„So etwas wie Geist in den Beinen“

Den folgenden Artikel hat uns Oliver im Rahmen des Schreibwettbewerbs “Mein erstes Mal mit der alten Dame” zugeschickt. Vielen Dank dafür! Alle bisherigen und auch die kommenden Berichte findet ihr hier.

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Agerbeck, Brück, Dickert, Diefenbach, Gersdorff, Kleff, Kliemann, Milewski, Nüssing, Plücken, Rasmussen, Remark, Sidka, Sziedat, Timme.

Mit diesen Namen beginnt meine Hertha-Zeitrechnung. Es waren die Spieler, die auf den Sammelbildern im Panini-Bundesliga-Album 1979/80 abgebildet waren. Ich habe diese Mannschaft nie spielen gesehen, es sollten 18 Jahre vergehen, bis ich zum ersten Mal ein Hertha-Spiel gesehen habe, aber die Bilder dieser Spieler mit dem Olympiastadion im Hintergrund haben sich so fest eingeprägt, weil sie meine erste bewusste Begegnung „avec le Hertha de Berlin“ waren. Es war für mich die schönste Seite im Heft, mit dem unvergleichlichen Hertha-Wappen. Ich lernte auf der Hertha-Seite auch, dass sie zweimal Deutscher Meister waren, auch wenn es schon so lange her war.

Niemand nahm mich mit ins Stadion, keiner erzählte mir etwas von Hertha, zuhause wurden nur Länderspiele angesehen. Bei der WM 1978 hatte ich bitterlich geweint, als Deutschland gegen Österreich ausschied, aber von den Hertha-Dramen bekam ich nichts mit, vom Uefa-Cup Halbfinale, von den verlorenen Pokal-Endspielen, und auch nicht vom Abstieg wegen zweier fehlender Tore in dieser Saison, dem Ende der erfolgreichen 70-Jahre.

Aber die Liebe zu Hertha BSC muß mir irgendwie beigebracht worden sein, im Außenbezirk Zehlendorf, wo ich für die kleine Hertha anfing zu spielen, auch wenn es nur durch die Panini-Bilder war…

Auch ich suchte mir Ersatz, wünschte mir ein HSV-Trikot. Asche auf mein Haupt, immerhin war es nicht Bayern !

Nach dem Wiederaufstieg 1982 sah ich Hertha in der Sportschau, in ihrer ganzen Hoffnungslosigkeit. Mit dieser Mannschaft habe ich das erste Mal mitgelitten, die Illusion auf den Klassenerhalt bewahrte ich mir bis zum bitteren Ende, dass 5:2 gegen Karlsruhe feierte ich wie die Deutsche Meisterschaft. Bis heute habe ich zu dieser Mannschaft und ihren Spielern das wohl innigste Verhältnis, eine fast zärtliche Zuneigung verbindet mich mit den Namen Quasten, Killmaier, Ehrmanntraut, Gruler, Mohr und Remark. Ich hielt sie für ganz große Spieler, denen einfach der Durchbruch nicht gelingen wollte. Den Sportinvaliden Bonhof hielt ich bei seiner Verpflichtung für den Messias. “He is our saviour”, wie die Tottenham Hotspurs-Fans sagten, als Klinsmann zurückkehrte. Das Ergebnis ist bekannt.

Es folgten die bitteren Jahre, in denen ich nur noch das Ergebnis in der Zeitung nachlas, ich muss es gestehen, allerdings mit dem jährlichen Höhepunkt Hallenturnier in der Deutschland-Halle. Wieder die größte Freude bei einem Sieg über Bayern oder andere Erstligisten, auch wenn man trotzdem in der Vorrunde ausschied.

Zu der 90-er Mannschaft konnte ich irgendwie keine Beziehung aufbauen, vielleicht auch deshalb, weil man sich nicht für die Spieler des BFC Dynamo interessierte, meiner heimlichen Liebe der 80-er Jahre.. Bei drei Fernsehprogrammen hat man als Westberliner ja gerne die beiden DDR-Programme dazugenommen und an Sportübertragungen bekam man dort fast alles geboten. Auch wenn es schräg und unglaublich klingt, ich als Zehlendorfer Bürgerkind feierte mit dem BFC jedes Jahr eine DDR-Meisterschaft. Meine Großmutter fuhr immer nach Ostberlin zu ihren Freundinnen und brachte schöne Geschenke mit, warum sollte ich nicht für den Fußballverein von dort sein. Von Mielke und das beim BFC nicht immer alles mit rechten Dingen zuging, wusste ich natürlich nichts. Das war kein schlechter Ersatz und die beste Fußball-Sendung lief sowieso im DDR-Fernsehen: “Pokal Spezial“, jeden Donnerstag Abend um 22:30 nach Europokal-Spieltagen. Alle Tore, ganz kurz zusammengeschnitten. Über die vielen verpassten Champions-League-Teilnahmen von Hertha BSC tröste ich mich übrigens immer damit hinweg, dass ich mir sage, ich würde die Champions-League eigentlich blöd finden. Die viel zu häufigen Duelle der gleichen Mannschaften und die Entwertung der einst so legendären drei Pokal-Wettbewerbe.

Die Ignoranz von Hertha BSC war im Fall der Dynamo-Spieler einfach dumm und steht für die so häufig vorkommende Westberliner Hochnäsigkeit dem Osten gegenüber, wobei fast jeder Westberliner in seiner Familie doch Vorfahren aus Pommern, Schlesien oder Ostpreußen hat.

Dann natürlich die Hertha-Bubis 1993, aber das bleibende Bild ist für mich die Ewigkeit, die der Ball bei Axel Kruses 1:0 gegen Kaiserslautern in der Aufstiegssaison auf seinem Weg ins Tor unterwegs war. Ausverkauftes Olympia-Stadion, Zuschauerrekord in der Zweiten Liga. Das erste Spiel der alten Dame, das ich in voller Länge im Fernsehen gesehen habe. Dieser Sieg bedeutete den moralischen Aufstieg und heute sehe ich in dieser Ewigkeit des rollenden Balles ein Symbol für die langen Jahre der Bedeutungslosigkeit des “schlafenden Riesen” bis zu diesem Spiel. Diesmal sollte die Geschichte einen anderen Lauf nehmen, kein sofortiger Wiederabstieg.

Auch jetzt kam ich immer noch nicht auf die Idee, ins Stadion zu gehen, noch immer nahm mich armen Jungen keiner mit. Ich wusste nicht, was ich mir jahrelang entgehen ließ.

Nach zwölf Spieltagen der Saison 1997/1998 hatte Hertha sechs Punkte, sieben Niederlagen und einen erzitterten Sieg gegen Köln auf dem Konto. Da kam die Auferstehung gegen Karlsruhe nach einem 0:1-Rückstand, ich saß zuhause am Radio, Brian Roy glich per Freistoß aus, am Ende hieß es 3:1, Röber blieb im Amt. Die Abwehr war mit Kiraly und dem für Steffen Karl auf die Libero-Position gerückten Rekdal endlich sicherer, vorne wurde langsam Michi Preetz zu dem Stürmer, der einmal zum Hertha-Rekord Torjäger werden sollte. Daran muß man einmal erinnern, bei aller heutigen Kritik an ihm. Wir haben ihm sehr viel zu verdanken und ich kenne keinen Stürmer, der seine Tore so unaufgesetzt, ehrlich und ohne eine dieser peinlichen Jubelgesten wie von Petric, Kuranyi und Konsorten bejubelt hat. Hendrik Herzog hat einmal behauptet, er hätte ihm als ehemaliger Jugend-Stürmer das “Knipsen” beigebracht. Der Gedanke gefällt mir, denn Herzog sollte mein Lieblingsspieler werden. Ja, man ahnt es schon: Endlich ein ehemaliger BFC-Spieler bei Hertha. Sorry, Union, von euch wusste ich zu DDR-Zeiten nur, dass ihr immer gegen den Abstieg gespielt habt und schon gar nichts von der alten Fan-Freundschaft zwischen Hertha und Union. Ich hoffe, es gibt noch alte Hertha- und Union-Fans, die diese Freundschaft bewahren, auch wenn die jüngere Generation nichts mehr davon wissen will: Es gab sie, und sie ist wohl etwas ziemlich Einzigartiges in der deutschen Fußballgeschichte, Hertha und Unions Beitrag zur Wiedervereinigung.

Ich freute mich übrigens über jeden Spieler aus der DDR, der in der Folgezeit das Hertha-Trikot überstreifte. Herzog, Rehmer, Wosz, Tretschok, Thom, natürlich Paule Beinlich und sogar ein Michael Hartmann: Was für großartige Spieler, die maßgeblich die Handschrift der Mannschaft der folgenden Jahre bestimmt haben. Punkt für Hoeneß.

Das nächste Spiel in Bremen wurde gewonnen und ich dachte mir: Wenn nicht jetzt, wann dann, und fuhr mit dem Fahrrad aus Zehlendorf-Süd zum Spiel gegen 1860. Außerdem wollte ich mir im Georg-Kolbe-Museum in der Sensburger Allee nahe beim Olympia-Stadion eine Ausstellung über Rilke und die bildende Kunst seiner Zeit ansehen. Ein sehr schönes Museum, dass ich nur jedem empfehlen kann. Alle Wege zum Olympia-Stadion sind schön und besonders, aber dieser ist mein Lieblingsweg zu einem für mich einzigartigem Stadion, zuerst die Sensburger Allee hinunter, am Kolbe-Museum mit den Skulpturen im Garten vorbei, durch die glaziale Abflußrinne und wieder hinauf auf den Endmöränenhügel, auf dem dieses Stadion thront. Auch wenn Adolf angeblich seine Architektur mit beeinflusst haben soll, es ist das schönste Stadion, das ich kenne, sowohl von seiner landschaftlichen Lage als auch von seiner baulichen Gestalt. Hertha ist ja von der Plumpe im Arbeiterbezirk Wedding zu einer feinen Adresse im Westend umgezogen.

Die Faszination für das Olympia-Stadion hatte ich schon vorher, durch das jährliche Istaf, bei dem ich frei über das Stadiongelände streifen durfte und durch die Schülerländerspiele gegen England, bei denen immer eine großartige Stimmung herrschte, die Deutschen meist einen feinen Fußball spielten und fast immer gewannen. Seit den Istaf-Streifzügen liebte ich den Gang zwischen Ober- und Unterring, er war die Seele dieses Stadions, nun ist er unterbrochen. Ansonsten ist der Umbau sehr gelungen, und auch wenn ich das Leichtathletik-Stadion mit seiner Weite letzte Saison nach dem Spiel gegen Schalke verflucht habe: Wir werden nach dem Umbau in Stuttgart und Bremen die einzigen mit solch einem Stadion sein.

Ich stand nun nach dem Genuß der Rilke-Hochkultur im Kolbe-Museum in der großen Masse vor den Schaltern am Osttor. Ein starker Kontrast der Atmosphäre, die mich nun umgab, fürwahr. Mein Blick fiel auf die Kutte eines echten Hertha-Fans, der wohl alles das miterlebt hat, was mir fehlte. Auf dem Aufnäher war ein Paar beim Geschlechtsverkehr abgebildet, darunter der Spruch: “Wir bumsen bis es kracht, so werden Hertha-Fans gemacht !“ Herrlich! Es gibt auch Berliner, die Hertha-Fans sind, auch wenn das immer wieder versucht wird, zu leugnen. Einem Verein soll seine Tradition und Verwurzelung in der Berliner Bevölkerung abgesprochen werden, nur weil man eine 17 Jahre lange, natürlich auch teilungsbedingte Durststrecke durchlebt hat. Das gefiel der geballten westdeutschen Fußballmacht nicht, dass wir wieder da waren und ihnen seither fast jedes Jahr (sic !, 9x in 12 Jahren) einen Europapokalplatz weggenommen haben. Und eine Mannschaft, die in 12 Jahren acht Platzierungen unter den ersten Sechs erreicht (plus 1x Fair-Play), kann mal wohl kaum im Durchschnitt mittelmäßig nennen, wie das auch immer so gerne getan wird.

Es gibt den Typus des altgedienten Fans seit seiner Kindheit, und das sehr zahlreich. Sie sind auch bei Hertha die, die die eigentliche Substanz bilden, und wenn man in der Ostkurve im Gang zwischen Ober- und Unterring steht, wo sich die Gewalt der Gesänge unglaublich potenziert, dann erfährt man, was das ist, die Substanz. Die Fans im Unterring der Ostkurve sind der Bauch des Olympia-Stadions, und im abgesenkten Olympia-Stadion wird das schön verdeutlicht, wenn sie nach dem Spiel in einem nicht aufhören wollenden Strom wieder aus diesem Bauch heraufsteigen, wie aus der Unterwelt.

Das Spiel gegen die Sechziger gewann sich von selbst, Tore durch Preetz und Andreas Schmidt, 50.000 Zuschauer, der dritte Sieg in Folge, am Ende schloß man als Neunter die Vorrunde ab.

Was für mich aber neben der nun endlich wiedergefundenen alten Liebe zu meinem Verein und den üblichen Dingen wie dem gemeinsamen Glücksgefühl beim Torjubel das Bleibende war, was mich jetzt immer wieder ins Stadion zog, war die Erfahrung des Fußballspiels aus einer neuen Perspektive:

Bei den Schülerländerspielen saßen wir immer auf der Hauptribüne, die übliche Seiten-Perspektive. Jetzt saß ich zum ersten Mal schräg hinter dem Spielfeld. Ich hatte mir eine Karte für den Oberring Westkurve gekauft, sie kostete zehn Mark. Ich bekam den Block 22. So hatte ich Fußball noch nie gesehen, seitdem kann ich die Fernseh-Perspektive nur schwer ertragen. Man erfährt für mich nur aus der Perspektive hinter dem Spielfeld ,von weit oben, den Geist dieses Spiels. In dieser Richtung, von Tor zu Tor läuft es, nur von dort kann man seinen Aufbau richtig erkennen. Und es gewährt einem von dort einen unvergleichlichen ästhetischen Reiz. Natürlich von da an nur noch das Spiel von Hertha BSC. Soweit geht diese krankhafte Liebe. Die Röber-Mannschaft konnte wunderbar kontern, das wurde bis zum Beginn der Favre-Ära komplett verlernt. (Doch, ein Spiel bleibt unvergesslich: Saison 04/05, 3:2 Auswärtssieg in Wolfsburg, drei Tore Marcelinho. Eins davon Marx aus der Tiefe des Raums auf Marcello, der tanzt Jentzsch unwiderstehlich aus, mit den schönsten Körpertäuschungen, die ich je gesehen habe. Hallo Marxelinho! Das war auch mein Traumpaar). Wenn ein solcher lang durchgeführter, leidenschaftlicher Konter mit seinem ständigen Spannungsaufbau innerhalb von circa 15 Sekunden seinen Abschluß in einem Tor findet, ist das das perfekte Erlebnis.

Gegen Ende der Rückrunde war nach einigen erfolglosen Spielen der Klassenerhalt immer noch nicht gesichert. Anfang April, an einem Freitag Nachmittag wurde ich auf einmal in den Operationsaal geschoben, zum ersten Mal in meinem Leben, Blinddarmentzündung. Mir war ziemlich mulmig zumute. Als ich abends aus dem Dämmerschlaf erwachte, war mein erster Gedanke: Wie hat Hertha gespielt? Auswärtssieg in Karlsruhe, die Klasse war gehalten. Diesmal nicht, nicht mehr gleich wieder nach unten.

Das mag vielleicht etwas hochtrabend klingen, aber Friedrich Torberg schreibt in seinem Buch “Die Mannschaft” über Mathias Sindelar, den österreichischen Wunderfußballer der 30-Jahre: “Man hätte sagen können, er hatte so etwas wie Geist in den Beinen.” Sindelar wurde auch “der Papierene” genannt, wegen seiner schmächtigen Statur, ein eleganter Mittelfeldspieler. Auch Hertha hatte solche Einzelspieler, z.B meinen Marcelinho oder Sebastian Deisler. Ich glaube aber auch, man kann diesen Geist, der nach Torbergs Vermutung die Beine eines Fußballspielers dazu bringt, auf dem Platz solche unendlich schönen Dinge zu vollbringen, im gesamten Fußballspiel entdecken, manchmal mehr, manchmal weniger. Am besten im Olympia-Stadion, von oben, aus dem Oberring, hinter dem Tor. Für seine Entfaltung bietet es mit seiner Weite den benötigten Raum. Und das hat mir Hertha BSC ermöglicht.

Hey, das geht ab, Hertha steigt niemals ab!

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Alle Geschichten des Schreibwettbewerbs sind hier aufgelistet.

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  • Wer hat das geschrieben?

    Mein Name ist Enno: im Jahre 1982 geborener Berliner, Exil-Herthaner in Bielefeld und Bremen. Seit 2006 schreibe ich im Internet über Hertha BSC. (→mehr)

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8 Kommentare

  1. Am 19. Januar 2010 um 01:34 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich finde, das ist eine sehr gelungene, nachdenkliche Reflektion, die sich mit vielen mir nur allzu bekannten Ereignissen beschäftigt.

    Der letzte Absatz ist sogar ganz, ganz großartig!

  2. Herthana
    Am 19. Januar 2010 um 20:53 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Großartig!!
    Bei deiner Geschichte kann man alles noch einmal miterleben. Die Schulbesuche im Olympiastadion, die Hoffnungslosigkeit der 80er Jahre, den Wiederaufstieg und die Angst das es gleich wieder bergab gehen könnte…DDR, Marcelinho, Kruse, Preetz … alles dabei…
    Die Beschreibung des Olympiastadions und der Ostkurve ist genial und ich sitze wie du im Oberring, hinter dem Tor, um genau diesen Geist in den Beinen bei jedem Spiel beobachten zu können.

  3. Morix
    Am 21. Januar 2010 um 09:53 Uhr veröffentlicht | Permalink

    An die Hallentuniere in der Deutschlandhalle kann ich mich auch noch gut erinnern.

    Ich war ein kleiner Steppke der mit dem Kicker Sonderheft auf Autogrammjagd war, der Herthablock im „Oberring“ hat immer gegen die Blechverkleidung gehauen, wenn die Hertha gespielt hat. Allerdings muss ich Gestehen das die Schlachtrufe der damaligen Herthafans mir den Verein eher unsymphatisch gemacht haben und ich damals noch Bayern München und Borussia Dortmund zu meinem Lieblingsverein erklärt habe (das lag aber an meinem Ziehvater, der kam aus Lünen.

    Mein erstes Bundesligaspiel an das ich mich so richtig erinnern kann war auch nicht in Berlin, sondern in Dortmund gegen die Bayern und endete 4:4.

    Ich schau mal das ich die Zeit finde meinen Weg zur Hertha zu erzählen, der eigentlich schon früher begann, aber dann abrupt endete und wieder entflammte.

    Gruß
    Morix

  4. Karen
    Am 29. Januar 2010 um 13:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Dieser Artikel ist einfach nur super! Ich habe alles noch einmal mit durchlebt und komme auch aus Zehlendorf.

    Vielen Dank
    Karen

  5. Bodo
    Am 31. Januar 2010 um 20:30 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Toller Artikel, mit Herzblut geschrieben, schöne Wortspielereien ( z.B. Marxelinho). Auch das Olympi wird mit seiner tollen Perspektive mal richtig gewürdigt. Den Schreibwettbewerb find ich sowieso ne ganz geile Nummer. Allen Schreiberlingen mein Respekt.

    • Anonymous
      Am 1. Februar 2010 um 08:24 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ich muß natürlich darauf hinweisen, daß die Ehre der Wortschöpfung „Marxelinho“ dem Verfasser des gleichnamigen Blogs gebührt.
      Der arme Marcello hat schon wieder Ärger in Brasilien und was für ein Jammer, Thorben Marx, den Doppelherthaner (er wechselte von Hertha 03 zu Hertha BSC) bei Gladbach so verschenkt und gegen Hertha spielen zu sehen.

  6. NIKI
    Am 1. Februar 2010 um 16:44 Uhr veröffentlicht | Permalink

    ich wurde ja nur hin + wieder über die wunder aus der Favre-Ära informiert! als schweizer in unmittelbarer nähe von Yverdon le Bain ,war ich stolz seinen aufstieg mit Hertha mitverfolgen zu können! mit diesem artikel habe ich nun noch einen detailierten einblick gewinnen können!
    es grüsst euch euer Fan NIKI aus der Schweiz, habt ihr euren trainer Favre schon vergessen????

  7. Am 2. Februar 2010 um 21:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Seit meiner Studentenzeit in Berlin bin ich ein treuer Freund und Beobachter der Hertha BSC. Pay-TV sei Dank kann ich mir die Spiele nun seit einem Jahr auch auf meinem Fernsehsessel in Luzern ansehen. Die Blogs auf dieser Seite haben mich sofort angesprochen, da unterhalten sich analytische, besessene, erfahrene Hertha-Fans über die Leidenschaft, mit der Hertha alle Hochs und Tiefs mit demselben Engagement zu durchleben. Besonders aufgefallen ist mir der fesselnde Blog von Oliver, daher habe ich mein Voting für diesen Autor abgeben.
    Liebe Grüsse aus Luzern
    Nicolai