Unrühmlicher Abschied


Ich hatte das Spiel gegen die Bayern mittlerweile schon fast erfolgreich verdrängt, doch heute holte mich die Vergangenheit wieder ein. In der Hosentasche meiner frisch gewaschenen Jeans fand ich die letzten Überreste meiner Eintrittskarte und mit der verwaschenen Karte kamen dann auch wieder die Erinnerungen an dieses letzte große Herthaspiel der Saison 09/10 hoch. Eigentlich sollten wir in die Zukunft blicken, denn schließlich erleben wir derzeit wohl die spannendste aller Sommerpausen der letzten zehn Jahre.
Ganz abgesehen davon kann ich Retrospektiven zu Herthas Absturz inzwischen einfach nicht mehr sehen. Meistens ist dieser Einheitsbrei stets nach dem selben Muster gestrickt: Die erste Masche beginnt mit Märchen über die Finanzierbarkeit von Pantelic, Voronin und Simunic, einem Trainer, der angeblich nicht in der Lage war mit „Stars“ umgehen zu können und setzt sich dann in ausgeleierten Themen fort, die immer wieder hervorgekramt werden, wenn es nicht läuft. Wie etwa von fehlenden Typen, unattraktivem Spiel, schwachen Nachwuchsjahren, schlechter Chancenverwertung, Profillosigkeit oder dem elendigen und niemals enden wollenden Dauerbrennerthema Nummer eins – dem „Zuschauerproblem“. Am Ende kommt ein völlig missratenes Stück Stoff heraus, das dem Betrachter auf den ersten Blick vermittelt was da nicht gestimmt hat und Herthas Niedergang als völlig logische Konsequenz erscheinen lässt. Hinterher ist man immer schlauer und am schlausten sind diejenigen, die keine Verantwortung zu tragen haben. Wenns schief geht haben sie es schon immer gewusst und wenn nicht, dann erinnert sich eh keiner mehr daran (außer vielleicht probek ). Diese Mechanismen sind nichts neues und sollten einem nach so vielen Jahren als Fußballfan nur noch ein müdes, überlegenes Lächeln entlocken. Doch mit dem Absturz der Hertha habe ich auch ein Stück von meiner Souveränität eingebüßt. Es ist für mich an der Zeit noch einmal einen letzten Blick zurück zu werfen und so mit der Saison endgültig abschließen zu können.
Mit dem Unentschieden und der Gewissheit des Abstiegs in Leverkusen kam mir eine – wie sich später herausstellte – aberwitzige Idee in den Kopf: Hertha könne sich nach dem besiegelten Abstieg nun würdevoll aus der ersten Liga verabschieden. Nicht nur die Mannschaft, sondern vor allem die Fans, die sich bis auf das Fiasko gegen Nürnberg in der gesamten Saison erstaunlich loyal und unterstützend gezeigt haben. Bei einer tollen „wir sind nur zum Feiern hier“-Stimmung vor ausverkaufter Kulisse hätten wir noch ein letztes mal auf der großen Bühne bundesweit Werbung und im positiven Sinne auf uns aufmerksam machen können. Durch die anschließende Meisterschaftsfeier der Bayern und das ausverkaufte Stadion waren die Rahmenbedingungen geradezu wie gemalt für einen schönen Schlusspunkt. Es hätte eine riesige Werbeveranstaltung für Berliner Zweitligafussball werden können – mit der Ostkurve als Hauptdarsteller.
Aus meiner Sicht hat Hertha in der Rückrunde nicht wie ein Absteiger gespielt ist sehr unglücklich abgestiegen. Abgesehen vom Resultat gibt es also überhaupt keinen Grund sich von der Mannschaft zu distanzieren oder gegen Funkel zu pöbeln dessen Entlassung nach seiner Bilanz ohnehin schon obligatorisch und nur noch eine Frage der Zeit zu sein schien.
Um so unverständlicher fand ich daher das Verhalten eines nicht unerheblichen Teils der Ostkurve. Die Harlekins und ihre direkte Umgebung spielten die beleidigte Leberwurst und beschränkten sich auf verschränkte Arme, Spruchbänder gegen „Söldner“, Funkel und die üblichen Profilierungsversuche („Wir sind Herthaner und ihr nicht“ etc.). Wie schon in den Wochen zuvor war es der Mannschaft nicht möglich sich nach Spielende in der Ostkurve verabschieden, weil ein paar unverbesserliche wieder ein mal nichts besseres zu tun hatten als Gegenstände zu werfen und Mittelfinger zu zeigen. Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen gab es kurz vor Spielschluss dann in dieser angespannten Stille doch noch mal laut, weil vielleicht 50 in Kampfmontur bekleidete Polizeibeamte es gewagt haben die Laufbahn zu betreten. Ich kann einfach nicht nachvollziehen wie man sich so über die Präsenz von Polizei so echauffieren kann. Ganz im Gegenteil! Zum Glück wurde während der zweiten Halbzeit dieses unglaubliche Aufkommen an Sicherheitspersonal im Innenraum positioniert um präventiv einem zweiten Platzsturm in dieser Saison entgegen zu wirken. Nicht auszudenken was ein zweites Nürnberg für Folgen mit sich brächte.Durch diesen Kollektivboykott der Harlekins und den Personen in ihrer Umgebung herrschte im Stadion eine gespenstische Stille, die auch von den vielen Bayernfans nur selten gebrochen werden konnte. Meiner Erwartungen an den Nachmittag wurden bei dem Spiel, das für mich von vornherein zur Nebensache degradiert wurde, durch diese merkwürdige Atmosphäre vollends zunichte gemacht. Es hätte wirklich ein so schönes, legendäres Spiel werden können. „Die Ostkurve“ hat es versäumt das Image des Vereins nachhaltig positiv zu beeinflussen. Da können noch so viele Millionen in Imagekampagnen gesteckt werden, aber was letztendlich das Gesicht eines Vereins prägt ist nun mal zu einem Großteil das Verhalten und die Einstellung der Fans. Da nur äußerst selten positives Fanverhalten wahrgenommen wird, ist es um so ärgerlicher, dass diese einmalige Chance nicht genutzt wurde. Größer hätte sie kaum sein können. Gerade jetzt wo wahrscheinlich viele Zuschauer in der zweiten Liga den Rücken kehren.
Das verwaschene Stückchen Erinnerung landet nun in meiner Kiste neben den vielen anderen Karten bis sie gänzlich verstaubt und irgendwann mal wieder hervor geholt wird – vielleicht ja sogar zur Aufstiegsfeier.

Beleidigte Würste ohne Schal sorgen für Totenstille.

Alle Fotos, die so aussehen als seien sie von Hertha-Inside.de geschossen sind es auch. Mehr davon gibt es in der Hertha-Inside.de Galerie.

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    Hallo, ich bin Felix und gehöre wie die meisten Herthafans in meinem Alter, zur 98er Generation, die 2010 den ersten Abstieg miterlebt hat. (→mehr)

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23 Kommentare

  1. Am 24. Mai 2010 um 22:42 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich habe dieses Spiel und das Verhalten der Ostkurve ähnlich wahrgenommen. Da wurde wirklich eine große Chance verpasst.

  2. Am 24. Mai 2010 um 22:44 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hier mal meine Perspektive aus der Kurve schräg gegenüber.

  3. Enno Enno
    Am 25. Mai 2010 um 09:11 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Treffend formuliert, das macht noch einmal deutlich, wie schade es ist, dass diese große Chance vergeben wurde. Eigentor Hertha. Irgendwie passend zu dieser Saison…

  4. Mueggi
    Am 25. Mai 2010 um 14:12 Uhr veröffentlicht | Permalink

    100% Sign, ich konnte zwar auf Grund eines Bänderrisses nicht selber im Stadion sein, habe das Spiel jedoch im TV Live verfolgt und ich muss sagen, ich war extrem enttäuscht von der Kulisse. Klar kommt es im TV immer noch einmal anders rüber, aber gerade das ist ja das Medium, welches am meisten bei Stadt-Fremden ein Bild beeinflusst. Doch im Oly war totenstille.

    Doch leider war dies ja nicht der erste Vorfall der Fans in diesem Jahr, neben dem Schock von Nürnberg erinner ich mich an einige Spiele, wo einige Fans (leider halt genau die, die die Stimmung im Stadion maßgeblich ‚mitbestimmen‘) das Bild, welches in den letzten Jahren mühevoll peu a peu verbessert wurde (und auch gerade von diesen gruppierungen), wieder zurück in alte Zeiten katapultiert haben.

    Es bleibt abzuwarten, ob es vielleicht neben den vielen Umbrüchen im Verein, auch in der Fanstruktur und -kultur einen Wandel mit der 2. Liga geben wird. Die letzten Jahre waren sehr schön und haben auch mich einiges von der teilweise sehr unrühmlichen vergangenheit vergessen lassen, doch nun ist vieles wieder aufgebrochen, wie lange es dauert dies wieder zu kitten, und zwar nicht nur nach Außen, sondern auch zwischen den verschiedenen Fan-Gruppierungen und Fan-Arten. Denn auch hier ist, wie dieser Beitrag zeigt, einiges zerstört worden. Waren Harle & Co. lange vom Großteil der Kruve voll und ganz akzeptiert, wie das ganze nächste Saison ausehen wird weiß momentan ja leider keiner.

    Wie bei vielen anderen Dinge heißt es hier, abwarten und Tee trinken und die Zukunft wird es zeigen.

  5. Mueggi
    Am 25. Mai 2010 um 14:29 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ein kommentar noch zu der Polizei-Sache. Auch das unterschreibe ich so zu 100%. Es wird oft davon geredet, es wäre Provokation und Schikane. Doch das ist doch absoluter Bullshit. Warum sind die Grünen denn da? Weil es Gründe dafür gibt. Und zwar mehr als nur den Nürnbarg-Vorfall. In vielen anderen Spielen mussten Polizisten oder Ordner, wenn auch nicht vor dem Block, aber im Block für Ordnung sorgen, weil sich ein kleiner Teil von vielen einfach nicht benehmen können. Und momentan sind wir halt unter strenger Beobachtung und werden es auch noch eine ganze Weile sein. Wer sich also daran stört, dass die Polizei dorf ‚aufmaschiert‘, der sollte die Schuldigen nicht bei selbiger suchen, sondern bei denen, die die Polizei dazu zwingen, dort aufzulaufen. Denen wäre es doch auch am lieben, wenn nur die hälfte der eingesetzten Männer (und Frauen) vor Ort sein müssten und sie das ganze Spiel über in ihren Einsatzwagen verweilen könnten. (Im übrigen vergessen viele, dass es auch bei der polizei viele Hertha-Fans gibt).

    Es fällt halt immer wieder auf, dass es in anderen Stadien geht, man denke nur mal an München, nur eine kleine Bande, kein Zaun oder gar Graben. Auch die Anzahl der Ordner ist hier überschaubar. Ich denke, do etwas wäre in Berlin undenkbar, leider.

    Also sind, wenn auch nur einige wenige, leider die Fans selbst an den Umständen schuld. Sind alle friedlich, sind die Sicherheitsmaßnahmen nicht nötig. Einfach Win-Win-Situation. In Berlin jedoch leider über Jahre noch nciht denkbar.

  6. Best-Berliner
    Am 25. Mai 2010 um 14:35 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Auch wenn ich ein begeisterter Leser des Blogs bin, kann ich diese ständigen Ultra-Kritiken nicht mehr hören. Das ist ja nicht nur hier so.
    Was hätte es denn gebracht, wenn man sich beim Spiel gegen die Bayern selbst gefeiert hätte. Die Meinung der Kurve gegenüber der Mannschaft wäre bedeutungslos gewesen. Hier ging es darum ein Zeichen zu setzen, wie enttäuscht man doch ist. Das funktioniert nicht, wenn 90 Minuten gehüpft und gesungen wird. Auf den einen Spruchband stand: „Für euch ist Hertha: Absteigen und gehen!-Für uns ist Hertha für immer bleiben!“ Wie soll das jetzt ernsthaft rüberkommen, wenn man trotzdem noch die Mannschaft unterstützt?!
    Zur Kritik gegen Funkel hatte ich auch Verständnis. Er hat es nie geschafft die Mannschaft zu motivieren. Wenn man dazu noch so defensiv wie gegen Bochum, Mainz etc. spielt, fragt man sich auch ob Herr Funkel die richtige Wahl war. Meiner Meinung war es falsch ihn einzustellen.
    Der übertrieben Ordner- und Polizeiaufmarsch war nicht nur frei von jeglichen Sinn sondern auch provokant und gefährlich. Denn Druck erzeugt Gegendruck. So war es diesmal auch, denn nicht nur Ultras haben „ACAB“ geschrien. Dass man deiner Meinung nach so gereizt gegenüber der Staatsgewalt reagiert, hat mit dem bekanntlich schlechten Verhältnis gegenüber Fans und Polizei zu tun. Wobei nicht nur die Fangewalt schuld ist, sondern auch die mangelnde Selbstkritik und Willkür der Polizei.
    Letztendlich kommt eine Mannschaft zu den Fans, wo der Großteil weit unter dem Möglichen gespielt hat und abgestiegen ist. Bei diesem Augenblick konnte man erkennen, dass die Ostkurve keine homogene Masse ist. Hier gab es Teile die vollkommen unterschiedlich reagiert haben. Einige haben den Finger gezeigt, andere haben nichts getan. Ich habe auch nicht reagiert, denn ich wollte die Saison so schnell wie möglich beenden und bin rausgegangen.

  7. Am 25. Mai 2010 um 15:02 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich habe schon fast befürchtet, dass der Artikel von einigen als Ultraschelte wahrgenommen wird. Diskussionen über das Verhalten von Ultras führen häufig in Sackgassen und verlaufen ähnlich sinnlos wie in dem Kommentaren von Ennos Artikel über den Überfall auf dem TeBe-Truck beim Karneval der Kulturen zu beobachten ist.
    Letztendlich ging es mir eigentlich nur darum das zu schildern was ich im Stadion erlebt habe und wie trostlos und enttäuschend der Nachmittag aus meiner Sicht verlief.

    Das Polizeiaufgebot war alleine schon durch die anstehende Meisterfeier gerechtfertigt.

  8. Anonym
    Am 25. Mai 2010 um 21:54 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich finde sowas wie „Beleidigte Würste ohne Schal sorgen für Totenstille.“ ja immer interessant. Die machen keine Stimmung und deshalb wars für die Ostkurve unwürdig? Was ist denn das für eine Einstellung? Jeder einzelne kann Stimmung machen und wenn doch viele so ähnlich denken, dass die sich falsch verhalten haben, dann sollte es auch kein Problem sein, dass da einige mitziehen. Meine Güte, die Stimmung ist nicht von den Ultras abhängig, die Stimmung ist von der Masse im Stadion abhängig – da kann jeder den für sich würdigen Abschluss finden und braucht nicht über die Art, wie andere sich von der Bundesliga verabschieden, meckern. Wie doof ist es denn den Ultras die Gesamtstimmung anzukreiden? Das ist euer Stadion und eure Kurve, dann macht doch auch was draus und verlasst euch nicht auf andere.

    • Am 25. Mai 2010 um 22:15 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Schön gesagt. In der Theorie magst du sogar recht haben. Wir beide wissen nur ganz genau um die Koordination und Strukturen, die von nöten sind annähernd Akustik in diesen riesigen Bau zu kriegen.

  9. Josh
    Am 26. Mai 2010 um 20:18 Uhr veröffentlicht | Permalink

    hmm also ich muss sagen, dass ich das nicht nachvollziehen kann.
    Ich hab eine Dauerkarte und die würde nicht zerwaschen werden. Soll heissen, ich hab diesen Mist gesehen. live und in farbe. Jedes Spiel.
    Gerade die in der Hinrunde waren so etwas von desaströs dass ich dafür keine Worte mehr finde. Ja, und auch die guten Spiele bei denen sogar ich ein paar Tore gemacht hätte, so viele Chancen wurden da lapidar vergeben.
    Immer wieder der selbe scheiss.
    Die Fans gaben wirklich alles (Ultra oder sonstewer) aber die Spieler auf keinen Fall. Das ist fakt, ansonsten wäre Hertha nicht abgestiegen.

    Diese Saison war ein einziger Alptraum und das Ergebnis konnte man an den Gesichtern ablesen, die sich beim Bayern-Spiel die nächste Niederlage ansehen mussten.
    Ja, vielleicht hätten ja die Spieler nochmal alles gegeben um den Fans etwas zu zeigen. Etwas zurückzugeben auch wenn der Abstieg schon feststand.
    Ich wusste nicht was mich dort erwartet, aber von Anfang an war klar:
    Die Spieler kicken wie beim Freundschaftsspiel und geigen die 90min. runter. Ist ja eh egal, ich geh dann zu meinem Berater und mach die Biege. Genauso war die Einstellung wohl zu oft.

    Ne, ich hab die Schnauze gehalten. Ich hatte schlichtweg keinen Bock mehr.
    Genauso wie die meissten anderen um mich herum.
    Da soll man noch feiern? wen oder was denn? Sich selbst?
    Das ist doch wohl grotesk. Lach-und Spassgesellschaft ist nix für mich.
    Ich bin Herthaner und das war mit Sicherheit der unnötigste Abstieg der Bundesligageschichte.
    ok, solch aggressive Gesten halte ich auch für unangebracht aber man sollte schon ein Statement zu dieser Saison zeigen. Und das haben eben die meissten gemacht. Totenstille war die Quittung

  10. herthawolf
    Am 26. Mai 2010 um 23:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Nicht auszudenken, wie das erst werden soll, wenn es mal in der 2. Liga nicht so läuft. Noch dazu, wo allgemein in den Medien immer mehr und immer nur vom sofortigen Wiederaufstieg gefaselt und schwadroniert wird (da es ja unvorstellbar wäre – die einzige europäische Hauptstadt ohne Erstligafußball…hat sich jahrzehntelang jemand darum geschert, wie tief der Bonner SC kickt? Nein? Das zeigt doch, wie albern diese ständige Zitation ist – ich hör schon im Keller die Bartaufwickelmaschine).
    Das kommt von diesen künstlichen Imagekampagnen à la „Hauptstadtklub“.
    „Zweite Liga – na und?“ – das wäre mein Spruch.

    • Enno Enno
      Am 27. Mai 2010 um 07:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Oder: „auch in der zweiten Liga erstklassig“ ;-)

  11. Johannes
    Am 27. Mai 2010 um 11:56 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Wie soll in solch einem Spiel positive Stimmung aufkommen?
    Der Abstieg war besiegelt, die Bayern nur noch angereist um die Schale abzuholen. Wieviele Spiele hast du diese Saison verfolgt Felix?

    Ich finde die Harlekinz haben über die ganze Saison gut Stimmung gemacht und auch der Rest der Ostkurve hat gut mitgezogen. Das am letzten Spieltag der sichere Abstieg nicht mehr bejubelt wird finde ich mehr als nachvollziehbar.

  12. Am 27. Mai 2010 um 12:07 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Live verfolgt habe ich 33 Bundesligaspiele. Live im Stadion war ich bei 11 Spielen eklusive EL. Ist das jetzt für dich ein Indikator in wieweit ich mir eine Kritik erlauben darf oder was?

    Ich finde auch, dass die Kurve in dieser Saison außergewöhnliches geleistet hat. Wenn man diese Saison mit dem Stevensjahr vergleicht liegen Welten dazwischen obwohl sie beide ähnlich erfolglos verliefen. Gerade weil die Fans sich in dieser Spielzeit durchaus positiv präsentiert haben und Mannschaft und Trainer weitesgehend ihren Job machen ließen, hätte ich mir einen anderen Abschied erträumt. Es ist aus meiner Sicht einfach unnötig dem besiegelten Abstieg mit einem Stimmungsboykott gegenüberzutreten, denn es ist nun mal so gekommen. Auswärts gegen Leverkusen gab es „Wir sind nur zum feiern hier“-Gesänge obwohl noch eine Minimalchance bestand. Eine Woche darauf war diese Einstellung wie weggefegt. Schade!

  13. Kugelblitz
    Am 27. Mai 2010 um 15:43 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Dann hätten wir ja schon zwei Sprüche für die neue Saison. Bin mir sicher die PR-Abteilung ließt hier mit.

    “Zweite Liga – na und?”
    “Auch in der zweiten Liga erstklassig”

    Sammeln die Blogbetreiber weiter?

  14. Am 27. Mai 2010 um 15:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

    „Zweite Liga – keiner weiß warum“ :p

    • DuCk
      Am 27. Mai 2010 um 19:36 Uhr veröffentlicht | Permalink

      genial :p

  15. Enno Enno
    Am 27. Mai 2010 um 15:53 Uhr veröffentlicht | Permalink

    „Zweite Liga – und immer noch Hauptstadt!“

  16. Kugelblitz
    Am 27. Mai 2010 um 16:12 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Na, dann merkt Euch mal, wer wann was geschrieben hat. Nicht das sich noch jemand mit fremden Federn schmückt.
    Werde mir ab August die Plakate von Hertha immer mal wieder genauer anschaun. Wer weiß …

    • Enno Enno
      Am 27. Mai 2010 um 16:41 Uhr veröffentlicht | Permalink

      „auch in der zweiten Liga erstklassig“, stammt (zumindest im Bezug auf Herthas kommende Saison) von mir. Seit dem ersten Mai, also dem Tag, seit dem der Abstieg feststeht, trägt unser Blog diesen Untertitel. Dokumentiert ist das ganze im entsprechenden Beitrag: http://www.hertha-blog.de/tag-der-arbeit.html

  17. spreemaradona
    Am 27. Mai 2010 um 16:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

    „Zweite Liga endlich erstklassig!“

  18. spreemaradona
    Am 27. Mai 2010 um 16:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

    „Paderborn, Bielefeld oder Aachen. Liebe Studenten aus Prenzlauer Berg, Mitte und Kreuzkölln:
    Nutzt das neue Auswärtspaket von Hertha BSC und der Bahn: Hin- und Rückfahrt, Fußballspiel und Sonntagsbraten bei Mutti.“

    • Enno Enno
      Am 27. Mai 2010 um 16:42 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ganz groß! :-)