Wer keine Ahnung hat…

Ich habe keine Ahnung vom Fußball, das habe ich gerade festgestellt. Ich muss dazu sagen, dass ich bisher davon ausgegangen war, mich zumindest ein bisschen auszukennen. Ich hab mal eine Trainerausbildung angefangen, diese dann aber wegen meines Studiums in Dortmund nicht fortgesetzt. Ich habe ein Jahr lang eine Amateurmannschaft trainiert, wir wurden am Ende Tabellen-Zweiter. Und selbst spiele ich Fußball seit ich fünf Jahre alt bin. Das reicht heutzutage aber nicht mehr.

Ein Beispiel? Ich war mir in der 80. Minute des Spiels zwischen Hertha und dem VfB Stuttgart sicher, dass Raffael nach dem Spiel durchweg schlechte Noten bekommen würde. Nur ein Tor könnte die Kritik noch abschwächen, schränkte ich ein. Prompt köpfte er den Siegtreffer, doch seine ansonsten schwache Leistung würde selbst dieser nicht überstrahlen können. Dachte ich. Nunja.

Der Kicker, der ein sehr beliebtes Managerspiel anbietet das allein mit den eigenen Noten bespielt wird, belohnte Raffaels Treffer mit einer 2,5. Begründet werden die Noten beim Kicker leider nicht, genauso wenig wie bei der Bild-Zeitung, der Raffaels gezeigte Leistung eine 2 wert war. Für die Morgenpost machte der Brasilianer im Spiel gegen Stuttgart sogar „den Unterschied aus„.

Lediglich Sportal, das die Noten für ein noch beliebteres Managerspiel liefert, gibt neben der Note auch eine Einschätzung zur Leistung des Spielers ab. Und die lautete im Falle Raffaels am Freitag so:

Raffael.: 3,5

Erzielte zwar das Tor des Tages und sicherte der Hertha so drei Punkte. Zuvor wirkte Raffael jedoch äußerst glücklos. So verstolperte er Chancen und verpasste bei drei, vier aussichtsreichen Konterangriffen den richtigen Zeitpunkt für das Abspiel.“

Die 3,5 finde ich immer noch zu positiv, aber die Erklärung zeigt zumindest, dass der Autor das gesamte Spiel gesehen hat. Bei den anderen Benotungen bin ich mir da nicht so sicher.

Andererseits: So ist das halt bei Offensivspielern. Ein Torhüter kann 90 Minuten ein überragendes Spiel machen, wenn er in der 91. den entscheidenden Fehler macht, ist er der Depp. Ein Stürmer dagegen kann sich, so sagt man, 90 Minuten lang verstecken, wenn er in der 91. das Tor macht, ist er der Held. Das Problem: Raffael ist kein Stürmer im System Babbel. Er ist Offensivspieler, der am Spiel teilnehmen soll, der es gestalten muss und der Chancen im Idealfall nicht nur verwerten, sondern auch herausspielen soll. Doch letzteres gelang Raffael gegen Stuttgart – meiner Meinung nach – überhaupt nicht. Es ist vielmehr so, wie von Sportal erwähnt: Er verpasste die richtigen Zeitpunkte zum Abspielen. Er stürmte teilweise kopflos mit dem Ball am Fuß nach vorne und konnte dann glücklich sein, wenn ein Stuttgarter ihm den Gefallen tat, ihn rechtzeitig zu foulen. Er verstolperte Chancen.

Für mich war Raffael am Freitag der schwächste Herthaner. Will man seine Leistung freundlich interpretieren, war er bemüht und wurde deshalb dann irgendwo auch verdient belohnt. Lässt man das Freundliche weg, muss man darüber diskutieren, ob er der Mannschaft mit seiner Art zu spielen überhaupt hilft. Zu groß ist der betriebene Aufwand, wenn vorne niemand ist, der dem Stürmer die Bälle so auflegt, dass er die Dinger rigoros „wegmacht“, wie man bei uns in der Kreisliga sagt. Mich interessiert, ob ich wirklich der Einzige bin, der Raffael am Freitag richtig schlecht gesehen hat.

Eine weitere Debatte dürfte die um die Sturmmitte sein. Lasogga oder Ramos? Fest steht, dass Adrian Ramos im Moment seiner Versetzung ins Sturmzentrum gegen Stuttgart plötzlich aufblühte. Er gewann Kopfballduelle, hielt Bälle, verteilte sie, war torgefährlich. All das, was man sich von einer Sturmspitze im 4-2-3-1 erwartet und was Pierre-Michel Lasogga vorher 65 Minuten lang nicht war. Vorher, auf der Außenbahn, war Ramos nicht einmal halb so gefährlich.

Auch ein anderer Herthaner scheint sich langsam wohl zu fühlen auf seiner Position im Hertha-Team: Thomas Kraft. Sehr sicher bei den Stuttgarter Fernschüssen, auch beim Herauslaufen zeigte er Souveränität, wie man es sich wünscht als nervöser Beobachter. Ich hoffe wir dürfen bald die Schlagzeile „In Kraft liegt die Ruhe“ lesen. Diese zeichnete auch die gesamte Defensive gegen den VfB aus, wenn sie nicht gerade ausgekontert wurde. Aber wenn der VfB oder der HSV oder auch Hannover zuvor aus dem Spiel heraus versuchten, eine Lücke in der Hertha-Abwehr zu finden, mussten sie meist enttäuscht feststellen, dass da keine ist. Die Rückwärtsbewegung allerdings, wie auch das Umschalten nach Ballgewinn, finden bei Hertha noch im Dauerlauf statt. Eigentlich sollte da Vollsprint angesagt sein. Darin liegt meiner Meinung nach auch der Schlüssel zu (noch) mehr Torchancen.

Es gibt also noch eine Menge zu tun auf dem Weg zum Klassenerhalt. Egal, ob Raffael, Ramos, Lasogga oder die gesamte Defensive, alle haben noch viel Luft nach oben. Wär ja auch schlimm wenn nicht. Zunächst heißt es aber erst einmal Daumen drücken, dass alle die Länderspielwoche heil überstehen, damit Markus Babbel die Truppe in meinem persönlichen Highlight-Spiel bei Borussia Dortmund in Bestbesetzung auf den Platz schicken kann. Wie die gegen den Deutschen Meister aussieht?

Ich habe keine Ahnung.

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    “Hertha? Ist das dein Ernst?” Das ist der Satz, den ich mir hier in Dortmund ständig anhören muss, wenn ich erzähle, dass mein Herz für den Klub aus meiner Heimatstadt schlägt. (→mehr über Daniel)

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40 Kommentare

  1. Am 30. August 2011 um 16:28 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Das sah ich genauso: Ich wunderte mich sehr, dass Raffael überhaupt auf dem Platz bleiben durfte, da klappte ja gar nichts. Schlimmer: Ich hatte nie den Eindruck, als würde es ihm etwas ausmachen, dass nichts klappt.

    (Babbel sagte in irgendeinem Interview, dass er Raffael geraten habe, Geduld zu bewahren, und dass sich der Erfolg schon noch einstellen würde. Vielleicht habe ich das Interview aber auch nur geträumt, denn eine solch absurde Unglücksvermutung scheint mir doch beinahe albtraumhaft weit weg von meiner eigenen Einschätzung.)

    • Daniel
      Am 31. August 2011 um 00:59 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Das hab ich auch gehört (oder gelesen?). Aber ich sage jetzt einfach mal, dass man das halt so zu seinen Spielern sagt. Er kann ihm ja nicht zurufen: „Junge, hör einfach auf mit Fußball, klappt eh nicht.“ ;)

      Aber Raffas Körpersprache nach dem Tor zeigte dann doch, dass diese Art der Emotionslosigkeit während des Spiels einfach seinem Naturell entspricht und nichts damit zu tun hat, dass er nicht emotional wäre.

  2. josh9
    Am 30. August 2011 um 16:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

    puh, naja. so ein entscheidendes Tor gehört halt einfach dazu.
    das zieht halt in den meissten Bewertungen, ansonsten hatte er wirklich viel verstolpert. Irgendwie schien der Rasen ziemlich rutschig gewesen zu sein, aufgrund der tropischen Temperaturen. siehe auch IV beim 1:0
    das war bemüht aber mehr auch nicht.

    Für mich war der schwächste Part aber das defensive Mittelfeld das gegen Kvist überhaupt keinen Stich sah und in allen belangen unterlegen den Stuttgartern zusehen musste, wie die ihr Spiel von der Mitte aus aufzogen.
    Das war absolut miserabel, und ein Lustenberger auf der Bank kann einfach nicht sein, wenn sich so etwas abspielt.

    • Daniel
      Am 31. August 2011 um 00:57 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Siehe weiter unten, den völligen Verzicht auf einen wie Lustenberger kann ich mir auch nicht erklären.

  3. Am 30. August 2011 um 17:21 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Sehe ich wie Du: das war eigentlich nichts. Und doch stimme ich der Morgenpost zu: er hat letztlich den (zählbaren) Unterschied ausgemacht.

    Bzgl. Ramos war ich als Stuttgarter sehr froh, dass er so lange auf der meines (kaum fundierten) Erachtens falschen Position spielen musste.

    • Daniel
      Am 31. August 2011 um 01:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ich war froh, dass Martin Harnik irgendwie ein Fremdkörper im Stuttgarter Spiel zu sein schien. Dabei aber doch irgendwie nicht. Und wenn am Ball, dann meist ohne den Blick zum Mitspieler. Hab ich von ihm schon sehr viel besser gesehen. Kvist dagegen überragend, nur die Fernschüsse waren ausbaufähig.

      • Am 31. August 2011 um 09:25 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Kvist hat gleich zu Beginn seiner Stuttgarter Zeit in einem Interview mit seiner Torgefährlichkeit kokettiert: „In 400 Spielen für Kopenhagen habe ich zwölf Tore geschossen – die im Training mitgerechnet“.

        Vor diesem Hintergrund betrachtete ich es als taktische Vorgabe von Babbel, immer nur Kvist zum Abschluss kommen zu lassen…

        • Daniel
          Am 31. August 2011 um 09:49 Uhr veröffentlicht | Permalink

          Scheint ja ein lustiger Zeitgenosse zu sein ;)

          Also wenn das wirklich so war, wäre es auf jeden Fall bemerkenswert. Dagegen spricht, dass auch Harnik zweimal aus zentraler Position hätte schießen können aber jeweils so lange gewartet hat, bis der Gegenspieler von hinten ihm den Ball wegspitzelte. Ich behalte das aber mal im Hinterkopf, um ab und zu mal meine Babbel-Skepsis neu zu überpüfen ;)

  4. Blauer Montag
    Am 30. August 2011 um 17:21 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Laufdaten der Herthaner vs. Stuttgart, veröffentlicht von @Dan bei immerhertha
    http://www.immerhertha.de/2011/08/28/hertha-im-september-vier-schutzen-funf-punkte-presseschelte-und-ein-hoher-zuschauerschnitt/#comment-34835

    Spieler – Laufweg/km – km/h Ø – km/h max. – Sprints
    Peter Niemeyer – 11,185 – 7,27 – 28,94 – 12
    Andreas Ottl – 10,998 – 7,16 – 29,88 – 5
    Christian Lell – 10,895 – 7,09 – 31,46 – 18
    Patrick Ebert – 10,735 – 7,09 – 31,97 – 26
    Raffael – 10,480 – 7,09 – 31,18 – 19
    Levan Kobiashvili – 10,417 – 6,77 – 32 – 16
    Roman Hubnik – 10,022 – 6,52 – 29,56 – 9
    Adrian Ramos – 10,001 – 6,52 – 29,81 – 22
    Andre Mijatovic – 9,646 – 6,26 – 28,15 – 5
    Pierre-Michel Lasogga – 7,857 – 7,31 – 30,89 – 14
    Thomas Kraft – 5,339 – 3,46 – 18,68 – 0
    Tunay Torun – 3,713 – 8,03 – 31,03 – 11
    Fabian Lustenberger – 0,459 – 7,81 – 21,74 – 0
    Christoph Janker – 0,263 – 10,55 – 23,87 – 0

    Beim Spiel in Hannover war Raffa der Spieler, der die meisten km lief. Mein Eindruck: Raffa verbraucht sich als „Ballschlepper“ im Spiel der Hertha, wenn er die Bälle aus der eigenen Hälfte nach vorne holen muss, und dann nicht weiß, wie und wann er mit Lasogga Doppelpass spielen könnte. Das Zusammenspiel mit Ramos klappt derzeit viel besser. Meine Schlussfolgerungen Stand heute:
    1. Weitere Spieler am Offensivspiel beteiligen – die beiden offensiven Außen und die beiden defensiven Mittelfeldspieler. Dann kann Raffa auch gelegentlich als 2. Stürmer weiter vorne bleiben.
    2. Ramos als einzige Spitze.

    • Daniel
      Am 31. August 2011 um 00:53 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Die Daten hat @dan wahrscheinlich von hier: http://www.bild.de/sport/fussball/hertha-bsc/erster-saison-sieg-gegen-stuttgart-19619794.bild.html (unten in der Galerie).

      Ich finde sie wenig aussagekräftig, weil manchmal wenige Schritte über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Allerdings hast du Recht, dass Raffa oft den Ball in die gegnerische Hälfte „schleppen“ muss. Der Grund dafür kann eigentlich nur bei den beiden Sechsern liegen, die ihn ja eigentlich in der gegnerischen Hälfte mit Bällen füttern sollen.

  5. Achim
    Am 30. August 2011 um 17:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

    zu viel chichi.
    aber wenns klappt…
    so sind se halt die brasilianer. alles weitere muss der bundestrainer entscheiden^^

  6. Am 30. August 2011 um 18:26 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Stimmt, das mit Raffael war zum Verzweifeln. Wenn er den Ball mal nicht vertändelte oder der Pass nicht klappte, rutschte er auch noch ohne Bedrängnis einfach aus. Aber dennoch bin ich der Meinung, dass selbst ein schlechter Raffael immer noch besser ist als keiner. Zum einen, eben weil er dann doch mal etwas machen kann, wozu kein anderer Herthaner in der Lage ist, zum anderen, weil die Gegner, die das auch wissen, sich mit ihm auf dem Platz einfach unwohler fühlen.

    Zustimmung, was Ramos und Kraft angeht. Obwohl – Kraft hatte sich schon einen Lapsus mittlerer Art geleistet, als er in der ersten Hälfte mal den Ball schräg nach vorne wegprallen ließ. Aber in der zweiten Halbzeit war das tadellos und bestimmt geeignet, der Mannschaft Sicherheit zu geben (und super natürlich der Reflex beim Aufsetzer). Wenn man jetzt auch noch sieht, wie der Ex-Herthaner Drobny bei hohen Bällen danebenzugreifen pflegt, weiß man einen Torhüter, der die Kugeln souverän herunterpflückt, doch erst richtig zu schätzen ;-)

    Was mir aber immer besser gefällt, ist das Pärchen Ebert-Lell auf der rechten Seite. Da war ich bei beiden immer ein wenig skeptisch, aus unterschiedlichen Gründen, aber wenn bei Hertha Musik im Spiel war, dann doch fast nur über rechts. Und defensiv stehen sie da für meinen Geschmack auch deutlich besser als letzte Saison noch.

    Wenn ich motzen wollte, müsste ich wie josh9 Lustenberger fordern (m.E. für Ottl), und statt Torun, der für mich diesmal eine verschenkte Einwechslung war, hätte vielleicht ein wirklich schneller Mann wie Ruka dem Spiel gut getan. Aber das kann auch persönlicher Geschmack sein.

    • Daniel
      Am 31. August 2011 um 00:49 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ebert und Lell harmonieren wirklich extrem gut. Und Lells Flanken haben sich im Vergleich zu seiner Zeit in München um zwei oder drei Anstoß-3-Stärken verbessert.

      Mit Lustenberger muss irgendwas vorgefallen sein oder Ottl hat eine Stammplatzgarantie. Anders kann ich mir das nicht erklären, zumal Lustenberger wirklich erfrischende Spiele gemacht hat in Liga 2. Fast ein bisschen schade, dass er bisher noch gar nicht zum Zuge kam.

  7. Caravaggio
    Am 30. August 2011 um 19:34 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Diese ganzen Noten sind doch sowieso Quatsch (und auch von Quelle zu Quelle sehr unterschiedlich – war da nicht neulich dieser Artikel im 11Freunde…).
    Wir sind ja nicht in der Schule, wo die Leistung über ein Jahr bewertet wird, sondern ‚das Runde muss ins Eckige‘. Wenn der Raffa das Tor des Tages schiesst, dann ist seine Leistung in jedem Fall gut – ganz egal, was er sonst so macht.
    Wenn er das ganze Spiel super spielt, aber am Ende den Kopfball 20 cm weiter rechts setzt, ist keinem geholfen.

    • Daniel
      Am 31. August 2011 um 00:43 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Kann die Sichtweise vollends nachvollziehen. Und ich will gegenüber dem Spieler auch nicht unfair sein. Ich will aber auch nicht, dass er jetzt denkt, dass seine Leistung insgesamt gut war, was durch die Berichterstattung (mit Ausnahme von Sportal) schon suggeriert wird. Nicht, dass ich in irgendeiner Weise glaube, dass dieser Blogpost hier Einfluss auf Raffael hat ;) Aber wenn wir es nicht machen, macht es zumindest öffentlich ja scheinbar keiner. Dass Babbel es in der Analyse tut, davon gehe ich jetzt einfach mal aus. Und ich hoffe jetzt einfach, dass Raffa sich jetzt nicht ausruht, sondern im Gegenteil noch eine der berühmten Schippen oben drauf legt.

  8. Anonymous
    Am 31. August 2011 um 01:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Nur Der HSV!

    • Daniel
      Am 31. August 2011 um 01:13 Uhr veröffentlicht | Permalink

      …hat erst einen Punkt auf dem Konto?
      …hat schon 14 Gegentore kassiert?
      …spielt in Hamburg 1.Bundesliga?

    • Joel
      Am 31. August 2011 um 13:21 Uhr veröffentlicht | Permalink

      …. hat nach dem 5. Spieltag einen Punkt auf dem Konto?
      …. hat dann ca. 17 Gegentore kassiert?
      ….

  9. Am 31. August 2011 um 01:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Wenn jemand bei Hertha Temposprints kann, ist das Rukavytsya. Warum der immer erst zur Schlussviertelstunde oder später bis gar nicht mehr kommen darf anstatt mit Kobi, der zweitschnellste Sprinter bei Hertha eine Schiene über links zu verlegen, ihrem Brustemblem gerecht werden und Transrapid zur gegnerischen Grundlinie zu entwickeln, – man versteht es nicht.

    und Blauer: Raffa hat in Hannover die meisten Kilometer gemacht, aber da stimmt die Kickernote zufällig mal, er war der schwächste Mann auf dem Platz, das hatte ich zufällig im Stadion mit ansehen müssen.
    Und manchmal muss man einfach seinen Mann stehen, besonders in der Mauer.

    • Daniel
      Am 31. August 2011 um 09:59 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Transrapid? War ne gute Idee, wurde aber ja in Deutschland nie umgesetzt ;) Ob Babbel sich traut?

    • Joel
      Am 31. August 2011 um 13:20 Uhr veröffentlicht | Permalink

      War doch sicher nur eine Miskommunikation zwischen Raffa und Abwehr, Lell hätte ja schreien können „Raffa zurück ins Glied, du …“
      Und wenn einer rechts geht müssen die verbleibenden rechts rausrücken -das ist D-Jugend-Wissen- oder wenigstens C. ;-)

  10. josh9
    Am 31. August 2011 um 09:05 Uhr veröffentlicht | Permalink

    und zu der Ramos zentral oder Lasogga Geschichte

    hmm, ja nur in Hannover war es ja genau anders herum.
    Da war Ramos lange Zeit im Zentrum hilflos, und als Lasogga das übernahm und Ramos nach links ging, begann die heisse Phase.

    Ist schwer zu sagen und sollte man wohl auch taktisch den Gegnern anpassen. In Dortmund glaube ich wird Lasogga wieder auf der Bank Platz nehmen und Ramos macht den Konterstürmer.

    Die Sprüche von Babbel zu Lusti fand ich schon sehr merkwürdig. Der soll nach der U21-EM erst mal wieder von der Wolke kommen?
    hä? Lusti auf ner Wolke? wegen so einer Popel-EM im Finale?
    Keine Ahnung was das sollte, aber gut Lusti hat nur die halbe Vorbereitung mitgemacht, doch jetzt wo sich herausstellt, dass unser def. Mittelfeld mit Ottl/Niemayer eher unterer Bundesligaschnitt ist, muss dort etwas getan werden. Ist mir egal wer dafür raus geht, auf jeden Fall ist Lustenberger für mich einer der besten Spieler im Kader. Seine Spielintelligenz kann wirklich den Unterschied ausmachen

    • Daniel
      Am 31. August 2011 um 10:02 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Stimmt, in Hannover war es wirklich genau andersherum. Ich hab mich auch gegen Stuttgart gefragt, warum die wirklichen Offensiv-Aktionen, der Druck, erst in der Schlussphase aufkam. Das kann natürlich ne Taktik sein, die ersten 80 kompletten Schlafwagen-Fußball zu spielen und den Gegner einzulullen und dann plötzlich aufs Gas zu drücken. Vielleicht ist Babbel ja so ein Fuchs und die erste Ein- und Auswechslung ist dann jeweils das Signal für die Mannschaft. Das sollte man mal weiter beobachten.

    • Am 31. August 2011 um 15:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

      […]doch jetzt wo sich herausstellt, dass unser def. Mittelfeld mit Ottl/Niemayer eher unterer Bundesligaschnitt ist, muss dort etwas getan werden.[…]

      Fast unsere gesamte Mannschaft ist diese Saison nur unterer Bundesligaschnitt. Das ist keine neue Erkenntnis, sondern das Ergebnis eines Abstiegs und chronisch klammer Kassen. Wäre es anders, hieße das Saisonziel nicht „Klasse halten“, sonders „Angriff auf die internationalen Startplätze“.

  11. boRp
    Am 31. August 2011 um 09:45 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ohne dem Autor Böses zu wollen: JETZT fällt dir auf, dass Raffael den Zeitpunkt für’s Abspielen öfter mal verstreichen lässt? Ich habe die ganze Zweitligasaison auf diese Fähigkeit von ihm geschimpft.

    Die Note 3,5 fand ich allerdings gerechtfertigt; das Tor hat die Gesamtnote um einen vollen Punkt besser gemacht.

    Raffael scheint etwas zu haben, was sich dem normalen Zuschauer nicht erschließt, sonst würde er nicht schon unter dem dritten Trainer solang nach vorne ziehen, bis auch der dritte Abwehrspieler bei ihm ist…

    • Daniel
      Am 31. August 2011 um 09:57 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Naja, wenn er DANN spielen würde, wäre ja alles in Ordnung ;)

      Mir ist das damals auch schon aufgefallen, Babbel wohl ebenfalls, schließlich war er lange Zeit nur noch Einwechselspieler. Dass ich das jetzt erst schreibe, liegt daran, dass ich gerade einfach Zeit dafür habe :)

  12. Am 31. August 2011 um 10:44 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Irgendwie ist das eine verzwickte Situation. Seitdem Raffael bei Hertha ist gibt es immer wieder Diskussionen um ihn. Er rennt zu häufig mit dem Kopf durch die Wand und schaltet häufig zu langsam um. Hin und wieder blitzt es dann aber och wieder auf und wir sehen Aktionen, die kein anderer bei Hertha herbeiführen kann. Ich denke wir müssen uns so langsam mal damit anfreunden und ihn spielen lassen. Ich hätte auch keine Idee wer sonst an seiner Stelle spielen könnte.

    Sowohl Lasogga als auch Ramos sind für mich echte Spitzen womit wir schon beim nächsten Problem wären: Da die Doppel6 aus meiner Sicht unverzichtbar ist bleibt nur noch ein Platz im Sturmzentrum. Die Konsequenz für die nächsten Spiele wäre daher für mich beide jeweils eine Halbzeit spielen zu lassen und dann weiter zu sehen. Auf Links sollte Ruka für Torun auch mal wieder eine Chance bekommen. Er zählte in der letzten Saison wie auch Lustenberger zu einem der Besten. Ich verstehe nicht wieso er auf ein mal bei Babbel keine Rolle mehr zu spielen scheint.

    Was beim Heimspiel gegen den VfB überhaupt nicht ging war weniger das Spiel von Raffael. Wenn ein Stuttgarter unbedrängt über das halbe Feld mit dem Ball laufen kann, dann läuft da etwas Grundlegendes im Defensivverhalten falsch.

  13. junichi
    Am 31. August 2011 um 11:24 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Raffa hatte sicher nicht seinen besten Tag gegen Stuttgart, als Fan seiner Spielweise möchte ich aber nochmals – offen subjektiv – auf seine Vorzüge hinweisen, die unverzichtbar sind für das Spiel unserer Mannschaft (siehe den grauenvollen Kick gegen Nürnberg):
    – er ist der technisch stärkste Spieler im Team
    – allein aufgrund seines bekannten Könnens und des Suchens von eins gg. eins-Situationen zieht er die Aufmerksamkeit der gegnerischen Defensive auf sich, was Vorteile für die Mitspieler bedeutet.
    – er wird dementsprechend häufig gefoult, was Freistöße bedeutet und der eigenen Mannschaft Ballbesitz verschafft
    – er kann das Tempo extrem variieren
    –> gg. Stuttgart köpft er nicht nur perfekt gegen die Laufrichtung, er hat auch den Ball von Kobi direkt auf Ramos weitergeleitet. Dementsprechend gehört ihm das Tor zum 1. Heimsieg seit 2 Jahren zu einem wesentlichen Teil
    – was mir seit langer Zeit auffällt, aber eher selten gewürdigt wird: nicht nur auf der 6er Position gelingen ihm im Mittelfeld immer wieder tolle Balleroberungen. Häufiger entstehen daraus Chancen für das eigene Team. Das erwähnte „Ballschleppen“ resultiert nicht selten aus diesen Eroberungen. Typischerweise klaut er einem Gegenspieler den Ball, läuft in dessen Hälfte und wird gefoult. Damit dreht er allein die gesamte Spielsituation.
    – Raffa auf der 10 und Ebert auf rechts eröffnen die Möglichkeit für ein extrem starkes offensives Mittelfeld. Für die taktische Ausrichtung und Einbindung muss Babbel sorgen, was auch am Freitag wieder nicht besonders gut geklappt hat. Was aber ebenfalls wichtig ist, und hier vielleicht weiter diskutiert werden könnte: Wer spielt auf links?
    Ruka, Torun oder Ramos? Ich muss sagen, dass mich Torun bislang nicht vollständig überzeugen konnte, wobei das noch kommen kann. Die Wahl sollte auch in Hinblick auf das Zusammenspiel mit Kobi passieren, denn im Moment agieren wir sehr rechtslastig.
    Im übrigen wird es endlich Zeit für Lustenberger, bei Ottl sehe ich kaum einen steilen Pass in die Spitze, sehe ihn kaum das Spiel schnell machen.

    Bei aller Kritik am Stuttgart-Spiel: Das Gefühl der großen Erleichterung dauert bei mir immer noch an. Für eine positive Grundstimmung im Training sollte jetzt auch gesorgt sein. Hoffentlich werden in den 2 Wochen die mannschaftsinternen Abläufe weiter automatisiert.

    • junichi
      Am 31. August 2011 um 19:30 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Vielleicht kann ja der gute Änis ja auch links spielen…

      • junichi
        Am 31. August 2011 um 19:31 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Vielleicht kann ja der gute Änis jetzt auch links spielen…

  14. Klaus
    Am 31. August 2011 um 11:28 Uhr veröffentlicht | Permalink

    ich teile daniels analyse vollinhaltlich. raffas kopfball war allerdings große klasse. die flanke kam eigentlich ein stück zu weit nach hinten, aber das kopfballungeheuer hat sich perfekt platziert und den ball dann auch. sah auf den ersten blick zwar leicht aus, ich finds aber gar nicht so leicht.
    über ramos‘ leistungsexplosion haben wir auf der tribüne auch gestaunt und uns gefragt: kann das absicht sein? dass er sich auf der außenbahn so durchwachsen präsentiert, um auf lasoggas platz dann zu explodieren? profis traut man ja grundsätzlich jede nickligkeit zu…

  15. Joel
    Am 31. August 2011 um 13:59 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Lustenberger und Ruka spielen bei Babbel durchaus eine Rolle, jeder der im 18ner Kader ist, ist sog. Stammspieler und an der ersten 11 hautnah dran.
    Für s nicht berücksichtigen in der Startelf werden wohl einige Faktoren eine Rolle spielen die wir alle kennen. Taktik, Trainingseindrücke, vielleicht auch Tagesform etc.!

    Ich weiß nicht ob ich diesen Link hier posten darf ist von der Homepage von Raffa:

    http://www.raffa85.com/?1111A0A0

    Dort gibt es eine Zusammenfassung einiger seiner Torszenen in der „Schwiiitz“, mir scheint es so als wenn er tatsächlich oft den alleinigen Weg bevorzugt, aber ich kann mich auch täuschen. Denn ich habe auch keine Ahnung vom Fußball ;-)
    Ohne Zweifel verfügt er über technische Qualitäten wie kaum ein anderer im Team, aber das alleine und er alleine können nicht den sog. Unterschied ausmachen. Tut mir leid aber ohne Ebert des Pässchen (Flanke) welcher m.E. sehr präzise war oder auch die vorherige Spielsituation, glaube Kobi an Ihn und er weiter an Ramos… bleibt halt ein Mannschaftssport und wo war jetzt nochmal das Phrasenschwein ich glaub ich muss n Fünfer opfern…. :-)

    P.S. Bin Pro Raffa.

    Und meine Wunschaufstellung ohne ein Training gesehen zu haben wäre:

    Kraft
    Lell – Franz – Hubnik – Kobi (Optional Ronny/Schulz)
    Ottl – Lustenberger
    Ebert – Raffa – Ruka
    Ramos (Optional Lasogga)

    • Larsooz
      Am 1. September 2011 um 11:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Diese Aufstellung von Joel klingt für mich plausibel. Besonders Lusti für Niemeyer einzusetzen, da Niemeyer UND Ottl ein zu defensives Duo bilden. Ich finde, wenn man mit einer Doppelsechs spielt muss zumindest einer der beiden die nötige Cleverness und Kreativität haben nach vorne zu spielen. Lusti macht das meiner Meinung nach am besten von den dreien (Lusti, Ottl, Niemeyer). Für die Defensive sind wir mit Ottl glaube ich gut gerüstet. Der war ja schließlich lange bei den Bayern und müsste da gelernt haben, wie man einen Ball hält.

      Ruka für Torun spielen zu lassen ist auf jeden Fall einen Versuch Wert!

  16. Blauer Montag
    Am 2. September 2011 um 07:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

    junichi Erstellt am 31. August 2011 um 11:24
    ….Was aber ebenfalls wichtig ist, und hier vielleicht weiter diskutiert werden könnte: Wer spielt auf links?
    Ruka, Torun oder Ramos? Ich muss sagen, dass mich Torun bislang nicht vollständig überzeugen konnte, wobei das noch kommen kann. Die Wahl sollte auch in Hinblick auf das Zusammenspiel mit Kobi passieren, denn im Moment agieren wir sehr rechtslastig.

    Die vorhergehende Beschreibung von Junichi zum Spiel von Raffa finde ich stimmig. Zur Frage „Wer spielt auf links?“ sage ich Stand heute: Torun. Ramos sollte im 4-2-3-1 als Spitze agieren und Raffa dahinter. Lasogga und Ruka wären die ersten Optionen als Einwechselspieler. (K)ein Wort zu Mija: Der wird bei Babbel linker IV spielen, solange er gesund ist, und Niemeyer vor sich hat. Im Spiel gegen Stuttgart haben die beiden sicher agiert.

  17. Morix
    Am 2. September 2011 um 09:02 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Für mich war gegen Stuttgart ganz klar Ramos der faulste von allen (schlecht sind die doch alle nicht). Der hat nach hinten so gar nicht mitgearbeitet und bei so manchem Sprint frühzeitig aufgegeben.

    Raffa hat sich in meinen Augen eher aufgerieben und bei schwülen 30 Grad ist ihm dann mal die Puste weggeblieben und er hat verstolpert. Sah furchtbar aus, fand ich aber zu dem Zeitpunkt nachvollziehbar.

    Mich hat Kraft gegen Stuttgart das erste Mal überzeugt nur das seine Abschläge alle nach links gehen nervt ein wenig.

    Torun war für mich erneut nicht besonders herausragend und ich würde da gerne Ruka mal wieder sehen, auch damit Kobi mal wieder den Weg über die Mittellinie gehen kann.

    Lell könnte von mir aus sofort den Platz für Lusti räumen, auch gegen Stuttgart kam gerade eine offensive Aktion von ihm. Als ein Stuttgarter kurz vor Ende nur noch Hubnik vor sich hatte lief Lell eine gefühlte Ewigkeit neben dem her ohne einzugreifen. Und auch kurz vor Ende eine Situation wo er an der Mittellienie in Ballbesitz ist und rechts Ebert mehrfach startet um den langen Pass zu bekommen und Lell das einfach nicht sieht.

    Niemeier ist ein Kampfschwein und ich würde den immer auf dem Platz lassen.

    Nur meine Eindrücke vom Spiel, aber ich habe auch keine Ahnung vom Fussball ;-)

    • Joel
      Am 2. September 2011 um 09:16 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Lusti für Lell?

      • Am 2. September 2011 um 10:18 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Würde mal tippen, dass eigentlich Ottl gemeint war. Immer diese komischen Bayern-Namen ;-)

    • Blauer Montag
      Am 2. September 2011 um 15:31 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Nee, das habe ich anders gesehen. Lell und Ebert harmonieren auf rechts um Längen besser als Kobi und Torun auf links. Ramos auf links spielen zu lassen halte ich sowieso nicht für effektiv – s.oben.

  18. kraule
    Am 3. September 2011 um 08:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Selten konnte ich einem Kommentar so sehr zustimmen!

  19. Am 5. September 2011 um 21:26 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Wenn der Stürmer trifft, scheint die Sonne aus dem Arsch. So ist da nun schon immer gewesen.