Morales und Knoll stellen sich selbst vor

Heute morgen habe ich mich ja noch beschwert, weil Hertha einen Counter auf der Homepage eingebunden hat, der die Zeit bis zum Aufstieg herunterzählt. Jetzt muss ich aber auch gleich mal loben, weil man ja schließlich in den letzten Monaten auch sehr viele Aktionen bei Herthas Öffentlichkeitsarbeit gesehen hat, die gut ankommen.

Nachdem Alfredo Morales und Marvin Knoll ihre Profi-Verträge bei Hertha unterschrieben haben, muss man die beiden natürlich auch irgendwie vorstellen. Die Idee: gib den beiden einfach ein Mikro in die Hand und sie interviewen sich gegenseitig. Nimm das ganze mit einer Kamera auf und stelle das Video bei youtube ein.

YouTube Preview Image
Das gefällt mir, weil es auf Grund der einfachen und direkten Aufbereitung authentisch ist und die beiden Jungs eine Menge Raum erhalten, sich selbst darzustellen. Dann sieht man zwar auch, dass die beiden rhetorisch sicherlich nicht so begabt sind wie am Ball und sich häufig in die bekannten Phrasen und Wünsche flüchten. Aber das ist allemal besser als der bisher so beliebte Fragebogen mit der Frage nach der Lieblingsspeise (Mamas Küche…). So funktioniert die Öffentlichkeitsarbeit wie im Lehrbuch, via Twitter und Blogs wird die Message unter die Zielgruppe gebracht. Toll!

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  • Wer hat das geschrieben?

    Mein Name ist Enno: im Jahre 1982 geborener Berliner, Exil-Herthaner in Bielefeld und Bremen. Seit 2006 schreibe ich im Internet über Hertha BSC. (→mehr)

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8 Kommentare

  1. Am 8. Januar 2011 um 15:21 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Stimmt. Und so ganz nebenbei hat man der unbeleibten Presse auch noch einen mitgegeben. Ihr werdet euch eines Tages noch wundern, dass nur noch Verlautbarungsjournalismus stattfindet, wenn ihr so etwas gut heißt.

    • Enno Enno
      Am 9. Januar 2011 um 16:16 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Das verstehe ich jetzt nicht, wie hier „nebenbei“ der Presse noch einer mitgegeben wurde.

  2. Blauer Montag
    Am 10. Januar 2011 um 20:04 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Enno, vielleicht meint bukinho das Interview mit Burchert, Knoll, Morales und Perdedaj, welches dstolpe gestern in der Berliner Morgenpost veröffentlichte. Klang aber alles im Wortlaut sehr authentisch und sympathisch. Ich hoffe, die Jungs helfen sich auch gegenseitig dabei, nicht von den Medien als nächste Generation von Herthas jungen Wilden hochgejazzt und verheizt zu werden.
    Vielleicht hat ja unsere Fanreporterin und Praktikantin MARIA die jungen Spieler einmal persönlich getroffen und könnte ihre ganz persönlichen Eindrücke schildern

    • Enno Enno
      Am 10. Januar 2011 um 20:29 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Aber das von dir genannte Interview in der MoPo wurde erst nach diesem Beitrag und bunkinhos Kommentar veröffentlicht und es wäre mir neu, wenn er in die Zukunft schauen könnte…

      Mal schauen, ob und was Maria noch zu berichten weiß (und was sie schreiben darf…). Wir dürfen gespannt sein! :-)

    • Am 13. Januar 2011 um 10:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ich muss euch enttäuschen, ich habe mit diesen Spielern noch nie geredet. Ich glaube, sie sind mir bisher noch nicht einmal über den Weg gelaufen.

  3. Am 11. Januar 2011 um 20:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @bunkinho wird sich auf den letzten Part des obigen Textes bezogen haben:

    „So funktioniert die Öffentlichkeitsarbeit (mit dem Doppel-Interview) wie im Lehrbuch, via Twitter und Blogs wird die Message unter die Zielgruppe gebracht. Toll!“

    Um zu sagen, dass er meint, dass der Zeitpunkt nicht mehr fern sei, wo Journalisten mit Spielern nicht mehr frei reden können. Sondern die sich nur noch gegenseitig interviewen. Ich teile diese Befürchtung nicht. Finde es zunächst mal originell von Herthas Medienabteilung (vermute, dass es Robert Burkhart war), so ein Rollenspiel mit Knoll und Morales zu veranstalten. Dass der Auftritt weniger vom Nachrichtenwert als von der Authentizität lebt, ist offensichtlich. Meine Meinung: Mehr davon.

    • Enno Enno
      Am 11. Januar 2011 um 20:42 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Gut, man kann das als Journalist natürlich als Bedrohung empfinden, wenn ein Verein eine eigene, aktive Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Und es gibt sicherlich Fälle, wo das Bestreben nach Kontrolle zu weit geht, wie das Beispiel ManU zeigt. Wenn es aber darum geht, eine gewisse Authentizität zu vermitteln, dann kann man diese Aktion durchaus als gelungen ansehen. Und ich gebe Uwe Recht, dass darin keine Konkurrenz oder gar Bedrohung für den Sportjournalismus erwächst. Es ist im besten Falle (der Social-Media-Nutzung) ein alternativer Kanal, der bewirtschaftet wird.

  4. Blauer Montag
    Am 12. Januar 2011 um 12:18 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Die Vereine betreiben doch schon seit Jahrzehnten Öffentlichkeitsarbeit. Tagtäglich werden Nachrichten von den Vereine produziert. Das gegenseitige Interview der Spieler ist nur eine neue Form davon. Eine neuartige, gar bedrohliche Qualität für den Journalismus kann ich als Laie darin noch nicht erkennen.