Parallelen im Sport und Journalismus

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Wie kann es eigentlich sein, dass ein journalistischer Profi nicht mit zehn Fingern schreibt? Ich dachte gerade, ich schau nicht richtig, als ich Daniel Stolpe in der Sportredaktion der Berliner Morgenpost an seinem Artikel schreiben sehe (2.15min) und er lediglich die beiden Zeigefinger zum Tippen benutzt (unter gelegentlicher Zuhilfenahme des Mittelfingers…). Aber eigentlich darf man sich nicht wundern. Immerhin schreibt er hauptsächlich über Hertha BSC und arbeitet offensichtlich genauso wie der Verein: ambitioniert, engagiert und durchaus überzeugend. Allerdings mit eklatanten technischen Mängeln.

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  • Wer hat das geschrieben?

    Mein Name ist Enno: im Jahre 1982 geborener Berliner, Exil-Herthaner in Bielefeld und Bremen. Seit 2006 schreibe ich im Internet über Hertha BSC. (→mehr)

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7 Kommentare

  1. Am 10. März 2010 um 14:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich schreib genau so. Mit übrigens über 300 Anschlägen pro Minute. Kommt also nicht mal auf die Technik an: ist doch völlig egal, ob der Ball per Vollspann oder mitm Hintern ins Tor befördert wird. Wichtich is aufm Blatt!

  2. Am 10. März 2010 um 15:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Also die Pointe ist gut, allerdings verbuche ich das mal unter Pseudosyllogismus:

    Es gibt gute Journalisten, die mit 10 Fingern tippen.

    Daniel Stolpe tippt mit weniger Fingern.

    Ergo: Daniel Stolpe ist kein guter Journalist.

    Wie gesagt: Die Pointe ist gut. Die Prämisse ist es nicht.

    Zu guter letzt: Das sind doch bloß Schnittbilder, auf denen die „Helden“ eines TV-Beitrages irgendetwas faken, damit der Text gesprochen werden kann.

  3. Enno Enno
    Am 10. März 2010 um 16:27 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Naja, letztlich ist es mir egal, wie Daniel Stolpe seine Texte in den Computer einbringt. Ich wundere mich halt nur, dass jemand, der mit dem Schreiben von Texten sein Geld verdient, das basalste technische Handwerkszeug nicht kann. Zumal man sich das innerhalb von ein paar Tagen beibringen könnte. Und die Frage, wie er seine Texte schreibt, sagt natürlich noch nichts über deren Qualität aus. Das ist so ähnlich wie bei Kevin Kuranyi, der zwar zu den besten Torschützen der Liga gehört, aber ein technisches Vermögen am Ball kaum erkennen lässt. Und da ist es so, wie Kai es schreibt: Egal wie, Hauptsache versenkt, respektive einen guten Text geschrieben. Insofern wären wir dann auch wieder bei Hertha: Egal wie, sie schafft es nicht…

  4. sehnsuchtberlin
    Am 11. März 2010 um 17:41 Uhr veröffentlicht | Permalink

    mh komisch is schon, man denk gar nicht mehr darüber nach, wie man schreibt, mann tut es einfach aus gewohnheit, ich bin ein recht schneller schreiber wird ich sagen, aber hüpfe halt nur mit der einen hand über die tasten und die andere hält die tastatur :-)
    gibt es eigentlich gute hertha schreiber?die Presse in berlin, find ich zu sprung haft, bei einem sieg reden sie über die meisterschaft, bei einer niederlage über die schlechteste mannschaft aller zeiten.
    Naja z.z. gibts ja wirklich nix possitives zu schreiben. drücken wir alle mal die daúmen, das wir am sonntag was possitives von der presse zu lewsen bekommen.

  5. Am 11. März 2010 um 17:44 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Über genau dieses mangelnde Grundhandwerkszeug hab ich mich auch schon bei anderen Profis gewundert, würde aber auch der Behauptung nicht im Wege stehen, dass wichtig ist, was dabei unten rauskommt. Und das stimmte in den gesehenen Fällen auf jeden Fall.

  6. SiamoNoi
    Am 12. März 2010 um 22:01 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Sorry Enno, aber das ist nun wirklich mal eine ziemlich quatschige Diskussion. Sekretärinnen werden fürs schnell tippen bezahlt, nicht Journalisten. Da sollte es wohl doch eher um Ideen und die Qualität der „Schreibe“ gehen, nicht um die Geschwindigkeit. Fernsehjournalisten müssen auch nicht selber drehen, dafür gibt es Kameraleute.

    Printjournalisten müssen zwar zugegeben meist selbst schreiben, aber theoretisch könnte er das ja sogar diktieren, wenn er die Position hätte oder die Spracherkennungssoftware gut genug wäre. Das ist nun wahrlich nicht „das basalste Handwerkszeug“, das ein Journalist meiner Meinung nach haben sollte.

    Umgekehrt gesagt: Ein Journalist, der gründlich recherchiert, Fakten checkt, seine Quellen richtig zitiert und dazu noch spannend texten kann, der könnte von mir aus auch seine Handschriften bei einer Schreibkraft abgeben, verglichen mit einem, der all dies nicht beherzigt, dafür aber mit zehn Fingern tippen kann.

    • Enno Enno
      Am 12. März 2010 um 23:11 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Natürlich ist das schwachsinnig. Und von Diskussion kann gar keine Rede sein. Nimm das bitte nicht so ernst. Du hast ja völlig recht, aber ich wollte nie ernsthaft das Gegenteil behaupten. Mir ging es nur um die Pointe, ehrlich gesagt.

Ein Trackback

  • Von Immer Hertha | Hertha BSC Blog am 8. September 2010 um 19:45 Uhr veröffentlicht

    […] Journalisten, die ihr Handwerk und die Hertha verstehen – wenngleich gesagt werden muss, dass Stolpe offensichtlich ein paar technische Mängel mit sich bringt. Das klingt nach viel Potential und entgegen den viele gescheiterten […]