Tunesische Kichererbse

Amine Chermiti will also nicht mehr zu Hertha zurückkehren. Mehr noch: Er weigert sich und hofft, dass ihn sein aktueller Klub Al-Ittihad dauerhaft verpflichtet. Das alles hat er laut dpa der tunesischen Wochenzeitung Al-Ialan erzählt. Nun ist die Deutsche Presse-Agentur zurzeit nicht für ihre Zuverlässigkeit verantwortlich bekannt. Ich kann jedenfalls trotz intensiver Suche keinerlei Hinweise auf irgendein Presseprodukt mit diesem Namen im tunesischen Raum finden.

Sollte jemand aus Tunesien kommen oder schonmal dagewesen sein und diese Zeitung dort gesehen haben, möge er sich bitte in den Kommentaren melden.

Bis dahin gehe ich von einer tunesischen Kichererbse aus, dem nordafrikanischen Pendant zur deutschen (Zeitungs-)Ente und freue mich morgen oder übermorgen auf das Dementi á la: „So habe ich das gar nicht gemeint.“ Nachtrag 11.09. 12.46 Uhr: Und da ist es :)

Viel mehr zu lachen haben wir ja momentan nicht.

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  • Wer hat das geschrieben?

    “Hertha? Ist das dein Ernst?” Das ist der Satz, den ich mir hier in Dortmund ständig anhören muss, wenn ich erzähle, dass mein Herz für den Klub aus meiner Heimatstadt schlägt. (→mehr über Daniel)

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17 Kommentare

  1. streiflicht
    Am 10. September 2009 um 21:40 Uhr veröffentlicht | Permalink

    WIE? WAS? BITTEEEEE?
    Wer stänkert da aus Tunesien?

  2. Felix Felix
    Am 10. September 2009 um 21:53 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ja, deutet wohl alles auf ne Ente hin. Wieso sollte er sowas sagen?

  3. Marc
    Am 10. September 2009 um 22:06 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Wahrscheinlich irgendne arabische Seite mit google übersetzt.
    Da kommen dann solchen News raus. ;-)

  4. dns
    Am 10. September 2009 um 23:15 Uhr veröffentlicht | Permalink

    „Viel mehr zu lachen haben wir ja momentan nicht.“

    Immerhin dürfen wir uns wohl auf Bengtson in der Startformation freuen.

    ansonsten, denke auch, is nix dran

  5. Am 10. September 2009 um 23:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich glaube, daran ist der Favre schuld, der will Unruhe in die Mannschaft bringen!

    • Felix Felix
      Am 10. September 2009 um 23:35 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Klingt logisch. Favre ist in Wirklichkeit ein Maulwurf, der von den Bayern angeheuert wurde, um dem FCB den Rücken frei zu halten. Ohne Favre wären wir schon längst Meister… :(

      • alnus.glutinosa
        Am 11. September 2009 um 07:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Quatsch mit den Bayern. Ihr denkt einfach zu klein. LF ist ein Maulwurf aus Barcelona oder Madrid. Ohne Ihn hätten wir die letzten zwei Jahre die CL gewonnen! Mindestens!

  6. Daniel
    Am 11. September 2009 um 00:41 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich hab aus dem „verantwortlich“ mal ein „bekannt“ gemacht. Hört sich doch irgendwie besser an.

    Mich würde wirklich mal interessieren, wo diese Meldung ursprünglich herkommt und wer von der dpa sie verbreitet hat.

  7. sehnsuchtberlin
    Am 11. September 2009 um 07:43 Uhr veröffentlicht | Permalink

    hoffentlich is es echt nur ne ente, wenn da was ware drn is, wär das verdammt sch..

  8. Kathy
    Am 11. September 2009 um 11:21 Uhr veröffentlicht | Permalink

    „BILD rief Chermiti gestern Abend an und fragte nach: Stimmt das?

    Chermiti entsetzt: ‚Das ist nicht wahr, ich habe mit keiner Zeitung gesprochen! Ich bin doch nicht dumm. Im Moment denke ich nur daran, Spielpraxis für die WM zu sammeln. Danach will ich wieder nach Europa zurück!‘

    Aber auch zu Hertha?

    Der Tunesier: ‚Natürlich! Ich bin mit Hertha-Trainer Favre in ständigem Kontakt. Nach der Saison in Saudi-Arabien habe ich noch zwei Jahre Vertrag in Berlin, die ich auch erfüllen werde. Deswegen habe ich ja auch meinen Wohnungsvertrag in Berlin extra nicht gekündigt. Im Sommer bin ich zurück!‘ “

    Leider finde ich den Artikel nicht online, einen Link gibt es auf der HP von Hertha im Pressespiegel.
    Wem sollen wir jetzt mehr glauben? In diesem Fall bin ich für die Bild. ;-)

  9. Andreas
    Am 11. September 2009 um 14:29 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Chermiti dementiert Aussagen:
    http://www.herthabsc.de/index.php?id=her

    Mehr muß man dazu nicht sagen.

  10. Am 11. September 2009 um 16:02 Uhr veröffentlicht | Permalink

    hätte mich auch gewundert…

  11. Daniel
    Am 11. September 2009 um 16:57 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Und wer haut der dpa jetzt endlich mal auf die Finger? Bzw. wann kommt von denen das Dementi? Die Meldung einer tunesischen Zeitung, die es anscheinend nicht gibt, schicken sie an alle raus (und alle übernehmen sie fleißig in ihre Portale), das Dementi der Bild findet sich komischerweise bisher nur auf der Hertha-Seite…da läuft doch irgendwas falsch bei denen…

  12. Daniel
    Am 11. September 2009 um 21:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Herthabsc.de hat sich nochmal genauer bei Chemiti erkundigt: http://herthabsc.de/index.php?id=15630&tx_ttnews%5Btt_news%5D=5887&tx_ttnews%5BbackPid%5D=15611&cHash=6bc8b51e84

    Immerhin bestätigt er, dass es die Zeitung gibt. Trotzdem kein Grund sowas einfach in die Welt zu pusten.

    • Am 13. September 2009 um 03:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Der Link funzt nicht. Und im übrigen wäre es nicht das erste Mal, dass Profis etwas raushauen und es dann hinterher nicht mehr gewesen sein wollen. Warum ist immer nur die Presse böse und jeder Dorfdepp, der das Trikot meines Vereins gerade trägt, der Gute? ist mir zu billig diese Haltung.

      • Daniel
        Am 13. September 2009 um 10:08 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Dass es mir aufgefallen ist, liegt tatsächlich daran, dass er das Trikot meines Vereins trägt. Sonst wäre ich dem nämlich nicht nachgegangen.

        Ob er es gesagt hat oder nicht, spielt für meine Kritik an der dpa aber eigentlich keine Rolle (und gehört deshalb auch eigentlich nicht hierher). Es geht darum, dass es auch und gerade für Presseagenturen journalistische Pflichten geben sollte. Die dpa geht gerade finanziell am Stock und anstatt sich zu fragen warum, suchen die, wie der Journalismus allgemein, nach fadenscheinigen Gründen, anstatt einfach mal ein paar Regeln zu beachten. Der dpa-Artikel hatte ja nicht mal BILD-Niveau, denn die haben sofort bei Chermiti nachgefragt.

        Niemand wusste genau, was er von dem Artikel halten sollte, weil wichtige, zum Nachvollziehen essentielle Informationen fehlten: Was ist das für eine Zeitung? Ist sie seriös? Oder bekannt für ihren Klatsch? Was sagt Chermiti eigentlich dazu? Und da soll jetzt niemand sagen, sie hätten das nicht rausbekommen können. Irgendwer muss denen ja den Tipp gegeben haben, der die Sprache kann, also hätte man auch den Verein oder die Zeitung kontaktieren können.

        Fakt ist: Die Aussagen von Chermiti waren entgegen jeglicher Aussagen, die er zuvor gemacht hatte. Da müssen Alarmglocken klingen und man muss zumindest hinterfragen, ob die Quelle seriös ist. Nichts davon ist passiert.

  13. Enno Enno
    Am 13. September 2009 um 09:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Nimmst du den. Hertha BSC hat es nicht so mit beständigen Links…