Nur ein Satz

Hertha BSC wird es immer sein – Hertha BSC heisst unser Verein!

Viel mehr möchte ich zu diesem Spiel eigentlich nicht schreiben, auch wenn es vor allem in der Schlussphase im Block einiges zu beobachten gab. Einige verließen das Stadion, andere brüllten was von „Schnauze voll“ aber waren so inkonsequent doch nich gehen zu wollen und wieder andere sangen einfach bis zur letzten Minute. Ein Psychologiestudent hätte seine helle Freude an diesem Abend gehabt – ich nicht.

Ich bin diese Woche beruflich in Mainz unterwegs. Das heisst keine Zeitung und kein Internet. Die Hertha-Kur sollte mir gut tun, denn ab morgen wird es gewaltig rauschen im Blätterwald.

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  • Wer hat das geschrieben?

    Hallo, ich bin Felix und gehöre wie die meisten Herthafans in meinem Alter, zur 98er Generation, die 2010 den ersten Abstieg miterlebt hat. (→mehr)

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41 Kommentare

  1. Tanja*
    Am 20. September 2009 um 20:59 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Schon klar, aber mir ist gerade einfach nur zum HEULEN zumute – kann mich nur wiederholen – und morgen kommt dann vielleicht auch noch Wut dazu erstmal bin ich „nur“ tieftraurig… Aufstieg, Abstieg alles schon mitgemacht na klar belibt man dabei…

    … aber sie sollen wenigstens kämpfen….

  2. Am 20. September 2009 um 21:06 Uhr veröffentlicht | Permalink

    darauf hab ich ja nur gewartet :) ich war nicht im Stadion, sondern hab das Spiel per Sky im TV verfolgt. Sowas schlechtes, wie diese 90 Minuten, habe ich seit über 10 Jahren nicht von Hertha gesehen. Erschreckend fand ich an mir selbst, dass ich DAS in den letzten Spielen nach JEDEN Spiel gesagt habe. Heute hat die Leistung allerdings den Vogel abgeschossen. Stein in der Startaufstellung ? Warum ? Wichniarek vorne alleine ? Warum ? Stein bringt es nichtmal ansatzweise auf eine bundesligataugliche Leistung. Letzte Saison schon nicht und jetzt noch VIEL weniger. Wichniarek mag in Bielefeld getroffen haben, in Berlin schafft er es irgendwie nicht. Was meiner Meinung nach aber auch daran liegt, dass er auf sich alleine gestellt ist. Raffael von Beginn ? Der ist doch noch gar nicht fit. Wasn mit Kacar ? Fragen über Fragen und keine Antworten. Doch, die könnte Favre beantworten. Wird er aber nicht. Ich sage, SOWAS hätte es mit Dieter Hoeneß nicht gegeben. Der hätte schon sowas von auf den Tisch gehauen. Micha Preetz muss noch viel lernen. So ähnlich wie unser Torhüter heute :) Dem ich aber in keinster Weise die Schuld geben will. An diesem Spiel war ALLES schlecht. Nur Ebert brachte annähernd eine vernünftige KÄMPFERISCHE Leistung. Es müssen jetzt Konsequenzen folgen. Diese müssen nicht unbedingt damit enden, dass der Trainer entlassen wird. Auf keinen Fall. Aber die Mannschaft muss einen saufen gehen und Micha Preetz muss ein Machtwort an die Mannschaft sprechen. Führungsspieler wie Friedrich und Dardai MÜSSEN das Ruder in die Hand nehmen und die GANZE Mannschaft zusammenscheißen. Schön spielen müssen wir nicht. Wir müssen kämpfen, bis der Po blutet. So … habe mir erstmal genug von der Seele geschrieben …

    Fazit : Über Favre muss nicht diskutiert werden, Preetz, Friedrich und Dardai müssen Verantwortung übernehmen, der Präsident kann drüber nachdenken seinen Hut zu nehmen und Favre MUSS sich ein bisschen darauf einlassen, dass auch andere an der Aufstellung teilhaben dürfen … es kann nicht sein, dass die schlechtesten Spieler immer wieder auf dem Platz stehen…

  3. Am 20. September 2009 um 21:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Was hab ich mir bloß dabei gedacht, Hertha-Fan zu werden??
    Mir geht’s wie Tanja, ich will heulen. Als Neu-Herthaner muss ich die Leidensfähigkeit eben noch erlernen…
    Die Ostkurve war echt geil heute. Die meiste Zeit hab ich sogar mitgemacht. Pfeifen wird man ich eh nie hören. Und nicht nur, weil ich’s nicht kann. Von vergangenen Spielern zu singen finde ich auch richtig bescheuert. Ich selbt wurde gegen Ende einfach immer apathischer.
    Ich bin mal gespannt, wie lange Favre noch so fest im Sattel sitzt.
    Ha Ho He…

  4. Tanja*
    Am 20. September 2009 um 21:28 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ja Leidensfähigkeit und nen dickes Fell muss man als Hertha Fan auf jeden Fall besitzen oder es sich schnellstens zulegen…. leider… und trotzdem möchte ich heulen trotz Leidensfähigkeit und dickem Fell…..

  5. Am 20. September 2009 um 21:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ein Psychologiestudent hätte seine helle Freude an diesem Abend gehabt – ich nicht.

    Nicht nur, was das Publikum, sondern auch, was die Mannschaft betrifft.

    Als jahrzehntelanger Hertha- und langjähriger KSC-Fan erinnert mich der Auftritt heute an den vom KSC gegen St. Pauli kürzlich. Beim KSC war der Trainer-Wechsel der Befreiungsschlag. Nicht, weil der Neue irgendwas genial anders machen würde, sondern einfach nur, weil es ein offizielles Zeichen zum Neustart war.

    Bei Hertha kommt im Moment viel zusammen. Die Abgänge haben eine Kettenreaktion ausgelöst. Das Problem ist, so überraschend das für viele klingen mag, nicht die Defensivabteilung, sondern der Sturm. Favre hat nach dem Spiel bemängelt, ja geradezu verzweifelt beklagt, dass defensiv nicht genug gekämpft wird. Das aber betrifft die gesamte Mannschaft. Warum dieses Problem? Meines Erachtens ganz einfach: In der letzten Saison wussten die Spieler, dass sie für ihren Einsatz belohnt werden. Wenn sie nur lange genug konzentriert geschlossen stehen, machen Pante und Voro vorne noch irgendwas Geniales, und die Partie ist gewonnen. Heute ist der Lohn ihrer Mühe, dass Wichniarek gerade mal so nicht an den Ball kommt oder ihn in aussichtsreicher Position versemmelt. Wer läuft deswegen noch den Meter extra?

    Daher die These: Der Fisch stinkt vom Kopf her, und der Kopf ist in diesem Fall der Sturm. Ich finde, Ramos hat heute in seinen paar Minuten mehr gezeigt als Wichiniarek in der ganzen Zeit davor, und bei ihm gibt es gute Gründe, auf eine Steigerung zu hoffen, also sollte es von jetzt an keine Frage mehr sein, wer von Anfang an spielt. Ansonsten würde ich Andi tendenziell zustimmen: Die Mannschaft muss sich jetzt selbst an den Haaren aus dem Sumpf ziehen, und das geht nur, wenn die alten Hasen auch außerhalb des Platzes Verantwortung übernehmen.

    Noch ein Wort zur Kritik an Preetz und der aufkommenden Hoeness-Nostalgie: Diese Mannschaft ist auch ein Produkt der finanziellen Misere, die uns die Transfer-Abenteuer eines DH eingebrockt haben. Wenn das Ziel war, einen Transfer-Überschuss von 5 Mio. € erzielen zu müssen, und wenn die Abgänge von Voro und Pante dazu nix beitragen konnten, dann können wir uns denken, was das für die Qualität der Mannschaft bedeutet.

    Und noch ein allgemeines Wort. Andy Brehme und Jürgen Wegmann haben natürlich recht: Hasse Scheiße am Fuß, hasse Scheiße am Fuß. Und wenn du kein Glück hast, kommt auch noch Pech dazu. Also verletzt sich der einzige Neue, der sofort etwas mehr Stabilität in die Mannschaft gebracht hätte, konsequenterweise nach 20 Minuten schwer, und der letzte große Leistungsträger (nix gegen Burchert – aber Drobny hätte vielleicht zwei der Dinger gehalten) verletzt sich auch noch ohne Einwirkung des Gegners.

    Es lebe die Tragödie.

  6. dns
    Am 20. September 2009 um 21:59 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ic h denk langsam auch, Augen zu und durch bis zur Winterpause und die Zeit nutzen, um das Team wieder aufzubauen.

    Das Gute ist, jetzt kommen erstmal zwei Gegner gegen die niemand einen Sieg erwartet und so die jungen Spieler den Kopf vielleicht doch noch frei bekommen.

    Wenn nichtmal Standards funktionieren, ist das nicht nur an fehlender Eingespieltheit festzumachen. Wie ihr schon sagt, es muss mal einer auf den Tisch hauen und die jungen Hühner aufschrecken, auf dass sie Ihre lähmende Angst vor der Niederlage verlieren.

  7. Am 20. September 2009 um 22:01 Uhr veröffentlicht | Permalink

    ich hätte ja fast mit Favre mitheulen können am Ende im Interview … der hat zwar nicht geweint, aber ich hatte das Gefühl, dass ihm gleich die Tränen in die Augen schießen … so sprachlos war der … ich erwarte ein Zeichen der Mannschaft … Arne hat klar gesagt, dass es an der Mannschaft liegt und nicht am Trainer … so kann man also davon ausgehen, dass die noch eine Einheit bilden … und Hertha Fan zu sein ist im Moment schwer … Spot wird morgen im Büro auf mich warten … Maria, du hast nix schlechtest getan das blau-weiße Trikot überzuziehen … zieh es nur NIE wieder aus :) in guten wie in schlechten Zeiten … ich geh jetzt schlafen und hoffe, dass ich morgen etwas positives in der Zeitlung lese … NEBEN den Schlagzeilen, dass Hertha absteigen wird … WAS ich lesen will, dass weiß ich noch nicht …

    Gute Nacht zusammen

    • Am 20. September 2009 um 22:35 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Keine Angst, so leicht lasse ich mich nicht abschrecken :-)

    • alnus.glutinosa
      Am 22. September 2009 um 08:23 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Wenn es im Büro wenigstens Spott gewesen wäre, bei mir war es nur Mitleid und DAS ist bei den ganzen Paulianern und Anängern der BSG Müllverbrennungsanlage Hamburg Stellingen noch viel schlimmer. Die hatten nicht mal Schadenfreude für mich übrig.
      Und sogar die Kollegen aus Wolfsburg wollten mich TRÖSTEN!!!! Mir ist jetzt noch ganz schlecht.

  8. spreekicker
    Am 20. September 2009 um 22:45 Uhr veröffentlicht | Permalink

    es führt kein weg an kacar vorbei. mit ihm steht und ohne ihn fällt die qualität enorm. das haben eigentlich die bisherigen siege auch gezeigt. die sollen ihm sagen, dass er uns retten muss wenn, will er nächste saison für einen anständigen preis gehen dürfen. leg mich fest, ohne kacar gewinnen wir kein spiel (10% der spiele) mehr!

    an dieser stelle auch noch ein ganz großes ABER wie sehen eigentlich die verträge aus, bei welchen spielern gelten die eventuell nicht für die zweite liga? ist zwar nen bissl früh, aber seit dem ksc-spiel kann meiner meinung nach an dem charakter des einen oder anderen gezweifelt werden.

    bin zwar weiterhin pro favre, aber bei noch 3-4 sieglosen spielen in folge mit dem aktuellen auftreten der mannschaft sollte man den neuen kandiaten parat haben. also eigentlich schon heute den trainermarkt sondieren. den einzigen, den ich der sache gewachsen halte und der mir auch etwas länger recht wäre ist meyer. der hat sich ja wegen fußball von seiner ollen getrennt und will doch bestimmt nicht, dass die trennung umsonst war. und berlin ist doch eine alte liebe.
    kleine gefahr sehe ich gerade von der föhnfrisur und mittlere gefahr aus der türkei herüberwehen….

    edit: riesen kompliment an die ostkurve, war echt beeindruckend heute, hätte ich auch nie und nimmer vorher erwartet, hätte mir jemand das ergebnis vorhergesagt. ich hoffe die spieler haben sich mal ordentlich geschämt, als sie nach dem spiel noch von der ostkurve (nicht hämisch) beklatscht wurden. das hat auch viele nichtherthafans in anderen foren stark beindruckt.

    • alnus.glutinosa
      Am 22. September 2009 um 08:27 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Bevor wir über Meyer diskutieren, könnte aber der ganze Haufen mal 4 Wochen ins Trainingslager zu Ede Geyer mit dem CoTrainer Quälix und Konditionseinheiten unter Herrman Gerland.

  9. Honsor
    Am 21. September 2009 um 02:35 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Maria:“Was hab ich mir bloß dabei gedacht, Hertha-Fan zu werden??“
    Du hast gedacht:Werde ich doch mal Fan des Geilsten Clubs der Welt!
    War doch so?
    Da ich im Moment „das“ eh nicht in Worte fassen kann und das
    „FAVRE RAUS“ Gekröle losgeht…Früher war auch nich alles besser:
    http://www.youtube.com/watch?v=WuoojuoaKUo
    (Im Hintergrund:Zecke mit Schnauz-Sehr geil.)
    Und nach solchen Spielen helfen die beiden-meistens:
    http://www.youtube.com/watch?v=AoVmBpPZgWI

  10. Tanja*
    Am 21. September 2009 um 08:40 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Alle Spieler zu Psychologen!
    Wenn sie der Meinung sind, dass es ein Kopfproblem ist sollten sie den Therapiebesuch sofort verpflichtend einführen ohne wenn und aber… meine Meinung, sorry das ich mich wiederhole….

  11. Kugelblitz
    Am 21. September 2009 um 09:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Man sollte nicht alles als psychologisches Problem darstellen. Da würden wir uns die Sache zu einfach machen.
    Es fehlt schlicht an spielerischer Qualität in der Mannschaft. Auch wenn es schwer fällt es sich einzugestehn, die Mannschaft hat zur Zeit nur zweitliga Niveau.

    “ Die Mannschaft muß sich selbst aus dem Sumpf ziehen“ – Nur wie, wenn breit u. weit kein Führungsspieler vorhanden ist u. bitte spricht in diesem Zusammenhang nicht von Friedrich.
    Er verkörpert den netten Jungen von nebenan aber keinen Spieler der mal den Mund auf macht u. laut wird.
    Fazit – Der Trainer ist ratlos, der Mannschaft fehlt es an allem zum Verbleib in der ersten Bundesliga u. der geneigte Fan freut sich auf die Zweitliga Duelle mit Union. Wobei ich davon ausgehe, dass der Höhenflug in der alten Försterei auch ein baldiges Ende hat.

    Laßt uns in einpaar Wochen Jürgen Röber in der Stadt begrüßen, vielleicht läßt sich so der Supergau noch verhindern. Ick freu mir schon mal.

    • dns
      Am 21. September 2009 um 09:34 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Aber mal ganz ehrlich, ein soo geringes Niveau haben die Spieler nun auch nicht, dass sie es nicht schaffen, einen unbedrängten Pass zum Mitspieler zu bekommen. Gegen die Letten konnte man ja zuweilen eine Ballannahme nicht von einem Torschuss unterscheiden. Sowas ist reine Kopfsache, denn wenn sie die Fähigkeiten nie gehabt hätten, wären sie schon in der C-Jugend aussortiert worden und letzte Saison hat man ja gesehen, dass sie in der Lage sind, schnelle Pässe zu spielen.

      Sicher sind die meisten in Normalform keine Spieler für die internationalen Plätze, aber sie sind auch keine Klassen schlechter als die Aufsteiger oder die anderen klassichen Bewohner der zweistelligen Tabellenplätze Bochum, Hannover, Köln und Gladbach.

      Die Anstellung eines Sportpsychologen halte ich wie Tanja in jedem Fall für sinnvoll, denn gerade weil es eine sehr junge Mannschaft ist und gerade weil der Führungsspieler fehlt, muss da was gemacht werden. Das der Psychodok das alleinige Wundermittel ist, behauptet ja keiner, aber das so einer ganz und gar fehlt bzw. als Privatsache erklärt wird, wirkt nicht sehr professionell. (Ist ja nicht so, dass es die ersten Herthaspieler wären, die dem Druck nicht gewachsen sind, gelle?)

      Allerdings muss man auch ganz klar sagen, dass bisher von LF kein sichtbares Zeichen kam, dass er die Spieler wieder wachrüttelt, wodurch er tatsächlich etwas planlos erscheint. Da er aber auch seine Freude gut verbergen kann, glaube ich bisher noch nicht, dass er ratlos ist.

  12. Kugelblitz
    Am 21. September 2009 um 10:30 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Euern Optimismus in allen Ehren, nur wenn die spielerische Qualität beim großen Teil der Mannschaft fehlt wird auch ein Gespräch auf dem Sofa nicht helfen können.
    Aber vielleicht geht man dann mit einem klaren u. freien Kopf in die zweite Liga.

  13. Mueggi
    Am 21. September 2009 um 10:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

    So, eine Nacht sacken lassen, der Schock über das wie und warum sitzt aber noch genau so tief wie direkt nach dem Spiel.

    Was mich wirklich entsetzt hat ist das WIE es zu dem Ergebniss gekommen ist. Man kann ja nicht mal sagen, dass es reine Arbeitsverweigerung war. Es war vielmehr so, dass wir gegen Freiburg (es war ja nun nicht Bayern oder so) einfach in so ziemlich allen Belängen unterlegen waren. Was mich da am meisten Nachdenklich macht ist, dass alle Spieler bei uns einfach mal viel langsamer waren als Ihre Gegenspieler. Alle 4 Tore sind dadurch entstanden, dass die Freiburger den Herthanern einfach weglaufen konnten. Und das macht mir Angst, angst einfach deswegen, weil wir gerade mal den 6. Spieltag hatten und da zählt für mich auch nicht das Spiel am Donnerstag. Es war nicht die Kondition die Fehlte, sondern die Schnellkraft.

    Für mich ist das auch nur bedingt ein psychologisches Problem. Natürlich merkt man den Spielern eine gewisse verunsicherung an, doch damit lässt sich nciht erklären, warum man es nicht schafft einen freien Pass über 5 Meter zum Mann zu spielen, warum die Abstimmung in der Abwehr gegen Null tendiert, warum es zwischen den Manschaftsteilen keine Bindung gibt, warum sich viel zu wenig bewegt wird.

    Die einzigen beiden nicht Totalausfälle in der Startelf waren für mich Ebert und Burchard. Ebert war der einzige, der annähernd BL-Format hatte und eigentlich bei jedem Angriff, der mal etwas besser war als ganz grottig, mit eingebunden war. Burchard tat mir einfach nur leid. Klar kann ein erfahrener Torwart bei Tor 3 & 4 vielleicht ein wenig besser aussehen, aber der Junge macht sein ersten BL-Spiel und wird gleich in den ersten 12 Minuten 2 mal komplett im Stich gelassen, da singt dann die Moral genn Null. Dazu waren es ja auch keine Fehler ansich die er gemacht hat. Was er halten konnte, hat er gehalten. Einfach eine riesen Sauerei was seine Vorleute ihm da aufgebürgt haben. Gerade wenn ich weiß, dass hinter mit ein Torwart steht, der einfach bei so einem Spiel sich selbst mit sicherheit tierisch unter druck setzt, dann muss ich ihm helfen und ihn nicht so allein lassen.

    Ist Favre daran schuld, obwohl ich bis heute viel von ihm halte muss ich wohl sagen jain. Ich denke sein Weg ansich ist immernoch der Richtige. Nur dass er immer deletantischer von ihm selbst umgesetzt wird. Ich verstehe nicht dass ein Wichniarek, dem seit dem ersten Pflichspiel die Bindung zu Manschaft fehlt, weiterhin von Anfang an ran darf. Ich verstehe nicht, dass Stein, der für mich von Spiel zu Spiel schlechter wird, wieder von Anfang an ran durfte. Wieso spielt ein Nicu, der seit Saisonbeginn seiner Leistung der letzten Saison hinterher hinkt, wenn Hartmann in der EL einer, in meinen Augen, der ganz wenigen Lichtblicke war. Wieso muss ein komplett unfitter Raffael ran, wenn Pitche noch da ist.
    Das sind halt alles Fragen, die ansich nur der Trainer beantworten kann. Auch warum die Manschaft einen so desolaten Eindruck bei der Fitness und Spitzigkeit macht und das am Anfang der Saison.

    Was muss passieren? Es muss jemand auf den Tisch hauen, ganz gewaltig. Ich möchte Hoeness nciht zurück, aber das ist das einzige was man ihm immer zu Gute halten musste, in solchen Momentan hatte er dies immer getan. Nun ist Preetz in der Pflicht, mit dem ich ansich bisher sehr zufrieden bin, doch nun ist es an Ihm mal ein Machtwort zu reden.

    Die einzigen Lichtblicke momentan sind, dass Ramos nach seiner Einwechslung einen halbwegs anständigen Eindruck gemachjt hat. Auch Cesar hat mir deutlich besser als Stein oder Pejchinovic gefallen, zumindest war seine Seite deutlich stabiler nach seiner Hereinnahme. Auch Pitsche war um klassen besser als Nicu. Auch dass Kacar bald zurück kommt und Drobny kann hoffen lassen.

    Aber um mal wieder Zählbares bekommen zu können müssen auch all die anderen Spieler wieder Ihre Form finden, denn der laufen momentan so ziemlich alle hinterher. Wo ist der Cicero der letzten Saison? Was ist mit Friedrich los?

    Was die Führungsspielerdiskusion betrifft. Frriedrich war das noch nie und wird es auch nie werden. Als Kapitän im Spiel ist er zu Teilen ja gebrauchen, z.B. was das Auftreten beim Schiri betrifft. Im Team selbst kann er das jedoch nicht, dazu ist er zu ‚NETT‘. Auch Dardai ist so einer. Im Grunde sehe ich hier nur noch 1 1/2 Spieler die wirklich hier im Team mal auf den Tisch hauen könnten. Einmal ist das Drobny, dem ich durchaus das Potential dazu zutraue. Der zweite ist Ebert, der durchaus alle Anlagen dazu hat, die Frage ist halt nur, ob er in dieser Funktion vom Team akzeptiert wird.

    Alles in allem ist das mit Sicherheit die schwerste Situation seit mehr als 10 Jahren für die Hertha, denn mometan lässt es sich nciht einfach erklären, woran es denn nun liegt. Dazu spielen momentan einfach zu viele Faktoren rein, die sich nciht mit einer Patentlösung beheben lassen.

    Ich möchte zuletzt noch einnige wenige Worte zu den Fans verlieren. Natürlich machte sich mit dem Laufe des Spiels viel Unmut breit, auch ich habe spätestens nach dem 3:0 die Gesänge eingestellt, da ich einfach nur noch unter Schock stand und einfach nur noch ruhig das Spiel beobachtet habe. Doch was die Supporter und Ultras da gemacht haben ist so unglaubglich geil gewesen. Bis zum Ende durch angefeuert, und zwar glaubhaft. Sie haben zwar nicht das Team an sich gefeiert, aber sich und vor allem den Verein. Sie haben auf die best mögliche Artund Weise gezeigt, dass der Verein für Sie mehr ist als nur irgendein Fussballclub. DAS sollte den Spielern zu denken geben, dass es Menschen gibt, denen der Verein und dessen Wohl nicht egal ist. Die beeindruckenste Situation war sicherlich, als das erste Mal ‚Wir wolln euch Kämpfen sehen‘ durch Stadion haltte und die Vorsinger dann genau diese Fans dazu aufriefen die Manschaft mit genau dem gleichen Elan anzufeuern. Auch habe ich selten so laut das ’nur nach Hause‘ wärend des Spiels durch Rund hallen gehört. Das war beeindruckend. Wenn die Spieler schon nciht für sich oder Ihre Mitspieler kämpfen, dann sollten Sie es genau für diese Fans tun, in wohl jedem anderen Stadion wären die Spieler ab dem 2:0 gnadenlos vom Platz gepfiffen worden.

  14. Tanja*
    Am 21. September 2009 um 13:25 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich möchte mal sagen, dass es meiner Meinung nach schon AUCH ein psychologisches Problem ist, natürlich NICHT nur aber AUCH und wenn man erfährt, dass die Spieler es sich aussuchen können, ob sie sportpsychologisch behandelt werden oder nicht, dann geh ich mal davon aus (vielleicht liege ich ja falsch) ,dass das die Mehrheit nicht wahrnimmt. Deshalb bin ich dafür daraus eine Verpflichtung für alle Spieler zu machen. (Es gibt einfach zuviele Vorurteile gegenüber Psychologen, die meisten wissen gar nicht, was so eine Behandlung bewirken könnte…)
    Preetz hat selber gesagt, dass die Köpfe nicht frei sind…

    Das ist sicherlich NUR EIN Punkt von anderen Maßnahmen, die schnellstens getroffen werden sollten, dass ist doch klar…

    • dns
      Am 22. September 2009 um 10:35 Uhr veröffentlicht | Permalink

      „Montag, 9.48 Uhr, Hertha-Trainingsgelände im Olympia-Park. Der Klub greift nach dem vorletzten Mittel, um seine krisengeschüttelten Profis auf den Abstiegskampf einzustellen.

      Ein Psychologe stellt sich vor! Dr. Dirk Christian Gratzel (41) spricht fast 30 Minuten vor der Mannschaft. Jeder Spieler kann mit ihm das Gespräch suchen. Und damit die eigene Unsicherheit bekämpfen. “

      http://www.bz-berlin.de/sport/lucien-favres-zeit-in-berlin-laeuft-ab-article590055.html

  15. Mueggi
    Am 21. September 2009 um 13:31 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Das hatte ich ja geschrieben, es gibt durchaus ein sportpsychologisches Problem, das sieht man an der Körpersprache, an der Angst vor der Courage, an der schlechten Moral.

    Aber wie du ja richtig sagst ist es halt nciht alles, es fehlt an allen ecken und kanten und ganz antscheident ist der für mich augenscheinlich komplett unterirdische körperliche Zustand. Und das hat ncihts mit Psychologie zu tun. Wenn mein Gegner einfach mal drei Gänge schneller Rennen kann als ich, dann hat das andere Probleme.

    Ein Kopfproblem wäre es, wenn ich neben dem Gegner laufe und angst habe richtig ran zu gehen und ein Foul (Elfmeter) riskiere oder einen sonstigen Fehler. Wenn ich dem Gegner aber nciht hinterher komme, dann komme ich gar nciht erst in Situationen, wo mein Kopf ins Spiel kommt.

    Generell wäre eine zusätzliche Unterstützung durch einen Psy-Doc nicht ganz verkehrt, aber das kann nur unterstützend sein und ist halt nicht die Patentlösung (die es für unsere Menge an Probs eh nciht gibt).

  16. Tanja*
    Am 21. September 2009 um 14:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ja genau! :)
    Mich wundert nur, sollte nicht vor kurzem ein Laktat Test oder sowas gemacht werden, hatte das Favre nicht angeordnet?Also wurde der Fakt, das körperlichen Probleme vorhanden sind schon wahrgenommen,wie es aussieht (oder hab ich das geträumt)
    „Leider“ konnte ich gestern nicht das Spiel sehen nur im Radio verfolgen, aber das hat ja auch schon gereicht. Selbst der Inforadio Kommentator war ratlos….

  17. Enno Enno
    Am 21. September 2009 um 18:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ein Zufall? Ich weiß es nicht. Aber es ist doch erstaunlich, dass wir drei Hertha-Blogger kurz nach dieser empfindlichen Niederlage unterwegs sind. Denn auch Daniel und ich sind unterwegs und kommen kaum ins Internet, geschweige denn zum Bloggen.

    Ich werde noch bis Mitte der Woche unterwegs sein, habe das Spiel nicht gesehen und nur über SMS von dem Desaster erfahren. Leider komme ich auch gerade nicht dazu, alle Kommentare zu lesen und mich an der Diskussion über die Gründe der Misere zu beteiligen. Sorry.

    Aber grundsätzlich stimme ich Felix zu. Hertha BSC wird es immer sein.

  18. Am 21. September 2009 um 19:56 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Seit 12 Jahren gehe ich zu Hertha BSC und so ein Scheiß-Spiel habe ich von Hertha noch nie gesehen. So wenig Herz, Einsatz und Können hatten schon was von einer Komödie.

    Deutschland – Portugal bei der EM 2000 oder Deutschland – Tschechien bei der EM 2004 kommen da vielleicht noch ran. Aber das war ja nicht Hertha. Und ein 1:4 gegen Bayern kann man auch schon mal verkraften.

    Aber 0:4 gegen Freiburg war schon so absurd, dass Torschütze Idrissou bei uns im Block gefeiert wurde.

    Wenn wir zur Winterpause mit der Gurkentruppe 10 Punkte haben sind wir gut bedient.

    Wie war das noch? Ach ja…Es fehlt die Qualität

    Also lasst es uns mit Humor nehmen…

    Und die wenigen wahren Hertha-Fans sind und bleiben die Nr.1 in Deutschland. Kompliment an die Ostkurve und HB98.

    Es waren 12 tolle Jahre in Liga 1 und ich genieße jetzt die Abschiedstour.

    Mittwoch in München gehts los.

    Marmor, Stein und Eisen bricht

    • dns
      Am 21. September 2009 um 21:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

      wer nich absteigt, kann keinen aufstieg feiern, wa? ^^

  19. sehnsuchtberlin
    Am 21. September 2009 um 23:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

    ich find es echt sch… was da unsere herthaner auf dem platz geboten haben und versteh es einfach nicht, ok sie haben jetzt 5 spiele nicht gewonnen aber deswegen den kopf in sand stecken, bevor das spiel überhaupt begonnen hat!!!
    ich kann nur hoffen das sie sich alle mal an kopf fassen und sich überlegen, was sie da den fans am sonntag angetan haben. Und das jetzt das gerücht aufkommt, das favre noch 2 spiele hat, bis der vorstand ihn kickt, wer hat den gesagt, 5 mio gehalt sparen und 5 mio überschuß erwitschaften und dann vielleicht noch ein internationaler platz durch den sparkurs erreichen.
    der vorstand sollte auch dazustehen, das er nicht gerade unschuldig is an der situation. welcher verein verkraftet schon solche einsparung, keiner ausser der fcb vielleicht, bei den es auf die paar mios nicht ankommt.
    hoffe wir fangen jetzt mit einem sieg gegen 1860 an und arbeiten uns von unten nach oben, so das wir zur winterpause auf einem guten mittelfeld platz stehen und mit viel glück noch im uefa cup oder im dfb pokal sind, dann könnte mann in der winterpause vielleicht nochmal nachlegen.
    z.b. für einen erfahrenden abwehr spieler und einen richtigen knippser.

    • Am 22. September 2009 um 00:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Das Problem ist, dass die den Kopf noch nicht einmal in den Sand stecken. Die können es einfach nicht besser. Und Cesar als Verstärkung zu bezeichnen ist echt ne Frechheit. So ein fauler Typ!!!

  20. sehnsuchtberlin
    Am 22. September 2009 um 07:59 Uhr veröffentlicht | Permalink

    jetzt lese ich gerade das das team unzufrieden ist mit dem training und mit absicht nicht 100ig auf den trainer hören, da scheint dann hinter der arbeitsverweigerung aufem platz mehr dahinter zusein, bin gespannt, wielange das noch gut geht.

    • alnus.glutinosa
      Am 22. September 2009 um 08:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Genau der Gedanke schoß mir gestern auch durch den Kopf. Spielt hier die Mannschaft gegen den Trainer? Eine offene Revolution ala Bochum ist ja bei MP und dem Vorstand nicht drin, dafür sitzt LF viel zu fest im Sattel. Und so spielt man eben so lange Rumpelfussball bis Bild & Co den Trainer abschußreif geschrieben haben? Sowas dauert ja in Berlin meist nicht lange…

  21. GrObi
    Am 22. September 2009 um 09:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Laut B.Z. ist das Spiel bei 1860 Lulus letzte Chance
    – in Anbetracht unser Pokalhistorie übernimmt also wahrscheinlich am
    Donnerstag Karsten Heine bis zur Länderspielpause am 5.10. Danach wünsche ich der charakterlosen Truppe eigentlich Hermann Gerland, aber die Bayern werden den nicht hergeben; dann wäre Augenthaler ein guter Kandidat, den hat sich die Mannschaft redlich verdient.

    Nach zwei schlaflosen Nächten, endlosen Diskussionen mit Leidensgenossen bin ich der Meinung, dass der Mannschaft einfach der Arsch in der Hose
    fehlt. Es kann immer mal passieren, dass man nach 5 Minuten ein Tor
    fängt, und ehe man das auf die Reihe bekommen hat, liegt man 0:2 hinten
    – das akzeptiere ich. Aber dann werde ich doch gottverdammt kämpfen bis
    zum Umfallen, auch wenn ich das spiel 1:2 oder 1:3 verliere – aber ich
    gehe nicht 0:4 unter UND KASSIERE NUR EINE GELBE KARTE?! Ich meine, wer von den Freiburgern dann noch aufs Tor schießen will, wird dann einfach umgetreten.

    Der Mannschaft geht es einfach zu gut: Egal wie schlecht sie spielen,
    sie werden wieder aufgestellt, das Alibi für schlechte Leistungen haben
    die Medien und der Verein geliefert (Qualitätsverlust durch Abgänge),
    und selbst die Fankurve feiert auch beim 0:4 noch…

    Ich glaube immer noch, dass Lulu der beste Trainer der Liga ist, aber er
    muss die Penner jetzt einfach an die Kandare nehmen. und von unserem Kapitän Jammer-Arne will ich keine Entschuldigungen mehr hören, sondern endlich Leistung sehen.

    ich hab die Schnauze so voll von unseren Jungs, ehrlich.

  22. Daniel
    Am 22. September 2009 um 11:43 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Grüße aus Frankreich, wo ich morgen per Sky Select (für 10 EURO!!!) das DFB-Pokalspiel verfolgen werde. Ich hab mittlerweile die Freiburg-Tore gesehen, einiges gelesen und hatte mir ja auch schon vorher ein Bild gemacht. Was zur Unsicherheit geführt hat, die gerade um sich greift, hat meiner Meinung nach Rayson sehr gut analysiert:

    Meines Erachtens ganz einfach: In der letzten Saison wussten die Spieler, dass sie für ihren Einsatz belohnt werden. Wenn sie nur lange genug konzentriert geschlossen stehen, machen Pante und Voro vorne noch irgendwas Geniales, und die Partie ist gewonnen. Heute ist der Lohn ihrer Mühe, dass Wichniarek gerade mal so nicht an den Ball kommt oder ihn in aussichtsreicher Position versemmelt.

    Das ist Fakt. Es gibt keine Entlastung und vor allem keinen Glauben an die Erlösung durch einen Geniestreich (wo kein Genie, da kein Streich). Deshalb muss, meiner Ansicht nach, neben einer Änderung der Einstellung (das sind immernoch Profis), die Taktik verändert werden. Wenn die Mannschaft jedes Mal an ihre Grenzen gehen muss, um am Ende 0:0 zu spielen oder mit Glück 1:0 zu gewinnen, sollte man vielleicht versuchen, die Offensive mehr zu unterstützen, damit mehr Tore fallen. Das schnelle Spiel in die Spitze (wo in Zukunft mindestens zwei Leute warten sollten) muss wieder kommen!

  23. Honsor
    Am 22. September 2009 um 17:42 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Bevor es einem am Mittwoch wieder die Sprache verschlägt:
    Hertha in diesen Tagen erinnert mich frappierend an Hertha 2003/04.Und es kommen auch wieder Gefühle hoch,die ich eigentlich verdrängt hatte.Wo mein Verein,übers´Normalmaß hinaus,meine Gefühlswelt bestimmt.Wo mein Verein mich daran hindert,am Wochenende meine Sonntagszeitungen zu lesen.Weil ich die Schlagzeilen und Kommentare fürchte.Wo ich zu 33 Spielen der Mannschaft ins Stadion folge (bis auf das bei 1860-Welche Ironie)
    weil ich das Gefühl habe,ich muss irgendetwas tun.Wo ich Geld ausgebe,was man nicht hat.Wo man Freunde und Freundin vernachlässigt,weil man keine Zeit hat(Samstagabend im ICE) oder keine Lust (Sonntagabend).Wo einem öfters mal schlecht wird,obwohl man nicht krank ist.Wo man sich an anderem Fußball auch nicht mehr erfreuen kann-weil einem das nur vor Augen führt, wie unzulänglich der eigene Club spielt.

    Im Moment ist die Situation ernster als im September 2003.Der Absturz härter,die Niederlagen deutlicher und der Kader nicht besser.
    Ich rechne am Mittwoch mit einem Pokalaus bei 1860.Ich hoffe nur das es moderat ausgeht.
    Den wie damals bei Werder im Pokal(Dezember 2003) mit 1:6 o.ä, wäre LF nicht mehr zu halten-genau wie Stevens damals.Und danach kommen Hoffenheim,Lissabon und der HSV.
    Das ist keinem Nachfolger oder Interimstrainer zuzumuten.
    Sich aus so einer Situation zu befreien kann lange dauern.Damals haben wir dazu 6 Monate gebraucht.Und auch jetzt ist es so,das weder Trainer noch Manager in ihren Funktionen Erfahrungen im Abstiegskampf haben.
    Ich hoffe so sehr das ich mich irre,das Hertha irgendwie bei 1860 den Bock umstößt,das Favre
    noch lange Trainer bleibt und Preetz sein Chef.Das Friedrich der Capitano wird,den wir brauchen.Das ein paar Jungs Normalform finden und Kacar bald zurückkehrt.Um irgendwann
    noch mal SPITZENREITER SPITZENREITER zu hören.Was war ich stolz.
    Und in Ruhe meine Sonntagszeitung zu lesen.
    Niemand mag Defätisten,ich auch nicht.Aber nach reiflichem Überlegen und Abwägen:
    Allein-mir fehlt der Glaube.Zeigs mir Hertha und führ mich wieder zum Glauben.

    „Hertha BSC wird es immer sein – Hertha BSC heisst unser Verein!“
    (Nicht das wir uns falsch verstehen!)

    • Daniel
      Am 22. September 2009 um 19:31 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Amen!

    • kielerblauweiß
      Am 22. September 2009 um 20:36 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Honsors Worte kann ich gut nachempfinden.
      „Wo man sich an anderem Fußball auch nicht mehr erfreuen kann-weil einem das nur vor Augen führt, wie unzulänglich der eigene Club spielt.“
      Das nervt wirklich. (Hab grad Manu gegen Mancity gesehen – 4:3 – das war Fußball!)
      Für Mittwoch hoffe ich einfach, dass Favre ordentlich aussortiert. Ohne Stein, Cicero, Nicu, Wichniarek. Alle anderen können kaum schlechter sein.

      Eine andere Frage:
      Geht das Lied nicht andersherum?:
      „Hertha BSC heisst unser Verein! – Hertha BSC wird es immer sein!“
      Oder ist das jetzt kleinkariert?

      • Am 22. September 2009 um 21:15 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Nee, Ordnung muss sein. Hab ich nämlich auch schon bemerkt :-)

  24. Tillberto
    Am 23. September 2009 um 12:01 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Falko Götz ist doch jetzt frei. Der könnte erst mal eine Runde Backpfeifen verteilen, so als Einstieg.

  25. Boris
    Am 23. September 2009 um 14:23 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Die 4 Tore beim Freiburg-Spiel waren echte Wahnsinnstore. Sowas von schlechter Verteidigung habe ich bei Hertha persönlich noch nie gesehen. Und das live dabei. Oh, nee, ich musste richtig Bier trinken … Aber da war noch etwas – das Mittelfeld. Das Mittelfeld steht diese Saison weiter vorne als in der letzten. Vielleicht war ja Favres Idee, eigentlich in der Entwicklung der Mannschaft nur konsequent und richtig GEDACHT, dass Hertha jetzt auch mal lernen sollte, das Spiel zu machen. Das klappt nur leider gar nicht. Warum? Was ich erkennen kann, weil es keine Torschießstürmer gibt, weil AW bisher nicht besser als Chermiti daherkommt, weil vorne kein Stürmer ist, der eins-gegen-eins gehen kann und weil das MV ohne die Achse „guter IV – Kacar – Raffael“ keinen Aufbau hinbekommt – aber eben trotzdem vorne verharrt, bzw. Bälle verliert. Schon die Mainzer Tore waren, wenn ich mich recht erinnere, vom MV recht kopflos verspielte Bälle, die zum Konter führten und durch die IV gebuttert wurden. Und das macht es so dicke: Schlechte Verteidiger (warum ist Piszczek eigentlich weg? Der war rechts doch gut? Warum spielt Friedrich, ist er wirklich der Kapitän? Ach, wie gerne hätte ich ihn bei Stuttgart gesehen und Joe noch hier), kein verteidigendes Mittelfeld, sondern Lücke Lücke Lücke und dazu nach vorne kein wirklich verbessertes MV, weil es nur nach vorne rückt, aber da keine Wirkung entfaltet und die Arbeit nach hinten quasi aufgegeben hat – und auch noch kein Stürmer vorne. Oh, Mann, das ist natürlich einfach verletzungsbedingt doof plus ohne Arbeitsmoral, Einsatzlosigkeit und mangel an Spielsicherheit: total übel.

    Also wünsche ich mir in München: Viererkette mit Doppelsechs davor, die aufpassen und dann schnell eröffnen (Steve kann das meiner Meinung mach super auch aus der IV, auch wenn er ein nicht so toller IV ist. Arne aber kann das nicht! Gar nicht!) . Von rechts und links vor allen Dinge zwei schnelle Läufer und Flankengötter, also Ebert (auch wenn ich seine Eckstöße nicht mag) und Bigalke oder Bigalke und Cicero und dann vorne Raffael und Ramos. Wobei die Läufer auch Kopfballflanken auf den guten Ramos geben müssen. Ach, ja , ich träume … blau weiß … :

    Burchert

    Piszcek Bengtsson Pejcinovic Cesar

    Kacar Dardai

    Ebert (Bigalke) Cicero

    Raffael

    Ramos

    Bei Rückstand: Cicero raus und Wichniarek rein. Oder von Anfang an ein: 4 – 2 – 1- 1- 2 …

    Ha ho he!

    • Am 23. September 2009 um 14:42 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ich bin verwirrt. Was bedeutet MV? Mittelveld??

      • Honsor
        Am 23. September 2009 um 14:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

        MutigesVorgehen! :)
        „Hertha BSC heisst unser Verein! – Hertha BSC wird es immer sein!“
        (Extra für euch!)
        Und heißt heisst nich heißen??? Grübel

        • kielerblauweiß
          Am 23. September 2009 um 15:27 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Du hasst recht Honß0r. Duden ßagt, daßs nach Doppellauten wie ei dass ß folgt.
          Also:
          „Hertha BSC heißt unser Verein! – Hertha BSC wird es immer sein!“

          Und jetzt weiter Fingernägel beisssen und hoffen.

      • Boris
        Am 23. September 2009 um 15:42 Uhr veröffentlicht | Permalink

        MV – ja, geanau MittelVeld (ich habe bestimtm an Meyer-Vorfelder gedacht) … sorry!

    • dns
      Am 23. September 2009 um 15:12 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ich würd ganz gern mal einen Versuch mit dieser Aufstellung sehen:

      —————— Ramos
      ————- Raffa —– Kacar
      — Cesar —– Dardei/vB —– Ebert
      Pejcinovic -Arne – Bengtsson – Pisczek
      —————–(Torhüter)

      Wenn man mit 2 Toren führt, kann man auch noch AW für Ramos bringen um mehr auf Konter zu spielen.

      Abwehr: Soviel zum Statischen. Dynamisch wäre der Plan so.
      Die Abwehr rückt weit vor, drückt das Spielfeld zusammmen und passt vor allem drauf auf, in einer Linie zu bleiben. Einer der Außen rückt ins MF nach, sobald sein Vordermann zur Grundlinie geht. (Aber imme nur auf der Seite, wo der Ball ist und niemals beide.

      MF: Die Außen machen Offensiv einen auf Flügelstürmer, defensiv mauern sie als Sechser Nummer 2 und 3 alles zu, indem sie ein Dreick zu je einem Außen und einem Innenverteidiger bilden, also so _-_-_-_. Interessant daran wäre zu sehen, wie ein Gegner sich darauf einstellt auf einer Seite einen schnellen körperlichen Spieler zu haben, der die Flanken nach dem Motto „eine von denen wird schon irgendwie ankommen“ schlägt und auf der anderen Seite einen, der zwar nicht so schnell und weit läuft, aber dafür vorher schaut, wohin er seine Flanke zieht und auch noch dahin trifft.
      Der zentrale defensive Spieler bleibt immer eher defensiv und sammelt Abpraller ein, bzw. baut das Spiel im Vorwärtsgang auf.

      Raffa/Kacer: Die beiden sind die Anspielstationen bzw. „Zweiter Ball“-Einsammler nach Flanken vorn. Dabei wäre Raffa als Dribbler und „flach und kurz“-Vorleger und Kacar als Distanzschütze und zusätzlicher Abnehmer für hohe Flanken da.

      Ramos hält entweder die Birne hin oder spielt mit dem Rücken zum Tor als Doppelpassprellblock (das hatter gegen Ventspils eigentlich schon gemacht, nur ging keiner drauf ein).

      !!–
      Aber da Aufstellung und Taktik Makulatur sind und alles nur etwas nützt, wenn die Spieler vor allem wollen (Moral/Psyche/Einstellung) und können (Fitness/Technik), ist das jetzt eh nur Spielerei, die mir die Sorgen für heute abend vertreiben soll. Also purer Aktionismus meinerseits ^^
      –!!

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  • Von HBSC 1892 - Aus Liebe zur alten Dame» Blogarchiv » Marmor, Stein und Eisen bricht am 21. September 2009 um 19:43 Uhr veröffentlicht

    […] nutzen um Entscheidungen zu provozieren. Und das unterscheidet Hertha BSC von anderen Vereinen. Die Fans machen ihre Unterstützung in der schnellebigen Fußballwelt nicht vom kurzfristigen Erfolg… Diese Ultras leben und atmen Hertha BSC, kennen die teilweise tragische Geschichte der Hertha und […]