Peter Gagelmann – Ein Schiedsrichter sieht rot

Foto: xbasti1102, eigene Bearbeitung

This entry was posted in Hertha BSC and tagged , , , . Bookmark the permalink. Both comments and trackbacks are currently closed.
  • Wer hat das geschrieben?

    Mein Name ist Enno: im Jahre 1982 geborener Berliner, Exil-Herthaner in Bielefeld und Bremen. Seit 2006 schreibe ich im Internet über Hertha BSC. (→mehr)

    Ich würde mich freuen, deine Meinung zum Artikel zu erfahren. Schreib doch einen Kommentar und diskutiere mit!

    Und bleib auf dem Laufenden: Abonniere neue Beiträge des Hertha BSC Blogs (RSS-Feed / E-Mail)

17 Kommentare

  1. Christian Gerhardt
    Am 18. Dezember 2010 um 22:12 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Wer das spiel heute gesehen der weiss das alles meistens gegen Hertha gewertet wird siehe 2 rotekarte oder die schwalbe zum elfer ,so nee sch……… regt mich jede woche auf ,aber trotz alle dem wir werden aufsteigen egal wie oft die gegen uns Pfeifen,gruss an allen Herthanern

  2. Mueggi
    Am 19. Dezember 2010 um 01:38 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Also man muss erst mal ja so realistisch bleiben und zugeben, dass die erste Rote Karte für Mija durchaus OK war. Die konnte man geben, hier hat sich Mija einfach extrem dämlich angestellt. Wenn Mija hier einfach versucht Nando noch ein wenig abzudrängen, dann können die anderen Spieler nachrücken. Er ist sich aber sicher mit dem Einsteigen an den Ball zu kommen, schafft das nicht, trifft Nando, der sich auch nicht Plump fallen lässt, sondern wirklich zu Fall gebracht wird. und da er letzter Mann war geht die Rote schon in Ordnung.

    Auch die 2 roten Karten für Augsburg sind wohl mehr als berechtigt.
    Die vielen keinen Entscheidungen kontra Hertha und die 2 groben Fehlentscheidungen stehen dann aber doch anders da. Es war kein Elfer. Es war keine gelb/rote Karte für Hubi. Beim Elfmeter gibt es wenn überhaupt keinen elfmeterreifen Kontakt zwischen Angreifer und Burchi und das von Hubi war niemals ein gelbwürdiges Foul.

    Das Tragische an der zweiten Fehlentscheidung ist nun, dass Hertha im ersten Spiel nach der Winterpause ohne die gesetzte Innenverteidigung antreten muss.

    Alles in allem hat Hertha diese Saison (und auch schon in den letzten Jahren) kein Glück mit den Schiedsrichtern. Ob in Paderborn, in Osnabrück oder auch heute, alles Spiele, in denen Hertha vielleicht nicht immer gut gespielt hat, die aber ohne die entsprechenden Schiedsrichterleistungen vllt. anders ausgegangen wären. Es ist recht lange her, soweit ich mich erinnern kann, dass ich nach einem Spiel gesagt habe, dass Hertha dank einer oder mehrerer zweifelhaften Entscheidungen durch den Schiri gepunktet hat.
    Man soll mich nicht falsch verstehen. Ich möchte es gar nicht, dass Hertha bevorzugt wird. Ich möchte das die Spiele unter gleichen Maßstäben beurteilt werde. Auch wenn ich niemandem eine Absicht unterstellen will, doch es ist auffällig, dass Hertha seit Jahren eher benachteiligt, also bevorzugt betrachtet wird. Daher ist eine ordentlich geführte Diskussion darüber in meinen Augen auch durchaus legitim. 3 Spiele der letzten 7 Spiele durch klare Fehlentscheidungen beeinflusst, das ist einfach zu viel, das ist nicht normal.

    Das Hertha in 2 dieser 3 Spiele spielerisch ganz schwach war (Paderborn und Osnabrück) steht dabei auf einem anderen Blatt. Dass die Niederlagen, wenn man das Spiel allein betrachtet, OK waren auch. Ohne diese Fehlentscheidungen hätte Hertha aus diesen 3 Spielen vielleicht 5 Punkte (unentschieden in Paderborn und Osnabrück und ein Sieg in Augsburg) mehr auf dem Konto (ja, das ist reine Spekulation, man kann nicht sagen wie die Spiele ohne die Entscheidungen gelaufen wären) und man hätte nach den schwachen Spielen gesagt, dass Hertha clever wie ein Aufsteiger spielt und auch in solchen Spielen punkten würde.

    Um es wirklich klar zu stellen, ich möchte hier, wie manch ein Offizieller von Vereinsseite vielleicht, Fehlentscheidungen von Offiziellen nicht als Vorwand für Niederlagen und/oder schlechten Spielen heran ziehen. Aber genau auf der anderen Seite möchte ich nicht, dass Fehlentscheidungen klein geredet werden, nur weil ein Team schlecht gespielt hat und es anders nicht verdient hätte. Die schlechten Leistungen der Schiedsrichter ziehen sich nun schon durch die ganze Saison in der ersten und zweiten Liga. Und das in allen Formen und Arten. Falsche oder nicht gegebene Elfmeter. Zu harte oder zu lasche Foulentscheidungen. Es war, so hab ich das Gefühl, selten so krass wie zurzeit. Das nicht nur Hertha davon betroffen ist, ist demnach klar. Ganz extrem ist mir z.B. die noch lächerlichere rote Karte, als die für Ramos, für einen Duisburger im Gedächtnis geblieben. Ich finde demnach, dass es vielleicht nicht mehr Fehlentscheidungen gibt, aber die Art der Fehlentscheidungen eine neue Qualität bekommen hat.

    Dass man hier nicht nur den Schiedsrichtern die Schuld geben kann, sondern auch der DFL und dem DFB geben muss ist für mich dabei ganz klar. Durch ständig neue Auslegungsregeln und Vorgaben werden hier auch die Schiedsrichter verunsichert. Daher denke ich, dass eine generelle Diskusion über diese Thematik her muss.

    Ich kann nur hoffen, dass sowohl die Schiedsrichterzunft, als auch offizielle Stellen bei DFB und DFL die Winterpause nutzen und sich auch einmal ein wenig über diese Thematik Gedanken zu machen. So lange hier kein Umdenken passiert und nicht eingesehen wird, das Schiedsrichter Fehler machen können und dürfen, diese aber trotzdem nachvollziehbar sind und die Schiedsrichter auch dazu stehen, so lange wird es leider nicht besser werden, sondern eher schlimmer.

  3. Am 19. Dezember 2010 um 02:45 Uhr veröffentlicht | Permalink

    ich kann mich dem Kommentar nur anschließen … zusätzlich finde ich es eine Frechheit, dass Ramos für 1 Spiel gesperrt wird nach seiner lächerlichen roten Karte und in einer anderen Partie am nächsten Spieltag (ich glaube, es war Oberhausen) ein Spieler freigesprochen wird, da die TV Bilder zeigen, dass es eine Fehlentscheidung war …

  4. Am 19. Dezember 2010 um 09:07 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ihr wollt also einen so weit wie möglichen TV-Beweis?

    Das heißt, nach jeder Ecke, jedem Einwurf, der falsch sein könnte, nach jeder Gelben Karte, bzw. vor der Entscheidung dazu, dann eben auch bei Szenen, die schließlich nicht mit Gelber Karte bestraft werden, immer erst vom Oberschiedsrichter oder -gremium aus mehrere Regelexperten abstimmen lassen, welche Entscheidung zu fällen ist? Und dann dauert so ein Spiel brutto eben nicht mehr 98 Minuten, sondern 250?

    Gut, ich überzeichne, aber wie soll das sonst gehen, die gerade erwähnten und ja vor allem beklagten Fehlentscheidungen zu minimieren?

    Die sind doch schon immer da. Wenn man damit nicht leben kann, dass Schiris Fehler machen, wieso geht man dann zum Fußball? So ist Fußball nun mal, im Moment.

    Kann man auch ändern. Die Iren wären froh gewesen. Ich finde aber, dass man hier selektive Wahrnehmung betreibt. Die Fehler werden rausgepickt und an die mega-große Glocke gehängt. Dass diese Schiedsrichter aber ich sach mal 96% der Entscheidungen richtig treffen, geht total unter. Jeder, der sich derart echauffiert, sollte wenigstens ein Mal versuchen, eine Partie selbst zu pfeifen. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie hyperkomplex es ist, alle Situationen zu erfassen. Und nein, ich bin kein und war nie Schiedsrichter.

    Und das hier verstehe ich gar nicht:

    So lange hier kein Umdenken passiert und nicht eingesehen wird, das Schiedsrichter Fehler machen können und dürfen, diese aber trotzdem nachvollziehbar sind und die Schiedsrichter auch dazu stehen, so lange wird es leider nicht besser werden, sondern eher schlimmer.

    Was ändert es denn, wenn Schiedsrichter zu ihren Fehlern stehen? Wird dadurch nachträglich irgendeine Spielwertung geändert? Aber ich verstehe den Satz auch nicht so ganz.

    PS: Hat jemand zufällig ein Link zu einem Video von dem Spiel, also insbesondere von den Roten Karten?

    • Am 19. Dezember 2010 um 11:18 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ich fordere keinen Videobeweis während des Spiels. Fehlentscheidungen wie der Elfmeter gestern passieren und das ist auch völlig ok. Was mich allerdings stört ist, dass Platzverweise, die ganz offensichtlich keine sind nach den Spielen nicht zurück genommen werden. Nach Ramos ist nun Hubnik schon der zweite, der eine Sperre aufgebrummt bekommt, die selbst der Schiedsrichter nach ansicht der Fernsehbilder bereuen dürfte. Eine unabhängige Kommission, meinetwegen auch mit dem pfeifenden Schiedsrichtergespann, sollte ihre Kartenentscheidungen nach den Spielen revidieren dürfen.
      Bei jeder Fehlentscheidung wird der Schiedsrichter in Schutz genommen und das Argument ins Feld geführt, dass er halt auch nur ein Mensch ist und wie schwer es sei in einem so schnellen Spiel innerhalb kürzester Zeit die richtige Entscheidung zu treffen. Ist ja alles richtig, aber gerade weil er ein Mensch ist, der auch fehlbar sein kann, sollte man ihm eingestehen seine im Spiel getroffene Entscheidung noch einmal in Ruhe überdenken zu können. Das ist nur fair gegenüber dem Schiedsrichtergespann und den Vereinen.

      Ich fand im übrigen nur den letzten der vier Platzverweise ungerechtfertigt.

      • Joel
        Am 20. Dezember 2010 um 09:40 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Korrekt Felix, sehe ich genauso!

        Zitat T-Baade:
        Was ändert es denn, wenn Schiedsrichter zu ihren Fehlern stehen? Wird dadurch nachträglich irgendeine Spielwertung geändert?
        Eine Spielwertung sicherlich nicht. Es hätte jedoch dazu geführt das Ramos die Strafe nicht von einem Spiel nicht hätte hinnehmen müssen, wenn der Schirie die „Cojones“ gehabt hätte den Fehler kund zu tun.

    • Enno Enno
      Am 19. Dezember 2010 um 11:43 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Trainer, dein Einwand, man müsse selbst mal eine Partie zu leiten versuchen, ist ein lästiges Totschlagargument. Das kann ich nicht ernst nehmen, weil Kritik immer auch dann erlaubt ist, wenn man die entsprechende Tätigkeit nicht selbst ausüben kann. Was würdest du deinem Zahnarzt sagen, wenn du ihn wegen einer verpfuschten Behandlung kritisierst und er dir sagt: „Machen sie das mal…“? Eben.

      Davon abgesehen, ist die Wahrnehmung der gestrigen Leistung von Gagelmann in diesem Blog hier selbstverständlich sehr selektiv beurteilt. Wenngleich mein Beitrag in Form des bearbeiteten Bildes gar nicht primär eine Kritik, sondern ein Kommentar des Geschehens ist. Ich stimme Felix nämlich zu, dass die drei roten Karten durchaus in Ordnung waren.

      Ich spreche mich gegen den Videobeweis im Spiel aus. Aus den genannten Gründen und zusätzlich, weil auch Kamerabilder „auf die Schnelle“ zu falschen Schlüssen führen können und damit alles andere als objektiv sind.

      Gleichzeitig stimme ich Mueggi und Felix zu: Wenn Schiedsrichter im Anschluss an ein Spiel ihre Fehler eingestehen und es Gremien gäbe, die zumindest eine Sperre, die aus einer offensichtlich falschen Entscheidung entstanden ist, revidieren kann, dann würde das sowohl Druck vom Schiedsrichter nehmen als auch Dampf aus den Diskussionen nehmen. Ich könnte mir das durchaus als sinnvoll vorstellen.

  5. Enno Enno
    Am 19. Dezember 2010 um 11:08 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Der Gagelmann soll Tanzen gehen. Und gefälligst nicht mehr pfeifen.

  6. Florian
    Am 19. Dezember 2010 um 12:19 Uhr veröffentlicht | Permalink

    An Mueggi: Nach Deiner Rechnung müsste Hertha nur vier Punkte mehr haben, nicht 5..;-)

    Nun einmal zu Herrn Gagelmann: Ich denke, über die drei Feldverweise kann man sich letztendlich nicht beschweren. Mijatovic hätte wissen müssen, dass man die Situation eben so nicht lösen kann und sollte, schon garnicht nach einer Viertelstunde…
    Der Strafstoß war natürlich eine sehr unglückliche Entscheidung, zumal das ganze noch im Fünfmeterraum stattfand…
    Andererseits dann die Szene, die er mit gelb für Hubnik geahndet hat… Wenn er da natürlich den Torwart trifft, muss er mit gelb rechnen, hat er aber meines Erachtens nicht wirklich, aber gut, das kann man in der Hektik mal übersehen…. Ich gebe aber mal zu bedenken, dass Herr Gagelmann in einer solchen Situation auf der Gegenseite vllt. sogar auf Strafstoß entschieden hätte, aber nur reine Spekulation…;-)
    Nun einmal zu Herrn Gagelmann generell: Dem einen oder anderen ist es vllt. schonmal aufgefallen, dass er des öfteren ein paar kuriose Entscheidungen trifft, schon seit Jahren… Wer sich nun die Frage stellt, wieso er aber immernoch Bundesliga pfeift, dem sei mit auf dem Weg gegeben, dass er der einzige Bundesliga-Referee aus dem Bremer Verband ist… Wer sich ein wenig mit den Verflechtungen im Norddeutschen Fußballverband auskennt, der wird unweigerlich 1 und 1 zusammenzählen können…;-)

  7. Mueggi
    Am 19. Dezember 2010 um 12:45 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @ Trainer Bade:

    Sorry das ich am Anfang gleich mal ein wenig schnippig werde, aber es ist interessant zu wissen, das du auf Grund meines Textes weißt, was ich will ;). Vor allem da ich in keinster Weise auf den Videobeweis eingegangen bin, was ich gern aber gleich einmal kurz machen werde.

    Im Grunde bin ich jedoch, also hast du schon nicht ganz unrecht, für den Videobeweis. Aber bei weitem nicht so wie du ihn hier anzeigst. Das kann nicht der Weg eines helfenden und funktionierenden Videobeweises sein. Es gibt andere Sportarten die durchaus funktionierende Arten an Videobeweis haben und die das Spiel nicht immens in die Länge ziehen.
    Da gibt es einmal die Art des Videobeweises im Eishockey, wo nur dem Schiedsrichter die Möglichkeit besteht einen Videobeweis einzufordern, in Situationen, wo er sich nicht Sicher ist, wie er entscheiden soll.
    Im Football gibt es die Möglichkeit, dass die Trainer in einem Spiel pro Halbzeit einmal einen Videobeweis fordern können. Gut, jetzt fehlt es im Fußball an der Möglichkeit ihnen für einen falsch eingeforderten Videobeweis eine Auszeit abzuziehen, aber hier gäbe vielleicht andere Möglichkeiten eine unzulässige Nutzung des Beweises zu unterbinden.
    Auch im Basketball und seit 1-2 Jahren sogar im Tennis gibt es bestimmte Arten von Videobeweis. Und alle diese Sportarten zeigen, dass es geht ohne die Spiele unproportionell in die Länge zu ziehen. Und ganz im Ernst, ich hab damit kein Problem wenn ich Spiel 2-3 Minuten länger geht und dadurch grobe Fehlentscheidungen wegfallen. Von den 30Minuten + von denen du hier redest kann ja gar keine Rede sein.

    Um es klar zu stellen, es geht mir nicht darum dass bei einem Einwurf, einer Ecke, einem Freistoß oder ähnlichem ein Videobeweis gefordert werden darf. Man kann das ja klar festlegen, das nur bei roten Karten, strittigen Torentscheidungen, Elfmeterentscheidungen, Abseits oder ähnlich spielentscheidenen Situationen so etwas genommen werden darf.
    Das verhindert zwar dann nicht, dass ein Schiedsrichter generell in einem Spiel eher gegen ein Team pfeift, aber die groben Fehlentscheidungen können so eingedämmt werden.

    Und nur zu sagen, dass es nun mal zum Fußball gehört, dass es Fehlentscheidungen gibt, ist mir zu leicht. Natürlich lebt der Fußball davon, dass auch ein Schieri mal einen Fehler macht, aber die Art und die Qualität der Fehler ist halt entscheidend. Denn Fußball macht irgendwann auch keinen Spaß mehr und es gehört für mich nicht zum Fußball, wenn Spiele durch solche krassen Fehler entschieden werden.

    Ich sehe es auch wie Enno, Sprüche a la ‚man sollte es dann halt mal selber machen‘ sind populistischer Schwachsinn. Ich könnte/würde es ja nur dann versuchen, wenn ich auch eine entsprechende Ausbildung und Erfahrung besitzen würde. Und genau diese muss ein Bundesligaschiedsrichter auch haben um in selbiger Pfeifen zu dürfen. Mit einem Schiedsrichter in der Kreisklasse würde ich nicht so hart ins Gericht gehen. Auch die 96% der richtigen Entscheidungen hinken, da darunter auch die riesige Menge an Entscheidungen sind, die ein Schiedsrichter gar nicht falsch machen KANN. Bei der wichtigen Quote der richtig entschiedenen spielentscheidenden Situationen ist diese Quote nicht so hoch. Und generell sollte man sich nicht auf 96% ausruhen, wenn jeder sehen kann, dass es optimierungspotential gibt.

    Und zu guter Letzt noch zu deiner Frage was es ändert, wenn die Schiedsrichter endlich ‚Fehler machen dürfen‘. Momentan ist es nun einmal so, dass Sie es offiziell ja nicht machen (dürfen). So macht es jedenfalls stark den Anschein. Wie oft kommt es denn vor, dass sich ein Schieri nach dem Spiel hinstellt und zugibt, dass er Mist gebaut hat? Richtig, wenn es hoch kommt alle 2-3 Wochen mal, obwohl Portale wie z.B. die Wahre Tabelle zeigen, dass es an einem Wochenende allein in der Bundesliga in mindestens 2-3 Spielen zu klaren Fehlentscheidungen kommt. Es ist eher der Fall, dass sich ein Schieri nach dem Spiel vor die Kamera stellt, und trotz aller Zeitlupen immer noch darzulegen versucht, dass es alles richtig gemacht hat.

    Daraus muss man also schließen, dass ein Schieri wohl unfehlbar zu sein scheint. Und da auch die Kommentare vom Vorstand der Schiedsrichter immer wieder die eigenen Leute so in Schutznehmen muss man daraus dann wohl schließen, dass es von oben so gewollt ist, dass die Schiedsrichter eben unfehlbar sind.

    Und solange dieser Umstand besteht wird es keine Änderung geben an den jetzigen Umständen.

    Es wird immer von allen Seiten verlangt, dass Spieler, Trainer und Offizielle von Vereinen nach außen realistisch Leistungen zu beurteilen, wir bei Hertha wissen da ja mehr als genug von. Warum soll ich dann nicht auch verlangen können, dass auch Schiedsrichter und dessen Offizielle dies nicht auch tun? Es würde dem ganzen auch gut tun, wenn ein Schiedsrichter offen eingestehen kann, ohne irgendwelche Repressalien zu erwarten, Fehler gemacht zu haben. Es würde viel Druck von dessen Schultern nehmen, es würde diese Arroganz in dem Geschäft vermindern, wenn der Schiedsrichter wieder mehr Mensch wird, denn Menschen machen Fehler und dürfen das auch.
    Momentan ist es halt leider so, das Schiedsrichter, die sich nach einem Spiel hinstellen und sagen, dass Sie einen Fehler gemacht haben, von der Öffentlichkeit zwar gelobt werden, aber in der Folge auch eher mal 1-2 Wochen nur in der 2. Liga eingesetzt werden. Und genau das ist es was ich sagen wollte, wenn auch nicht in so vielen Worten. Solange die Schiedsrichter offiziell keine Fehler machen (dürfen), wird der Druck auf selbige nicht abnehmen, wird die Zusammenarbeit zwischen Schiedsrichtern und Spielern nicht besser werden. Und genau das führt dann auch zu groben fehlern.

    P.S.: Wie oben geschrieben fand ich die ersten 3 roten Karten gestern auch vollkommen OK, trotzdem wird das Spiel durch eine Fehlentscheidung klar in eine neue Richtung gelenkt (Elfmeter) und generell hat Herr Gagelmann eher kontra Hertha gepfiffen und nicht neutral, was ich verlange.

  8. Christian
    Am 19. Dezember 2010 um 17:59 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich als Hertha Fan sehe bestimmt einige Dinge durch die Vereinsbrille, aber was da gestern dank Gagelmann abgelaufen ist treibt mir die Zornisröte ins Gesicht. Ich denke bis auf Hubniks gelb/rote Karte war das ok. Der Elfer war ein Witz. Auch sonst gab es wieder eigenartige Sachen von Gagelmann. Aber das ist nichts neues. Am meisten stört mich seine hochnäsige, arogante Art wie er sich Respekt verschaffen will. Er steht auf einer Linie mit Rafati und Knut Kircher die im normalen Leben wohl nich allzu viel zu sagen haben. Aber noch viel schlimmer ist doch die Tatsache das von seiten des DFB nich gemacht wird. Es werden Spieler gesperrt die nicht gemacht haben und Schiedsrichter dürfen weiter ihr Unheil auf dem Platz treiben. Solange sich da nicht ändert darf sich niemand wundern wenn einige Spieler auch mal ausflippen und laut werden. Denn das sind auch nur Menschen. Im übrigen glaube ich nicht das Gagelmann seine Fehler einsieht. Im Gegenteil, ich denke er wird sie verteidigen und wir dabei noch vom DFB (Hr. Roth) unterstüzt.

  9. Mueggi
    Am 19. Dezember 2010 um 22:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @ Florian: Sorry, ist mir heute auf dem Weihnachtsmarkt beim Fachsimpeln auch aufgefallen, dass es nur 4 Punkte sind, aber auch diese hätten uns zu einem souveränen Herbstmeister gemacht.

    Ansonsten möchte ich deine Theorie bzgl. des Nordschiedrichters nciht so eingehen, da das schon Absicht impliziert und die möchte ich niemandem unterstellen.

  10. Am 19. Dezember 2010 um 22:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Um die Diskussion unabhängig von den von Trainer Baade Angesprochenen mal voranzutreiben: Ich bin ganz klar für Fernsehbeweise.

    Meines Erachtens werden so gut wie alle Gegenargumente durch die erfolgreiche Anwendung in anderen Sportarten widerlegt. Dass die Fernsehbeweise dort, wo sie angewendet werden, zu den Zuständen geführt hätten, die von ihren Gegner heraufbeschworen werden, ist jedenfalls nicht bekannt.

    Natürlich muss man nicht jede Entscheidung überprüfen lassen. Mit 99% der Schiri-Entscheidungen können auch alle zumindest leben. Aber für den Rest sollte es eine Überprüfungsinstanz geben, um die gröbsten Ungerechtigkeiten auszuschließen. Das könnte man z.B. wie im Tennis handhaben, wo jede Partei pro Satz (hier dann: pro Halbzeit) eine begrenzte Zahl an Überprüfungsappellen frei hat. Und die Zahl dafür kann wirklich sehr klein gehalten werden.

    Ehrlich: Mich nervt es unendlich, wenn ich sehe, wie sehr Spiele durch absurde Schiedsrichter-Entscheidungen beeinflusst werden, und ich denke hier beileibe nicht vor allem an die Hertha. Das einfach nur hinzunehmen, halte ich für denkbar schlechteste aller Lösungen.

    Sicher: Perfekt wäre auch der Fernsehbeweis nicht. Es blieben auch da umstrittene Entscheidungen übrig. Nur eben viel weniger. Sehr viel weniger. Mit einem Wort: Man wäre der Gerechtigkeit ein Stück näher gekommen. Und was ist daran nochmal schlimm?

    Vielleicht würden sogar die Schiris souveräner, also unabhängig von irgendwelchen Bedenken von außen, entscheiden, eben weil sie wissen, dass die benachteiligte Partei ja notfalls Einspruch erheben kann.

    Und dass in den unteren Klassen sowas nicht möglich ist: Ja Leute, das ist beim Tennis auch so. Da spielt man in den untersten Klassen sogar ganz ohne Schiri. Sollte man im Fußball vielleicht auch mal versuchen ;-)

  11. Joel
    Am 20. Dezember 2010 um 14:11 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Aus einem BZ Interview:
    Gagelmann ruderte schon teilweise zurück, sagt zur B.Z.: „Nach Sichtung der TV-Bilder würde ich sagen, dass man den Elfer geben kann, aber nicht muss. Allerdings hatte ich in dem Spiel auch rund 150 bis 180 Entscheidungen zu treffen.“ Ein schwacher Trost für Hertha. Die Punkte vier und fünf sind weg.

    WAS? Das man den Elfer geben kann, aber nicht muss? Wenigstens nach den Bildern muss man soviel Anstand haben und seinen FEHLER eingestehen. Was für ein Freak. Ich kann mich noch an andere Volltrottel erinnern die während des Spiels sagen sie würden das wieder gut machen. Ja wo denn, zu Hause, oder was?
    Her mit dem Videobeweis, jedes Team je Halbzeit 5 mal Einspruchsrecht, was hoffentlich reicht um solchen Deppen des Verpfeifens das Handwerk zu legen. Vielleicht können wir noch die öffentliche Steinigung einführen als Abschreckung zu offensichtliche Fehler zu begehen. Spass beiseite!
    Ein Videobeweis wäre hilfreich, aber nur dann wenn nicht solch ein Schirie wie Gagelmann darüber zu befinden hat ob das ein Elfer ist oder nicht, der würde ja beim Videobeweis behaupten das geht schon in Ordnung. Hertha hätte dann ein Problem welches in der Kommission sich dann befindet ;-)

    Ergo doch kein Videobeweis?

  12. Beetlecrasher
    Am 20. Dezember 2010 um 15:44 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Selbst nach 2 Tagen ist bei mir der Aerger ueber diese Schiedsrichterleistung noch nicht verflogen.
    Fuer mich riecht das irgendwie nach Betrug. Wuerd mich nicht wundern, wenn die Wettmafia an diesem Wochenende eine gute Summe kassiert hat.

    Happy Holidays!

  13. Am 21. Dezember 2010 um 02:14 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Im Video bei sky sieht man leider überhaupt nichts. Das ist verständlicherweise wohl mehr als Appetithappen gedacht.

    • Enno Enno
      Am 23. Dezember 2010 um 10:18 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Tja, die zweite Liga fristet halt ein Schattendasein, auch in der medialen Nachberichtserstattung. Wird Zeit, dass wir aufsteigen.

Ein Trackback

  • Von Temporäre sportliche Delle? | Hertha BSC Blog am 22. Februar 2011 um 00:48 Uhr veröffentlicht

    […] oben zu stehen. Diese enorme Bandbreite im Laufe der letzten Wochen (Augsburg: Bärenstark trotz Gagelmann, Oberhausen: Nicht unverdient, Fortuna Düsseldorf: Beste Saisonleistung, Arminia Bielefeld: […]