Witzig, Herr Valentin

Als ich bei meinem eigenen Fußballspiel am Sonntag in der Halbzeitpause von der 0:1-Niederlage in Paderborn hörte, ließ mich das zunächst kalt. Ich dachte: Gut, dann ist sie jetzt halt endlich da, die erste Niederlage in der zweiten Bundesliga. Wenigstens nicht zu Hause vor 40.000 Fans, die dann vielleicht nicht wieder kommen. Wenigstens nicht gegen einen direkten Aufstiegskonkurrenten. Was solls? Hört halt endlich das Gerede von der Unschlagbarkeit auf…

Und dann sah ich den Spielbericht.

Ich habe selten so sehr über einen Witz von Karl Valentin gelacht. Der Assistent von Schiedsrichter Christian Leicher griff aktiv ins Spiel ein, wollte einen Ellenbogenschlag gesehen haben und hat damit all seine Ziele („Weiter gute Spiele machen, dazulernen, Topleistungen bringen“) mit einem Spiel ad absurdum geführt. Klar, man kann mal einen Fehler machen. Auch Schiedsrichter sind ja, so hört man, nur Menschen. Aber solch ein Pfiff ist, ich schrieb es bereits gestern via Twitter, an Lächerlichkeit nicht zu überbieten.

Man kann Spiele verlieren. Gerne auch mal 0:3, schließlich wissen wir alle noch aus der letzten Saison wie bitter es ist, wenn man mehrmals hintereinander knapp, unglücklich und oft auch unverdient mit einem Tor Unterschied Spiele verliert. Köln machte es letzte Saison besser, verlor drei, viermal deutlich (unter anderem zu Hause gegen Hertha 0:4), gewann dafür dann aber drei Spiele hintereinander – was Hertha nie gelang.

In dieser Saison hat Hertha Spiele gewonnen, die die Mannschaft von Markus Babbel durchaus auch hätte verlieren können. Wegen Schwächephasen, die die Zweitliga-Gegner aber einfach nicht ausnutzten. So war es auch in der ersten Hälfte in Paderborn. Marco Sejna zeigte, dass er trotz älterem Jahrgang ein Matchwinner sein kann. Wie er zweimal blitzschnell unten war und so einen frühen Rückstand verhinderte, war mindestens erstklassig.

Dann kam die zweite Hälfte – und eine Ecke, über die wir hoffentlich nicht mehr allzu lange sprechen müssen, weil Hertha seine Siegesserie in den nächsten Spielen einfach wieder aufnimmt.

Natürlich soll und darf diese Entscheidung nicht die erschreckend schwache Leistung bis zum Elfmeter-Pfiff überdecken und da bin ich ganz bei Markus Babbel: Wenn Paderborn zu diesem Zeitpunkt 2:0 geführt hätte, wären die Aussagen nach dem Spiel mit Sicherheit nicht so drastisch gewesen, wie danach. Fakt ist aber: Es stand 0:0. Und eine Entscheidung, die zu einem Tor führt auch noch mit Rot zu quittieren, ist eine doppelte Bestrafung.

Noch dubioser wird das Ganze, wenn man den Aussagen von Fanol Perdedaj Glauben schenkt. Der fragte den Schiedsrichter, „was er für einen Mist pfeife?“ – was in der Kreisliga mindestens eine Gelbe Karte bedeutet hätte. Und bekam als Antwort: „Ich mache das gleich wieder gut.“ Ich bin mit solchen Sachen vorsichtig, weil der Schiedsrichter auch „Es ist doch jetzt mal gut“ gesagt haben könnte oder etwas das ähnlich klingt. Leider – und das ist der größte Vorwurf, dem man diesem Schiedsrichtergespann machen muss – wollten sie sich nach dem Spiel nicht äußern. Das Klischee von unnahbaren und arroganten Schiedsrichtern wird hier wieder einmal unterstrichen.

Spannend wird jetzt noch die Frage nach der Sperre für Adrian Ramos. Alles über einem Spiel wäre realitätsfremd. Und selbst das ist schon fragwürdig, weil Hertha ja bereits ein Spiel durch diese überzogene Rote Karte genommen wurde. Aber die Regeln des DFB enthalten nunmal dieses merkwürdige Konstrukt der Tatsachenentscheidung. Und da gibts nichts dran zu rütteln.

UPDATE: Hertha versucht es trotzdem.

Am Montag folgt nun das Duell mit dem VfL Bochum. 20.15 Uhr, Flutlicht, Olympiastadion. Ich werde versuchen, mal wieder eine Live-Gesprächsrunde anzubieten. Das Ding Ticker zu nennen macht bei Übertragungen im Free-TV ja nicht sehr viel Sinn.

This entry was posted in Hertha BSC and tagged , , , , , . Bookmark the permalink. Both comments and trackbacks are currently closed.
  • Wer hat das geschrieben?

    “Hertha? Ist das dein Ernst?” Das ist der Satz, den ich mir hier in Dortmund ständig anhören muss, wenn ich erzähle, dass mein Herz für den Klub aus meiner Heimatstadt schlägt. (→mehr über Daniel)

    Ich würde mich freuen, deine Meinung zum Artikel zu erfahren. Schreib doch einen Kommentar und diskutiere mit!

    Und bleib auf dem Laufenden: Abonniere neue Beiträge des Hertha BSC Blogs (RSS-Feed / E-Mail)

31 Kommentare

  1. Chuk
    Am 8. November 2010 um 11:11 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Im Prinzip hat Daniel schon alles gesagt, was mir auch durch den Kopf geschoßen ist. Diese Schiedsrichterentscheidung war ein WITZ!
    Man muß sich das einmal vorstellen … Ramos erwartet die Ecke, vermutet sie kommt hoch hinein, nimmt sich einen Kopfball vor, kommt nicht mit dem Kopf an den Ball, entscheidet sich dann den Ball im Strafraum (!) vorsätzlich (!?) mit der Hand zu spielen und mit dem anderen Arm noch den in seinem Rücken befindlichen Gegenspieler gezielt niederzustrecken. Und das alles innerhalb weniger Sekunden. Da muß doch beim Schiedsrichter der gesunde Menschenverstand einsetzen der sagt: „Das alles zu planen und vorsätzlich umzusetzen in dieser kurzen Zeitspanne ist UNMÖGLICH!“
    Aber das Schiedsrichtergespann hält Ramos wohl für ein Multitasking-Maestro.
    Wenn von denen nicht einer eine Wette laufen hatte, wann Herthas Siegesserie reißt, dann weiß ich auch nicht …
    Und ich habe das ungute Gefühl, dass der DFB dem, ganzen noch die Krone aufsetzt und Ramos für mindestens 2-3 Spiele sperrt. Wahrscheinlich mit der Begründung, dass der Gefoulte anschließend nur mit einem Riesenverband weiterspielen konnte und deshalb die Tätlichkeit absolut brutal gewesen sein muß. Das die medizinische Abteilung in solchen Fällen schon mal in die Trickkiste greift und den Verband ein, zwei Mal mehr um den Kopf wickelt als nötig, ist dem DFB selbstverständlich nicht bekannt …

  2. Am 8. November 2010 um 11:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich bin mit solchen Sachen vorsichtig

    Nein, bist Du nicht. Du schreibst es ins Netz, wo es von nun an für ewige Zeiten in diesem Blog zu finden sein wird.

    • XXX
      Am 8. November 2010 um 11:45 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Brauch er auch nicht, denn „auch Sebastian Neumann bekam diesen Dialog mit“.

      • Daniel
        Am 8. November 2010 um 12:45 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Ich bin mit Verdächtigungen vorsichtig – und ich denke, dass habe ich mit dem Anschlusssatz auch unterstrichen. In der Hitze des Gefechts hören Fußballer gerne mal Dinge, die sie im Nachhinein gegen den Schiedsrichter verwenden können. Hätte sich der Schiedsrichter im Nachhinein einfach dazu geäußert, hätte er diese Aussage selbst entkräften können. Hat er aber nicht und deshalb ist die Erwähnung dieser Sache in meinen Augen völlig gerechtfertigt.

        Schiedsrichter müssen endlich lernen, dass sie sich für einen Beruf in der Öffentlichkeit entschieden haben – genau wie die Fußballer. Und deshalb haben sie sich zu solchen Entscheidungen zu äußern und nicht wie kleine Kinder zu benehmen und bockig zu spielen. Einige haben das schon gelernt und siehe da, die Aufregung legt sich meist relativ schnell und wenn einer zugibt, dass er einen Fehler gemacht hat, bin ich der letzte, der ihnen irgendetwas unterstellt. Aber wenn Schiedsrichter sich unnahbar geben, sind sie – meine Meinung – selber Schuld, wenn über diskutable Entscheidungen – und möglicherweise getätigte Äußerungen – auch diskutiert wird.

  3. Am 8. November 2010 um 11:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Du hast shcon recht, Daniel. Die Schiedsrichterentscheidung war ein absoluter Witz. So wie Ramos‘ Arm vom Paderborner hochgedrückt wird, ist das für mich nicht mal ein Elfmeter.

    Doch ganz unabhängig davon – und das ist im Beitrag etwas zu kurz gekommen – hat Hertha absolut verdient verloren und war in dieser Saison noch bei keinem Spiel so unterlegen wie gestern. Von daher finde ich die Aufregung nur bedingt berechtigt.

    • XXX
      Am 8. November 2010 um 12:01 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Hertha hat verdient verloren, die Frage ist doch nur, hätten sie auch verloren ohne diese Witz-Entscheidung?
      Paderborn hatte viele und gute Chancen, aber ob der Ball auch mal reingegangen wäre, steht auf einem anderen Blatt.
      Und genau deshalb kann man sich auch mal über so was aufregen. Gerade weil es nicht das erste Mal ist, dass uns ein Schiri verpfeift.

      • Daniel
        Am 8. November 2010 um 12:49 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Klar kann man sagen, dass Hertha verdient verloren hat. Aber ein Torwart gehört nunmal zu einer Mannschaft dazu und wenn er die Bälle, die auf sein Tor fliegen, hält und der Kasten dadurch sauber bleibt, dann hat man das bei vielen Vereinen auch schon mal abgezockt genannt. Schlechte Spiele nicht zu verlieren ist ja auch eine Kunst. Ansonsten hat Markus Babbel da für meine Begriffe alles gesagt.

        Wobei ich die generelle Schiedsrichterkritik ein bisschen überzogen fand. Aber ich habe auch nicht alle Spiele in voller Länge gesehen.

  4. Mueggi
    Am 8. November 2010 um 15:20 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Also ich muss sagen, ich bin immernoch ein wenig konfus im Kopf.

    Vorweg, den Elfmeter KANN man geben. Der Ball berührt den Arm, der Arm ist nicht angelegt und es ist im Strafraum. Mit dem Wissen, DANK der Zeitlupe, dass Ramos seinen Arm hätte gar nciht mehr wegnehmen könnne, da da ja noch der Paderborner war, denke ich, dass man ihn aber nicht geben MUSS. Über den Elfer müssen wir uns also nciht alzu beklagen.

    Was die Rote Karte betrifft, da muss ich dann doch sagen, dass ich hier in keinster Weise mit dem ‚Unparteiischen‘-Gespann dacore gehe. Man sah im Fernsehen, und dies diesmal auch sehr gut OHNE Zeitlupe, dass der Spieler, an dem die angebliche Tätlichkeit begannen wurde, in Ramos, bzw. in seinen Ellenbogen richtig reinspringt. Da stellt sich mir dann die Frage, wo hier die Schuld bei Ramos zu suchen sein soll. Er springt hoch, um es überspitzt zu sagen, vergewissert sich dass er mit seinem Arm keinen trffen kann und dann springt ihm von hinten einer in den Arm. Man sieht (dann doch vor allem extrem ’schön‘ in der Zeitlupe) wie der Paderborner seinen Kopf noch ganz lang nach vorn streckt.

    Ergo kann es dafür keinerlei Grundlage für eine Rote Karte geben. Auch Rot wegen Hand wäre abwiegig, da es zwar wie oben beschrieben durchaus als Handspiel gewerten werden kann, es aber weder eine klare Torchance verhinderte, noch als große Absicht zu werten war, wenn überhaupt halt Fahrlässiges Verhalten, was höchstens Gelb nachsich ziehen darf.

    Es ist natürlich jetzt müssig darüber zu reden was gewesen wäre, wenn Ramos nicht geflogen wäre.
    Klar, Hertha hatte danach endlich angefangen fussball zu spielen. Aber hätten sie das auch, wenn die Anstachelung durch die Rote Karte nciht gewesen wäre?
    Klar, Padaborn hat nciht mehr soviel Druck aufgebaut, doch lag das nun daran, dass die Kräfte schwanden oder eher daran, dass sie das 1:0 gegen 10 Mann sichern wollten?
    Man kann in dem Zusammenhang nun viel philosophieren. Fakt ist, Padaborn hat nciht unverdient gewonnen, von Hertha kam zu lange gar nichts und als was kam war es halt schwer mit einem weniger. Padaborn hätte nach der ersten Hälfte schon durchaus 1-3:0 führen können.

    Aber wie viele hier schon sagen, das alles spiel keine Rolle, das Problem ist einfach, dass ein ganz übler nachgeschmack bleibt und ein Schiri hier einmal mehr von einem Nebendarsteller zu absoluten Hauptdarsteller geworden ist.

    Es bleibt nun abzuwarten, was mit um um Ramos nun passieren wird, ich denke aber, dass diese Niederlage uns nciht aus der Bahn werfen wird.

  5. unionkommt
    Am 8. November 2010 um 17:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hatten die nicht gegen Union auch nen Elfer bekommen? Und war auch noch der selbe Schiedsrichter. Komisch.

    • Daniel
      Am 8. November 2010 um 17:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Das hab ich auch gelesen – konnte mich aber nicht mehr dran erinnern. War der denn umstritten?

      Ansonsten hat der Herr Leicher zumindest beim Kicker bisher nur durchweg gute Noten erhalten.

      • Am 8. November 2010 um 17:59 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Bis auf die Aktion mit Ramos fand ich die Schiedsrichterleistung ordentlich. Lag wahrscheinlich auch daran, dass der Assistent sie gefällt hat. Der vierte offizielle konnte Sky übrigens auch keine Erklärung für die rote Karte geben.

  6. Am 8. November 2010 um 18:04 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Witzig ist es, dass Babbel in der BZ einzig und alleine den Schiedsrichter für die Niederlage verantwortlich macht. Er blendet total aus, dass die Paderborner in der ersten Halbzeit grandios aufspielten und seine Mannschaft objektiv die schlechtere war. Ferner wütet er über die letzten Schiedsrichterleistungen und spricht von Benachteiligung. Dass die graue Maus Paderborn aber in dieser Saison regelmäßig durch fragliche Entscheidungen nicht punkten konnte, erwähnt er nicht (Bibi Steinhaus gibt unberechtigten Elfer nach Schwalbe in der 90. Minute gegen den KSC; Endresultat: 1:2)

    Klar, die Situation bedeute Pech. Einen Elfmeter kann man, wie gesagt, geben, der Platzverweis war total unangebracht, weil keine Tätlichkeit vorlag. Fakt ist allerdings, dass die Herren sobald sie Blut sehen, schnurstracks Rot zücken. Das war beim Spiel Paderborn-Oberhausen genauso. Brandy stieg in die Luft und nahm wie jeder, der sich versucht hochzuschrauben, die Hände mit, trifft seinen Gegenspieler, der blutend zu Boden geht. Drei Spiele Sperre glichen einem Scherz. Man sollte wirklich über diese Ellbogen-Regelung nachdenken, denn nicht immer zieht sie ein Platzverweis mit sich. Von daher ausgleichende Gerechtigkeit.

    Ob ein Tor ohne Elfer gefallen wäre, wage ich zu bezweifeln, weil wir einfach aus den besten Möglichkeiten momentan keine Tore machen. Von daher: ein Geschenk.

    Die Hertha kann es jedoch ein wenig positiv sehen. Wenigstens hat man gegen keinen direkten Konkurrenten Punkte verloren :)

    • Daniel
      Am 8. November 2010 um 18:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

      In der BZ hat er es vielleicht nicht gesagt, bei Sky hat er allerdings klar gesagt, dass er nicht so reden würde, wenn es zur Halbzeit 2-3:0 gestanden hätte.

      • Pille
        Am 11. November 2010 um 18:18 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Wenn es 2 oder 3-0 gestanden hätte wäre diese Aktion ja auch nicht spielentscheidend gewesen.
        Ich hoffe das der schamlose Leicher, nach der Entscheidung nebst Begündung des DFB, etwas aus dieser Fehlleistung gelernt hat.
        „Ich will mich nicht äußern“ gepaart mit Uneinsichtigkeit im Nachhinein disqualifiziert ihn für weitere Aufgaben.

  7. Am 8. November 2010 um 18:30 Uhr veröffentlicht | Permalink

    „Ein dubioser Pfiff. Der Mann ist ganz stark daran beteiligt, dass wir hier verloren haben. Er hat 90 Minuten seine Linie durchgezogen. Immer gegen uns. Es ist seit Wochen so, dass es keine Gleichwertigkeit gibt. Das war nicht das erste Mal. In den letzten Wochen spielen wir nicht gegen elf Mann, sondern gegen zwölf. Das muss Motivation für uns sein, noch mehr zu kämpfen. Aber jetzt ist es besonders bitter, weil es eine Tragweite durch die Sperre für Ramos hat.““

    http://www.bz-berlin.de/sport/hertha-bsc/babbel-geht-auf-schiri-leicher-los-article1028496.html

    Natürlich keine Ahnung, ob die Aussagen aus dem Kontext gerissen wurden…

    • Daniel
      Am 8. November 2010 um 18:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ja, da fehlt der Anfang mit in etwa dem Inhalt, den ich oben wiedergegeben habe. Trotzdem ist das ja faktisch richtig, was er in den ersten beiden Sätzen sagt: „Ein dubioser Pfiff. Der Mann ist ganz stark daran beteiligt, dass wir hier verloren haben.“

      Zum Zeitpunkt des Elfmeters stand es 0:0, was man bei der starken Paderborner Leistung nicht vergessen darf.

      Alles was danach kommt, fand ich wie oben kommentiert auch etwas übertrieben, habe aber wie gesagt nicht alles gesehen.

  8. Am 8. November 2010 um 23:53 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ein Spiel Sperre für Ramos. Alles andere hätte mich aber auch sehr stuzig gemacht.

    Wenn die BZ da das Sky Interview mit Babbel „zitiert“, dann haben sie mal wieder ein wenig übertrieben. Ich fand den Schiri bis auf die eine Situation in Orndung und fand es aber auch erstaunlich wie sehr Babbel das ganze zum Thema gemacht hat. So kenn ich ihn nicht. Auch, dass Hertha in der Vergangenheit häufiger benachteiligt wurde kann ich so nicht bestätigen. Die rote für Raffa, die er ansprach fand ich zwar etwas hart, aber durchaus vertretbar. Da hat sich Raffael enfach blöd angestellt. Er wurde zwar häufig in dem Spiel gefoult, aber es wurde ihm auch immert mal der Freistoß zugesprochen. Naja jeder der selbst mal gespielt hat weiss das sowas im Affekt einfach mal passieren kann.

  9. Enno Enno
    Am 9. November 2010 um 09:26 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Was mich wundert: Dass Babbel es schafft, die lächerliche Leistung unserer Hertha (vor allem in der ersten Halbzeit) mit der Lächerlichkeit zu übertreffen, so ausgiebig über die eine lächerliche Entscheidung des Schiedsrichters zu schimpfen. Fehlentscheidung bleibt Fehlentscheidung bleibt Fehlentscheidung. Ja, das ist ärgerlich. Viel schlimmer wiegt jedoch die Nicht-Leistung der Mannschaft. Damit hat noch niemand eine Fehlentscheidung verdient. Das ist auch klar (Äpfel-Birnen-Vergleich usw…) Aber wirklich am schlimmsten finde ich es, dass Babbel die Nicht-Leistung nicht ins Zentrum rückt, sondern stattdessen mit einer vollkommen überzogenen Schiri-Schelte daher kommt. Damit bewegt er sich im Äpfel-Birnen-Dilemma, weil er um den heißen Brei herum redet. Hertha hat jetzt wiederholt schlecht gespielt und wurde nun bestraft. Die brennende Frage ist: Was nun, Markus Babbel? Und genau dieser Frage ist er mit der Schiri-Schelte aus dem Weg gegangen. Das finde ich lächerlich.

    • Am 9. November 2010 um 09:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ich denke Babbel weiss was intern anzusprechen ist. Was er vor den Kameras äußert steht doch auf einem völlig anderen Blatt Papier.

      Bei sehr viel besseren Spielen, die sogar gewonnen wurden ist er mit der Mannschaft sehr hart ins Gericht gegangen. Am Sonntag sprach er hingegen von einer starken Leistungsverbesserung im zweiten Durchgang. Die habe ich nicht so richtig erkennen können. Es steckt sicherlich der Plan dahinter die Berichterstattung der Medien so zu steuern wie er es für richtig hält. Dieses antizyklische Verhalten ist geradezu typisch für einen Trainer.

      • Daniel
        Am 9. November 2010 um 10:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Ich sehs wie Felix und hoffe, dass Babbel die Mannschaft damit aus dem Fokus nehmen wollte.

    • spreemaradona
      Am 10. November 2010 um 14:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Sehe das ähnlich wie Enno. Und wenn ich mich mal wieder zu sehr über die Schiedsrichter aufrege, versuche ich mich an The Referee’s Alphabet zu erinnern:
      http://www.youtube.com/watch?v=uqpJ6XYykHE

  10. Blauer Montag
    Am 9. November 2010 um 12:25 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Fokus hin, Schiedsrichter her ;-(
    Der Trainer sollte die Mannschaft flexibler aufstellen und flexibler agieren lassen. Das System des 4-1-4-1 erfordert viel Laufarbeit, um den Gegner frühzeitig beim Spielaufbau zu stören. Einige Spieler scheinen geistig und körperlich dazu in den letzten Matches nicht fähig gewesen zu sein. Schlussfolgerung:
    1. Müde Spieler gehören nicht in die Startformation.
    2. Das Spielsystem sollte gelegentlich variiert werden.

    • Am 9. November 2010 um 12:33 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Babbel hat doch schon nach 38 Min. das System umgestellt!

      • Blauer Montag
        Am 9. November 2010 um 14:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Babbel hat in Paderborn umgestellt?
        Was habe ich denn da verpasst?

  11. Am 9. November 2010 um 14:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

    na perdedaj wurde doch für Domo gebracht oder liege ich jetzt völlig falsch?

    • XXX
      Am 9. November 2010 um 14:49 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Nee, überhaupt nicht! Alles korrekt. Systemumstellung und so.

    • Joel
      Am 10. November 2010 um 14:28 Uhr veröffentlicht | Permalink

      jau war von 4-1-4-1 auf 4-2-3-1,
      oder?

  12. herthawolf
    Am 9. November 2010 um 15:13 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Die Geschichte mit Peredaj und dem Schiri stand gestern auch im Tagesspiegel. Im „kicker“ war die Geschichte mit Schiri Ahlenfelder von 1975 nachzulesen – vielleicht ist das in Paderborn eine kleine Forsetzungsgeschichte…Auch im „kicker“ bekam der Schiri die Note 5 – allerdings finde ich auch, muss Hertha professioneller mit solchen Fehlentscheidungen umgehen. Von einem selbsternannten Aufstiegsaspiranten muss man einfach mal erwarten können, noch dazu mit 2500 Fans im Rückern, kein zweites Koblenz geschehen zu lassen. Hoffentlich deckt die Schiri-Schelte nicht die krassen Defizite der Mannschaft allzusehr zu. Gegen Bochum werden wir sehen, ob Hertha den Trip nach Paderborn gut abhaken konnte.

    • Blauer Montag
      Am 9. November 2010 um 17:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ich glaub gegen die Mannschaft ihres ehemaligen Trainers sollte die Mannschaft motiviert bis unter die Haarspitzen sein.
      Der nächste Grottenkick folgt dann wahrscheinlich gegen eines der Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Spätestens dann wäre es an der Zeit, bereits in der Startelf Spiler zu birngen, die auch im grauen deutschen Spätherbst noch voll geistig und körperlich frisch sind.

      • Joel
        Am 10. November 2010 um 14:32 Uhr veröffentlicht | Permalink

        Definitiv müssen die Spieler am Montag und Freitag von Beginn die Leistung bringen. Insbesondere ohne Ramos (welch eine Entscheidung, die der DFB da nicht zurücknehmen kann? Macht einer ihrer Schiries Fehler, müssen die das gefälligst auch mal ausbügel, aber okay wollen wir das Thema nicht nochmal aufrollen), bin gespannt wer für ihn ins Team rückt und die linke Bahn rauf und runter rennt. :-)
        Und wehe der rennt nich… ;-)

  13. Mueggi
    Am 15. November 2010 um 17:06 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Kleine Randnotiz vom gestrigen Tag, von der wir bedingt ja auch betroffen sind.

    Beim Spiel zwischen Duisburg und Aachen kam es gleich zu zwei Fragwürdigen Entscheidungen.

    Die erste war der Elfmeter für Duisburg. Ob es nun ein Foul war bleibt eh dahingestellt. Ja, es gibt eine Berührung, war diese wirklich ein Foul, das lasse ich mal dahin gestellt. Auf jeden Fall war es wenn überhaupt außerhalb, wo es zur ersten Berührung kommt.
    Fazit, wenn überhaupt dann Freistoß.

    Zweite Szene die Rote Karte für Duisburg. Die war ja fast noch lachhafter als die für Ramos. Anscheinend dürfen Spieler absofort ihre Arme beim Springen nur noch eng am Körper haben, weil sie ansonsten gefahr laufen, dass ein Gegner in Ihren Arm läuft (diemal sogar von vorn, also in die Armbeuge) und sie somit rot kassieren.
    Fazit mehr als lächerlich.

    Dass es nach dem Spiel keine Verherenden Worte gab lag wohl am Endstand der Partie. Duisburg bekam einen Elfer geschenkt (wer sich über die rote Karte beschwert müsste sich dann ja auch mit dieser Thematik auseinander setzen) und Aachen konnte dank Feldüberlegenheit noch den verdienten Ausgleich erziehlen. Am Ende ein, auch nach dem Spielverlauf, gerechtes Unentschieden. Interessant wäre es geworden, wenn eine Seite verloren hätte.

    Leid tut mir in diesem Fall vor allem der Duisburger, der hier klar zu einer (mitlerweile festgesetzten) Sperre von einem Spiel kommt.

    Profitiert haben in dem Fall wir, da wir, egal was heute Abend passiert, definitiv auf einem direkten Aufstiegsplatz bleiben werden. Aber ich finde es durchaus bedenklich, was für Aussetzer einige der Schiris in den letzten Wochen haben (und das nicht nur in Liga 2). Das geht in meinen Augen weit über das hinaus, was in den letzten Jahren so geschehen ist. Damit meine ich nciht die Summe. Hier halten sich die Anzahl der Aktionen wohl in der Wage. Ich meine eher die Art der Aktionen. Der DFB, bzw die Abteilung Schiedsrichter sollte hier versuchen schnellst möglich gegen zu wirken.
    Natürlich möchte keiner brutale Fouls von hinten in die Beine sehen, natürlich ist es unsäglich mit anzusehen, wenn ein Spieler mit einem absichtlichen Ellenbogencheck ins Land der Träume geschickt werden, doch ein gesundes Augenmaß sollte jeder Schiri besitzen um zu erkennen, ob etwas absicht oder brutal war, oder ob es einfach nur ein unglückliche Aktion war oder ein ehrlicher Versuch einen Ball zu bekommen.

Ein Trackback