Warteschleife

Sports News - April 25, 2010
Da kann man schon mal bedröppelt gucken, angesichts der schier endlosen Warteschleife, in der wir uns zum Saisonabschluss befinden. Bitte haben sie noch einen Moment Geduld, der nächste freie Abstiegsplatz ist für sie reserviert! Die ersten Leser mosern jetzt schon herum: Von wegen Totenstille hier im Blog. Hier sei ja gar nichts mehr los. Ob wir schon aufgegeben hätten? Das ist natürlich alles Quatsch. Wir sind da und wir werden weiter über unsere Hertha schreiben, egal in welcher Liga. Aber was soll man jetzt vor dem Spiel gegen Leverkusen schon in die Tasten schlagen?

Für eine Analyse der Fehler ist es noch zu früh, weil zu wenig Informationen bekannt sind. Öffentlich abgerechnet wird in der Regel erst dann, wenn der Abstieg feststeht. Wir werden mitmischen, das ist klar. Bevor Hertha wirklich auch rechnerisch abgestiegen ist, mag ich mich nicht mit Kaderspekulationen, Zu- und Abgängen auseinandersetzen. Das bringt wenig und würde mir wahrscheinlich als Pessimismus ausgelegt werden. Also warte ich damit, bis es soweit ist.

Natürlich habe ich auch noch Hoffnung, dass Hertha die letzten beiden Spiele irgendwie gewinnt. Aber was würde es nützen, wenn auch die Konkurrenz punktet? Nichts. Hertha könnte trotz zwei Siegen in den letzten beiden Spielen absteigen. Aber mit den Siegen kann man sowieso kaum rechnen. Nur Hoffen bleibt. Und dann ist man ganz schnell wieder bei den Sprüchen, Phrasen und Durchhalteparolen, die ich nicht mehr hören kann und will.

Deswegen schreibe ich derzeit nicht viel zu unserer Hertha. Wir müssen noch ein wenig abwarten. Dann haben wir Gewissheit. Selbst mit der zweiten Liga könnte ich mich mittlerweile sogar anfreunden. Das wichtigste ist und bleibt, dass Hertha sich in einem Punkt mal selbst untreu wird: Sie muss endlich mal einen durchdachten und konzeptionellen Strukturwandel durchführen. Allerdings darf man wohl größere Hoffnungen auf den Klassenerhalt haben als auf eine gelungene Reform der Clubstrukturen.

Also harren wir der Dinge, die da in der Warteschleife auf uns zukommen. Werden wir an diesem Wochenende schon direkt in die zweite Liga durchgestellt? Doch kein Anschluss unter dieser Nummer? Oder müssen wir noch eine weitere Woche mit dem immer gleichen Leier um eine mögliche Verbindung in die erste Liga verbringen? Bitte haben sie noch einen Moment Geduld. Der nächste freie Platz ist für sie bereits reserviert. Wir stellen sie schnellstmöglich durch…

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    Mein Name ist Enno: im Jahre 1982 geborener Berliner, Exil-Herthaner in Bielefeld und Bremen. Seit 2006 schreibe ich im Internet über Hertha BSC. (→mehr)

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35 Kommentare

  1. Am 29. April 2010 um 10:07 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich war bisher eher ein passiver Leser, möchte aber dennoch jetzt was sagen:
    Ich finde euren Blog klasse.
    Auch, dass ihr jetzt länger nichts geschrieben habt finde ich nicht schlimm, die Erklärung leuchtet ein.

    Ich habe mich schon fast abgefunden, werde aber bis zum Schluss hoffen…wer weiß?

  2. Tanja*
    Am 29. April 2010 um 13:30 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Spontan fiel mir zum warten ein Lied vom Stück Linie 1 vom Grips Theater aus Berlin ein:

    Warten

    Die Tür schnappt zu
    Der Zug fährt ab
    Zurückbleiben
    mal wieder zu knapp
    Es war immer so
    Zurückbleiben
    und warten

    Die Schaukel auf’m Hof
    Das Karussel
    Zurückbleiben
    Ich kann nicht so schnell
    Es war immer so
    Zurückbleiben
    Und warten

    Die Wohnung mit Balkon
    Die Frau fürs Leben
    Der echt gute Job
    Schon vergeben, schon vergeben

    Zurückbleiben
    Es ist immer zu knapp
    Die Tür schlägt zu
    Der Zug fährt ab
    Ich hab die Regeln
    Längst kapiert
    Zurückbleiben
    Und warten

    Warten – auf den nächsten vollen Zug
    Warten – auf den nächsten kleinen Schluck
    Warten – auf die Säcke im Betrieb
    Auf ein Leben, leer wie ein zerrissenes Sieb
    Warten – dass dieser Tag vorbei geht
    Warten – dass meine Pumpe durchdreht
    Warten – auf den letzten großen Knall
    Auf Rheuma, Krebs, Gehirnzerfall

    Warten – auf was denn schon
    Warten – auf irgendeine Explosion
    Warten – im versifften U-Bahn Schacht
    Während draußen immerzu die Sonne lacht
    Warten – dass dieser Tag vorbei geht
    Warten – dass meine Pumpe durchdreht
    Warten – auf den letzten großen Knall
    Auf Rheuma, Krebs, Gehirnzerfall

    Warten

  3. Am 29. April 2010 um 13:44 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich bin in diesen Tagen und Wochen nur noch zum Pöbeln aufgelegt. Vielleicht habe ich mich am 9. Mai wieder gefangen.

    Das letzte Heimspiel wird noch mal ein emotionaler Höhepunkt. Im ausverkauften Olympiastadion gegen den Rekordmeister. Wer weiß schon wann wir so was das nächste mal erleben werden?

  4. Herthana
    Am 29. April 2010 um 18:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

    warten, warten, warten … hoffentlich bekommen wir unser Endspiel Nr. 35 und 36 – warten, warten, warten auf das große Happy End …

  5. Am 29. April 2010 um 21:45 Uhr veröffentlicht | Permalink
  6. Am 30. April 2010 um 09:30 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Den Strukturwandel würde ich der Hertha von ganzem Herzen gönnen. Allerdings habe ich bisher keinen Wandel in der Herangehensweise bei den Verantwortlichen vernommen. Es scheint mir vielmehr so, dass man mit dem Schicksal hadert anstatt sich zu hinterfragen.
    Der Knackpunkt für mich ist die Entscheidung über die Auflagen, die Hertha für das Lizensierungsverfahren zu erfüllen hat. Diese werden für den wahrscheinlichen Fall 2. Liga sicher sehr hart werden. Die Zahl eines Etats von 42 Millionen € für die zweite Liga ist sehr unwahrscheinlich und würde meiner Meinung nach für den Verein bedeuten: Aufstieg oder Insolvenz. Zum Vergleich: Die Vereine mit den höchsten Etats in der zweiten Liga planen mit 21 Millionen. Und auch solche Summen sind nur über Kreditaufnahme bzw. Spekulation auf den Aufstieg seriös gegenzufinanzieren. Davon abgesehen, dass Hertha mit einem solchen, ich verwende mal eine BZ-Vokabel, Mega-Etat sich jegliche Handlungsfähigkeit für die Zukunft verbaut.
    Neben der seriösen Finanzierung gibt es natürlich noch das Bail-out durch den Steuerzahler. Beispiele gibt es da genug: Schalke, Kaiserslautern, Jena, etc.

  7. Am 30. April 2010 um 10:13 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich wäre dafür sich bis auf die Oberkante zu übernehmen. Seriöse Finanzierung in allen Ehren, aber mehr als einen Schönheitspreis gewinnt man damit auch nicht.
    Nur drei Tage (!) nachdem Schalke Negativschlagzeilen schrieb schenkte die Stadt dem Verein einfach mal so ein paar Stadionanteile um die Lage zu beruhigen. Banken gehen pleite? Kein Problem der Staat springt ein. Griechenland vor’m Bankrott? Die EU bringt das wieder in Ordnung. Selbst Privatpersonen sind nach 5 harten Jahren durch die Privatinsolvenz wieder schuldenfrei. Ich glaube daher wir sollten uns alle nicht so viel

    Falls der direkte Wiederaufstieg dann nicht gelingen sollte, wird das Land Berlin schon einspringen. Auch gegen Spendenaktionen á la „Bluten für Union“ hätte ich nichts. Und wenn gar nichts mehr geht, dann kann Herr Steffel seinen offenen Brief noch mal aus der Schublade holen. :)

  8. Am 30. April 2010 um 10:13 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich wäre dafür sich bis auf die Oberkante zu übernehmen. Seriöse Finanzierung in allen Ehren, aber mehr als einen Schönheitspreis gewinnt man damit auch nicht.
    Nur drei Tage (!) nachdem Schalke Negativschlagzeilen schrieb schenkte die Stadt dem Verein einfach mal so ein paar Stadionanteile um die Lage zu beruhigen. Banken gehen pleite? Kein Problem der Staat springt ein. Griechenland vor’m Bankrott? Die EU bringt das wieder in Ordnung. Selbst Privatpersonen sind nach 5 harten Jahren durch die Privatinsolvenz wieder schuldenfrei. Ich glaube daher wir sollten uns alle nicht so viele Gedanken um die Finanzierung machen.

    Falls der direkte Wiederaufstieg dann nicht gelingen sollte, wird das Land Berlin schon einspringen. Auch gegen Spendenaktionen á la „Bluten für Union“ hätte ich nichts. Und wenn gar nichts mehr geht, dann kann Herr Steffel seinen offenen Brief noch mal aus der Schublade holen. :)

  9. keano
    Am 30. April 2010 um 13:20 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich schließe mich @Sebastians guten Wünschen an. Aber:
    Mal abgesehen davon, dass eine berechnende Unterdeckung des Etats wettbewerbsverzerrend ist, wäre so etwas ein verheerendes Zeichen in Sachen Vereinskultur und Identität. Wenn Ihr keinen Wandel und Neuaufbau in der 2. BL anstrebt, vergebt Ihr m.E. das einzig Gute, das Eure aktuelle Krise in sich birgt. Mit der typischen Berliner (ja, auch wir) Großmannssucht weiterzumachen, würde Euch nicht gut zu Gesicht stehen.
    Und sollte es so kommen, wünsche ich Euch genauso viel finanzielle Unterstützung vom Senat, wie wir sie bekommen haben.

  10. dns
    Am 30. April 2010 um 15:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ganz Unrecht hat Felix tatsächlich nicht.
    Im Grunde wird uns die ganze Zeit über alle Medienkanäle gezeigt, wie man sich in der Geschäftswelt verhalten muss, um nach oben zu kommen. Alles, was man dafür tun muss, ist, seine Vorstellungen von gerechtem und rechtmäßigen (ganz zu schweigen von fairem) Verhalten über Bord werfen und sich einreden, dass man anderen ja auch nicht damit hilft, wenn man sich selbst schadet. Man muss sich ja tatsächlich regelmäßig die Frage stellen, warum man so bekloppt ist und an irgendwelchen Werten festhält, obwohl man täglich mit ansehen muss, dass andere, die sich damit nicht abgeben, auch keine Probleme haben und ohne moralischen Ballast sich sogar viel besser auf die Gewinnmaximierung konzentrieren können.

    Aber was kann man tun, der Ring muss zerstört werden, auch wenn keiner weiß ob und warum das Licht besser ist, als die Dunkelheit. Einer von Diesen würde das vielleicht nicht so sehen, wie wir. ;)

  11. Am 30. April 2010 um 16:42 Uhr veröffentlicht | Permalink

    @Felix: Wer schenkte wem was?

    Um es direkt zu beantworten: Niemand. Das Gelsenkirchener Energieunternehmen GEW kaufte für ca. 15 Millionen Euro Kommanditanteile der Schalker Stadionbesitzgesellschaft und erteilte ein Darlehen von ca. 10 Millionen Euro.

    Auch wie Du auf diese „3 Tage (!)“-Behauptung kommst, ist mir ein Rätsel. Über eine drohenden Insolvenz bei Schalke nach 2001 habe ich erstmals 2006 gelesen. Seit Mitte letzten Jahres schrieb jede Zeitung irgendwas. Ab Ende September befassten sich erstmals Wirtschafts-Journalisten mit dem Thema. Am 29.10.09 erschienen erstmals Texte zum GEW-Deal.

    Gut, Du hast geschrieben dass Dir nur noch nach pöbeln ist. Aber so`n Quark ärgert mich.

    • Am 30. April 2010 um 17:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Hi Wieland,
      ja im Bezug auf Schalke habe ich das wohl nicht mehr so ganz zusammen bekommen. Wahrscheinlich lagen nur drei Tage zwischen der Veröffentlichung zweier Artikel, die sich mit dem Problem und einer Lösung befassten. Mir kam es vor als stünde die Stadt sofort auf der Matte sobald die ersten Probleme auftraten. Das habe ich anscheinend falsch verstanden, sorry. Letztendlich ging es mir aber auch nicht darum wie es genau bei Schalke gelaufen ist und wer wem wann was schenkte. Ich wollte anhand von Beispielen eigentlich nur verdeutlichen, dass ich mir um einen Zwangsabstieg Herthas keinerlei Sorgen mache.
      Wenns wirklich brennt, dann wird ein Bundesligaverein schon aufgefangen. Seinen Etat am Limit zu planen ist zwar unehrenhaft, aber viel mehr auch nicht.

  12. Am 30. April 2010 um 18:54 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich sehe es anders. Schulden zu haben ist nicht schlimm, die Tilgung nicht auf die Kette zu kriegen schon. Es ist weniger unehrenhaft als ziemlich dämlich, seinen Finanzierung so zu planen, dass bei Niederlagen in entscheidenden Spielen existenzielle Finanznot über einen hereinbricht.

  13. Mirko030
    Am 30. April 2010 um 20:18 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Glaubt denn hier wirklich einer, dass der Senat Hertha hilft? Ich denke wenn Hertha kein Geld mehr hat um die Schulden zu bezahlen, hilft uns im Gegensatz zu anderen keiner. Dafür hat Hertha einfach nicht die Reputation oder hat der Senat schonmal etwas für Hertha getan. Mehr als bla bla bla kommt doch da eh nicht raus.

    Ich bin für einen kompletten Neuanfang. Schulden abbauen zählt für mich dazu. Ausserdem sollte Hertha die neue Mannschaft mit Spielern aus der eigenen Jugend ergänzen, welche auch die Chance auf Einsätze bekommen. Das funktioniert ja auch bei anderen Vereinen in der ersten Liga. Warum dann nicht auch bei Hertha.

    Übrigends habe ich gerade gelesen, dass Köstner ein Kandidat sein soll. Da Frage ich mich wirklich, ob das eine Verbesserung zu Funkel ist.

  14. Oliver
    Am 1. Mai 2010 um 13:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich habe meinen Kindern ersteinmal noch ein Hertha-Trikot gekauft. Also zwei Siege, haben meine Kinder gesagt, die wissen das. Bis heute bitte noch dran glauben, auch wenn ich nicht sehr überzeugend klinge. Wir werden sehen

  15. kielerblauweiß
    Am 1. Mai 2010 um 15:29 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Irgendwie wird`s mir grad ganz schön flau im Magen. Ich weiß garnicht, ob ich mir das alles angucken soll.

  16. Tanja*
    Am 1. Mai 2010 um 17:28 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Das wars die Lichter sind ausgegacngen
    *instillertrauer*

  17. Am 1. Mai 2010 um 17:36 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Schlichtweg zum heulen.

    Vor allem wenn man sich vor Augen führt wie das Spiel mal wieder nicht gewonnen wurde. In der ersten Halbzeit eine verdiente Führung, die auch hätte höher ausfallen können (Innenpfosten Gekas) und in der zweiten dann in den ersten 10 Minuten drei hundertprozentige produziert. Nach 2/3 Spielzeit überlegenheit dann eine Standard, die alles wieder in die gewohnten Bahnen lenkt. Die Strafe für die vielen liegengelassenen Chancen bleibt in dieser Saison nie aus. Das ist so sicher wie Herthas Abstieg. Dann noch 30 Minuten quälerei, die wie gewohnt verlaufen: erfolglos.
    Um dieser irren Geschichte noch die Krone aufzusetzen gab es dann doch noch eine Großchance. 30 Sekunden vor Schluß. Ramos unpräziese auf Gekas, der in der mitte völlig frei steht.
    Das war’s.

  18. unionkommt
    Am 1. Mai 2010 um 17:45 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Bye, bye Ponyhof.

    • Am 1. Mai 2010 um 17:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Wieso bye bye? herthakommt zu unionkommt. :)

      • Tanja*
        Am 1. Mai 2010 um 17:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

        also das werden die beiden spiele sein, die ich mir auf jeden fall verkneifen werde…

      • unionkommt
        Am 1. Mai 2010 um 19:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Wollen wir hoffen, dass es nicht das totale Aus für Hertha ist, die Schulden drücken in der 2. Liga noch stärker.

        • Mirko030
          Am 1. Mai 2010 um 20:28 Uhr veröffentlicht | Permalink

          na die Lösung ist doch ganz einfach. Ein paar Spieler gut verkaufen (da sollten zumindest 15 Mio rauskommen), damit die Schulden drücken und für null neue erfahrene Spieler holen. Des Rest mit Jugendspielern aufstocken. Ausserdem mal endlich nen Trainer holen, der sich auch traut Nachwuchsspieler einzusetzen. Wenn Hertha wieder nen Trainer holt, der nicht auf die Jugend baut, kann Herr Preetz die Jugendabteilung gleich dicht machen. Warum soll Hertha jedes Jahr Millionen in den Nachwuchs stecken, wenn keiner eingesetzt wird.

          • unionkommt
            Am 1. Mai 2010 um 20:47 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Das wohl war, wobei einige Talente Hertha doch ne ganze Zeit über Wasser gehalten haben. 15 Millionen werden auch nicht reichen und für wenn sollte man die bitte schön auch bekommen?

  19. Mirko030
    Am 1. Mai 2010 um 17:47 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Na endlich mal wieder zweite Liga :-(. Aber es werden ja ne ganze Menge Derbys werden. Mal sehen wie lange Hertha diesmal in der zweiten Liga bleibt.

    Tja Felix. Fussballspiele werden durch Tore entschieden und dafür war Hertha diese Saison einfach zu blöd gewesen. Somit steigt Hertha auch verdient ab.

  20. lissy
    Am 1. Mai 2010 um 18:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

    na bloss gut , dass das sterben auf raten jetzt beendet ist, auch wenn ich uns lieber erstklassig gesehen hätte.
    Danke dagobert Gegenbauer und co tja todgespart heisst liga 2.
    oder kommts noch schlimmer ( keine Lizenz oder so)

    bin ja mal auf den neuen Trainer gespannt.
    Vielleicht kann der ja mit ebi und co mehr anfangen.

    • Tanja*
      Am 1. Mai 2010 um 20:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Mir lag auch als aller erstes ein Danke Herr Gegenbauer, Preetz, Schiller und co auf den Lippen.
      Wenn sie rückrat besäßen würden sie zurücktreten, aber das haben sie ja nicht, von daher…

  21. Am 1. Mai 2010 um 20:43 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Mein Beileid! Abstieg ist einfach nur ARSCH. Und am härtesten trifft es dann diejenigen, die auch das meiste für ihren Verein geben: die Fans. Sie sind es, die die geringste Schuld am Abstieg ihres Vereins haben. Sie haben nicht die Fehler gemacht. Das waren andere.

    Nach zwei Kardinalfehlern muss die Hertha nun aufpassen, jetzt nicht auch noch einen dritten Fehler zu machen:

    Der erste war es schon, die Köpfe der Mannschaft gehen zu lassen. Hat man aus dem Hamburger SV 2006/07 nichts gelernt? Auch sie hatten vor der Saison Führungsspieler wie Barbarez und Beinlich einfach in die Wüste geschickt. Die Quittung war der Abstiegskampf. Wie konnte die Hertha also Leute wie Pantelic und Simunic gehen lassen? Auch wenn ihr Verbleib in der Hauptstadt seinen Preis gehabt hätte – kommt der Abstieg am Ende die Hertha nicht viel teurer? Wie gesagt: Hamburg hatte es doch schon mal „vorgemacht“.

    Der nächste Fehler war es, Friedhelm Funkel als „Feuerwehrmann“ zu holen. Zweifelsohne ist Friedhelm Funkel ein guter Trainer. Aber seinen Namen hatte er sich weniger als Retter in der Not gemacht. Gut, er hatte mal die Hansa aus Rostock vor dem Abstieg bewahrt. Mit Köln hingegen, die er in der ersten Bundesliga übernommen hatte, war er abgestiegen. Seine anderen Vereine, Uerdingen, Duisburg und die Frankfurter Eintracht, hatte er in der Zweiten Liga übernommen.

    Und damit kommen wir zum dritten Fehler, den die Hertha – mag man den Unkenrufen der Medien glauben – nun wohl machen wird, nämlich Friedhelm Funkel zu feuern. Friedhelm Funkel absolvierte bisher fünf Spielzeiten als Trainer eines Zweitligavereins, und jedes mal stieg er auf. Das war zweimal mit Uerdingen der Fall, einmal mit Duisburg, einmal mit Köln und zuletzt mit Frankfurt. Er ist ein Aufbauer, wie er im Buche steht. Gerade in der Saison Jahr 2004/05 formte er aus einer jungen, aus der finanziellen Not des Vereins geborenen Mannschaft ein Team, das zwar kurz vor Ende der Hinrunde noch kurz vor der Abstiegszone zur Regionalliga stand, aber am Ende als Drittplatzierter der 2. Bundesliga aufstieg und mit ihm danach für vier weitere Jahre in Folge die Klasse hielt. Friedhelm Funkel ist ein Aufbauer, er versteht es, der Mannschaft ein Gerüst zu geben, welches in den kommenden Jahren solide stehen bleibt. Die Spieler der Frankfurter Eintracht, die bereits zur Aufstiegsmannschaft 2004/05 gehörten, identifizierten sich mit der Mannschaft und dem Verein, nur die wenigsten von ihnen verließen den Verein auf eigenen Wunsch, auch wenn sie attraktive Angebote von anderen Clubs hatten. Um es mit Fakten zu sagen: aus dem Aufstiegskader 2004/05 war es einzig Jermaine Jones, der die Eintracht aufgrund besserer sportlicher und finanzieller Perspektiven in Richtung Schalke 04 verließ. Die restlichen Spieler verabschiedeten sich entweder in den Ruhestand oder zu unterklassigen Vereinen, mal freiwillig, mal unfreiwillig. Die damaligen Leistungsträger jedoch sind sogar heute noch Teil der Stammformation der Frankfurter Eintracht, die auch für Funkels Nachfolger Michael Skibbe unverzichtbar sind.

    Sicher waren nicht alle Zeiten unter Friedhelm Funkel bei der Eintracht golden – bei weitem nicht! Aber dank der Engelsgduld eines Heribert Bruchhagen durfte er seinen Job weiterhin für die Frankfurter machen und formte die Eintracht peu a peu zu einem gestandenen Bundesligisten. In Köln, so heißt es, soll man ihm sogar noch jahrelang hinterher getrauert haben, als man sah, was er alles mit der Eintracht zu vollbringen im Stande war.

    Was bedeutet dies für die Hertha? Ganz klar: Funkel muss bleiben! Nur – und ich betone: NUR – mit ihm hat sie die Chance für den Wiederaufstieg. Die Ausgangssituation ist eine ähnliche, wie er sie 2004 in Frankfurt vorgefunden hatte: klamme Kassen. Aber gerade die gute Jugendarbeit der Hertha könnte sich unter ihm auch für die Profiabteilung in der zweiten Liga bestens auszahlen. Wie viele Eintracht-Jugendspieler hatte er in seiner Frankfurter Zeit zu Bundesligastammspielern, teilweise sogar zu Nationalmannschaftskandidaten gemacht? Ochs, Russ, Jung, dazu noch die 2004 verpflichteten und nicht minder jungen Meier, Pröll und Köhler. Die Aufstiegsmannschaft bestand noch aus einer ganzen Reihe weiterer junger, hungriger Spieler, die sich dann aber in der Bundesliga nicht durchzusetzen vermochten.

    Die Hertha wird vielleicht viele wichtige Spieler aufgrund des Abstieges nicht halten können, aber wenigstens den Trainer soll sie halten, wenn ihr Untergang nur ein kurzer sein soll.

    Ich wünsche Euch, den Fans der Hertha, dass Ihr den Schmerz über den Abstieg schnell überwunden werdet, um dann tatkräftig Euren Teil zum Neustart beitragen zu können, so dass auch Deutschland schon bald wieder einen Hauptstadtclub in seiner besten Fußballklasse hat.

    Vor allem wünsche ich aber Euch, dass Euer Management nach den zwei so schweren Fehlern nicht nun auch noch den dritten machen wird.

    • unionkommt
      Am 1. Mai 2010 um 22:52 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Was willst du denn? Nur mit Favre steigen wir wieder auf!

      • Enno Enno
        Am 2. Mai 2010 um 07:56 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Unionkommt, manchmal wünsche ich mir du würdest gehen. Da schreibt Thorsten so einen interessanten und begründeten Kommentar und du kommst wieder mit deinem Favre-Geplärre… Mannmannmann…

        • unionkommt
          Am 4. Mai 2010 um 20:13 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Du kommst doch immer wieder mit deinem Funkel-Geplärre.

          • Am 5. Mai 2010 um 13:00 Uhr veröffentlicht | Permalink

            Ich erwarte spätestens zur nächsten Saison auch bei uns im Blog ein Trollmaskottchen. Wie wäre es mit „herthakommt“.

      • Mirko030
        Am 2. Mai 2010 um 17:02 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Nur zur Info. Favre hat uns das ganze mit eingebrockt. Er hat einfach keinen Spieler neben sich geduldet, welcher auch mal den Mund aufgemacht hat. Wenn ich überlege, wie er den Egoismus von Pante angeprangert hat. Seit wann sich gute Stürmer nicht egoistisch? Favre kann einfach nicht mit Stars und das wird er auch bei seiner nächsten Station wieder zeigen.

        • Oliver
          Am 6. Mai 2010 um 15:23 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Jetzt, wo es in die Hose gegangen ist, kann ich auch wieder ungeniert Favre hinterherheulen. Da könnte man mal drüber diskutieren, inwieweit uns Favre das miteingebrockt hat. Blickt man zurück auf die lange Zeit, wie knapp es am Ende gewesen ist, auch wieder gegen Leverkusen und auf die vielen, vielen Chancen, die Funkel nicht genutzt hat, dann muß man sagen, daß er genug Zeit hatte, um es zu schaffen. Kein Sieg in dreizehn Heimspielen, 26 Spiele Zeit. Jetzt immer noch mit Favre und Pantelic anzukommen, finde ich unpassend. Außerdem alles unbewiesen. Pantelic war ein Fremdkörper in Favres System, da hat sich ein Voronin viel besser eingepaßt. Egoismus bei einem Stürmer ja, aber der Chef bleibt der Trainer, da muß sich auch ein Volkstribun wie Marko Pantelic unterordnen. Da kann man immer schön Magath anführen: Bei ihm gäbe es so etwas nicht. Pantelic hat nach der Saison erstmal geguckt, als er keinen Verein gefunden hat. Ich glaube nicht, daß Ajax ihm das bezahlt, was er bei Hertha haben wollte. Also: Favre hat bestimmt einige Fehler gemacht, aber er ist nicht alleine an Pantelic`s Abgang Schuld. Zu diesem Preis hätte ihn Hertha auch gehalten, wenn man es gewollt hätte. Und Favre hat gehofft, daß man ihn doch einen gleichwertigen Ersatz für Pantelic kaufen läßt.

  22. Am 5. Mai 2010 um 15:08 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Der Kommentar von Thorsten ist in der Tat interessant.
    Zwar bin ich nachwievor nicht von Funkel überzeugt und gebe ihm eine große Mitschuld am Abstieg, aber Thorsten hat mit seiner Argumentation durchaus recht.

    Ich denke, am besten ist es jetzt, wenn man (die Verantwortlichen) einen kühlen Kopf bewahrt und nicht irgendwelche Schnellschüsse produziert.
    Schulden abbauen; einen Trainer verpflichten, dem was an unserer Hertha liegt und der auch ein, naja, Konzept hat. (Nicht im Favre’schen Sinne)