Sparta BSC

„Fußball is so“ sagte Claudio Pizarro. Der Bremer Angreifer mit dem Lausbuben-Lächeln war kurz ernst geworden, als er von einem Field-Reporter des Pay-TV-Senders Sky auf sein erstes Tor gegen Hertha BSC angesprochen wurde. „Hätten Sie da vielleicht Foul gepfiffen?“ fragte der Reporter und vor dem Fernseher lehnte man sich bereits enttäuscht zurück, weil die Antwort auf eine solche Frage in den Katalogen der Medienlehrer bei den Profiklubs steht. Sie lautet: „Ich bin nicht der Schiedsrichter, es steht mir also nicht zu, dazu etwas zu sagen.“ Doch weil das letzte Medientraining von Claudio Pizarro (32) schon über zehn Jahre zurück liegen dürfte und der Peruaner grundsätzlich ein ehrlicher Mensch ist, sagte er: „Ja klar, das kann man abpfeifen.“ Und als der Reporter sein zufriedenes Reporter-Lächeln aufsetzte, schob Pizarro hinterher: „Fußball is so.“

„Grausam“ möchte man als Fan von Hertha BSC an diesem Sonntagabend hinterher schieben. Die Mannschaft von Markus Babbel hatte gekämpft, „wie die Löwen“ (Babbel) – und das war ausnahmsweise kein schelmisch gemeinter Seitenhieb auf den Lokalrivalen des FC Bayern, des Vereins also, den Babbel irgendwann einmal trainieren will. Nein, das war ein Lob, wenn auch ein wenig kreatives, denn jeder, der schon einmal im Zoo oder einem Tierpark war, weiß: Löwen kämpfen gar nicht, sondern liegen meist nur faul in der Sonne. Aber das konnte man seiner Mannschaft an diesem Nachmittag in Bremen nun wirklich nicht vorwerfen.

Sie hatten alles gegeben und vielleicht auch noch ein bisschen mehr. Sie kämpften um diesen einen Punkt, wie die Spartaner um den Engpass in den Thermopylen. Sparta BSC. Auch diese verloren damals in Unterzahl gegen die übermächtigen Perser.

Dabei war der Gegner aus Bremen keineswegs die erwartete Übermacht. Gleich zu Beginn hatten Raffael und Adrian Ramos den Matchplan von Werder-Trainer Thomas Schaaf mit dem 1:0 aus Hertha-Sicht zunichte gemacht. Besser kann ein Spiel für eine Mannschaft, die ihre Stärke im Konterfußball begreift, nicht beginnen. Doch im Anschluss zeigte Werder Bremen warum es auch nach dem Spiel in Tabellenregionen residiert, die in europäische Gefilde führen. Quirlig, schnell und gefährlich berannten die Bremer das Tor von Hertha-Keeper Thomas Kraft. Zwar gelang es ihnen zunächst nicht, zu herausgespielten Torchancen zu kommen, aber immerhin, zwei gelbe Karten für ihre Gegenspieler Lell und Ramos hatten sie bereits provoziert.

Es folgten Chancen vor allem durch Fernschüsse, die einmal Thomas Kraft und ein anderes Mal der Pfosten zunichte machte, bevor Claudio Pizarro den Ausgleich köpfte. Dass er seinen Arm dabei ähnlich einsetzte, wie Herthas Ramos zehn Minuten zuvor, verleitete Schiedsrichter Brych nicht dazu, den Treffer abzupfeifen und Pizarro – wie Ramos zuvor – die Gelbe Karte zu zeigen. Das Tor zählte, unwiderruflich. Fußball ist so.

Auch in der zweiten Halbzeit war Bremen agil, suchte allerdings immer wieder Lücken, wo keine waren. Schiedsrichter Brych traf weitere zumindest fragwürdige Entscheidungen, die zu einem Freistoß-Festival rund um den Hertha-Strafraum führte, das sich auch nach den beiden völlig berechtigten Platzverweisen für Lell und Ramos fortsetzte. Den Spartanern sagte man ja nach, dass ihre Stärke eher in der Kraft als in der klugen Idee lag. Die beiden des Feldes Verwiesenen machten ihnen in beiden Szenen alle Ehre.

Doch es waren ja noch neun Kämpfer übrig, die nun zumindest den einen Punkt sichern wollten. Dass die Wahrscheinlichkeit dafür gering war, egal. Dass der Gegner mit drei zwei Mann mehr auf dem Platz stand, geschenkt. „Wir sind Hertha“, riefen die mitgereisten Fans ihnen ins Gedächtnis – und so kämpften sie, grätschten sie und spielten überraschenderweise auch noch nach vorne. Niemand weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn Raffael oder Christoph Janker ihre Chancen genutzt hätten. Raffael wäre vermutlich im Anschluss an seinen Treffer mit Gelb-Rot vom Platz geflogen, weil er erst sein Trikot ausgezogen und dann zum Jubeln zu Adrian Ramos in die Kabine gerannt wäre.

So aber spielte Raffael weiter und selten hat seine Spielweise mehr Sinn gemacht als an diesem Sonntagabend. Immer wieder schaffte er Entlastung, 12 Kilometer zeigte sein Zähler am Ende an, nur die beiden Sechser Andreas Ottl und Peter Niemeyer waren bei Hertha am Ende mehr gelaufen als der Brasilianer. Raffael hätte zum Matchwinner werden können, nicht nur als er die bereits erwähnte Großchance vergab, sondern auch als er mit Tempo in den Strafraum zog und von Lukas Schmitz an der Strafraumgrenze festgehalten wurde. Ein anderer Schiedsrichter hätte vielleicht Freistoß gegeben. Wieder ein anderer Elfmeter. Felix Brych gab überhaupt nichts.

Da wunderte es am Ende auch niemanden, dass Brych für die Bundesliga völlig unüblicherweise vier Minuten Nachspielzeit anordnete. Es war die vorletzte, nicht falsche, aber tendenziell eher in Richtung grün neigende Entscheidung von Brych, bevor er beim Siegtreffer von Claudio Pizarro nicht auf Abseits entschied. Vertretbar, wie gesagt, weil das Computer-Auge des Pay-TV-Senders Sky beim Linieziehen die gleiche Höhe eines Hertha-Abwehrspielers erkannte.

Auf gleicher Höhe lagen nach dem Abpfiff auch die neun Herthaner. Entkräftet und enttäuscht fielen sie auf den Rasen des Bremer Stadions und hielten nichts in den Händen, als die kühle Luft des Nordens. Sie roch stechend nach Niederlage. Doch als die müden Männer wieder auf den Beinen waren und sich der überwältigende Applaus der Gästekurve über sie ergoss, keimte vielleicht bei dem einen oder anderen die Erkenntnis auf, dass es schlimmere Niederlagen gibt, als ein 1:2 in Bremen, bei dem man fast 30 Minuten lang zwei Mann weniger auf dem Platz hatte.

Sie tut weh, klar. Fußball ist grausam. Fußball ist so. Aber nur wenn man auch mal so verliert, lernt man daraus. Adrian Ramos und Christian Lell dürfen sich angesprochen fühlen. Die anderen neun Herthaner sind jetzt schon Helden. Tragische, klar. Aber jetzt noch mehr als vorher: Unsere.

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    “Hertha? Ist das dein Ernst?” Das ist der Satz, den ich mir hier in Dortmund ständig anhören muss, wenn ich erzähle, dass mein Herz für den Klub aus meiner Heimatstadt schlägt. (→mehr über Daniel)

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31 Kommentare

  1. Blauer Montag
    Am 26. September 2011 um 10:22 Uhr veröffentlicht | Permalink

    ….. das war ausnahmsweise kein schelmisch gemeinter Seitenhieb auf den Lokalrivalen des FC Bayern, des Vereins also, den Babbel irgendwann einmal trainieren will.

    trainieren will?. Bitte hilf meinem Gedächtnis auf die Sprünge @Daniel. Wann und wo soll Babbel das gesagt haben? Der Einzige, der nach meiner schwachen Erinnerung darüber in die Mikrofone geplappert hat, war Franz Beckenbauer.

    • Daniel
      Am 26. September 2011 um 10:36 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Morgenpost Online: Seit Franz Beckenbauer gesagt hat, der Babbel Markus ist einer, der das Zeug für einen Bayern-Trainer hat, gibt es kein Interview, in dem Sie darauf nicht angesprochen werden. Amüsiert Sie das?

      Babbel: Wenn Franz Beckenbauer so etwas sagt, schmeichelt das natürlich. Um zu den Bayern zu kommen, muss man was vorweisen. Daran arbeite ich. Und mache kein Hehl daraus: Ich habe 16 Jahre für den Verein gespielt, Bayern ist einer der am besten geführte Vereine in Europa, da würde ich wahnsinnig gern mal arbeiten. Aber Fakt ist: Ich habe Vertrag in Berlin, ich fühle mich wohl bei Hertha. Wir wollen diesen Verein dahin entwickeln, wo sich jeder sieht: nach oben.

      http://www.morgenpost.de/sport/hertha/article1698530/Babbel-hat-grosse-Ziele-fuer-die-neue-Saison.html

      • Halblinks
        Am 26. September 2011 um 13:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

        hat er im dsf-Doppelpass meiner Erinnerung nach auch live in die bereitgestellten Mikros aufgesagt.
        Das war direkt nach der „ominösen“ Nürnbergpleite. Und im Verhältnis zu seiner damals skurril anmutenden Spielanalyse („volles Stadion“, „Drucksituation“ etc.) auch eine der wenigen zusammenhängend-verständlichen Informationen.

    • Am 26. September 2011 um 20:29 Uhr veröffentlicht | Permalink

      @Blauer Montag: Ich kann mich auch nicht entsinnen, das Babbel das jemals gesagt hat, ich denke auch das kommt eher vom Herrn Beckenbauer!

      • Daniel
        Am 27. September 2011 um 08:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Im Interview-Auszug steht es ja explizit drin. „Ich mache keinen Hehl daraus…da würde ich wahnsinnig gern mal arbeiten.“

  2. josh9
    Am 26. September 2011 um 10:42 Uhr veröffentlicht | Permalink

    starker Blog Daniel,

    dem kann man nichts mehr beifügen.
    Ausser dass mein Puls immer noch nicht ganz runter möchte.

    Trotz allem haben wir eine richtig geile Mannschaft.
    Weiter so

    • Blauer Montag
      Am 26. September 2011 um 11:41 Uhr veröffentlicht | Permalink

      YEAH @josh9,
      eine richtig geile Mannschaft.
      Wobei ich’s noch geiler fände, wenn die Mannschaft:
      a) ihre Nerven besser in den Griff bekommt, um gelbe Karten trotz schlechter Schieris zu vermeiden, und
      b) auch mal im Oly einen überlegenen Sieg herausspielt. Noch 14 Heimspiele wie das letzte gegen Augsburg werd‘ ich nervlich nicht durchstehen.

    • Halblinks
      Am 26. September 2011 um 13:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

      ich fand den Blog jetzt auch um Welten geiler, als die Mannschaft.
      Wenn zwei Mann wegen unnötiger Fouls gelb-rot kriegen und der Kapitän kurz vor seiner ersten Gelbpause steht, ist daran nicht so viel Geiles.

  3. Am 26. September 2011 um 10:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Guter Spielbericht, den auch ich als Werderfan so zu großen Teilen unterschreiben würde. Ich finde gar nicht mal, dass Brych so viele klare Fehlentscheidungen hatte, aber er wirkte ziemlich inkonsequent, fast schon konfus, was seine Regelauslegung anging. Naja, diesmal wart ihr die Leidtragenden, nächstes Mal ist es vielleicht andersherum. Da trifft es Pizarros Aussage wohl echt am besten.

    • Daniel
      Am 27. September 2011 um 08:45 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Wir sehen uns beim Rückspiel ;) Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir gegen Bremen in 90% der Fälle verlieren oder zu Hause nur ein enttäuschendes Unentschieden herausspringt. Ich weiß noch irgendwann Ende der 90er oder kurz nach der Jahrtausendwende…Rade Bogdanovic zum 1:1. Ätzend. ;)

  4. Timbo
    Am 26. September 2011 um 11:08 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Auf den Punk! Ich bin immer noch so wütend und aufgewühlt, dass mir ein so objektiver Artikel wohl einen Tag noch nicht gelungen wäre. Weiß nicht ob ich dich dafür loben oder tadeln soll!? ;)

  5. Timbo
    Am 26. September 2011 um 11:09 Uhr veröffentlicht | Permalink

    „einen Tag DANACH“ meine ich!

    • Daniel
      Am 27. September 2011 um 08:43 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Im Zweifel immer loben ;) Ich hatte es am Tag danach schon abgehakt. Wichtig ist, dass die Mannschaft so viel wie möglich daraus lernt.

  6. Am 26. September 2011 um 14:26 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich bin kein Hertha Fan, aber gestern habe ich wirklich mit euch gelitten..

  7. boRp
    Am 26. September 2011 um 14:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

    „HERTHIAKEN! WAS IST EUER BERUF?“
    „A-UH! A-UH! A-UH!“

    Das Spiel war scheiße und ermutigend zugleich. Es wäre tatsächlich noch ermutigender, wenn Raffa eine seiner guten Chancen genutzt hätte, nicht wegen der (auch nur eventuellen) Punkteausbeute, sondern wegen des Wissens, dass er eben DOCH Spiele alleine entscheiden kann. Und ich hoffe, dass Ramos und Lell jetzt ordentliche Strafschichten im Training schieben. Gerade Lell. Hatte nach einer etwas mitläuferigen Saison in der 2. gerade angedeutet, dass er mehr drauf hat – und dann so ein Kack.

    Aber auch ermutigend, dass selbst der Tabellenzweite ernsthaft in Gefahr war… trotz Unterzahl. Mit dem Wissen und ein BISSCHEN mehr Beherrschtheit sollten die 40 Punkte wirklich drin sein.

  8. junichi
    Am 26. September 2011 um 16:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Krasses Spiel, von dem ich leider nur lesen konnte, da ich im Internet keine ausführliche Zusammenfassung gefunden habe. Am Ende sollte man als Trainer vielleicht sagen: Es ist sch…egal, dass wir heute verloren haben, denn wenn wir weiter so spielen wie heute, werden wir alle unsere Ziele erreichen und sogar übertreffen. Das gilt aber weiter vor allem für die Auswärtsspiele, der Trainer hat für mich noch kein erkennbares Heimkonzept. In nicht einem der drei Heimspiele wusste Hertha zu überzeugen. Ich hätte es gegen Augsburg eine Raute mit zwei Stürmern spielen lassen. Dass jetzt zwei wichtige Spieler gegen Köln fehlen, ist sicherlich nicht optimal. Das Spiel wird nicht leicht, da Köln gute Konterspieler hat und uns kommen lassen kann. Denke auch, dass das Konzept vom Trainer langsam greift. Ob Janker dann für Lell spielt?

    @boRp
    Aus meiner Sicht hat Raffael mit dem Treffer gegen Stuttgart, den er selbst eingeleitet hat, das Spiel allein entschieden. Weiß aber nicht, ob es darauf wirklich ankommt. So gut er auch ist, Mitspieler braucht er trotzdem, die ihn unterstützen und am besten ein ähnliches technisches Können (schwierig) und Spielverständnis (vielleicht eher möglich) wie er aufweisen.

  9. Tottii
    Am 26. September 2011 um 17:31 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Alles korrekt gelaufen. Verschwörungstheorien gegen Erna imo nicht nachvollziehbar.

    • Daniel
      Am 26. September 2011 um 17:32 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Von Verschwörung spricht niemand. Nur von Tendenz.

  10. Tottii
    Am 26. September 2011 um 17:57 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Tendenzen gegen Erna völlig aus der Luft gegriffen. So besser?

    • Am 26. September 2011 um 18:30 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Besser, aber nicht unwidersprochen.

      Ich kann als Fan zweier Vereine (ok, wenn es hart auf hart kommt, ist es dann doch die Hertha) wenn schon keine Objektivität, so doch zumindest eine gemischte Subjektivität für mich beanspruchen. Und bei allem Mitleiden bei der Leistung des KSC in den letzten Jahren: Dass der von den Schiris über Gebühr benachteiligt worden sei, kann ich wirklich nicht behaupten.

      Bei der Hertha sieht das anders aus. Noch heute denke ich daran, wie wohl die letzte „große“ Hertha-Saison gelaufen wäre, wenn das Foul von Dzeko an Simunic gepfiffen worden wäre, das Wolfsburg den letztlich unverdienten Sieg brachte. Ein klareres Stürmerfoul habe ich seitdem nicht mehr beobachten können. Vielleicht bis gestern ;-)

      Konnte man sich in der 2. Liga die z.T. seltsame Behandlung noch mit indirekten Sympathien für den Underdog und gegen den großen Favoriten erklären, bleibt jetzt in der Bundesliga nur die Möglichkeit, dass konkret gegen Hertha gepfiffen wird. Wenn man denn Absicht unterstellt und nicht nur Zufall. Bei Spielen wie dem vom Sonntag fällt letzteres aber schwer.

      Dass Schiris „Spielraum“ haben sollen, ist eine beliebte Forderung von Fußballexperten bei DoPa & Co. Ich halte das für Unsinn. Ein Staat, in dem die Polizei „Spielraum“ hat, wird zum Unrechtsstaat, in dem Willkür regiert. Regeln müssen für alle gleichermaßen gelten, sonst fehlt ihnen jegliche Legitimation.

  11. Am 26. September 2011 um 23:40 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Pizarro ist ein Tier im Strafraum. Der gehört an die Kette … und einer muss die halten. Wer war eingeteilt frage ich nüchtern in die Runde?

    • Daniel
      Am 27. September 2011 um 08:41 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ich denke, es wird ersichtlich, dass es Mijatovic war. Trotzdem ist so eine Ecke – wenn es dem Gegner gelingt, sie am ersten Pfosten zu verlängern – immer extrem schwer zu verteidigen. Deshalb hätte man schon die Verlängerung verhindern müssen.

    • Am 27. September 2011 um 12:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ich denke, dass die Einteilung bei Ecken und Freistössen nach den beiden Feldverweisen insofern aufgehoben war, da Hertha ja die Überzahl im Straufraum irgendwie kompensieren musste. Mijatovic oder auch andere Spieler werden sich wohl eher zwischen gegnerischen Spielrn postiert haben, als jeweils nur einen Spieler direkt zu übernehmen.

      Wenn ich mich jetzt korrekt entsinne, hatte Hertha bei den Treffern sowohl zum 0:1 gegen Augsburg als auch zum 1:2 gegen Bremen keinen Spieler am hinteren Pfosten positioniert. Wie gesagt, gegen Bremen ist das wohl der Unterzahl geschuldet.

  12. runner
    Am 27. September 2011 um 08:19 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Sehr schöner Beitrag!

    Die vier Minuten Nachspielzeit, wenn auch ungewöhnlich, waren durchaus gerechtfertigt, ließen sich die Berliner doch bei Spielunterbrechungen häufig wesentlich mehr Zeit als nötig. Herr Kraft sah sogar Gelb fürs Zeitspiel, soweit ich mich erinnere.

    • Daniel
      Am 27. September 2011 um 08:40 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Danke.

      Deshalb schrieb ich ja nicht falsch, sondern tendenziell eher für grün. Ich habe mich schon öfter darüber aufgeregt, dass Schiedsrichter trotz Auswechslungen, Tore und immer auch ein bisschen Zeitspiel nie länger als drei Minuten nachspielen lassen, sondern manchmal sogar pünktlich nach 90 abpfeifen (weil sie nach Hause müssen…oder so). Und wenn es vor der Saison die Ansage gegeben hätte: So, ab dieser Saison orientieren wir uns an der europäischen Spitzenklasse, da wird auch mal gerne 5 Minuten nachgespielt. Dann hätte ich nichts gesagt.

      So aber kam mir das wieder wie eine „Bestrafung“ vor, die Herr Brych aus Trotz so entschieden hat, die aber halt für deutsche Verhältnisse schon fast eine Sensation darstellen.

      Was Krafts Zeitspiel angeht, weiß ich bis heute nicht, was da passiert ist. Vielleicht hat er den Ballholern wie ein Tennisspieler zugerufen: New Balls please. Jedenfalls lagen plötzlich drei Bälle um ihn herum.

    • Am 27. September 2011 um 12:06 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Und dann hätte man aufgrund dieses Zeitspiels gegen Augsburg eine Viertelstunde nachspielemn lassen müssen, denn Jentzsch hat sich ein halbes Dutzend Mal richtig viel Zeit gelassen. 4 Minuten waren sowohl in Dortmund als auch in Bremen unangemessen. In berlin gegen Augsburg gab es neben der zeitschinderei von Jentzsch einige Behandlungspausen, und es wurden lediglich 2 Minuten Nachspielzeit angezeigt.

  13. Am 27. September 2011 um 10:49 Uhr veröffentlicht | Permalink

    „Die Nachspielzeit liegt im Ermessen des Schiedsrichters“: 90 Minuten + solange, wie Werder Bremen für den Siegtreffer benötigt (das kannte ich so angeordnet bisher nur von früheren Spielen von Dynamo Berlin). Und es war ja auch in Dortmund schon so: 4 Minuten Nachspielzeit. Zum Glück hat es da für uns zum Sieg gereicht.

    • Daniel
      Am 27. September 2011 um 11:06 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Das relativiert natürlich meine Aussage von oben, wenn es gegen Dortmund auch schon vier Minuten waren. Eigentlich sollte ich das loben, weil ich wie gesagt der Meinung bin, dass die Schiedsrichter lieber eine Minute länger laufen lassen sollten, als zu früh abzupfeifen. Aber nur, wenn sie es immer tun. Werde ich mal weiter beobachten – vor allem auch bei den anderen Spielen.

  14. Morix
    Am 27. September 2011 um 15:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

    abgepfiffen wurde dann aber nach +3 Minuten und +1 Minute Jubel der Bremer. Aber Fussball ist so….

    Guter Blog Daniel.

  15. Am 27. September 2011 um 23:31 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Guter Bericht Daniel, vor allem dem Vergleich mit Sparta finde ich nach diesem Spiel sehr passend :)

    Ich habe mich auch noch einmal (sehr ausführlich) mit dem Spiel am Sonntag auseinander gesetzt und habe vor allem mit dem nötigen Blick auf die inkonsequente Schieri-Leistung einen Bericht verfasst, vielleicht hat ja der ein oder andere Interesse:

    http://www.berliner-jungs.com/gedanken-eines-berliner-jungen-4-the-day-after-dr-felix-brych

    • Joel
      Am 29. September 2011 um 13:36 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Sehr feine Auflistung, könnte man glatt direkt in nen Roman pressen und fertig ist der Thriller ;-)

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