach Abstieg bis 2019; Halbierung aller Transfererlöse durch Banken; Halbierung von Managergehältern 2006, um die drohende Insolvenz abzuwenden, Stundung der Stadionmieten, um noch ein schlagkräftige Truppe aufzustellen, die hoffentlich aufsteigt.

        Und wenn nicht? Dann werden sie, Enno, und andere Grossmannssüchtige wohl lange Zeit darauf hoffen dürfen, überhaupt noch in die Nähe des Pendelns zwischen erster und zweiter Liga zu geraten.

        Und zur Transparenz: Ich sehe ihr Argument. Aber das ist es doch, was den Fussballfan in Rage bringt. Wie kann Dortmund, die vor einigen Jahren wegen Betrügereien hätten zwangsabsteigen müssen, jetzt oben mitspielen? Wie kann Schlake mit 250 Mio Schulden sich einen Huntelaar und Raul kaufen? Wo ist die Finanztransparenz von Werksclubs wie VW Golfburg oder Bayer? Was ist mit Privatsponsoren wie bei Hoppe E99?

        Man kann aber keine Transparenz in diesem windigen Geschäft fordern, wenn man nicht bei sich selbst anfängt.

        Und ja, mir ist ein finanziell sauber geführter, gesunder Verein zwischen 1. und 2. Liga pendelnd allemal lieber als der grossmannsüchtige windige Club, der im Endeffekt mit fehlender Transparenz den Verein vielleicht aus dem Profigeschäft in die Amateurliga führt. Aber – und die Spitze muss sein – ihrem Alter geschuldet, mögen sie diese Zeiten nicht kennen.

        Hertha und seine Fans werden erkennen müssen, dass gegen Mäzenenclubs, Werksvereine und Finanzbetrüger anzukommen (und dann ist ja auch noch der FC Bayern, vor dessen Hoeness ich einen Heidenrespekt habe), best of the Rest auch sexy sein kann. Und wenn diese finanzskrupelosen Vereine endlich mal verdient absteigen würden, dann könnte eine saubere und finanziell solide Hertha auch wieder oben angreifen. Aber das ist wohl wirklich ein naives Wunschkonzert.

        Thanks Raxxbn (und du ist ok , falls ich gemeint war) und Apo

      • apo
        Am 23. September 2010 um 12:42 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Nichts gegen bissiges Kritisieren. Die Gesetze des richtig Einordnens des Gelesenen und einer eigenen konsistenten Logik sind doch aber nicht aufgegeben, nur, weil jemand etwas Temperament hat?- Wer dieses Papier gelesen hat und die Arbeit, die dahinter steckt,-kann über solche Reaktion ansich nur den Kopf schütteln?-Großmannssucht-ein hübsches Wort, das auch dazu dienen kann, sich selbst diesbezgl mal zu überprüfen?

  8. raxxxbln
    Am 23. September 2010 um 08:45 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Sehr aufmerksam habe ich Euer Leitbild gelesen

    ( Du oder Sie??? Ohne zu persönlich werden zu wollen oder jemanden zu kränken bleibe ich beim Du).

    Sehr gut finde ich in diesem Leitbild die Forderung zum Ausbau der Herthapräsens im „Ostteil“ der Stadt… eigentlich traurig das Ihr das erst aufschreiben musstet. Zur Jugend und Nachwuchsarbeit habt Ihr alles gesagt.

    Zum Thema Finanzen: Genau richtig, nur wird Hertha sich da nicht in die Karten schauen lassen. Gerne würde ich auch mal wissen welche „Leichen“ da wohl noch im Keller sind. „…es gibt keine Alternative zur Entschuldung des Vereins!“ Das sehe ich genauso auch wenn es dann für ein paar Jahre ins Mittelfeld (egal welcher ) Liga geht.

    Eine unabhängige Wirtschaftsprüfung wäre wünschenswert.

    Mainz macht es doch gerade vor wie man mit wenig Mitteln ordentlichen Fussball spielen kann.
    Das zur Zeit soviele Fans ins Stadion kommen liegt m.E. auch daran das die Eintrittspreise der 2.Liga billiger geworden sind…was sagt uns das? Richtig ist auch das für Kinder und Jugendliche die Preise gesenkt werden müssen…Für Rentner auch! Sicher gibt es schon einen Rentner Rabatt der jedoch nicht reicht.Ich glaube das fehlt im Konzept.

    Das mit den Jutetaschen, Viedeos etc. finde ich genial!

    Zum Schluss noch eine Bemerkung zur Fortführung.
    Jedes Leitbild sollte in regelmäßigen Abständen überprüft und überarbeitet werden… das sollte aus meiner Sicht noch eingearbeitet werden.
    Insgesammt ein sehr sclüssiges und machbares Leitbild.
    Gut gemacht!
    Respekt!
    Blau weisse Grüße
    raxxxbln

    • herthawolf
      Am 23. September 2010 um 23:20 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Nur Event-und Mode-Fans siezen einander.
      Hatte so’n Typen mal vor ein paar Jahren vor mir im Familienblock. Mein Sohn (damals 3 Jahre alt) bewegte seine Füße etwas ungestüm und erwischte ab und an den vor mir sitzenden Herrn.
      Er: „Würden Sie bitte Ihr Kind hier wegnehmen? So ein kleines Kind hier beim Fußball muss ja im übrigen auch nicht sein…“
      Icke: „Mann, Du bist hier nich inne Oper!“
      Zum Glück fiel da gerade das entscheidende Herthator, und der wenig hilfreiche Dialog fand sein Ende.

      • raxxxbln
        Am 24. September 2010 um 12:12 Uhr veröffentlicht | Permalink

        @Herthawolf,
        da bin ich voll Deiner Meinung… habe aber im TSP Bloc und woanders schon andere Sachen gelesen und erlebt…

        Bin über 40 Jahr Herthafan und hab da schon die unmöglichsten Sachen erlebt… wollt nur keenen uff den Schlips treten… da frage ich doch lieber mal nach..

        Und heute Abend 3 Punkte!!!!

  9. Treat
    Am 23. September 2010 um 10:43 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @raxxxbln

    Auch von meiner Seite als einer der „Macht-Acht“ vielen Dank für die inhaltliche Auseinandersetzung und natürlich für deine freundlichen Worte.

    Was die Vorschläge zur Fortführung angeht, damit werden wir uns ernsthaft auseinander setzen, wenn die Feedback-Phase für uns abgeschlossen und ausgewertet wurde.

    Beste blauweiße Grüße
    Treat

  10. ubremer
    Am 26. September 2010 um 13:22 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Jungs, zum Stichwort Hertha und Transparenz der Finanzen:

    Gibt es längst. Macht aber Arbeit.

    Erste Möglichkeit: Mitglied werden. Hertha publiziert für die halbjährlichen Mitgliederversammlungen eine Mini-Version des Ist-Zustandes, die den Mitgliedern ausgehändigt wird.

    Zweite Möglichkeit: http://www.ebundesanzeiger.de eingeben. Dort im Suchfenster Hertha BSC eintragen, dazu die Tochtergesellschaften nicht vergessen, die der Verein hat. Dort gibt es die Kurzversion der Geschäftsberichte der zurückliegenden Jahre.

    Dritte Möglichkeit, wer es ausführlicher wissen möchte: Zum Amtsgericht Charlottenburg marschieren. Handelsregister, Zimmer 317. Dort vorher anrufen und die entsprechenden Unterlagen bestellen (es braucht die Handelsregister-Nummer, die sind oben zu finden).

    Die vierte Möglichkeit braucht sehr gute Kontakte: Der vollständige Geschäftsbericht wird nur in einer geringen Auflage gedruckt (vielleicht 30/50 Exemplare) und zirkuliert in der Hertha-Chefebene.

    Weil Borussia Dortmund angesprochen wurde:
    http://www.borussia-aktie.de/

    • Enno Enno
      Am 26. September 2010 um 14:25 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Danke für die Hinweise! Ich könnte mir vorstellen, mir bei Gelegenheit die Arbeit mal zu machen.

    • Kugelblitz
      Am 27. September 2010 um 19:15 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Sollte tatsächlich eine neue Anleihe aufgelegt werden finden sich auch viele Informationen im Verkaufsprospekt.

      • Kugelblitz
        Am 16. November 2010 um 14:56 Uhr veröffentlicht | Permalink

        … und wie schon angesprochen u. befürchtet gibt es ab sofort eine neue Anleihe.

        http://www.hertha-anleihe.com/

        • Am 16. November 2010 um 15:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

          5% p.a. auf 6 Jahre können sich sehen lassen. Werde auf jeden Fall ein paar Euro anlegen.

          • Kugelblitz
            Am 16. November 2010 um 15:52 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Nicht auf 6 Jahre sondern pro Jahr. Bitte den Verkaufsprospekt genau lesen. Solch ein Verein kann auch Zahlungsunfähig werden.

  11. Am 16. November 2010 um 18:09 Uhr veröffentlicht | Permalink

    p.a. => per anno.
    Ich habs schon richtig verstanden. Trotzdem danke für den Hinweis!