„Viel Luft nach oben“

Eine der Überraschungen des vergangenen Spieltags war ja – trotz der Hinfälligkeit des Ereignisses an sich – die Herausnahme von Mark Stein aus der Startelf. Dass sie zumindest defensiv nicht allzuviel gebracht hat, werden die meisten bemerkt haben. Denn b Bei Gegentor Nummer Eins hob Stein-Ersatz Pejcinovic Maximilian Nicu zwar das Abseits auf (wie Lucien Favre die Medien und mich mit Recht berichtigte), zumindest aber bei Tor Nummer Zwei machte Stein-Ersatz Pejcinovic den letzten von mehreren Fehlern, als er Matmour ziehen ließ (auch wenn er beim Start des Sprint-Duells ausrutschte). Wer es sich das Ganze noch einmal ansehen möchte, kann das bei Bild.de tun.

Jetzt kann man darüber diskutieren, ob Stein nicht doch die bessere Alternative auf der rechten Verteidigerposition ist. In den Kommentaren ist genug Platz dafür. Seine Sympathiewerte werden dadurch vermutlich trotzdem nicht steigen.

Vielleicht tun sie das aber, wenn man den jungen Mann einmal selbst sprechen hört. Der Radio-Sender der Universität Dortmund – also meiner Uni – hat mich am späten Sonntagabend doch sehr überrascht, als ich nach einiger Zeit mal wieder über die neuesten Podcast-Beiträge geschaut habe. Den genauen Grund kenne ich nicht, aber Redakteur Norman Stahl hat vor dem Saisonstart ausgerechnet mit Marc Stein ein Interview geführt. Darin erfährt man einiges, was man noch nicht über ihn wusste. Aber wenn ich mal so überlege: Bisher hat ihn auch noch niemand wirklich gefragt.

So sieht Stein für sich selbst noch viel Luft nach oben und zwar trotz der Lobeshymne des Autors („Vergangenes Jahr hatte er maßgeblichen Anteil am Aufschwung der Hertha“). Außerdem hält er nichts von nächtlichen Ausflügen durch die Discos von Berlin. Das ist jetzt natürlich nicht wahnsinnig überraschend. Aber doch ganz nett anzuhören.

Marc Stein im Interview mit Eldoradio

Nachtrag Dienstag, 18. August: Nach Durchlesen des Artikels „Telefonat mit einem Rezept“ in der Berliner Zeitung und erneuter Betrachtung des ersten Gegentores musste ich im ersten Absatz ein bisschen was zurecht rücken.

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  • Wer hat das geschrieben?

    “Hertha? Ist das dein Ernst?” Das ist der Satz, den ich mir hier in Dortmund ständig anhören muss, wenn ich erzähle, dass mein Herz für den Klub aus meiner Heimatstadt schlägt. (→mehr über Daniel)

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