Osnabrück vs. Hertha – seitenverkehrte Niederlage

Das war die dritte Auswärtsniederlage in Folge (Koblenz, Paderborn und nun Osnabrück). Gegen „typische Zweitligisten“ tut sich Hertha schwer, wie Marco Sejna nach dem Spiel mehrfach betonte. Babbel gab sich angesichts der wiederholten Auswärtspleiten ratlos. Er wisse auch nicht woran das gelegen habe. Er wirkte vor dem Spiel sehr angespannt und nach dem Spiel sah er reichlich zerknirscht aus und stellte dann doch noch fest, dass Osnabrück „eben die zwei Chancen macht und wir unsere halt nicht“. Ist die Niederlage mit Pech bei der Chancenauswertung schon erklärt? Ich denke nicht.

Nachdem Babbel in Folge der Niederlage in Paderborn in seiner ersten Analyse vor allem den Schiedsrichter für die Niederlage verantwortlich machte, verzichtete er in Osnabrück auf eine Schirischelte. Dabei hätte er auf Grund der (wiederholt) miserablen Leistung des Schiedsrichtergespanns um Wolfgang Stark jede Berechtigung gehabt. Das zweite Tor entstand aus klarer Abseitsposition, vorher wurde ein Foul an Lasogga im Strafraum nicht geahndet. Viel entscheidender fand ich jedoch, dass Wolfgang Stark seine zu Beginn eingeschlagene Linie der Spielführung „konsequent durchgezogen hat“ wie der Sky-Kommentator gestern auch noch aberwitzigerweise lobte.

Die konsequente Linie bestand hauptsächlich darin, rüdes Einsteigen und unfaire Tacklings nicht zu pfeifen und brutale Fouls nicht mit Gelb zu bestrafen. Diese lasche Spielführung machten sich vor allem die Osnabrücker zu Nutze. Als Tauer nach wenigen Spielminuten zu eine Blutgrätsche gegen Lell an der Mittellinie (!) ansetzte, hätte es einen dunkelgelben Karton geben müssen. Stattdessen gab es eine freundliche Ermahnung und die Osnabrücker verstanden dies als Aufforderung, nach Herzenslust den Rasen samt gegnerischer Spieler umzupflügen. Besonders genannter Tauer und Heidrich gingen als Vorbilder voran. Wäre Wolfgang Stark das Spiel nicht schon in den ersten Minuten entglitten, hätten beide schon während der ersten Halbzeit vom Platz gestellt werden müssen.

Man kann sagen, dass Osnabrück sehr clever agiert hat und die Freiräume in der Zweikampfführung nutzt, die Wolfgang Stark ihnen einräumte. Hertha ließ sich den Schneid abkaufen und hatte kaum etwas dagegen zu setzen. Zwar versuchte die Mannschaft, dagegen zu halten, begab sich aber nicht in die nötige Grauzone der unfairen Zweikampfführung und hatte daher zwangsläufig das Nachsehen.

Dennoch gab es Nachlässigkeiten, die mit der Spielführung von Wolfgang Stark nicht zu erklären sind. Symptomatisch verhielt sich Interimskapitän Christian Lell vor dem ersten Gegentor durch Diabang. Ausgerechnet Lell, der tendentiell im Verdacht des bajuvarischen Großmaultums steht! Vor dem Spiel verkündete er noch großspurig, dass es jetzt „knallen“ müsse. Und dann ist gerade er hauptursächlich für den ersten Gegentreffer verantwortlich, weil er nach einem ersten erfolglosen Zweikampfversuch einfach stehen bleibt und den Gegenspieler völlig frei eine Flanke schlagen lässt, die nie hätte zustande kommen dürfen. Dass Ramos auch noch Diabang ziehen lässt, ist dagegen eher eine Randnotiz, gehört aber zum nachlässigen Defensivverhalten dazu.

Und auch spielerisch war die Leistung der Hertha ziemlich dürftig. Die Installation der Doppel-Sechs gab wie erwartet mehr defensive Stabilität. Aber Raffael, nun als alleiniger Spielmacher in der offensiven Mitte, führte seine Rolle teils sehr eigensinnig aus und gab den Zweitliga-Messi, wobei der Ertrag der Dribblings halt auch nur zweitklassig war (©). Er rannte sich mehrmals sinnfrei fest, ohne abschließen oder passen zu können.

Am schlimmsten wog jedoch die Missachtung der Außenbahnen. Man konnte gestern sehr gut beobachten, was ich neulich schon kritisiert habe: Die Außenspieler stehen seitenverkehrt, Ramos als Rechtsfuß links und Rukavytsya als Linksfuß rechts. Das führt dazu, dass beide in vorhersehbarer Regelmäßigkeit ins Zentrum ziehen, statt den Weg konsequent an der Außenlinie zu suchen und dann eine Flanke zu schlagen. Osnabrück machte im Zentrum einfach dicht und Hertha rannte sich fest oder spielte zurück. Das war so durchschaubar wie deprimierend. Bei den Bayern mag das mit Ribery und Robben ja funktionieren. Für Hertha wäre eine klassische Interpretation der Außenspieler aber angemessener, weil mit Lasogga/Friend ein Stürmer in der Mitte steht, der die Flanken auch verwerten könnte. Außerdem konnte man gegen Bochum ja sehen, was Ronny als Linksfuß auf der linken Seite bewirken kann.

Und vor diesem Hintergrund wiederhole ich meine Kritik an fehlenden Spielautomatismen noch einmal. Es scheint mir, dass Babbel zu wenig auf einstudierte Spielzüge und zu viel auf individuelle Klasse und den Zufall setzt. Eingeübte Automatismen würden dazu führen, dass Hertha auch einen aggressiven und defensiven Gegner mit spielerischen Mitteln besiegt. Dieses Element fehlt jedoch fast gänzlich. Deutlich wird das Fehlen auch durch eine Aussage von Jürgen Klopp, der eine Torszene seiner Dortmunder Mannschaft gegen St. Pauli kommentiert:

Kevin könnte schießen, schießt aber nicht, sondern täuscht nur an, weiß aber, ohne zu gucken, dass Kagawa hinter ihm ganz frei stehen muss, weil das unser Spielzug so vorgibt. Kevin lässt also für Shinji durch, der den Ball flach in die Torecke schießt. Wäre der Ball an den Pfosten gegangen, dann steht dort verabredungsgemäß auch noch Bender, der den Abpraller hätte reinschieben können. Eine vollkommene Szene (SZ).

Dieses blinde, weil einstudierte und auswendig geübte Spielverständnis, von dem Klopp hier so begeistert ist, fehlt der Hertha unter Babbel. Sicher kommen solche Automatismen nicht von heute auf morgen zum Tragen. Dortmund hatte mehr als zwei Jahre Zeit, diese unter Klopp zu entwickeln. Daher wird man von der Hertha nicht erwarten können, dass so etwas jetzt schon funktioniert. Aber ich zweifle, ob offensive Automatismen überhaupt auf dem Trainingsplan von Markus Babbel stehen, weil davon einfach so gut wie nichts zu sehen ist. Dieser Zweifel wiegt für mich mehr als eine einzelne Niederlage.

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  • Wer hat das geschrieben?

    Mein Name ist Enno: im Jahre 1982 geborener Berliner, Exil-Herthaner in Bielefeld und Bremen. Seit 2006 schreibe ich im Internet über Hertha BSC. (→mehr)

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19 Kommentare

  1. Blauer Montag
    Am 20. November 2010 um 13:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Applaus Enno,
    diese (d)eine Analyse ist brillant und deckt sich mit dem Spielbericht bei bundesliga.de http://ticker.bundesliga.de/ticker/dfl_fb_mbl2/html_php/ticker_de_330392.html.

    Für mich zeigt der Spielverlauf aus Sicht der Hertha mangelnde Cleverness. Anstatt den Gegner im Auswärtsspiel kommen zu lassen, agieren die Offensivspieler weit vorne wie im Heimspiel gegen Bochum. Dann hat Raffael seine Mitspieler nicht mehr vor, sondern neben oder hinter sich. Statt sich nun zurückzunehmen, versucht er es mit Einzelaktionen durch die Mitte. In dieser Situation sollte der Trainer:
    a) auswechseln und einen anderen Spieler ins zentrale Mittelfed bringen mit dem klaren Auftrag, das Spiel von hinten her zu öffnen.
    b) im Training die Spieleröffnung aus der Abwher über die Außen üben lassen.

    Gegen solche Gegner sollte m.E. die gleiche Taktik erfolgreich sein, mit der Deutschland gegen England im Achtelfinale der WM 2010 gewann.

    • Enno Enno
      Am 20. November 2010 um 14:14 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Danke. Der Spielbericht von der DFL ist mir unbekannt. Aber es ist ja erfreulich, dass ich offensichtlich keinen völlig verqueren Blick auf das Spiel hatte…

  2. Ben
    Am 20. November 2010 um 14:34 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich denke bei den Auswärtsspielen spielen viele Dinge eine Rolle.

    Zum ersten wenn es so weiter geht, dass Fifa Schiedsrichter in der 2.Liga komplett anders anders pfeiffen als in Liga 1, dann wird Hertha auch weiterhin auswärts nicht viel holen. Vielleicht sollte mir das mal jemand erklären, warum es fest steht, dass in Liga 2 härter gespielt werden muss. Ich dachte eigentlich die Schiris sind halt andere, die mehr durchgehen lassen und die Mannschaften können halt nicht mehr als kämpfen.

    Nun pfeifft aber ein Erstliga-Schiri, die eine Mannschaft kann Fußball spielen und die andere zerstört konsequent mit taktischen Fouls den Spielaufbau. Daran muss man sich meiner Meinung nach nicht gewöhnen. Das hat nichts mit Fußball zu tun. Dieser Aushilfs-Jesus aus der Abwehr hätte schon nach zehn Minuten wenigstens eine gelbe Karte haben müssen und bekommt nach gefühlten 5 Fouls erst zehn Minuten vor Schluß eine Karte.

    Abseitstor, Elfmeter hin oder her… Kriegen die kleinen gegen uns nicht immer einen Bonus beim Trikotziehen, taktischen Fouls und Grätschen geraten die schon ganz alleine unter Druck. So könnte selbst ich gegen Hertha verteidigen. Raffael einfach beim Antritt festhalten und fertig.

    Vielleicht sollte Babbel mal über Ruka nachdenken. Der ist seit seiner Verletzung schon lange nicht mehr auf der Höhe. Da kommt gar nichts. Und Ronny macht sich doch gar nicht soo schlecht. Vor allen Dingen in Spielen wo hundert Freistöße zu erwarten sind.

    Naja…Zu Hause ist das Spielfeld wieder größer und der Gegner will hoffentlich Fußball spielen…

    • Gonzo
      Am 21. November 2010 um 13:13 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Mit Stark als Schiedrichter kann Hertha nicht gewinnen, der hat uns schon mehr als einmal verpfiffen. Ich denke da nur an das Spiel in Wolfsburg.

  3. Sascha
    Am 20. November 2010 um 15:43 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Enno auch ich finde deine Analyse sehr passend und gut! Sprichst mir aus der Seele!

  4. Luke
    Am 20. November 2010 um 18:00 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Herrje, willkommein in der Wirklichkeit, Mädels. Tauer hätte für sein Foul Gelb kriegen sollen und ja, Tyrala stand beim 2:0 knapp im Abseits. Das war’s dann aber auch in Sachen Schiri. Das Ganze ist immer noch Fußball und nicht Synchronschwimmen. Wenn eure technisch durchaus sehr versierten Ballerinas glauben, dass man mit Hacke-Spitze-123 und ein paar schnuckligen, aber maßlos eigensinnigen Dribblings an einem Freitagabend an der Brücke die Eier mal eben so im Vorbeigehen aus dem Nest holt, sollte man sich nicht wundern, wenn man nachher mit nichts in den Händen, aber blauen Flecken am Rest des Körpers heim fährt.

    Viel Erfolg beim weiter zum Aufstieg zaubern wünsch ich aber aus der Osnabrücker Provinz, wo Fußball angesichts fehlender Schuldenmillionen leider noch immer elendig glanzlos und altbacken gearbeitet werden muss ;-)

    Luke

  5. Ben
    Am 20. November 2010 um 18:14 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Willkommen in der Wirklichkeit?
    Ich denke nicht, dass die an eurer Brücke zu finden ist. Und ja es handelt sich um Fußball, aber genauso wenig um Rugby wie Synchronschwimmen.

    Scheinst ja mächtig stolz zu sein auf so ne Art Fußball. Oh je. Aber kein Vorwurf! Wenn es der Schiedsrichter durchgehen lässt kann man ja so spielen, wenn nicht habt ihr auch nichts zu melden, weil der VFL nichts Anderes kann.

    Und welches der ersten drei Fouls meinst Du???

  6. Moritz
    Am 20. November 2010 um 18:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Lasst doch Luke seine Freude, ich denke auch, dass die Hertha zu wenige gekämpft hat.

    Vor allem muss ich Enno recht geben, denn wenn Babbel Spielzüge trainieren ließe und die Außen richtig besetzt wären, dann würde die Hertha halt vier Dinger reinkloppen und gut is….

    Darüber hinaus: Wenn Luke meint, dass so Fußball gespielt werden muss, wie Osnabrück das macht, dann kann ihm keiner mehr helfen.

  7. Schoddie
    Am 20. November 2010 um 21:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hab’s schon mal gesagt. Ich finde Babbel an und für sich ja super, aber so mehr und mehr wird das weniger. So blöd sich das auch anhört…
    Ich verstehe seine Wechsel nicht bzw. ich würde (ja, natürlich von der Couch aus) oft anders wechseln. Z.B. nach dem 2-0! Warum nicht dann, wenn nicht sogar schon vorher, mal auf Friend UND Lasogga wechseln. Ramos rechts und Rukavytsya/Ronny links und Flanken, Flanken, Flanken! Friend und Lasogga sind zusammen 20 Meter groß, das muss doch ne Taktik sein. Abgesehen davon hab ich nach dem 2-0 auf ne Reaktion auf der Bank gewartet. Nichts! Ups, 2-0. Ja, dann spielen wir mal so weiter… Hallo? Da waren immerhin noch 15 Minuten zu spielen. Da muss Babbel doch SOFORT danach auf alles oder nichts gehen. Oder seh‘ nur ich das so? Abwehrspieler raus, Stürmer rein! Dann hat er wenigstens allen gezeigt, dass er alles versucht hat und ich könnte mir meine Aufregung darüber sparen…

    • Gonzo
      Am 21. November 2010 um 13:16 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Richtig !!

  8. Enno Enno
    Am 20. November 2010 um 22:59 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Boah! Und wenn ich dann noch den Tauer und den Heidrich im Interview sehe, wie sie ungeniert zugeben mit unfairen Mitteln gearbeitet zu haben, bekomme ich echt einen dicken Hals! http://www.os-f1.de/?sid=12&cid=1402

    Unfassbar, dass die Schiedsrichter das haben durchgehen lassen. Allein die Aussagen von Tauer… Echt ey!

  9. Luke
    Am 21. November 2010 um 07:08 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Natürlich können wir kaum was anderes. Deswegen heißt das ja AbstiegsKAMPF. Und das ist nun mal UNSERE Wirklichkeit. Ich kann nix dafür, dass ihr cosmopolitischen Schöngeister abgestiegen seid, aber Champions League war irgendwie gestern ;-), Noch weniger kann ich dafür, dass eure Wirklichkeit Freitag an unserer ausnahmsweise gescheitert ist. Und wenn ihr zu ignorant seid, anzuerkennen, dass ihr dieses Spiel nicht aufgrund des Schiris verloren habt, fragt euren Keeper, der ist erstens erfahrener und und hat zweitens erkannt, was fehlte. Aber nun will ich die große wahre Fußballwelt nicht weiter aufhalten. Viel Erfolg weiterhin und bis zum Rückspiel, wenn wir richtig schön die Hütte vollkriegen. Danach müsst ihr sowas wie uns dann auch nicht mehr lange ertragen ;-)

    • Enno Enno
      Am 21. November 2010 um 11:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Lächerlich, was du erzählst, wenn selbst Tauer, der ja nun Osnabrücker ist, nach dem Spiel zugibt, nicht mit fairen Mitteln gekämpft zu haben (http://www.os-f1.de/?sid=12&cid=1402). Da der Schiri nicht eingegriffen hat, trägt er also eine Mitschuld.

      • Luke
        Am 21. November 2010 um 14:43 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Oh mein Gott, er hat Gegenspieler gefoult!! Mit Absicht!!! Das machen Berliner Profifußballer natürlich niemals!! Denen unterläuft das höchstens alle Jubeljahre mal „aus Versehen“. Oder… Moment…ist das Verwerfliche jetzt, dass er es nachher auch noch zugibt? Wie hinterhältig!

        • Enno Enno
          Am 21. November 2010 um 15:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Und absichtlich unfair. Was für ein Sportsgeist…

  10. Am 21. November 2010 um 16:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Es ist einfach Fakt, dass ein Tauer, wenn er nach 2,3 Minuten Gelb sieht auch gezwungen ist komplett anders weiter zu spielen. Dem Spieler mache ich da keinen großen Vorwurf machen, denn er nutzt einfach nur jene Situationen zu seinem Vorteil aus, die der Schiedsrichter hätte vermeiden müssen. So ist Profisport nun mal.

    Wie Enno aber schon sehr gut analyiserte ist das auch nicht der einzige Grund für die Niederlage. Ich stimme dem Spielbericht zu. :)

  11. Blauer Montag
    Am 22. November 2010 um 12:30 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich wüßte liebend gerne, wie die Verantwortlichen bei Hertha die Spiele analysieren. Ich befürchte stark, dass diese, unsere Analysen in den blogs wohl nicht zur Kenntnis genommen werden. Selbst bei Betrachtung jeder Spielaufzeichnung fällt hoffentlich Herrn Babbel und seinem Stab bald mal auf:
    1. die mangelnde Spieleröffnung über die Außen,
    2. das unnütze Gedribbel vor dem Sechzehner,
    3. die grottenschlechten Freistöße und Eckbälle.

    • Joel
      Am 22. November 2010 um 14:25 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Lieber Blauer Montag.
      Ich finde nicht
      1. das die Spieleröffnung über die Außen nach mangelndem Training ausschaut, hin und wieder kommen sie ja bis zum Tor nach vorne gerannt (es werden auch viele Aktionen unterbrochen, z.B. Foul oder Fehlpass) letzteres kann man trainieren ;-)
      2. das es unnützes Gedribbel vor dem 16ner ist, eher die gute Möglichkeit mal gefoult zu werden um erfolgreich abzuschließen, wenn aber vorne dicht ist, willst du das der Schuß geblockt wird? Ehrlich gesagt hin und wieder wäre ein Schuß aus der 2ten Reihe nicht schlecht ;-)
      3. das die Freistöße und Ecken grottenschlecht sind, wenigstens sind daraus auch mal Tore entstanden, ja es könnten und nach meinem Geschmack sollten mehr sein ;-)
      *ironie mal off*

      Insgesamt hat m.E. die Hertha besser gekämpft als im Auswärtsspiel zuvor, klar ist der Schirie Stark das Gegenteil zu seinem Namen, auch wenn die Osnabrücker das wohl anders sehen werden. Ich denke das wir auch abgezockter in den Zweikämpfen sein müssen. Wenn ein Spieler von uns z.T. hart angegangen wird und der Schirie nicht den Karton zückt, erwarte ich das beim nächsten Foul man halb auf dem Platz stirbt um die Karte zu provozieren, spielt der Gegner unfair muss hier Auge um Auge gefightet werden. Nicht das man die eigene rote Karte sich dabei abholt, aber eben etwas intensiver. Gleichermassen ist natürlich auch hier dann eine höhere Gefahr der Verletzung möglich. Was solls wie man es dreht und wendet alles scheint auch negative Auswirkung haben zu können. Aber ein viertes Auswärtsspiel in Folge eine Niederlage zu kassieren -muss- verhindert werden und wenns diesmal der Schirie ist, der uns bevorteilt ;-)

  12. Blauer Montag
    Am 22. November 2010 um 15:07 Uhr veröffentlicht | Permalink

    abgezockter in den Zweikämpfen und cleverer im spielaufbau Joel, dann klappt’s auch wieder mit nem Dreier.